US-Shop: FC St. Pauli goes USA – because that’s why

ST. PAULI ERÖFFNET US-SHOP

Was haben die Proteste in Griechenland gegen das EU-Spardiktat, die Gezipark-Bewegung in Istanbul und eine urige Kneipe in Brooklyn gemeinsam? Überall trägt man den Jolly Roger aus unserem Stadtteil. Der FC St. Pauli und das womit ihn engagierte und extreme Supporter zuhause am Millerntor aufgeladen haben, ist längst ein internationales Phänomen.

Nur logisch, wenn der FCSP nun auch einen Online-Shop für die USA aufmacht – digital geht Internationalisierung eben schnell. Die Investitionen sind überschaubar, die Botschaft wichtig: St. Pauli emanzipiert sich ein weiteres Stück vom Fußball. „US-Shop: FC St. Pauli goes USA – because that’s why“ weiterlesen

FC St. Pauli, die ’sympathische Markenperle‘ #wtf

Der FC St. Pauli ist eine der starken Marken im deutschen Fußball. Schön und gut, das habe ich mir ja schon angewöhnt, mich dagegen nicht mehr zu wehren, denn zum einen stimmt das ja, und zum anderen sind „Marken“ ja per se nix schlechtes. Wenn mir aber bei Twitter echter Bullshit entgegen schlägt, wie derzeit unter dem Hashtag #DWSC16, dann schwillt mir die Halsader.

„Sympathische MarkenPERLE!“

https://twitter.com/BarbFFm/status/798481224629178368/photo/1

Perle?, euer Ernst? Was bist du denn für ein Vogel?, ist mein erster Gedanke, den hab ich im Verein noch nie gesehen – und so trägt man am Millerntor auch seinen Schal nicht mehr, seit Michael Meeske ;). Und dann scrolle ich weiter durch die Präsentation und finde noch mehr Neues: der FC St. Pauli sei ein „mittelständisches Veranstaltungsunternehmen“ postulieren die Bullshitbingospieler dort. Ich dachte, wir wären ein Verein!

Macht euch mal die Mühe und schaut euch das in Ruhe an – nicht zu fassen, was man da für neue Buzzwords lernt. Der FCSP befindet sich demnach mitten in der „Digitalen Transformation“ – mit einem „Budget like Start-up“ und einem „Digital Challenge Board“ – stelle mir gerade Sven Brux da vor – sorry, just kidding ;). Das schönste aber ist, dass diese sympathische PERLE!, von einer „Bottum-up Power“ angetrieben wird … und am Ende hat das ganze irgendwas mit „Cpt. Future“ zu tun.

http://pic.twitter.com/l6iPcSkTmj

BOAH. Da muss ich mich erstmal setzen und in Ruhe an meinem Mate-Tee ziehen. Starker Tobak.

***

Sympathische Marke. Will ich das? Ist das am Ende gerade unser Problem?

Die Boys in Brown hab ich ja alle sehr lieb, aber das sind sie eben auch: sympathisch. Das Anecken, auch das dem DFB ggü wirkt irgendwie rituell. Sportlich knallen wir die Bälle in letzter Zeit eher ans eigene Schienbein. „Eine echte Perle“, würde ich denken wenn ich Würzburger wäre.

Da kann unser Präsidium ja gar nichts dafür, dass solche Heinis mit unserer „Marke“ da draußen herum laufen. Beinahe wünscht man sich Hansa Rostock zurück, und die Geborgenheit dieses hässlichen Konfliktes. Um gegen die zu bestehen, muss der Verein aber – auch in seiner Außenwahrnehmung – weniger sympathisch sein. Gerne empathisch, das immer. Aber auch widerborstiger der Vereinnahme gegenüber. Ich wünsche mir das ja so sehr, dass diese Reaktion auch von den Spielern kommt – nett war gestern. Lustvoll den Gegnern die Socken glühen zu lassen, das wäre schön.

Sorry für den Rant. Musste gerade mal sein.

