Corny Littmann über Entscheidungen beim FC St. Pauli: ‚Das ist keine Basisdemokratie‘

Corny Littmann gibt der aktuellen Sonnabendausgabe des Hamburger Abendblatt ein ausführliches Interview, in dem er im Wesentlichen sich selbst lobt und zwei Themen kritisch beleuchtet: das Museum statt Polizeiwache und den Entscheidungsprozess im Verein.

Littmann fordert, dass statt 500-1000 Mitglieder vor Ort bei der jährlichen JHV im CCH, alle 20.0000 Mitglieder abstimmen können sollten, ‚bei den modernen digitalen Möglichkeiten wäre das doch kein Problem‘.

Gerade im Hinblick auf Kampagnen, wie den #Brexit ein interessanter Vorstoß. Die Macht im Verein würde sich aus dem Zirkel der so gen. ‚Aktiven Fanszene‘ in eine breitere Mitgliedschaft verschieben, was ich gut fände. Andererseits wäre der FC St. Pauli anfälliger für mediale Kampagnen – und da ist Corny ja bekanntlich ein Meister seines Faches.

Was meint ihr? Wäre ein Deligiertensystem demokratischer?

Herzlichen Glückwunsch zum Maneo Award 2014, Corny Littmann

Corny_LittmannCorny Littmann, Theatermacher, St. Paulianer und Expräsident des FC St. Pauli, wird heute Abend in Berlin der MANEO AWARD 2014 für seine Verdienste im Kampf gegen Homophobie verliehen. Ich beglückwünsche dazu sehr:

Jährlich zeichnet MANEO Personen, Einrichtungen oder Gruppen aus, die sich beispielhaft sowohl bei der Ächtung von Homophobie und Trans*phobie als auch durch ihren Einsatz für gesellschaftliche Toleranz und Vielfalt verdient gemacht haben. …

In diesem Jahr hat die elfköpfige Jury von MANEO zwei herausragende Preisträger gekürt, denen am 20. Oktober die Preise im Quatsch Comedy Club im Friedrichstadt-Palast überreicht werden.

Aus „Preise für Corny Littmann und den Friedrichstadt-Palast“ – Maneo.de

Foto: Corny Littmann CC BY-SA 3.0
Udo Grimberg – Eigenes Werk
Corny Littmann 2009

Hppy Hppy Cornelius!

Lieber Corny Littmann,
feier schön und entspanne Dich. Heute ist Dein Tag und morgen JHV. Da kannst Du dich weiter entspannen. Und vielleicht sehe ich Deine Hand erhoben zur Unterstützung des einen oder anderen Antrages …

;)

St. Pauli, Du Arsch

Punk

Ich möchte keinen Ehrenpräsidenten Corny Littmann, weil ich einen echten, amtierenende schrägen haben möchte (gerne auch als „queer*“ zu verstehen). Cornys Ego verstopft doch alles dahinter und lässt dann nur Raum für Ute Orth ihren Mann ihren Sohn.

Überhaupt war der Verein noch nie so bieder, mit jeder Tribüne, die aus lustlosem Beton sich des Kulturerbes Millerntor bemächtigt (ja, ich schreibe bewusst nicht „Kulterbe“), wird es schlimmer. Ich möchte Logen für Hartz4-Empfänger, eine umgekehrte Privilegierung; ich wünsche mir, dass Spieler Biermann wieder einen Vertrag bekommt, damit wir ein Zeichen setzen gegen die Leistungsgesellschaft Bundesliga. Ich streite gerne darüber, ob man das Stadion weiterbauen soll, und ich möchte dass wir den Support von USP als Ansporn begreifen. Ich bin ein Arsch, weil ich mir das alles wünsche, aber am Sonntag gar nicht kann**.

* Queer [‚kw??(?)] ist ein Fremdwort aus der englischen Sprache und bezeichnet als Adjektiv Dinge, Handlungen oder Personen, die von der Norm abweichen. Ursprünglich drückte es meist eine negative Einstellung zu der Abweichung oder dem Abweichler aus (Konnotation). **Der Autor ist am Sonntag mit Altona 93 unterwegs, und hat das Foto oben im O-Feuer aufgenommen