Auf dem Boulevard angekommen

Die Mopo startet eine Kooperation mit einem guten Dutzend Hamburger Bloggern und Influencern. Das unter der Rubrik „Hamburg Insider“ firmierende Angebot aggregiert Beiträge aus vielen verschiedenen Stadtteilen und Themen – darunter auch Beiträge dieses Blogs.

Hamburg Insider
St. Pauli auf Hamburg Insider der MOPO

„Die BILD unter den St. Pauli Blogs“

Ich bin von Bloggern im Umfeld von USP mehr oder weniger scherzhaft ja schon einmal „die BILD unter den St. Pauli Blogs“ genannt worden. Was als Kränkung, Abwertung und maskulines Buffen gemeint war, ist ja aber gar nicht so falsch. Anders, als andere Blogs im St. Pauli Kosmos stehe ich auf gute Headlines, ziehe eine knackige Meinung einem ausgewogenen Sowohlalsauch, einer juristischen Fachdiskussion oder einem verschreckt-aggressiven Asta-Beitrag vor.
Ich bin in den letzten Jahren immer mal wieder sehr nahe an das Vereinsestablishment heran gerückt, insbesondere beim Gründen des 1910 e.V. und der Segelabteilung. Zur so genannten „aktiven Fanszene“ gehöre ich bis heute nicht. Trotzdem kann ich USP und den ganzen Süden von Herzen lieben und werde von dem einen oder anderen ™ sogar als „Sin Fein von USP“ betitelt. Auch nicht als Kompliment gemeint.
Ich schreibe, was ich will und worüber ich mag. Und wenn das, was ich schreibe Resonanz erzeugt, dann freue ich mich. So eitel darf ich sein 😉

Tribünengespräche sind Boulevard

Ich mag gut gemachten Boulevard-Journalismus. Ich mag es nicht, dass es ganze Postillen gibt, wie die BILD oder auch Teile der Mopo, die Menschen vorführen und verletzen. Das ist kein guter Boulevard. Allerdings das zusammen zu fassen, was die Menschen im Stadtteil bewegt oder was sie auf der Tribüne besprechen, in einer polemischen, alltagstauglichen und gerne auch plakativen Form, sodass sich das Ganze leicht und flockig lesen lässt, das ist Boulevard, wie ich ihn mag.

#bildnotwelcome und MOPO-Koop schließen sich nicht aus

Und warum sollten die Leserinnen der Mopo diesen nicht bekommen? Eben.
Ich freue mich auf Eure Kritik und Meinungen dazu. Es ist als Experiment gedacht, von beiden Seiten. Und ja, an den Werbeeinnahmen partizipiere ich.

"Nazishirt" im Presseraum: die unerträgliche Provokation des Turbo D.

Was macht man mit einem Sportjournalisten, der wiederholt „Nazi-Shirts“ in Pressekonferenzen des FC ST. PAULI trägt? – das fragt sich aktuell die Fanschaft unseres bekennenden Antifa-Klubs. Auslöser war ein Twitter Posting von der Vorstellung eines neuen Sponsors (Levi’s), bei dem der kantige Vertreter einer großen Boulevardzeitung ein Shirt der Marke Yakuza trug, einschlägig als Rechtsextremenklamotte vermerkt. Dieser Pressevertreter soll schon einmal durch Zurschautragen eines Thor-Steinar-Shirts aufgefallen sein.
Ob da noch jemand an Zufall glaubt, oder ein Versehen? „"Nazishirt" im Presseraum: die unerträgliche Provokation des Turbo D.“ weiterlesen

BILD zieht Konsequenzen aus #BILDnotwelcome: Adblocker blocken jetzt auch Boulevardschund vollständig

Es war eine der wenigen Momente der Ehrlichkeit, als BILD Chef Kai Diekmann über den FC St. Pauli sich erregte. Nun folgt BILD.de mit einem weiteren: um es allen Kritikern zu ermöglichen, BILD-frei durch Web zu surfen, ohne aus Versehen auf Boulevardschund zu landen, blockt BILD seine eigenen Inhalte mithilfe einer Standardsoftware, dem Adblocker. „BILD zieht Konsequenzen aus #BILDnotwelcome: Adblocker blocken jetzt auch Boulevardschund vollständig“ weiterlesen

