Wieder ein Last-Minute-Sieg: "Das ist nicht mehr mein St. Pauli"

Sami Allagui: „Wir surfen auf einer Welle“

Aloha Sankt Pauli
Aloha Sankt Pauli.
Fotoupload, Mit freundlichen Grüßen: Via Facebook

MSV Duisburg – FC St. Pauli // 0:1 … ist das überhaupt noch „mein Sankt Pauli“, wenn man noch nicht einmal Resepkt vor dem Fluch hat, dass wir gegen einen MSV Duisburg hätten verlieren MÜSSEN, der Vorletzter ist, einen neuen Trainer hat und man als St. Pauli auf einen Aufstiegsrang springen kann?
Mann Mann Mann, Sankt Pauli 😉 – ein Zwischenruf.

FCSP Boys in Brown nach dem Sieg gegen Duisburg. Foto: Knoll, via Instagram

Das Transkript des Podcast: MSV Duisburg – FC St. Pauli

Moin, hier ist Erik von St. Pauli Nu und wir haben den Tag nach Duisburg. Ein Tag an, den ich mich erinnere als der Tag an dem
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00:00:30.800 –> 00:00:37.700
St. Pauli zum Spitzenteam gereift ist, hätte ich fast gesagt. Nein, keine Angst ganz schlimm ist es nicht, aber
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00:00:38.440 –> 00:00:46.140
Man kann natürlich davon ausgehen, dass der es dann Pauli eigentlich dieses Spiel hätte verlieren müssen.
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00:00:46.780 –> 00:00:53.441
Dass sie immer gegen Vereine verlieren, die einen neuen Trainer haben und jetzt mal so richtig Lust haben, den Zecken
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00:00:53.498 –> 00:00:54.580
allein zu schenken.
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00:00:55.140 –> 00:01:02.295
Sie immer dann, wenn wir auf einen Aufstiegsplatz springen können, dass sie immer dann verlieren und zwar die nächsten 3
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00:01:02.355 –> 00:01:09.392
Spiele in Folge und das hätte gestern und am Montag auch durchaus passieren können, dann wäre es wieder mal dein pauli
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00:01:09.451 –> 00:01:16.607
gewesen, also 60 70 Minuten überlegen sein, aber kein Tor schießen und dann durch dusseligen Elfmeter der noch nicht mal
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00:01:16.667 –> 00:01:21.140
eindeutig ist 0 zu 1 in Rückstand geraten, das wäre man sein pauli gewesen.
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00:01:21.640 –> 00:01:28.200
Ist aber nicht passiert, sondern wir haben einen mal wieder gesehen, dass wir den Sieg von der Bank 1 wechseln kann und
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00:01:28.255 –> 00:01:34.540
das ist jetzt kein Zufall mehr kein Glück, sondern das scheint tatsächlich eine Eigenschaft von San pauli zu sein.
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00:01:35.620 –> 00:01:37.320
EM bin ich jetzt.
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00:01:37.800 –> 00:01:39.000
unser Gegner wäre
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00:01:40.100 –> 00:01:47.437
Mir eine heiden Respekt abverlangen würde im Sinne von scheiße, weil selbst wenn wir es durchhalten bis zu 80 Minuten 0 zu
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00:01:47.497 –> 00:01:54.593
0 zu spielen.com da am Ende noch zwei frische Jungs, die den Unterschied machen und uns an einen schenken das wird und
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00:01:54.653 –> 00:01:57.300
kann tatsächlich der Puls sein, bei dem man.
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00:01:57.880 –> 00:02:02.280
Jetzt und reif hat offene Welle surft, wie wenn das nur noch gesagt
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00:02:03.240 –> 00:02:09.603
Sag mir halt mich nach dem Spiel gesagt jetzt auch noch an der Welle und genauso ist es auch wenn wir den wenn wir sie
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00:02:09.657 –> 00:02:16.237
zeigen das Gleichgewicht behalten und das tatsächlich immer noch so weiter ist, dann kann ich mir gut vorstellen, dass den
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00:02:16.291 –> 00:02:22.762
Kielern dann so ab der 80. Minute tatsächlich so ein bisschen der Stift geht und sie sagen Scheiße, egal wie’s steht. Da
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00:02:22.816 –> 00:02:27.940
kommen vielleicht noch zwei dicke sind für zwei Tore gut und schon vergeben Verteidiger bei der
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00:02:28.440 –> 00:02:37.440
Einwechslung von Firmen und Zombie Allergie an mit den Knien zu wackeln, das ist tatsächlich eine abgefahrene Situation.
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00:02:39.520 –> 00:02:40.120
die Tapete
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00:02:41.740 –> 00:02:49.996
Oder Office Fahrerinnen in Duisburg fertig auch super dann pauli Fans gegen rechte Zebras ist eine hervorragende Antwort
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00:02:50.064 –> 00:02:50.340
auf.
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00:02:51.540 –> 00:02:53.740
Alles was das Thema Anti-Antifa hat.
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00:02:54.580 –> 00:02:56.080
Antifaschisten
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00:02:58.800 –> 00:02:59.100
müssen
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00:03:00.740 –> 00:03:01.240
sollten
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00:03:02.440 –> 00:03:06.440
Wollen sich artikulieren und anti Antifaschisten.
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00:03:07.540 –> 00:03:10.440
Kann man auch ruhig mal mit einer großen Tapete?
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00:03:11.220 –> 00:03:19.032
