Auswärtssiegerunentschieden

Ok, ich gebe es zu: an den Ausgleich habe ich auch nicht geglaubt. Aber wie die Boys in Brown aufgetreten sind, haette ich ihnen auch eine Niederlage nachgesehen. Das war eine starker Auftritt bei einem starken Gegner!

FC St. Pauli fightet in Bochum

„Klar, ich glaube immer an meine Mannschaft und ich meine auch, dass wir auch nach dem 2:0 noch gut im Spiel waren“; Schulle we love U!

Timo Schulle Schultz
Timo Schultz bei der PK

Transkript:

[00:00:00] moin moin St-Pauli Mitsubishi das war mal was ein Auswärtssieg
[00:00:05] Unentschieden es wäre ein wenig vermessen zu sagen ich hätte mir
[00:00:11] keine Sorgen gemacht nach dem 10 zur Halbzeit aber das war wirklich
[00:00:17] eine andere Nummer als gegen die Dinger aus dem Saarland das war eine
[00:00:24] Mannschaft die versucht hat spielerisch dagegenzuhalten gegen eine
[00:00:28] eingespielte Mannschaft die zum Favoritenkreis gehört diese Saison
[00:00:32] gegen Bochum die zu Hause vor Zuschauern Alter wie muss sich das
[00:00:39] anfühlen nach einem halben Jahr vor Zuschauern zu hönigmann das ist
[00:00:45] schon ein Brett und da musst du mal gegenhalten und da haben unsere
[00:00:52] Jungs finde ich auch schon da hier in der ersten Halbzeit ganz gut
[00:00:58] gehalten vor allem im Sinne von keine langen Bälle einfach mal nach
[00:01:05] vorne sondern die wollten das spielerisch lösen ich finde bezeichnend
[00:01:10] für die erste Halbzeit war das der Boss wieder da ist Christa revoir
[00:01:17] verdammte Hacke geiles Timing geiler Körper und zur Not auch mal da
[00:01:23] rein hauen also mit dem Morast einfach mal den Nacken weg rasieren im
[00:01:30] Mittelfeld sehr schön das hat mir gut gefallen und sein pauli ist
[00:01:37] eben wollen und an ist dadurch angreifbar sein gleichzeitig auf der
[00:01:42] rechten Seite die von Olsson und dem blutjung Kollegen wikov wie die
[00:01:49] sich abgewechselt haben hat mir gut gefallen und ich mein Gott so ist
[00:01:56] das eben denfeld der Ball mal zur falschen Seite und das dreimal
[00:02:02] hintereinander und ja dann macht der Kollege salasar bei 4 gegen 1
[00:02:08] ein dummes Foul und dann macht der Kollege Suhl oder wieder
[00:02:14] ausgesprochen wird ein Tor wohin wenn man wirklich echt extrem
[00:02:20] scheiße aussieht im Grunde genommen das ganze Spiel scheiße aussieht
[00:02:25] bis zu der Minute Wurst drauf ankommt nämlich wo wir den
[00:02:31] Anschlusstreffer erzielen und auf gar keinen Fall hinten noch eine
[00:02:36] rein darf dann ist jemand da dann hält der 23 geile Dinger
[00:02:42] tatsächlich habe ich nach dem 2 zu 0 auch gedacht ehrlich ich muss es
[00:02:50] zugeben das schaffen die nicht mehr und sie haben es trotzdem
[00:02:56] versucht mit spielerischen Mitteln Finn Ole Becker da rechtlich hat
[00:03:01] genau da angeknüpft wo das Lob von Jos Luhukay ihn hingebracht hat
[00:03:07] nämlich in die Spielmacher zentrale also der der hewa ich meine es
[00:03:14] war Kiri und diese wake up Chance in der sich meines war 75 Minuten
[00:03:21] oder so ähnlich das war ziemlich geil also St.
[00:03:26] pauli geiles Ding muss ich sagen dass es zwar einen wunder wunder
[00:03:33] wunderschöne Auswärtssieg Unentschieden.
[00:03:35] Wie man ihn schöner nicht erleben kann zwei Tore von dem der als
[00:03:40] Vorbereiter geholt wurde ich habe noch ich habe im im im Kirchenkampf
[00:03:45] angeguckt und zur Hälfte haben wir auch irgendwie wieder zur Nähe
[00:03:49] Bochum war besser aber wir waren jetzt nicht so viel schlechter also
[00:03:54] vielleicht noch mal eine Schippe drauf vielleicht ein bisschen mehr