Kiez-Match 2016: Spielen wie die Profis – gegen Profis

Fußball-Profi, ein Traum, der für viele von uns nicht in Erfüllung geht. Irgendwann entscheidet der Auswahltrainer oder der gesunde Menschenverstand erkennt, dass das eigene Talent nicht für eine Profikarriere reicht. Dann fängt man an zu studieren oder zu arbeiten und verliert den großen Traum aus den Augen. Das Kiez-Match könnte nun Deine Gelegenheit sein, dem Traum von einst wieder ein wenig Leben einzuhauchen: die Techniker Krankenkasse ermöglicht gemeinsam mit dem FCSP in diesem Herbst zum zweiten Mal das „Kiez Match“, in dem Du mit etwas Glück gegen die Profis des FC St. Pauli antreten kannst.

Professionell kicken

Eine einmalige Gelegenheit unter professionellem Coaching den Profis es FC St. Pauli zu zeigen, was in Dir steckt. Stell Dir vor, wie es sein könnte, Schnecke Kalla ausdribbeln und Robin Himmelmann Deinen besten Schuss um die Ohren pfeifen zu lassen. Bewirb Dich jetzt und sichere Dir unvergessliche Stunden und Tage in Hamburg, einzigartige Zweikämpfe und das eine oder andere Dribbling gegen Vollblutprofis vom FC St. Pauli.

Gesucht werden 20 Spielerinnen und Spieler, die am 4. Oktober 2016 in Hamburg gegen eine Auswahl der Kiezkicker antreten

Bewerberin, Kiez-Match-2016. Foto: Kiez-Match.de / Pilot Media
Bewerberin, Kiez-Match-2016. Foto: Kiez-Match.de / Pilot Media

Das „Kiez-Match“ findet am 4. Oktober statt. Die Bewerbungsphase läuft noch bis Ende August (31.8.2016).

Anders als im Vorjahr, in dem sich ganze Teams bewerben konnten, suchen die Juroren, bestehend aus Vertetern der Techniker Krankenkasse und des FC St. Pauli, wie Timo ‚Schulle‘ Schulz und Thomas Meggle, sich einzelne Bewerber_innen (gefällt mir, dass nicht nur Männer sich bewerben können!) für die einzelnen Mannschaftsteile Torhüter, Verteidigung, Mittelfeld und Angriff aus.

 

Als Teilnehmer_in erwaret Dich ein rundum sorglos Paket bei Deinem Besuch in Hamburg:

  • An- und Abreise werden bezahlt
  • Übernachtung in der Superbude St. Pauli
  • Professionelle Betreuung durch Mitglieder des Trainerteams des FC St. Pauli
  • Gemeinsame Kochevents und leckeres Essen im Alten Mädchen
  • Und natürlich der Höhepunkt: Das Kiez-Match gegen den FC St. Pauli*

Bewirb Dich hier: Kiez-Match.de

* fun fact: Der FCSP spielt das Spiel auswärts bei der Techniker Krankenkasse in Bramfeld, auf den Plätzen des HSV Barmbek-Uhlenhorst :)

Der Trailer zum Kiez-Match 2016

#sponsored
Offenlegung: Dies ist ein Blogbeitrag, der durch die Media-Agentur Pilot aus Hamburg bezuschusst ist. Sponsored Posts bei SPNU sind mit dem Tag „sponsored“ markiert und mit dem Hashtag #sponsored publiziert.

Visit St. Pauli

Willkommen auf St. Pauli

Dieses Magazin beschäftigt sich mit dem magischen FC St. Pauli, seinem Kampf um den richtigen Bundesliga-Fußball im Falschen, und dem Stadtteil St. Pauli, direkt an den Toren Hamburgs an der Elbe gelegen.

Reeperbahn, ich komm an

Pyjama Hotel St. PauliWir lieben die Reeperbahn, den Hafen mit Hafenstraße, Pudel und Fischmarkt.

Die Meile zwischen Schanze und Kiez, mit Weinbar, tollen Hotels und Restaurants. Wir lieben die Menschen, die ihren Stadtteil beleben, bewirtschaften und bevölkern. Die sich gegen Gentrifizierung wehren und ihn jeden Tag gestalten.