Der grosse Irrtum des Kai Diekmann #BILDnotwelcome

Kai Diekmann merkt offenbar tatsächlich nicht, dass nicht Refugees „not welcomed“ sind, sondern er und seine BILD Zeitung.
#BILDnotwelcome Trending Topic T-ShirtDer Hashtag #BILDnotwelcome ist seit heute Nachmittag Trending Topic auf Twitter.
Ich habe dazu das passende T-Shirt bei Spreadshirt gebaut. 2 Euro gehen von jeder Bestellung an #refugeeswelcome Projekte des Fanladen FC St. Pauli.
„Der grosse Irrtum des Kai Diekmann #BILDnotwelcome“ weiterlesen

Warum "Bring Back Naki" nix mit "Bring Back St. Pauli" zu tun hat – ein Rant

Ich bin verärgert. Die Posse um Deniz Naki wird nu zum ausgewachsenen Shitstorm. Gegen das neue Präsidium, das für die sportliche Situation ungefähr so viel kann, wie Peter Neuruhrer. Gegen Thomas Meggle, für den uneingeschränkt dasselbe gilt. Gegen Rachid Azzouzi, der Kritik jetzt ertragen muss, aber es nicht verdient, so beschimpft zu werden. Und am Ende gegen die aktuellen Boys in Brown.
Wer jetzt „Bring Back St. Pauli, bring back Naki“ schreit und sich damit in die Tradition des Jolly Rouge wähnt, auf den reagiere ich derzeit mit offensivem Unverständnis; vulgo: SCHNAUZE!
Ich erkenne eine Intrige Kampagne, wenn ich sie sehe und bin maßlos erschüttert darüber, wie hier über den Boulevard versucht wird, hinter den Rücken der gewählten und ernannten Verantwortlichen Vereinspolitik zu machen.
Ich habe schon mehrfach geschildert, was ich von der aktuellen Heldenverehrung halte. Dem Artikel im Lichterkarussel kann ich nur nickend zustimmen. LESEN!

Deniz Naki interessiert sich vor allem für sich selbst. Wenn ihm etwas am FC St. Pauli liegen würde, dann könnte er sich solch vereinsschädigende Posts sparen, in denen er Teilinhalte von vertraulichen Gesprächen Preis gibt. In der derzeitigen Situation braucht es nicht noch einen weiteren Nebenkriegsschauplatz, auf dem sich die Egoismen der unterschiedlichsten Akteure ein Stelldichein liefern.
Da auf Facebook Personen virtuell schon wieder Amok laufen, nur einen Wunsch, weil bald Weihnachten ist: Anstatt nach Naki zu schreien, sollte in den kommenden zwei schweren Spielen gegen Ingolstadt und vor allem gegen Aalen lieber 90 Minuten lautstark die aktuelle Mannschaft unterstützt werden. Dieser Verein braucht Punkte, und das dringender denn je. Und keinen, in seinen Leistungen sowie seinem Lebenswandel, inkonstanten Selbstdarsteller.

Popcorn!

„Da ging’s aus wie’s Schießen zu Hornberg und mussten abziehen mit langer Nase.“,
F. Schillers Die Räuber

Da haben wir am Montag ja eine tolle Schmierenkomödie erlebt, „da ham wa alle nicht mit gerechnet“. Irgendwie toll. Schubert bleibt, die BILD und die Mopo brüskiert. Tja, so ist das auch noch zur Medienposse geworden. Die Mopo ätzt gekränkt, dass eben dieses Präsidium gestern noch mit Insiderinfos hausieren gegangen ist und BILD schreibt zur Abwechslung mal die Wahrheit, so vorgeführt sind sie:

Die Wahrheit ist: Paulis Verantwortliche waren (nicht nur) in den letzten Wochen einfach zu feige, ihrem Trainer die Wahrheit ins Gesicht zu sagen. Er sollte wirklich weg!
Die Feiglinge vom Kiez warteten nur auf die (Exklusiv-)Information in BILD, dass Schubert wackelt.