[00:03:58] Glück und dann geht da noch was und es ging ja fast und also das
[00:04:04] finde ich einfach war schön das war einfach ein schönes erstes
[00:04:09] Auswärtsspiel obwohl ich es eigentlich gar nicht gucken wollte
[00:04:12] eigentlich hatte ich mit Markus heute telefoniert und gesagt zuerst
[00:04:16] Pauli im Profifußball und muss das sein an Dich lieber zu Altona 93
[00:04:21] und Daten Runde wir bestimmt auch ganz geil geworden aber ja ich bin
[00:04:27] zusammen pauli gegangen und bin bin ehrlich gesagt wegen tauschen
[00:04:31] worden ich hätte auch einen auch eine 21 Niederlage oder auch eine 20
[00:04:36] Niederlage hätte ich ertragen weil die Art und Weise wie St.
[00:04:40] pauli sich gewehrt hat mir imponiert hat ich finde als so junge
[00:04:46] Mannschaft solange die taktische Vorgabe wir wollen spielerisch
[00:04:49] hinten raus spielen bis zum Schluss durchzuziehen das ist schon cool
[00:04:54] also da musst du dann Trainer echt vertrauen dass das der richtige
[00:04:59] Weg ist selbst wenn du 20 hinten liegst boah das fand ich schon
[00:05:05] ziemlich cool und ich fand auch cool wie wie hättet kennen sich auf
[00:05:10] der linken auf unserer linken Seite durch getankt hat buballa hat mir
[00:05:16] gut gefallen Olsson großartiges Spiel zweimal da gewesen wo
[00:05:20] eigentlich in Bochum hätte sein sollen um das Tor zu machen großartig
[00:05:25] also ich bin gerade so ein bisschen im St.
[00:05:29] pauli Himmel wenn ich jetzt ein Bochum wäre würde ich mit euch noch
[00:05:35] durch die Kneipen ziehen und wenn ich das Ding am Stadion gesehen
[00:05:40] hätte würden wir es noch in der Weinbar sitzen und Weißwein trinken
[00:05:45] und darüber spekulieren dass genau dieses Spiel so wichtig ist um
[00:05:50] diese Truppe auf den richtigen Weg zu bringen also ich wünsche euch
[00:05:56] noch eine schöne Nacht egal wo ihr sie verbringt das war eine
[00:06:01] bonusfolge des FC St.
[00:06:03] pauli Pop Podcast liebe Grüße an Christa wie war das war ein schönes
[00:06:08] Spiel auch wenn du den Bock zum zwei zu null gemacht hast meinetwegen
[00:06:14] irgendjemand muss es ja machen salasar genauso schöner Box zum 10
[00:06:18] ansonsten hat mir das alles sehr gut gefallen was ihr außerdem
[00:06:23] gemacht hat es gibt doch dieses meme bei Facebook wo der Mathematik
[00:06:28] Professor so eine Gleichung macht mit Zähnen Gleichungen und am Ende
[00:06:32] baute einen Fehler ein und seine Studenten lachen und er sagt der
[00:06:37] Professor sieht seht ihr so sind wir konditioniert dass wir die
[00:06:42] Fehler sehen aber wir sehen nicht dass derjenige der das gerechnet
[00:06:46] hat neun Mal von 10 richtig gerechnet hat und das ist bei St.
[00:06:52] Pauli eben auch so heute gewesen neun von zehn oder acht von C und
[00:06:59] genauso wann in Ordnung oder Segen ist auch der Punktgewinn in
[00:07:04] Ordnung in Bochum und dass ich habe das so abgefeiert mit den
[00:07:10] Kollegen zusammen und auch so geile Tore so dies reinhämmern in die
[00:07:16] Maschen und Zack und ich will und diese ganze Körpersprache der ganze
[00:07:22] die ganze Spannung einfach weitermachen Maschine St Pauli geiles Ding
[00:07:27] gute Nacht das ganze Stadion beim nächsten Heimspiel hoffentlich
[00:07:32] immerhin paar ich würde mich freuen bis später

Zuviel Druck

Ich traf im Kick & Company in Altona erst kurz vor Anpfiff ein. Die Wirtin, eine heimliche Anhängerin des Stadtmeisters, des neuen, ansonsten aber auf Neutralität bedacht, schimpfte leise auf das Elend, dass ihr der Abstieg des HSV bescherte, spielten doch beide Vereine, ihrer und mein FC St. Pauli, diesen Sonnabend zur gleichen Stunde.