 

„Visit St. Pauli“ weiterlesen

Grossmann FC St. Pauli Krabbensalat

Oke, ich hab dich Krabben pulen sehen … #stpaulikrabbensalat

Ich habe kurz gedacht das wäre ein Scherz. Aber ein kurzer Blick nach draussen, wo sich die Blätter bunt färben verriet mir, dass ich keinem Aprilscherz aufgesessen bin.

„Fans des FC St. Pauli werden begeistert sein.“

Der FC St. Pauli hat nach dem „offziellen Wasserpartner“, ein Titel, den ich immer noch lustig finde, nun auch noch den „offiziellen Krabbensalat“ im Sponsorenangebot. „Grossmann FC St. Pauli Krabbensalat“ weiterlesen

Das neue FC St. Pauli Trikot (2016/2017 von Under Armour)

Zur Saison 2016/17 wechselt der FC St. Pauli nicht die Liga (bekanntlich haben wir die vergangene auf dem 4. Rang beendet), allerdings den Trikot-Ausrüster. Nach Hummel stattet der US-Hersteller Under Armour die Boys in Brown aus. Under Armour präsentiert nun das St. Pauli Trikot 2016/17:

under armour trikot fc st pauli

Das neue Trikot kannst du HIER kaufen->

Das neue Trikot ist online und im Handel erhältlich und wurde, wie in den letzten Jahren üblich, am Millerntor vom neuen Ausrüster Under Armour vorgestellt. Wie erwartet, haben sich die Designer des Trikots nicht, wie bei Hummel lieb gewonnen, gestalterisch im Detail austoben können – auch auf eine politische Anspielung (Supermänner und Regenbogen) wurde verzichtet: das Design ist sehr „klassisch“.

Auswärtstrikot FC St. Pauli: weiß mit braunen Schlieren

weisses st pauli trikot under armourVor allem das weiße Auswärtstrikot wird kontrovers in Empfang genommen. Die Reaktionen reichen von „Igitt“, „sind das Bremsspuren?“, bis zu „Ich finde es hübsch“. Während das braune Heimtrikot sehr klassisch daher kommt und nur der Kragen verspielt wirkt und das schwarze ebenfalls auf Auffälligkeiten verzichtet, sind die schlierenden Streifen auf dem weißen Trikot schon gewöhnungsbedürfig.

Under Armour hat aber offensichtlich keine tieferen Assoziationen angestrebt, wie mir auf Nachfrage bestätigt wurde. Vielmehr hat man bewusst darauf verzichtet, politische Anspielungen zu versuchen und stattdessen den klassischen und damit vermeintlich sicheren Weg gewählt – auch um der auf fünf Jahre angelegten Partnerschaft Zeit und Raum zu lassen, sich zu entwickeln. Das nächste Trikot kommt bestimmt und könnte, wenn es nach mir geht, gerne wieder von Jason-Lee designt werden.

Inspirationen aus dem St. Pauli Cosmos gibt es ja genug.

Offizieller FC St. Pauli Fan-Shop – In unserem FC St. Pauli Fanshop findet Ihr das komplette Sortiment des Vereins mit dem Totenkopf – FC St. Pauli.

Fotos vom St. Pauli Trikot:

an den Spielern des FCSP sehen die Trikots dann so aus ..

Under Armour beschreibt seine Trikots so:

  • Das Home-Trikot ist im traditionellen Braun gehalten. Die weiteren Vereinsfarben Rot und Weiß sind als kleine Details am Kragen integriert.
  • Beim Away-Trikot ist Weiß die dominierende Farbe. Die roten und braunen Streifen wurden durch den Graffiti-Style rund um das berühmte Millerntor-Stadion inspiriert.
  • Das schwarze Third-Trikot prägt ein großer Totenkopf-Aufdruck, der das traditionelle Symbol des Klubs repräsentiert.