Und ich hole mir nu Popcorn und schaue mir die Komödie in Ruhe zuende an. Vielleicht denke ich mir einfach meine eigene Verschwörung aus, ist ja Sommerpause:
Frei nach Francis Ford Coppola wäre nu der erste, den die BILD nun umarmt, der Verräter. … Ach, und Schulte ist vielleicht das eigentliche Ziel, flüstert mein innerer Boulevard. Und während ich mir frisches Popcorn besorge (Free refill), taucht Stanislawskis Glatze hinter der Tapete auf. 😉
Was bisher geschah im Königreich an der Elbe:
D nimmt endlich seinen Job ernst und schlägt Alarm. B-G nimmt den Ball auf und spielt die rote Geige mit dem Boulevard. Schulte und Naki kriegen den Auftrag einen neuen Trainer zu suchen.
G ist bis zum Hals in Jahresabschlüssen versunken. Was ist das denn für ein Vertrag? Aber das ist eine andere Geschichte.
O versteht nicht alles, aber hat mitbekommen, dass Sch. gehen soll. Na gut. Sch. ist ja am Montag zum Rapport, da kann man sich das nochmal anhören. Zu aller Vorstände Verwunderung nimmt Sch. am Montag die Gummi-Maske runter. Es ist S., er ist wieder da. Alle liegen sich in den Armen. Aber wie … Und weshalb so?
S. erklärt, wie C. und der Aufsichtsrat das eingefädelt haben, um das sauerländische Sch. loszuwerden. Dafür hat S, verkleidet als Sch., sich von Medienchef B. sogar das „Der Eine oder Andere“ abgewöhnt und durch ein „Ist doch normal, dass …“ ersetzt. Klingt viel besser.
Nu soll S. Alias Sch. doch bleiben, sonst geht der große Plan nicht auf. Alle sind glücklich. O. versteht jetzt nur noch Bahnhof, klatscht aber begeistert. Da haben sie die Rechnung aber ohne Rollo gemacht, Sch.s bester alter Kumpel, weil der noch mehr Falten spazieren trägt als er. Rollo setzt den Poppschutz aufs Mikrofon und zieht in die Schlacht. … Und wir haben das schönste Sommertheater noch vor uns. (to be continued …)

Freunde von Susi – Feinde von Susi #FCSP

Susis Showbar Loge am Millerntor, im Marketing-deutsch „Separée“ genannt ist Geschichte. Zumindest der Stangentanz vor, während und nach den Spielen. Mit überwältigender Mehrheit hatte das oberste Vereinsgremium, die Mitgliederversammlung auf seiner JHV, sexistische Darbietungen in Bikini am Millerntor im Sinne der Sozialromantiker-Ini untersagt.
Jegliche Darbietungen nicht oder nur spärlich bekleideter Frauen und Männer in Räumlichkeiten des Millerntor-Stadions werden per sofort untersagt. Dies gilt insbesondere auch für Mieter von Separées oder Säalen … Zu untersagende Darbietungen sind mindestens Stangentanz nackt, nur in Slip, Bikini oder vergleichbarer Kleidung, Striptease, Tabledance oder Vergleichbares. Mietverträge von Separées … werden, soweit die vertragsrechtlichen Bedingungen dies zulassen, umgehend außerordentlich gekündigt, wenn gegen dieses Verbot verstoßen wird. Sofern eine sofortige Kündigung aus vertragsrechtlichen Gründen nicht möglich ist, wird der bestehende Vertrag zum Ablauf dessen Mindestlaufzeit gekündigt bzw. nicht verlängert. Zukünftige Verträge müssen dahingehend verfasst werden, dass dem Vermieter bei Verstoß ein sofortiges Kündigungsrecht zugebilligt wird. Der Entscheid der Mitgliederversammlung muss für jedwede Gesellschaft … als bindend … formuliert werden. (Quelle FCSP, teilweise verkürzt)
Und nun brodelt der Boulevard (Dokumentations-Link zu einem BILD-Ausschnitt). Susis Freunde gehen zum Gegenangriff über und nutzen ihre Kontakte zu gleichaltrigen Showstars und zur Springer-Presse, um mindestens Dampf abzulassen. Wahrscheinlich offenbart sich hier einmal mehr, wer in dem Verein das Sagen, und am meisten gegen dieses Hereinregieren der Mitglieder vorzubringen hat. „Freunde von Susi – Feinde von Susi #FCSP“ weiterlesen

Stanislawski zwischen Wutrede und Gejammer

Stanislwaski Wutrede Vertrauen (Youtube)
Stanislwaski Wutrede Vertrauen (Youtube)

Ich kann mich immer noch nicht entscheiden, wie ich die gestrige Wutrede von Stani finden soll, in der er sich – sichtlich emotional angefaßt – über mangelndes Vertrauen in den Kader unseres FC St. Pauli und Störmanöver im „nahen Umfeld“ beschwert. Die Art und Weise, wie er sich echauffiert macht es mir so schwer.
„Ich finde das absolut enttäuschend, wie wenig Vertrauen der ein-oder-andere, oder viele, glaube ich, … in die Leistungsfähigkeit des ein-oder-anderen Spielers hat“ – ist so ein Satz, sein einleitender, der an Geschwurbel und Unklarheit nur so strotzt. Wer, frage ich mich, ist hier gemeint? „Stanislawski zwischen Wutrede und Gejammer“ weiterlesen