Kaffe und Notizbuch – Aufarbeiten einer Klatsche

Was ihr Umsatzeinbußen bescherte, fühlte sich für mich exotisch an. Im kleinen Raum neben den Kickertischen saßen wir St. Paulianer, im großen Saal die Anhänger des Vorstadtklubs, beide richteten die Augen auf ihre Version der televisionär versendeten Wirklichkeit und versuchten die andere Fraktion, nur von einer dünnen Glasscheibe getrennt, zu ignorieren, so gut es ging.

13:00 Uhr ist fürs Trinken viel zu früh, also bestellte ich die beste aller schlechten Alternativen, ein bayrisches Weißbier, alkoholfrei und isotonisch. Das lässt einen gesunden Gleichdruck in meinen Zellen entstehen; es fließt genauso viel aus mir hinaus, wie hinein.

SV Sandhausen – FC St. Pauli – ein emotionaler Bericht

So begann das Spiel im weit entfernten Hardtwald, an den ich mich als ungemütlichen, dunklen Ort erinnere, durch den ein kühler Winterwind wehen kann. Die Boys in Brown begannen ebenfalls isotonisch, darauf bedacht, nicht mehr hinausfließen zu lassen, als hinein. Druckausgleich als Spielidee.

Einen Ausgleich herstellend, aus dem Anspruch, der intellektuellen Überzeugung des eigenen Vermögens, der technokratischen Rangfolge, die sich durch die Tabelle ergibt und dem nagenden Zweifel, der sich seit dem letzten Sonntag noch jeden Tag verstärkte, der Wut über sich selbst (bei den reiferen) oder auf andere Teile des Teams, der Fanschaft und die kleine Welt am Millerntor.

Das Überkippen ins Hypotonische konnte ich selbst durch die kalte Linse der Kamera erfühlen, langsam aber sicher floss alle Zuversicht aus den Jungs heraus. Und der SV Sandhausen in Form des ewigen HSVers Diekmeier druckvoll in sie hinein. Als wollte auch er den Derbysieg, nur um eine Woche retardiert.

St. Pauli zerschellte an diesem Wollen, Buballa fiel mehrfach schwächelnd auf seine Knie, Mats wurde einfach abgeschüttelt und Marvin war komplett von der Knolle; so spannungslos ließen sich unsere Spieler zerdrücken, dass in mir pures Mitleid übrig blieb.

Ich kann da keine Wut entwickeln auf dieses Häuflein Elend, das sich später noch tapfer den eigenen Fans stellte, dabei Beschimpfungen und Bier über ihre hängenden Köpfe ergehen ließen.

In einem Ausbruch hypertonischen Überdrucks vermischten sich eigene Rechtfertigungen mit der Forderung nach kapitalistischem Leistungslohn; auf die Idee, sich in den Schmerz zu ergeben, aus ihm vielleicht die Lust zu ziehen, die den Druck ausgleichen könnte, kamen da wenige, wie mir berichtet wurde.

Auf das so wichtige Zeichen der Solidarität, mit unserer Mannschaft und sich selbst, wartet man auf St. Pauli auch acht Tore nach der letzten Sonntagsfrage vergeblich.

Schlimm.

Ich bestellte mir dann am Ende doch noch ein kleines Bier aus dem Tschechischen und vom Fass, um zuzusehen, wie Darmstadt die bleierne Wolkendecke über mir kurz aufriss.

Ungenau, zu spät, ungefährlich – liebenswert

Ich hatte es angekündigt und ziehe das durch: Kein gerader Blick auf dieses Spiel gegen den Aufstiegsaspiranten Nummer eins. Der lohnt sich nämlich erfahrungsgemäß nicht.