Die neue Performance-Bekleidung ist aus Under Armour HeatGear® Material gefertigt. Mit gerade einmal 107 g sind die Trikots deshalb besonders leicht und zudem mit dem schnelltrocknenden Under Armour Signature Moisture Transport System ausgestattet. Schweiß wird dadurch schnell vom Körper weggeführt und der Spieler freut sich über ein trockenes Tragegefühl. Für mehr Bewegungsfreiheit sorgt ein Four-Way-Stretch-Material. Das leichte Material steht außerdem für eine schnelle Trocknung. Die Ventilationsöffnungen sind strategisch so positioniert, dass sie an den Stellen, wo der Körper die meiste Hitze abgibt, eingearbeitet sind, und für optimale Kühlung auch bei schwierigen Wetterbedingungen sorgen.

Die Spieler wirds freuen. Kein Hitzestau mehr auf dem Rasen des Millerntors ;)

fanfeed: Sexistische Kackscheisse zur Frauen-Fußball-WM

Fanfeed aggregiert Inhalte zum Thema Fußball in eigenen Beiträgen und strickt darum herum Artikel-Füllstoff – das unter anderem auch für den FC St. Pauli für dessen Live-Fanfeed „Millerntorlive“. Nun ist gerade Sommerloch und Fußball WM der Damen. Da liegt es doch nahe, „die heissesten Geräte“, gemeint sind Spielerinnen, aus den Teams zu zeigen. Eine immer wiederkehrende sexistische Kackscheisse, Nationalspielerinnen zu Sexobjekten zu degradieren, hinter denen die Fußball spielende Person verschwindet. „fanfeed: Sexistische Kackscheisse zur Frauen-Fußball-WM“ weiterlesen

FC St. Pauli VIP Logen: Gilt hier nicht auch die Stadionordnung? #sexism

image

Susis Showbar musste von der Fanschaft dazu gedrängt werden, ihren Stangentanz in der VIP Loge sein zu lassen. Akzeptiert hat Susi das nie. Heute habe ich mir die Astra Loge angesehen und muss mich fragen, wie ein offensichtlich sexistisches Motiv, wie das oben in unserem Stadion hängen kann?

Sind VIP-Logen Zonen, in denen unsere Stadionordnung nicht gilt? Natürlich nicht!

Ich fordere Astra auf, ihre Loge umzudekorieren und vom Verein, dass er die Werte des FCSP auch und gerade ggü Sponsoren durchzusetzen.

Das Herz von Sankt Pauli …. #Fangesang

… es schlägt noch!

FC St. Pauli Fans singen vor dem Spiel „Das Herz von St. Pauli“

Die Hymne des Hamburger Stadtteils. Die letzte Strophe wird traditionell a capella gesungen:

„Das Herz von St. Pauli,
das ist meine Heimat,
in Hamburg, da bin ich zuhaus“

Original Transscript aus dem Millerntor Stadion;

Das Herz von St. Pauli

… und ich hibbele schon den ganzen Tag auf diesen Moment hin, wenn der Song vom Band aufhört und das ganze Millerntor a capella singt:

DAAAS HERZ VON ST. PAULI, DAS IST MEINE HEIMAAAAT …

„YNWA, Basti!“ – FC St. Pauli kontert der BamS

FC St. Pauli vs. BILD am Sonntag

Auf St. Pauli bedeutet der Ausdruck „Grade machen“, dass man einem Gegenüber gegenüber Haltung annimmt. Der FC St. Pauli macht sich nun für seinen Mittelfeldspieler Sebastian Maier „grade“ – mit dem Posting „YNWA Basti“ kontert der FCSP die Titelstory der „Bild am Sonntag“, die gestern mit dem verheulten Gesicht des Unglücksraben vom Spiel gegen den FSV Frankfurt aufmachte. „„YNWA, Basti!“ – FC St. Pauli kontert der BamS“ weiterlesen

Neues von den Alten: Wie geht es eigentlich Josip in Hannover?

