FC St. Pauli zeigt Solidarität mit Deniz Naki #FreeNaki

Deniz Naki ist schon seit einigen Jahren nicht mehr beim FC St. Pauli unter Vertrag und dennoch eng und leidenschaftlich mit dem Verein verbunden. Seine Fahnenaktion in Rostock hat ihn für uns St. Paulianer unvergessbar gemacht. Deniz war nie bange, sich mit anderen anzulegen, seine Meinung zu sagen, auch wenn es Ärger bedeutet. Das zeigt die berüchtigte Halsabschneider-Geste ggü den hässlichen Rostockfans genauso, wie seine Ansprache seinen Trainern gegenüber – nun droht dem kurdisch-stämmigen Deutschen allerdings weit größeres Ungemach: in der Türkei klagt der Staatsanwalt gegen den Profifußballer. Wegen fünf Facebook Posts, die in dem zunehmend diktatorischen Staat als „Terror-Propaganda“ für die verbotene kurdische Partei PKK gewertet werden.

Deniz Naki drohen bis zu fünf Jahre Haft. „FC St. Pauli zeigt Solidarität mit Deniz Naki #FreeNaki“ weiterlesen

Warum „Bring Back Naki“ nix mit „Bring Back St. Pauli“ zu tun hat – ein Rant

Ich bin verärgert. Die Posse um Deniz Naki wird nu zum ausgewachsenen Shitstorm. Gegen das neue Präsidium, das für die sportliche Situation ungefähr so viel kann, wie Peter Neuruhrer. Gegen Thomas Meggle, für den uneingeschränkt dasselbe gilt. Gegen Rachid Azzouzi, der Kritik jetzt ertragen muss, aber es nicht verdient, so beschimpft zu werden. Und am Ende gegen die aktuellen Boys in Brown.

Wer jetzt „Bring Back St. Pauli, bring back Naki“ schreit und sich damit in die Tradition des Jolly Rouge wähnt, auf den reagiere ich derzeit mit offensivem Unverständnis; vulgo: SCHNAUZE!

Ich erkenne eine Intrige Kampagne, wenn ich sie sehe und bin maßlos erschüttert darüber, wie hier über den Boulevard versucht wird, hinter den Rücken der gewählten und ernannten Verantwortlichen Vereinspolitik zu machen.

Ich habe schon mehrfach geschildert, was ich von der aktuellen Heldenverehrung halte. Dem Artikel im Lichterkarussel kann ich nur nickend zustimmen. LESEN!

Deniz Naki interessiert sich vor allem für sich selbst. Wenn ihm etwas am FC St. Pauli liegen würde, dann könnte er sich solch vereinsschädigende Posts sparen, in denen er Teilinhalte von vertraulichen Gesprächen Preis gibt. In der derzeitigen Situation braucht es nicht noch einen weiteren Nebenkriegsschauplatz, auf dem sich die Egoismen der unterschiedlichsten Akteure ein Stelldichein liefern.

Da auf Facebook Personen virtuell schon wieder Amok laufen, nur einen Wunsch, weil bald Weihnachten ist: Anstatt nach Naki zu schreien, sollte in den kommenden zwei schweren Spielen gegen Ingolstadt und vor allem gegen Aalen lieber 90 Minuten lautstark die aktuelle Mannschaft unterstützt werden. Dieser Verein braucht Punkte, und das dringender denn je. Und keinen, in seinen Leistungen sowie seinem Lebenswandel, inkonstanten Selbstdarsteller.

Die unerfüllbare Sehnsucht nach Deniz Naki

Der Auftritt der Boys in Brown in Leipzig war nicht ganz so schlimm, wie der zuhause gegen Heidenheim, trotzdem wird man das Gefühl nicht los, dass sich große Teile der Mannschaft innerlich vom FC St. Pauli verabschieden. Die einen schmollen ihrem unverstandenen Talent hinterher, so scheint es, andere, so ist zu befürchten, misstrauen bereits dieser merkwürdigen Umgebung, die wir unser Zuhause nennen, so sehr, dass sie sich anderswo hinwünschen – zu einem Verein vielleicht, in dem es „normaler“ zugeht. In einer Krise, in der man dies spürt, wächst der Wunsch in irreale Höhen, die Zeit zurückzudrehen. Zurück an einen Zeitpunkt, als die Spieler im November auch nicht besser, die Bindung zur Mannschaft aber immer präsent war.

Der Umbruch in der Mannschaft ist missglückt, das kann man wohl heute sagen. Eine Einbindung von Ebbers und Bruns bspw. als Stand-by Profis wäre vielleicht nützlich gewesen – Ebbers wollte man nicht, und Flo wollte dann doch lieber nach Bremen, wie man hört. Nun drängelt sich unser einstiges Sorgenkind Deniz Naki via Facebook und engagiertem Abschiedsspiel in diese Sehnsucht hinein und zieht das ratlose Suchen auf sich. Der Kopf weigert sich, dem nachzugeben, aber das Herz jammert immer lauter – „ist das denn eine so abwegige Idee?“ „Die unerfüllbare Sehnsucht nach Deniz Naki“ weiterlesen

Hej, FCSP: Holt mir ja den Deniz Naki wieder!

Was ist das für ein Profi, der sein Herz auf der Zunge trägt und offen darüber spricht, immer noch davon spricht, mit St. Pauli seine große Liebe verloren zu haben?
Ein ganz ganz besonderer: DENIZ – die Flagge – NAKI

Zwar hat Naki beim Tabellenneunten Paderborn eine neue fußballerische Heimat gefunden, doch „unter diesen Voraussetzungen wäre ich auch gerne geblieben“, sagt er nun. Eine Rückkehr nach Hamburg hält er für möglich: „Jetzt konzentriere ich mich auf Paderborn, aber natürlich würde ich in ein paar Jahren gerne noch einmal für St. Pauli spielen.“

„Unter diesen Voraussetzungen wäre er sicher geblieben“, sagt er dem HA, denn damit ist die schon im Mai sicher geglaubte Demission von Andre Schubert gemeint. Der Mann will zurück nach Hause – und ich möchte ihn auch zurück!