Für jedes St. Pauli Tor gibt es im Kick & Company einen Schnaps: heute gab es nur einen 😉

Wie in meinem Podcast angedeutet, werte ich diese deutliche Niederlage als wichtige Korrekur, als Zeit an der Ladesäule der Magie. Stellt euch doch mal vor, wir hätten das noch gedreht?, die offensichtlichen Schwächen dieser Boys in Brown hätten sich als Ballast auf unsere Jungs gelegt, wie ägyptische Grabquader auf Sklavenschultern.

Nichts wiegt schwerer, als das Delta zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Wobei wir am Millerntor ja in der Lage sind, letztere zu gestalten, wie am vergangenen Montag.

Genau gegen ungenau.
Präzise gegen gewollt.?
?Zum lieben ist also viel Richtiges da
;() #koefcsp ?

SPNU bei Facebook

Ich habe mich wieder verlieben können, in meinen Schwarm, Schnecke Kalla: eine Halbzeit Championsleague, eine Bezirksliga. Ich erinnere mich da in solchen Situationen, wie in Köln, als er in der 1. Halbzeit einer der wenigen St. Paulianer auf Augenhöhe war und später zwei seiner eklatanteren Stellungsfehler zu den Gegentoren 2 und 3 führen, an ein Gespräch in Altona, wo ich ihn zu fortgeschrittener Stunde fragte, wie er sich erkläre, dass er immer entweder erstklassig oder oberligareif spielt. Seine Antwort fiele heute Abend wohl genauso ehrlich aus, wie damals: „Das hast Du auch schon festgestellt?, Ja, wenn ich es abstellen könnte, würde ich es tun.“

Ihr könnt euch vorstellen: ich liebe ihn seither mehr, als vorher. Und das geht mir mit den meisten Jungs in braun-weiss heute auch so. Bis auf einen -Willi, Du weisst, wen ich meine; und regelmäßige HörerInnen meines Podcast auch*.

Willi, der Podcast-Host von uns, der was von Fußball versteht, hat maximal mit einem Punkt aus den ersten drei Spielen gerechnet – gegen Darmstadt 😉 So kann das kommen in Liga 2. Ist nicht schlimm.

Und Svend, wenn man viermal hinter sich greift und doch der beste Paulianer ist, dann ist das ein gelungenes Premierenspiel, auch wenn es sich selbst unter der Dusche nicht so anfühlt. Vielen Dank, Großer, dass Du uns so lange im Spiel gehalten hast.

… und *Christopher Buchtmann sucht sicher immer noch; seine Form, und die Schuld bei allen anderen, nur nicht bei seiner Attitude. Aber darüber wollte ich heute ja gar nicht sprechen, das wäre ein viel zu direkter Blick auf das Spiel 😉

Hurrah, der Ostfluch ist wieder da!


Vor dem 3:1 gegen Aue hatte ich tatsächlich die Hoffnung, dass der FC St. Pauli sich am eigenen Schopf aus der Misere zieht. Dabei hatte ich die Rechnung ohne den Klabautermann gemacht, der pünktlich zum Auswärtsspiel einen alten Gefährten an die Seite der Boys in Brown stellte: den Ostfluch.

„Gegen Aue kann man verlieren“ (Markus zum Ostfluch)

12 Gegentore in drei Ligaspielen, das ist haarig, und trotzdem erklärbar. Gegen Union und Köln, beides Aufstiegsaspiranten – der eine offiziell, der andere heimlich – kann man verlieren. Gegen Köln hielt das Millerntor das Spiel so lange offen, dass ein 4:4 wahrscheinlicher war, als eine Niederlage.

Ruhe ist die erste Zeckenpflicht

Wenn ich mir die Facebook-Feeds und Kommentare so anschaue, dann will der eine oder andere unseren Trainer Kauczinsky so schnell wie möglich ersetzen, befürchten nun doch nicht wenige, dass sich das Szenario der letzten Saison wiederholt. Der erste will sogar wieder Stani zurück. Oh weh, meine Nachtruhe ist in Gefahr.
Auch wundert es ein wenig, wieviele den sonst so gescholtenen Jackson Avevor wieder in den Kader ersehnen, den sie ob seinem Hang zum Kurzslapstick immer ausschimpfen, wenn er spielt und denen, nach eigener Aussage, der Atem stockt, wenn er zum Ball geht.
Nee. Da bleiben wir bitte alle mal ganz gelassen. Es war doch schon vor der Saison klar, dass der FCSP nur stabil spielen kann, wenn nicht zu viele Leistungsträger ausfallen. Mit Avevor ist nun der Zweikampfchamp in der Innenverteidigung verletzt und mit Bernd Nehrig fällt die so wichtige Mentalkante im defensiven Mittelfeld aus.
Dabei gibt es auch gute Nachrichten, die beinahe untergehen:

  1. Mit Henk Veerman haben wir einen Stürmer der trifft, und zwar JEDES SPIEL!
  2. Mit Marvin Knoll haben wir einen Mittelfeldspieler, der flanken kann

Nur noch gegen Ingolstadt bestehen, dann treffen wir uns wieder am Millerntor, neue Magie tanken. Denn das ist diese Saison anders, als in der letzten: zuhause sind wir stärker!
 

Mutlos, planlos, chancenlos, Sankt Pauli

In Aue sieht der FC St. Pauli immer schlecht aus (Ausnahmen bestätigen diese Regel), deswegen wundere ich mich kein bisschen über das Ergebnis; das Zustandekommen war aber schon schlimm mitanzusehen. Die Beschwörungen der sportlichen Leiter, dass die Boys in Brown wüssten, was die Stunde geschlagen hat, scheinen die Spieler nicht erreicht zu haben.

Das Auftreten in Aue war planlos, mutlos und kraftlos. Dass Aue nicht zur 60. Minute mit 3:0 führt, ist nur der schlechten Chancenverwertung zuzuschreiben und dem unverdienten Glück der Jungs aus St. Pauli.

Der kalte Atem des Abstiegsgespenst weht den Boys in Brown in den Nacken

Statt „klarer Kante“ spielt  im Erzgebirge „klarer Elfer“ und entscheidet ein sehr schlechtes Fußballspiel beinahe alleine für Aue. St. Pauli hat in letzter Zeit immer einen, der die desolate Leistung der Mannschaft immer noch unterbieten kann. Heute war es Buballa, letzte Woche Bouhadouzz. Das ist schlimm und wenn sich das nicht ändert, steigen wir beinahe sicher ab.
Was im Übrigen kein Drama wäre, ich würde ja tatsächlich gerne mal wieder leiden mit meiner Mannschaft. Dafür wünsche ich mir aber ein wenig mehr Energie im Scheitern, mehr Entgegenstemmen und weniger Bocklosigkeit.
Ich höre jetzt auf zu meckern und ha(r)ke den Garten und das Spiel ab. Nächstes Heimspiel gegen Union wird es hoffentlich besser. Lauter wird es sicher, wenn die Berliner kommen. 🙂

Sorry Sami!


Wenn Blogger ihre Emotionen auf der Zunge tragen, dann entsteht manchmal das, was man im Internet-Deutsch einen „Rant“ nennt. Eine kurzgeschlossene Entladung in den sozialen Medien, die nicht selten unfundiert, spontan und wenig fair ist. So wie mein Tweet von Samstag Nachmittag, in dem ich darum bat, Sami Allagui in eine Zaunfahne einzuwickeln und fortan nur noch als Maskottchen auflaufen zu lassen.
Wie man unschwer nachvollziehen kann, hängt diese Reaktion mit dem unglücklichen, ja fahrlässigen 1:1 beim 1. FCK zusammen, wobei die Endung -lässig direkt auf den von mir Gescholtenen hinweist. Das sah übrigens unser Trainer ähnlich, als er sich über das Vertändeln der glücklichen 1:0 Führung beschwerte. In beiden Szenen war Sami Allagui Hauptperson. Beim 1:0 als Gefoulter, als er ein Festhalten des letzten FCK-Verteidigers mit dem Einstellen der Sturmbemühungen quittierte. Hier hatte er Glück, dass der Schiri sich schon festgelegt hatte. Dem 1:1 ging ein nonchalantes Popo-Foul voraus, das so unnötig, wie doof war.