begegnen auch wenn ich die Tapete in Duisburg Block diesmal super fand, aber sagen die Choreo mit dem mit der Stadt der
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00:03:19.097 –> 00:03:19.820
Brücken und
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Zimmer Brücken bauen und Menschen im Mittelmeer nicht auslaufen lassen, ist ja schon mal eine starke Ansage Duisburg da in
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00:03:27.888 –> 00:03:33.933
dem Sinne könnt ihr euch gerne weiterentwickeln und dann würde ich mich auch freuen auch mal wieder auswärts zu euch zu
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00:03:33.984 –> 00:03:34.340
fahren.
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so, das war der kleine Zwischenruf von
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00:03:38.620 –> 00:03:47.704
Elbchaussee ich stelle mich hier gerade am Hafenrand und gucke auf die Elbe und muss einfach noch mal loswerden, wie war
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sie abgefahren ich das ganze finde, dass wir vor dem HSV stehen und dass wir glücklicherweise
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An Kauczinski festgehalten haben und nicht wenn man den Gerüchten glauben kann die Stühle Segar.
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Innerhalb des Vereins dienen EMI nicht so doll fanden registriert haben.
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Das hat eben auch damit zu tun, dass die Jungs die verletzt waren und oder letzte Saison nicht so richtig performt haben,
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dass die jetzt von hinten drücken und Alternativen sind, dann muss ich das dann pauli establishment so ein bisschen blau
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00:04:22.566 –> 00:04:24.160
auf die Frage gefallen lassen.
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Ob sie diesen Mann einfach unterschätzen.
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ich habe
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In Duisburg am Montag unter anderem auch mal wieder einstudierte Standards gesehen, also, die die Ecke bei der einer
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rausgerannt ist und dann abgekappt hat und als die Jungs von Duisburg dann wieder zurück getrabt sind, der nächste noch
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mal raus rein raus rennt, um die ganze Innenverteidigung Indira Sortierung durcheinanderzubringen, das sah einstudiert aus
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und das sah auch gut aus.
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00:04:55.780 –> 00:05:02.052
Zähflüssig, dann ist das auch kein Wunder, dass das vorher nachdem Standardfeld also muss ich sagen dann pauli kann im
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Moment Sachen, die konntest vor einem Jahr noch nicht und der der seitdem dafür verantwortlich ist ist Kauczinski mit
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00:05:08.378 –> 00:05:11.780
seinem Co-Trainer an und bin da sehr sehr zufrieden der Kollege.
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00:05:12.300 –> 00:05:19.264
Dem ich mich letztens von der domschänke unterhalten habe, der ihm an ja das fehlende Charisma abspricht, das muss ich
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00:05:19.323 –> 00:05:26.288
jederzeit sagen, also lieber weniger Charisma, also der Mann muss aus meiner Sicht überhaupt nicht schon gar nicht bei
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00:05:26.347 –> 00:05:33.548
Heimspielen irgendwie die Kurve machen und alle klatschen begrüßen, der darf auch alte konzentriert und in sich ruhend auf
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00:05:33.607 –> 00:05:40.631
der Bank sitzen und sich überlegen, wen er denn an wechselt und er braucht auch nicht dann an zu wechseln, wenn ich und
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00:05:40.690 –> 00:05:47.772
Straße tausend andere das wollen sondern wenn er das für richtig hält, im Moment macht er das alles sehr hervorragend so
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00:05:47.831 –> 00:05:54.914
ein charismatisches ego canna.to auch ganz ganz viel verstopften, das fand ich schon damals bei Stanislawski fandest bei
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Ebern Schäden.
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00:05:56.400 –> 00:05:57.700
Und bin im Moment.
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00:05:58.440 –> 00:06:05.741
Sein und unglücklich mit dem ersten San pauli und würde mich echt freuen, wenn das die Krise der Saison gewesen wäre.
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00:06:05.804 –> 00:06:12.981
Diese drei Spiele die drei verlorenen Spielen Folge gleich am Anfang Update an und dann sich gemütlich auf den Rest
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00:06:13.043 –> 00:06:15.540
konzentrieren das Wer wird über schönes.
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00:06:16.300 –> 00:06:24.439
In diesem Sinne freue mich auf dem Wochenende Spiel am Sonntag gegen Kiel, ich habe Kita zu Gaststätten Hafenmeister aus
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00:06:24.507 –> 00:06:32.783
Strande und da freue ich mich extrem drüber, dass wir meinen St. Pauli Holstein Spiel zusammen gucken können in dem Sinne.
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00:06:32.851 –> 00:06:35.700
Bis später. Tschüss in das ganze Stadion!.