Die Rubrik „Neues von den Alten“ ist meine Lieblingsrubrik im Übersteiger. Ich hoffe man verzeiht es mir, dass ich den Namen verwende, um ein E-Mail-Interview mit Marketingleiter Josip Grbavac zu führen, der den FC St. Pauli im letzten Spätsommer gen Hannover 96 verlassen hat. Sportlich und beruflich sicher ein Aufstieg, und sonst? Ich erreichte den frisch gebackenen Vater per E-Mail:
„Neues von den Alten: Wie geht es eigentlich Josip in Hannover?“ weiterlesen

Sandra Schwedler Aufsichtsratschefin des FCSP – Herzlichen Glückwunsch

Update/Korrektur: Ich wusste ja, dass Tatjana Groetecke vor ca 15 Jahren im AR die erste Frau war. Dass sie damals auch eine zeitlang AR-Vorsitzende war, ist mir entgangen. Sorry dafür (vgl. Ende des Beitrages).

Das war eigentlich niemandem so richtig klar, dass der FC St. Pauli mit der eindeutigsten Wahl von Sandra Schwedler zur Aufsichtsrätin, den Weg bereitet hat, dass der „etwas andere Verein“ endlich mal wieder Sportgeschichte schreibt: Herzlichen Glückwunsch Sandra!, ich freue mich sehr, dass ihr im Gremium dem Votum der JHV gefolgt seid und Du dieses Amt übernimmst! „Sandra Schwedler Aufsichtsratschefin des FCSP – Herzlichen Glückwunsch“ weiterlesen

Freibeuterbrief für Thomas Meggle

tl;dr
*Nu rufe ich allen Kritikern zu, die schon jetzt wieder seine Entlassung fordern: „Schnauze!“

Ich wurde von einem Sportjournalisten schon als Thomas Meggle „Fanboy“ bezeichnet, was wahrscheinlich an meinem Artikel bei Zeit Online liegt, in dem ich von einer „Meggle-Euphorie“ sprach, die eine Form der Angst sei.

Nun ist die Euphorie verpufft, die Mannschaft aber immer noch im Keller gefangen. So sehr sie auch strampelt, die Angst hat sich manifestiert und vergiftet den ganzen Verein. Langsam fangen alle Teile im Gefüge an zu schwingen: Die Spieler, verletzt (Ratsche), verheizt (Schachten) oder verstört (Budimir und alle anderen). Der Sportchef angezählt und die Supporter so ratlos, dass sie übereinander herfallen – und immer mehr, die Thomas Meggle in Frage stellen. BITTE?, der Mann ist St. Paulianer, so sehr man das als Profi-Fußballarbeiter und -manager werden kann, er trainiert die Mannschaft erst seit einigen Wochen und ihr krittelt an ihm herum? Habt ihr sie noch alle?! „Freibeuterbrief für Thomas Meggle“ weiterlesen

So spielt man Auswärts! (FC St. Pauli – Fortuna Düsseldorf 2:0)

Mit ein wenig Jetlag in den Knochen – lusitgerweise war ich gerade 36 Stunden über DUS nach Hause gereist – erwartete ich ein wenig, dass der FC St. Pauli so spielen würde, wie ich mich fühlte und wie immer wenn die Hamburger Presse sie in die 1. Liga schrieb und Funktionäre von „Gier“ sprechen. Aber es kam anders. Auch weil Düsseldorf keinen hässlichen Fussball mehr spielt. „So spielt man Auswärts! (FC St. Pauli – Fortuna Düsseldorf 2:0)“ weiterlesen

FC St. Pauli in Pink

Die T-Shirts des FC St. Pauli hat der Merchandising-Vermarkter und Betreiber der St. Pauli Fanshops (bitte nie verwechseln mit dem Fanladen, in dem es übrigens auch sehr coole T-Shirts gibt!) nun auch in bunt. Das ist eine gute Nachricht.

Aber warum gibt es das pinke T-Shirt nur für Frauen?

Ich habe das online nicht gefunden, mag ja sein, dass sich das in den Shops dann findet. Wünschen würde ich mir das. Und dass der FC St. Pauli auch modisch seine Leitlinien lebt, wo er doch schon ein echtes Mädchen aus St. Pauli als Model hat.