„Das war ein doofes Foul“, Markus Kauczinsk

Dabei bin ich einer der wenigen Gegengeradenbewohner, die nicht müde werden, unseren Nordafrika-Sturm gegen die vielen Nörgler zu verteidigen. Das Fehlen von Bouhaddouz hat man in der 1. Halbzeit beinahe körperlich gespürt. Die Anwesenheit von Sami Allagui eben nur durch das Händevorsgesichtschlagen.
Sami Allagui hat eine lässige Spielführung, die mich an einen anderen viel gesscholtenen St. Paulianer erinnert: Florian Bruns. Auch diesem wurde sein kreatives Traben negativ ausgelegt. Dass er einer der wenigen war, die gerade Pässe in die Schnittstelle zu spielen in der Lage sind, wurde häufig übersehen.
Da ich bei Sami – ähnlich wie bei Flo – keine wirkliche Unlust spüre, sich für den FCSP reinzulehnen, nehme ich meinen Tweet hiermit offiziell zurück und sage „Sorry Sami“. Denn natürlich hast Du recht, wenn Du sagst:

„Aber trotzdem müssen wir ein paar Sachen ansprechen, und ich glaube, das Hauptproblem in Kaiserslautern war nicht das Gegentor. Es gab andere Probleme auf dem Platz. Wir wären gut beraten, als Mannschaft diese Probleme zu lösen, dann wären wir auch erfolgreicher.“

Auswärtsfahrten im ICE 4 "Süleyman Tasköprü "

Mich erreichte gerade ein Meme auf Facebook, also eine sich selbst vervielfältigende Aktion, die den Vorschlag aufnimmt, die neuen ICE 4 der Deutschen Bahn nach den Opfern des NSU Terrors zu benennen.

Screenshot: Bahn.de: Umfrage, wie sollen die neuen ICE 4 heissen?

Online-Aktion der Bahn: Wie soll der neue ICE4 heissen?

Hintergrund ist eine Online-Umfrage auf Bahn.de, wie denn die neuen ICE getauft werden sollen. Nachdem ICEs bisher nach Städten benannt wurden, sind dieses Mal Personen als Taufpaten vorgesehen.

Persönlichkeiten, die gezeigt haben, wie Menschen über Grenzen hinweg friedlich zusammenleben können. Ihnen fällt sofort ein passender Vorschlag ein? Dann haben Sie die Chance, einem unserer ICE-4-Züge einen Namen zu verleihen.

Ein rasendes Denkmal den NSU-Opfern

Ich finde die Aktion gut. Die Vorstellung mit dem ICE „Enver Simsek“ auswärts zu fahren oder mit dem ICE „Halit Yozgat“ drei Punkte aus Dresden zu entführen euphorisiert mich geradezu. Ein Denkmal sollen diese Menschen bekommen, das in ganz Deutschland unterwegs ist. Wenigstens das haben sie alle verdient!
„Ich bitte euch, die Namen der vom NSU ermordeten Menschen als Namensvorschläge einzureichen. Weil wir nie vergessen dürfen. Weil es nie wieder geschehen darf.“ lautet der Aufruf, der mich via Facebook erreichte. Ich habe eben abgestimmt (meine Wahl fiel auf den Altonaer Bürger Süleyman Tasköprü).

HIER MITMACHEN.

Alle NSU Opfer auf einen Blick:

  • Enver Simsek
  • Abdurrahim Özüdogru
  • Süleyman Tasköprü
  • Habil Kilic
  • Mehmet Turgut
  • Ismail Yasar
  • Theodoros Boulgarides
  • Mehmet Kubasik
  • Halit Yozgat
  • Michèle Kiesewetter

Punktelieferant? #vflfcsp

Das erste Spiel der neuen Saison 2017/18 führt die Boys in Brown nach Bochum. Der VfL hat sich derweil eine besondere Motivationsspritze für seine Gäste ausgedacht…

In Bochum sitzt der „Punktelieferant auf der Gästebank. Foto: Twitter

Gäste sind in Bochum „Punktelieferant“

Auf der Rückseite der Gästebank prangt das Wort „Punktelieferant!“. Ich vermute, dass das eher motivierend, als abschreckend wirkt. Ich denke ja auch jedes Mal, wenn unser_e Stadiosprecher_in vor dem Spiel lauthals verkündet, wie selten der Gast am Millerntor gewinnen konnte, oder wahlweise, wie stark die Gäste sind, dass das als Motivation taugt.
„Jetzt erst recht“ wird da die gängige Reaktion sein. So wie Martin von FCSP, der auf Facebook schrieb:

„Jetzt hab ich richtig Bock“

 

"Hier im Frankenland" … vom wunderschönen Auswärtssieg in Nürnberg

St. Pauli Fans feiern nach dem Sieg in Nürnberg. Wie man sieht, kommen sie aus der Gegend.