Waldemar ma swiatlo na rowerze*

Kurz nach acht habe ich mich gestern mit W. Im O-Feuer getroffen. Wir ergatterten noch einen freien Platz auf der langen Gegengeraden der griechischen Taverne am Schulterblatt und schauten auf die verblichenen Trikots früherer Helden.
W. bestellte Gyros mit Pommes und ich begnügte mich mit einem Putensouvlaki und einem Gurkensalat – immerhin wollte ich bei jedem Tor der Boys in Brown ein großes Bier trinken. „Waldemar ma swiatlo na rowerze*“ weiterlesen

Vermummte Stolperstörche und ein Auswärtssieg

Ganz Deutschland liebt den FC St. Pauli*. Nur die kleinen Hafenstädte an der Ostsee nicht. Diesmal war wieder Holstein Kiel dran und tatsächlich fühlte man sich vom Ambiente des Holsteinstadions und den Rufen der Holstein-Fans zehn Jahre zurück versetzt.

„Scheiss St. Pauli“

Das Spiel begann mit einer Verspätung von zehn Minuten, weil es einem Dutzend Vermummter einfiel, aus dem Holstein-Block zu springen, über das Spielfeld zu rennen und am Zaun des Gästeblocks zwei dort hängende Banner zu klauen. Dabei warf ein besonders übermotivierter seine Seenotfackel in die Richtung unseres Blocks, verfehlte diesen aber deutlich.

Kieler Ultrás stürmen den Platz und klauen Banner, was dann passierte wird Dich erstaunen …

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"Hier im Frankenland" … vom wunderschönen Auswärtssieg in Nürnberg

St. Pauli Fans feiern nach dem Sieg in Nürnberg. Wie man sieht, kommen sie aus der Gegend.

Am Freitag ging es in Richtung Süden, zum 1. FC Nürnberg. Dank Markus, den wir nach der Fahrt in „Mister Almanach“ umbenannten, wussten wir, dass der „Glubb“ seine beste Zeit in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte (5x Deutscher Meister) und dass der FC St. Pauli seit dem legendären 2:1 beim Schonaufsteiger 2001 nicht mehr da unten gewonnen hatte. Nimmt man meine persönliche Punkteausbeute bei Auswärtsfahrten dazu, war es offensichtlich eine doofe Idee, sich die 6 1/2 Stunden anzutun.
Es dennoch getan zu haben, war ein großes Glück: die Boys in Brown besiegten den Frankenfluch und Cenk Sahin und Azziz Bouhaddouz zeigten einmal mehr, wie wichtig sie für den FCSP sind. „"Hier im Frankenland" … vom wunderschönen Auswärtssieg in Nürnberg“ weiterlesen

Olé! #1860fcsp

So langsam verschwindet diese Kruste, die immer Schlimmes erwartet, wenn gerade mal etwas gut lief. Beim 0:1 nickte meine innere Meckerecke, muss ich ehrlicherweise zugeben, um dann wieder einmal von energischen Boys in Brown, allen voran Waldemar Sobota und Cenk Sahin übertönt zu werden.
Vom Jubel und später vom beinahe wieder vertrauten Evergreen:

Olé, olé, olé, olé; Super Hamburg; Sankt Pauli

St. Pauli hat einen Lauf, gewinnt plötzlich die wichtigen Punkte. Selbst ein Rückstand gegen stark aufspielende Münchner, führte nicht zur Resignation, sondern zu einer energischen Gegenreaktion: wieder es gelang den Boys in Brown, ein Spiel in einer Viertelstunde zu entscheiden. Cenk Sahin bildete mit seiner Bilderbuchflanke zum 2:1 auf Torjäger Bouhaddouz den Drehpunkt des Spiels. Zuvor hatte Lasse Sobiech per Foulelfmeter das 1000. Zweitligator für den FC markiert.
Mit diesem Sieg zieht St. Pauli seinen Gegner und alle Teams bis zum 13. Platz (FCK) in den Abstiegskampf hinein. Wenn das kein Grund ist, lauthals zu wippen:
https://mobile.twitter.com/fcstpauli/status/838303973643808768
 

Dem Phlegma entwischt: Boys in Brown siegen in Fürth 2:0

Die Wiederentdeckung seiner spielerischen Fähigkeiten hat Waldemar Sobota vielleicht selbst überrascht, aber seine beiden Strafraumdribblings machten heute den Unterschied. Zusammen mit Cenk Sahins Spielfreude und seinem sehenswerten Heber zur Entscheidung; 2:0 in der 91. Minute.
Überhaupt passte heute vor allem das Timing; nicht nur das der Jungs auf dem Rasen. Nieselregen begleitete mich die Straße runter, als ich pünktlich zum Anstoß im Kick&Company eintraf. Kurz nach mir erschien Roger Hasenbein, der seinen Zubringer nach Franken verpasst hatte und nun neben uns Platz nahm. „Na dann hoffe ich, dass Du das heute so richtig bereust“, flachste ich noch, als der Fürther Offensive den Ball ans Aussennetz drosch.

Sobota und Sahin entdecken sich wieder

Ein alkoholfreies Weißbier später war klar: das hier fühlt sich wie ein typisches Nullnullspiel an. St. Pauli hatte zwar gefährlich zu Flanken trainiert unter der Woche, nur der Abschluss fehlte; kein Torschuss in der 1. Hälfte vermeldete der SKY-Reporter und war dann doch sehr streng zu unseren Jungs.
An allen gefährlichen Aktionen beteiligt: Cenk Sahin, der sich genauso freispielte, wie Waldemar Sobota. Ihr Sieg gegen das Phlegma, das Misserfolge eben über Talente legen, war die Grundlage für St. Paulis Triumph am Ronhof.
kommt gut nach Hause Jungs!

Mein Kurzkommentar für ZEIT Online:

„Der FC St. Pauli holt die drei so wichtigen Punkte auswärts. Das 2:0 gegen Greuther Fürth ist der erste Auswärtssieg seit März (!). Die Kiezkicker überwanden in einem typischen Nullnullspiel zweimal ihr Phlegma und Cenk Sahin in der 91. Minute Fürths Keeper mit einem sehenswerten Heber zur Entscheidung. Fürth ist für die Hamburger, die sich vor allem defensiv stark zeigen, immer eine Reise wert.“

Auswürzsieg!

Erik Hauth Kommentar FCSP Elbvertiefung
 

»Nach der energischen Leistung zu Hause gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Montag, bei der es trotz Überlegenheit nur zu einem 1:1 reichte, erwartet den FC St. Pauli am heutigen Montag die zweite fränkische Herausforderung: auswärts bei den Kickers aus Würzburg.

Können die Kiezkicker ihren Drive hinüberretten in diesen Montag, ist gegen die Truppe von Hi-Ha-Hollerbach sogar der so wichtige Sieg drin; ein ›Auswürzsieg‹.«

😉

Im Wald effektiv.

Ich gehörte zu den St. Paulianern, die vermutet hatten, dass die Boys in Brown nach den beiden letzten Niederlagen einen Gang zurück schalten. Gar nicht bewusst, sondern weil es so menschlich ist, weniger zu Pushen, wenn der Gegendruck nachlässt.
Sandhausen war da ein gefährlicher Gegner. Umso schöner, dass Thy und Ratsche souverän verwandeln konnten. Ersteren sehen wir in Bremen wieder und Zweiterer steht weiterhin leuchtend im Schaufenster der Bundesliga. ;“Arr
Mein Kurzbericht für Zeit Online: „Im Wald effektiv.“ weiterlesen

Zu scheun, um wahr zu sein. #rblfcsp

Es ist das letzte Hochsommer-Wochenende, so zumindest sagen es die Wetterpropheten voraus. Und der FC St. Pauli reist mit 4.000 unserer Supporter nach Leipzig zum „Produkt“, wie es einige nennen. Die Hochbegabten des Ralf Rangnick, der ähnlich akribisch und planvoll an die Entwicklung seiner Vorstellung von Fußball heran geht, wie unser Cheftrainer Ewald Lienen, beginnen mit druckvollem Sommerfußball. Die Boys in Brown stehen unter Druck.