Update: Ich habe per E-Mail Feedback von Hendrik Lüttmer von Upsolut bekommen. Er meint – wenn ich das richtig verstehe-, dass kann man den sicher diskutieren kann, den Kontext, in den ich meinen Wunsch nach einem pinken T-Shirt formuliert habe. Grundsätzlich geht der Merchandising-Vermarkter unseres FC St. Pauli aber nach klaren Verkaufsoptionen vor. „FC St. Pauli in Pink“ weiterlesen

Die Richtigen

Es ist der richtige Ort (Millerntor), die richtige Zeit (Montag Abend, Flutlicht Spiel) und es sind die richtigen Personen (Boys in Brown).

Nach dem desaströsen Spiel in Sandhaufen Sandhausen schlagen die Wellen des Frustes hoch. Nicht nur bei den „Erfolgsfans“, also den Verrückten, die wegen des gepflegten Fußballs zu St. Pauli halten, sondern auch bei „Kulturfußballern“, wie Momo, die erkennen wollen, dass sich überbezogener Anspruch und billige Rhetorik, vornehmlich unseres Präsidiums, nun auch auf Wesen und Atmosphäre des Teams auswirken. „Die Richtigen“ weiterlesen

St. Pauli, it’s just fashion

St. Pauli its only fashion

Ist das so? Ist St. Pauli zu einer Modemarke verkommen? Nicht umsonst listet ein PR-Institut unseren FC St. Pauli als drittstärkste Sportmarke, oder?
Aber hilft da „Bring Back St. Paul?“ oder sind da drastischere Maßnahmen nötig? Oder ist das der Lauf der Zeit, dass Revolutionen vom Mainstream gefressen werden?

Foto: aus Niendorf, with compliments ;)

Liebe Präsidenten, darum geht es! …

Lieber Stefan Orth, lieber Gernot Stenger, lieber Bernd-Spies, et al,

wenn ihr euch nach der JHV fragt, an was soll ich mich denn orientieren, wenn ich gefragt werde oder etwas tue und es ist gerade keiner in der Nähe, der das, was St. Pauli ausmacht, mit mir diskutieren könnte, dann ruft euch einfach diesen Satz eines britischen Fotografen und Dokumentar vor Augen, der via Fanladen sich gerade der Fanschaft für ein Fotoprojekt vorstellt und seine Motivation, ein Buch über den FC St. Pauli und seine Fans zu machen folgendermaßen erklärt:

»I want to make a ‘Portrait Of Sankt Pauli’ because their supporters give hope and an alternative to those of us who have become disillusioned with our own clubs and football culture.«

(!)

Do You Football – Ist das euer Ernst? #fail

Bernd nennt sich der Schmierfink, der in einem blogartigen Artikel die polemischen Plakate am Millerntor mit Gernot Stenger als Adressat in einer selten dämlichen Art und Weise kritisiert.

Über das andere Plakat, über das heute in der Zeitung zu lesen war, möchte ich nur schreiben, dass ich hoffe, dass da ein Staatsanwalt hinterhergeht.
Ich muss es hier noch einmal sagen, dass ich Furcht davor habe, dass der FC St. Pauli, aber nicht nur der, von Ultras ‘übernommen’ wird, die im Kern nur Ihr eigenes Bedürfnis und die eigene Machtgeilheit im Sinn haben.

„Do You Football – Ist das euer Ernst? #fail“ weiterlesen

Andere Ziele

Ja wir sind anders
Anders geblieben
Spielen andre Spiele
Haben andre Ziele
(Fehlfarben)

Die Auseinandersetzung des FC St. Pauli mit der DFL und ihrem, unserem Verband DFB und seinen Funktionären, die Diskussion über Zweck und Sinn von Fussball, vom FCSP selbst, das ist die Frage die hinter dem Abwahlantrag als vorläufigen Höhepunkt gegen Gernot Stenger steckt, einem Symptom der Frage: Was ist denn der FC St. Pauli und wozu haben wir diesen Verein?