Am Freitag ging es in Richtung Süden, zum 1. FC Nürnberg. Dank Markus, den wir nach der Fahrt in „Mister Almanach“ umbenannten, wussten wir, dass der „Glubb“ seine beste Zeit in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte (5x Deutscher Meister) und dass der FC St. Pauli seit dem legendären 2:1 beim Schonaufsteiger 2001 nicht mehr da unten gewonnen hatte. Nimmt man meine persönliche Punkteausbeute bei Auswärtsfahrten dazu, war es offensichtlich eine doofe Idee, sich die 6 1/2 Stunden anzutun.
Es dennoch getan zu haben, war ein großes Glück: die Boys in Brown besiegten den Frankenfluch und Cenk Sahin und Azziz Bouhaddouz zeigten einmal mehr, wie wichtig sie für den FCSP sind. „"Hier im Frankenland" … vom wunderschönen Auswärtssieg in Nürnberg“ weiterlesen

4-1-4-1 Ewald wills wissen #svggFCSP

https://mobile.twitter.com/hayesbhoys/status/807912146315177984
Nur Nehrig auf der sechs, davor ein Viererriegel mit Neudecker, Sobota, Choi und Sahin. Das ist mutig und offensiv, bedeutet aber auch, dass gerade diese vier auch alles abgrätschen müssen, was an ihnen vorbei will.

Aux Armes

Hier die #fcsp-Start11:
Heerwagen
Hedenstad-Sobiech-Gonther-Keller
Nehrig
Neudecker-Sobota-Choi-Sahin
Bouhaddouz
#spvggfcsp

Heute müssen drei Punkte her – und St. Pauli zeigt mit seiner Aufstellung schon, wo es die Entsvheidung sucht: in der Hälfte der Fürther.

Auswürzsieg!

Erik Hauth Kommentar FCSP Elbvertiefung
 

»Nach der energischen Leistung zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Montag, bei der es trotz Überlegenheit nur zu einem 1:1 reichte, erwartet den FC St. Pauli am heutigen Montag die zweite fränkische Herausforderung: auswärts bei den Kickers aus Würzburg.

Können die Kiezkicker ihren Drive hinüberretten in diesen Montag, ist gegen die Truppe von Hi-Ha-Hollerbach sogar der so wichtige Sieg drin; ein ›Auswürzsieg‹.«

😉

In jedem anderen Verein hätten wir jetzt eine Trainerdiskussion

Ewald Lienen PK„St. Pauli startet bei Dynamo Dresden mit zwei robusten Fehlerketten – die offensive blieb regelmäßig an Dresdens Abwehr hängen, offenbarte wieder eklatante Abspielschwächen; die defensive Fehlerkette ließ Dresdens Spieler über St. Paulis linke Seite freundlich flanken und früh treffen.
In der zweiten Halbzeit wurden die Fehler weniger, St. Pauli stärker, aber nie zwingend.
#SGDFCSP 1:0
Bei so vielen einfachen Fehlern gewinnt Dresden sogar verdient 1:0 und beschert Ewald Lienen die dritte Niederlage in Folge; in jedem anderen Verein hätten wir jetzt eine Trainerdiskussion.“
Mein Kurzkommentar zur dritten Saisonniederlage für @zeitonline

Zu scheun, um wahr zu sein. #rblfcsp

Es ist das letzte Hochsommer-Wochenende, so zumindest sagen es die Wetterpropheten voraus. Und der FC St. Pauli reist mit 4.000 unserer Supporter nach Leipzig zum „Produkt“, wie es einige nennen. Die Hochbegabten des Ralf Rangnick, der ähnlich akribisch und planvoll an die Entwicklung seiner Vorstellung von Fußball heran geht, wie unser Cheftrainer Ewald Lienen, beginnen mit druckvollem Sommerfußball. Die Boys in Brown stehen unter Druck.