FC St. Pauli vs. RB Leipzig

Willi, Andrea und ich sind an diesem Wochenende in die Gegenrichtung unterwegs, an die Ostsee. Als wir am Samstag Abend hinauf fahren, kommt und der Bus von Hannover 96 entgegen. Ich weiss nicht genau, ob das auch alles hochbegabte Spieler sind, die sich nun langsam von dem Ort ihrer Auswärtsniederlage entfernen. Gegen die Kicker von Schilksee.
Jolly Roger Hissfahne FC St. PauliAls ich am Sonntag Mittag mit Willi im Cockpit sitze, muss ich an diese Begegnung denken. „Ein Unentschieden wär schon toll“, fassen wir unsere Erwartungen zusammen, als wir das AFM Radio anrufen. „Zu scheun, um wahr zu sein. #rblfcsp“ weiterlesen

So spielt man Auswärts! (FC St. Pauli – Fortuna Düsseldorf 2:0)

Mit ein wenig Jetlag in den Knochen – lusitgerweise war ich gerade 36 Stunden über DUS nach Hause gereist – erwartete ich ein wenig, dass der FC St. Pauli so spielen würde, wie ich mich fühlte und wie immer wenn die Hamburger Presse sie in die 1. Liga schrieb und Funktionäre von „Gier“ sprechen. Aber es kam anders. Auch weil Düsseldorf keinen hässlichen Fussball mehr spielt. „So spielt man Auswärts! (FC St. Pauli – Fortuna Düsseldorf 2:0)“ weiterlesen

Braun-weisse Wildparkfestspiele

Es war schon etwas herbstlich, als sich die Sonne hinter Karlsruhe zu Bett begab. Die Luft wurde schnell feucht und der Atem war beim Singen stellenweise auch zu sehen.
Kurzzeitig fühlte ich mich in eine ferne, anders dustere Vergangenheit zurückversetzt, als ich die Steintreppen eines begrünten Erdwalls hinaufstieg und oben das quadratische, blaue Schild eines Block E erblickte. Und eine Tartanbahn hat der Wildpark auch.
Eigentlich ganz schön, so ein Museumsbesuch, schnell weiss man aber reine Fußballstadien zu schätzen. Die Patina an diesem Ort im Badener Wald hat mir trotzdem gut gefallen.
Entspannte Ordner und Polizisten. Erstere konnten sich vor Grinsen kaum gerade halten, als sie da im Gänsemarsch unter unserem rhythmischen Klatschen vor unsere Kurve zogen.
Unter einem fröhlichen blau-weissen „Scheiss St. Pauli“ ging es los in die erste Halbzeit. Zum Spiel nur soviel, dass es ein merkwürdiges Miterleben war, die Boys in Brown doch souverän und überlegen gewinnen zu sehen. Kann auch der merkwürdig distanzierten Position zuzuschreiben sein, die eher an die Karl May Festspiele, als an ein Zweitligaspiel erinnerte. Nachher mussten wir uns ein wenig schämen, wenn wir Mittrinkern in der Bar des Schloss-Hotels erklärten, das sei ein souveräner und verdienter Auswärtssieg gewesen.
Diese Karlsruher Mannschaft, und das lag natürlich stark an Lelles gutem Auftritt, erinnert mich eben stark an das abgerockte St. Pauli von vor drei Jahren, wie überhaupt die ganze Stadt sympathisch abgerockt ist. Im Schlosshotel hängen stolz und ein wenig vergilbt die Fotos von Rock Hudson mit Hoteldirektor zum Bambi 1962 und vorne fährt die alte Berliner Strassenbahn vorbei. Abgelegt und zurückgereicht nach Karlsruhe. Das, so erfuhren wir, wäre im Fußball auch so. Der KSC verlöre die dollsten Talente an die Plastiktruppe in Hoffenheim, und bekäme die Gescheiterten zurück. Geradezu sozialromantisch.
Der Abend wurde dann mit den Jungs vom AFM-Radio und der Weinbar-Tours-Truppe beschlossen. Feiner Auswärtssieg.