Gestern postete Hermann Schmidt, Haus und Hof-Biograf unseres Vereins – wer noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, die Biografie von Fabian Boll ist toll! – auf seiner Facebook-Page ein flammendes Plädoyer für Gernot, sinngemäß, dass die aktive Fanszene mit ihm gerade den Falschen erwische, eine Einschätzung, die auch mich umtreibt, und schließt dann mit folgender Erkenntnis: „Der FC St. Pauli ist in erster Linie ein Profifussballverein, … ein Wirtschaftsunternehmen …“ – ist das so?

Ich meine Nein. Und alle meine Gespräche mit Offiziellen dieses Vereins prägen meinen Eindruck, dass hier die Konfliktkante verläuft.

Eben habe ich mir die Satzung nochmal angesehen, weil ich mir Aufschluss erhoffte, was denn nun Vereinszweck ist, diesem Gebilde aus Menschen (!), die gemeinschaftlich sich einer Sache verschreiben, denn genau dafür sind Vereine da. (Unternehmen imho auch, aber das ist eine andere Frage):

1. Zweck des Vereins ist die Pflege des Sports …

2. Der Verein verfolgt des Weiteren den Zweck der Förderung von Kunst und Kultur im Bereich des Sports, speziell des Fußballs.

… steht in unserer aktuellen Satzung über den Zweck unseres Tuns, und ihm sind alle Vereinsgremien unterworfen. Von einem Profifussballbetrieb kann ich da nichts lesen, vielmehr deuten für mich die Begriffe Kunst, Kultur und auch Pflege in eine andere Richtung. Das Fußballspiel, gerade am Millerntor als kulturelle Handlung zu begreifen, sie besonders zu machen, für alle Teilnehmer_innen, das lese ich daraus. Worte, die in mir genau das Gegenteil dessen auslösen, was die Rumsfeld-Rhetorik unserer Verbände und die Eventisierung der Liga bezwecken.

Und das ist auch genau mein Problem mit unseren Präsidenten, Spies, Orth und auch Stenger, und in dieser Reihenfolge. Sie dienen nicht meiner Idee von St. Pauli, die wir ja in letzter Zeit öfter woanders gelebt finden, bspw und ausgerechnet in Köpenik.

Ich fühle mich durch den Blick in unsere Satzung bestärkt darin, dass wir diese Herren genau daran messen sollten: wie sie ihren Zwecken dienen.

Erbarmungslose „Leidenschaft“ beim FC St. Pauli

  • Bodenhaftung,
  • Harte Arbeit,
  • Qualität, die sich beharrlich durchsetzt.

Wer den Fußballprofis Marius Ebbers, Fabian Boll und Bene Pliquett im Werbe-Youtube-Stück „Leidenschaft“, gesponsert von einem Energydrink* zuhört, der denkt eher an protestantische Arbeitsethik, als an Leidenschaft im St. Paulianischen Sinne.

  • „Du bist schon ok, auch wenn Du Dein Talent vergeudest“
  • „Sie lieben Dich – auf eine magische Weise – jedes Mal mehr, wenn Du daneben greifst“
  • „Auswechselbank ist ok“

… das wären Aussagen, die mir gefallen hätten ;)

„Relentless Energy“ heisst das Energie-Getränk aus den Chemielaboren von Coca-Cola, das als neuer Sponsor nun seine Markengene in die Seele wohl junger St. Paulianer_innen arbeitet. Erbarmungslos und unbarmherzig heisst relentless auf deutsch. So will ich nicht sein, und so will ich mein St. Pauli nicht sehen.

„Leidenschaft“ ist Grundausstattung für jeden, der St.Pauli im Herzen trägt und der Titel des ersten Teils der „FC St. Pauli in 3Chapters“-Trilogie von Relentless Energy. Skate-Filmer Mark Nickels zeigt darin die Club-Urgesteine Fabian Boll, Marius Ebbers und Benedikt Pliquett auf der Spurensuche: Wo kam es her, dieses Feuer…?

*
Relentless Energy
Hersteller:
Hergestellt in Deutschland
Coca-Cola Erfrischungsgetränke AG