Stolpernde Eintracht

„Armin Veh: Wir so Derbysieger, und Du so?“
– Transpi in der Gegengeraden und Nordkurve

Mít Montagsspielen werde ich einfach nicht warm. Klar, Flutlicht und so. Toll. Aber irgendwie steckt einem abends schon die Woche so in den Knochen, dass das Einlassen auf das Millerntor mir immer schwer fällt. Luxusproblem, ja, denn für unsere auswärtigen Fans ist der Montag noch schlimmer zum an- und abreisen, als der Freitag.

Nun lag gestern eine nasse Kälte über dem Rasen, der Westwind blies sie über unsere Köpfe und ließ sich genau über der Nord fallen. Da zündeten wir zum wärmen und wegen Weihnachten tausende Wunderkerzen an, während die Boys in Brown und die Spielerdarsteller um Gekas und Armin Veh im Spielergang auf das Ende der Werbepause warten mussten. „Scheiss-Sport1“.

Klamm dann auch die erste Halbzeit. Die besten St. Paulianer dann folgerichtig auch Tschauner, Morena und Thorandt – unsere Bollwerke aus dem Süden. Hinter mir versuchten sich Waldorf und Statlers Nachgeburten im Wettunken, hatten so viel zu meckern, dass sie auch nach Abpfiff nicht davon lassen konnten, Kruse, Bartels (ausgerechnet), Bruns und Ebbers auszuschimpfen. Die armen Gestalten. Und doch, mit einer Bemerkung trafen sie den Verlauf des Spieles auf den Kopf: „Natürlich sind wir nach 90 Minuten 3 Kilometer mehr gelaufen, als die Eintracht. Aber immer hinterher.“

Eigentlich schade, das sich immer wieder Menschen um das Vergnügen bringen, unseren Club auch mal schwimmend zu erleben, gibt es doch immer wieder Momente, in denen fußballerische Schönheit aufblitzt, wie bei den Laufwegen von Markus Thorandt, wenn er auch nach außen geht und Herrn Idrissou wie im Ballet, liebevoll und kräftig ins Aus tanzt. Oder die Präzision, mit der ein Zufall den Ball von einem St. Paulianer zum anderen befördert, das vor dem Eintracht-Tor passiert und uns in Führung bringt. Was sind da Fehlpassquoten?

„Wir waren nicht die bessere Mannschaft, aber wir haben halt die Tore gemacht, und das zählt am Ende. Tschauni hat sensationell gehalten. Er hat es verdient, dass das ganze Stadion seinen Namen ruft.“ – Markus Thorandt

Ich war leergerufen gegen 22:00 Uhr. Und beschenkt. Dazke Millerntor, Danke Philipp Tschauner fürs festhalten. Gute Besserung!

Unentschieden mit Empfangsstörung

Es ist schon schade, dass ich das ehrwürdige AFM-Radio nicht mit den Handy-TV-Bildern von Liga Total synchronisiert bekomme. Das wäre der perfekte Ersatz für das Nicht-Dabeisein.

Gestern blieb es trocken in Strande bei Kiel. Gegen Mittag hatte ich den Jolly Roger aufgeheisst und es kribbelte schon vorängstlich: würde das halten, was wir uns in Lübeck versprachen? St. Paulianischen Fußball wie er sein soll, ohne Allüren und ohne Angst vor grossen Namen. Die Allüren sind fast alle gegangen, Lehmann zur Eintracht, ber der man sich immer unwillkürlich fragt, wie sie zu diesem Namen gekommen sind.

Das AFM-Radio verstümmelt und der Videostream verpixelt, so hab ich das Spiel mehr gespürt, als gesehen/gehört. Fast wie in der Nord ;) – und ich kann das Genörgel nicht teilen, habe mich über spielfreudige Boys in Brown gefreut, und wieder einmal über Fin Bartels und auch Kruse, Naki, Bruns, wie sie sich schon in der Hälfte der Eintracht ranwarfen und störrisch die Linien hielten. Geradezu magisch, dass unserer 17 dann der Fehlkopfstoss gelang. Hallo? Eintracht Frankfurt, und nach 140 Minuten das erste Gegentor der Saison. Da gibt’s nix zu meckern, nur einfressen in eine frühe Saison.

Matze will sich sportlich verbessern


… oder was ist der Antrieb für Matthias Lehmann von einem Absteiger zum anderen zu wechseln?

Mittelfeld-Abräumer Matthias Lehmann wechselt vom Millerntor zu Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt. Möglich macht dies eine Option.

… meldet das Hamburger Abendblatt den Transfer von Matze Lehmann zur Eintracht nach Frankfurt. Zu Armin Veh, ausgerechnet. Vielleicht kriegt Matze ja dessen hsv-Dienstwagen zur Fahrt vom Flughafen. Auf jeden Fall freue ich mich auf das Spiel am Millerntor und das Singen von „Sportlich verbessert, Du hast Dich sportlich verbessert“ :)

„Ich will auch im nächsten Jahr in der 1. Bundesliga spielen und bin mir zu 100% sicher, dass wir es mit dieser Mannschaft und Gemeinschaft schaffen können.“ – Matthias Lehmann im Dezember 2010 zur 2-Jahres-Vertragsverlängerung beim FCSp (sic!)

St. Pauli – Stuttgart: Stanislawski – „lesson learned“

„The games we have lost can be categorised as lessons that we must learn from,“ he told the Bild newspaper. „The players are just as annoyed as I am about the points that we don’t have but should have got. „It is not bad when you lose a game in which the opponents were clearly stronger, but to lose when you are clearly the stronger team is hard to take. „We can only have ourselves to blame, but we remain on the right path.“

That path should lead the Hamburg suburban side to victory over Eintracht Frankfurt on Saturday.
(sportinglife.com)