Wenn Sportchef Azzouzi und Stefan Orth nur ein wenig Gespür für die emotionale Lage des Ausnahme-St. Paulianers Deniz Naki haben, dann machen sie diese Woche noch einen Deal: Ausleihe zu nächster Saison mit Kaufoption

Deniz Naki: Aussortiert, hingehalten, abgeschoben

Würde ich als Journalist arbeiten, hätte ich nu zwei Quellen zusammen, denen ich trauen kann, und würde mich zu einem mehr oder minder ernst gemeinten Einerseits-Andererseits in meine Schreibstube setzen. Ich bin aber Blogger, und ich mache mir eine Meinung. Manchmal ändere ich diese sogar.

Deniz Naki scheint mir das aktuelle und tragische Opfer einer sportlichen Strategie zu sein, die Helmut Schulte und unser Präsidium als „Top 25 Klubs in Deutschland“ propagiert haben und bei der nur das Ziel festzustehen scheint, einen roten Faden kann ich nicht erkennen. Offensichtlich ist dabei inzwischen die Angst vor der eigenen Entscheidung. Der Schubert, den sie riefen, ein ehrgeiziger Trainer, der Spieler als Systemkomponenten begreift und nicht als Boys in Brown, den einzubauen in diesen Club, der mit dem Weggang von Stanislawski und dem Abstieg nach lauter mystischen Aufstiegen latent ausgebrannt war, war eine klare Entscheidung, die man aber vergaß zu managen. Da schaut man bräsig zu, kauft nebenbei halb Paderborn und merkt erst viel zu spät das Offensichtliche: André Schubert ist ein Durchlauferhitzer auf Durchreise, ein Handlungsreisender in Sachen System. Als Integrationsfigur ungeeignet. Erst als die Mannschaft meutert, und meinen Informationen nach, gestandene St. Paulianer wie Boll und Meggle die Gretchenfrage andeuten, wird es unruhig. Mitten im Aufstiegskampf. „Deniz Naki: Aussortiert, hingehalten, abgeschoben“ weiterlesen

Für immer #23

Es gibt Nummern, die sollten nicht mehr vergeben werden. Die 23 gehört dazu und für immer zu Deniz Naki, wenn das Trikot braunweiss sei. Wen wir in unser Herz schließen, der geht nie so ganz, und so ganz muss er oder sie auch Sankt Pauli gar nicht verstanden haben, es reicht für etwas zu stehen.

Deniz Naki steht für den Übermut, das emotionale Herausbrechen, das uns bei aller politischen Differenziererei ja auch ausmacht. Das Einrammen des Jolly Roger in den Rasen an der Ostsee hat ja schon seine popkulturelle Entsprechung gefunden. Ob dem Fußballer Deniz Naki das so recht war, mit der Ikonisierung weiß ich gar nicht, letztlich stand es ihm wohl im Weg, das Überbordende, die „Ej Aller“-Haltung mit der er über den Platz fegte. Rein nach sportlichen Gesichtspunkten sicher ein Fall, wo Anspruch und Wirklichkeit nicht deckungsgleich waren. Aber das lässt uns ja bekanntlich noch inniger lieben.

Lelle verstand mit seiner fränkischen Natur die Sozialromantiker nicht, und Deniz Naki vielleicht die Sehnsucht nicht, die viele von uns mit Spielern wie ihm verbinden. Das liebenswürdige Sich-selbst-im-Weg-stehen, das provokante und pathetische, das unseren Kiez doch ausmacht, sich aber so wenig auf den Rängen findet. All das zieht nun weiter, hat keinen Platz mehr im Ehrgeiz eines Top20-Klubs. (André Schubert ist da nur Symptom eines Anspruches unseres Präsidiums Freunde, aber das nur am Rande).

Und so bleibt die romantische Hoffnung, dass Deniz zu denen gehört, die über einen Ausflug wieder zurück finden nach St. Pauli. Hoffentlich ist es dann noch so liebensfähig, wie heute.

Es wird dann morgen wohl doch ein sehr emotionaler Spieltag …

Naki von Sinnen?

„Ich habe mich nicht dazu entschieden, den Verein wechseln zu wollen, aber ich muss mir genau überlegen, wie es für mich weitergeht. Denn natürlich belastet mich die Situation. Ich kann nicht mehr lachen oder mich über etwas freuen. Es geht mir schlecht“, sagte Naki … in BILD und Springer heizt den Unmut unseres Makottchens über den Boulevard.

Hat Deniz denn keinen Berater, der sich mit Medien auskennt? Oder unterschätzt da jemand Stanis Sturheit oder die eigene Talentierung. Wir lieben Deniz Naki nicht nur wegen seinen Mondlandungen in Rostock oder am Millerntor, sondern wegen seines schnoddrigen Stolzes und seiner jungenhaften Einbettung in diese Boys in Brown. Er sägt an seinem Mythos, wenn er jetzt medial bockt.

Habe heute Nacht von Deniz Naki geträumt …

… und in meinem Traum hat er nach seinem entscheidenden 2:0 gegen Freiburg einen Jolly Roger Rouge, den er sich im Vorbeilaufen aus der Süd geschnappt hat, in den Rasen am Millerntor gerammt. – Dann bin ich von meinem eigenen Schluchzen aufgewacht ;)

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