FC St. Pauli vs. RB Leipzig

Willi, Andrea und ich sind an diesem Wochenende in die Gegenrichtung unterwegs, an die Ostsee. Als wir am Samstag Abend hinauf fahren, kommt und der Bus von Hannover 96 entgegen. Ich weiss nicht genau, ob das auch alles hochbegabte Spieler sind, die sich nun langsam von dem Ort ihrer Auswärtsniederlage entfernen. Gegen die Kicker von Schilksee.
Jolly Roger Hissfahne FC St. PauliAls ich am Sonntag Mittag mit Willi im Cockpit sitze, muss ich an diese Begegnung denken. „Ein Unentschieden wär schon toll“, fassen wir unsere Erwartungen zusammen, als wir das AFM Radio anrufen. „Zu scheun, um wahr zu sein. #rblfcsp“ weiterlesen

Rund Kap Hoorn kommt der Wind immer von voorn

Der FC St. Pauli wechselt alle vier Jahre die Liga, ist einem Bekannten die Tage aufgefallen: nach den vier Jahren Regionalliga-Hölle folgten vier Jahre Zweite Liga und der Abstieg aus der Ersten. Nach nun wieder vier Jahren zweite Bundesliga würde uns das Gesetz der Beinahe-Serie in die Dritte Liga zerren.
Da kann man mal sehen, gegen welche Schicksalsmacht die Boys in Brown ankämpfen. Tapfer, wie ich finde.
Nach Sören Gonther und Sebastian Maier traf es gegen Union Berlin nun Robin Himmelmann, mit seinem Verstolperer in der 89. Minute.
Nimmt man die Lautstärke der Trotzgesänge als Maßstab, dann wächst hier entgegen dem Hamburger Trend gerade ein Team zusammen, das sich trotzig und stoisch gegen die eigene Abschlussschwäche und das immanente Pech stemmt. Ein Team, bei dem es mir leicht fällt, You’ll Never Walk Alone zu singen. (Mit anzusehen, wie Matze Hain den Hool auf dem Feld niederrang, ist für mich das Highlight des Abends gewesen!)

St. Pauli Auswärtstickets via Fanladen bestellen

Fanladen St. Pauli auf Facebook
Projekte und Fanclubs können Auswärtstickets über den Fanladen St. Pauli bestellen. Hierfür bekommt der Fanladen für jedes Spiel ein Kontingent der Gästetickets zur Selbstverteilung vom FC St. Pauli.
Die Kriterien, nach denen die Tickets verteilt werden hat das Team vom Fanladen gerade erst auf Facebook wiederholt, weil es für beliebte und nahe Ziele (aktuell Union Berlin und eintracht Braunschweig) regelmäßig zu wenig Karten gibt: „St. Pauli Auswärtstickets via Fanladen bestellen“ weiterlesen

Verhoekt und zugenöth … #f95fcsp

Vorne verteidigen, schnell passen, den Überfliegern vom Rhein Paroli bieten; das alles ist euch gelungen.
Meine Szenen des Spiels: Ratsche tankt sich durch; Pass auf Alushi – fast – Nöthe auf Alushi – schöner Schuss; fast … Dann Einwechselung Verhoek, den ich ja immer mehr mag … Standard Daube, Tolle Flanke, Kopf Verhoek. Erster Ballkontakt; Tor; fast. Nu ja kann passieren. Zum Liebhaben seid ja ihr fast zu gut, glücklicherweise gibt es da die versehrten Momente; den zaudernden Nöthe, mal wieder, den unpräzisen Budemir, den starken aber stolpernden Ratsche und den gehandicapten Alushi, ach wenn ihr wüsstet, wie solche Spiele an eurer Legende feilen, ihr würdet singen im Mannschaftsbus!; well done Boys in Brown!
Ich bin heute Abend nur die Straße runter, zum Tutto Sports in Odense Ottensen, wo Kebbi italienischen Wein ausschenkt und ich mit Carsten quasi in einer Privatvorstellung den FCSP in DUS anfeuere; nu gewonnen haben wir nicht, aber eine Menge gelobt und gesungen – für euch meine Boys in Brown: tolles Spiel; Scheissergebnis.