FC St. Pauli Podcast live vom Millerntor

„Bloggen mit Stimme“ – zusammen mit meinen Co-Hosts und Gästen spreche ich in meinem St. Pauli Podcast (alle Episoden) über den Stadtteil, Fußball und POP-Kultur – Konzerte, Musik, Kunst und Events auf dem Kiez und beim FC St. Pauli. Sehr persönlich, manchmal polemisch und polarisierend.

Aktuelle St. Pauli Podcast Episode anhören:

FC St. Pauli Podcast in the making
Bier und Podcasten – immer ein Thema 😉

St. Pauli – Schmelztiegel, Partymeile und anarchischer Lebensraum. Heimat des magischen FC St. Pauli.

Blogger und Podcast Host Erik Hauth und sein Nebensteher auf der Gegengerade Nordkurve sprechen über den Kiez, den Verein und die Menschen dort – immer persönlich, pointiert und spontan – live on tape vom Kiez und aus dem Millerntor in Hamburg Sankt Pauli.

Am alten Konferenztisch von Dieter Mast (Jägermeister), beim Griechen oder am Millerntor unterhalten sich Markus, Willi und ich über unseren Stadtteil, den FC St. Pauli, die Menschen und Sensationen rund um den Ausnahme-Kiez Hamburgs links der Reeperbahn.

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Der St. Pauli Podcast, erscheint 2-wöchentlich – mit der freundlichen Bitte des gewogenen Feedbacks. Gerne in die Kommentare!

St. Pauli Podcast Host Erik Hauth

Podcast als Youtube Video Playlist

Fragen zum Podcast

  1. Warum gibt es keinen Feed?
    A: Ich habe bisher noch keine Lösung gefunden, die mich umhaut. Ich habe deswegen diesen Podcast erst einmal in meinen Soundcloud Account hochgeladen. Den Feed findet ihr hier bei Podigee.
  2. Gibt es den Podcast auch bei Itunes?
    A: Nee, noch nicht. Ja, Hier der Itunes Link
  3. Mehr Fragen? Bitte in die Kommentare – Antworten sammel ich denn hier.

Einen Nebeneffekt stelle ich jetzt schon fest: als Stotterer höre ich erst in dieser Aufnahme, wie sehr ich doch noch anstoße – etwas, wovon ich annahm, das hätte sich verwachsen. Ich betrachte das also nicht nur als großen Spaß, sondern auch als eine Art Selbsttherapie.

Als offizieller AFM Podcast danken wir dem FCSP und seinen Gremien für die ideelle Unterstützung.

Nach dem Derby. St. Pauli diskutiert: Was nu?

Die Tage nach dem Stadtderby gegen den HSV waren nicht einfach. Bei vielen, auch bei vielen, die ich lange kenne, kochten die Emotionen hoch – zum einen über das desaströse Spiel der Boys in Brown, zum anderen über die Vorkommnisse auf der Südtribüne.

Grafitti Altona
„Wir sind die Jugend, wir sind der Widerstand“ Grafitti in Ottensen

Da ging ein Teil von St. Pauli kaputt

Oke Göttlich, unser Präsident, sprach von einer Zäsur, mein Nebensteher von einem „Schlag ins Kontor“. Auch ich empfinde das Abmackern der 40-50 Vermummten auf der Süd als Tabubruch, als Herausforderung für alle, die sich St. Paulianer nennen. Ob Süd, Nord, Haupt oder GG. Dabei will ich versuchen eine Selbstverortung vorzunehmen, eine sehr persönliche Basis, von der aus ich in den Diskurs starte. Einen Diskurs, davon bin ich fest überzeugt, den wir nicht allein der so genannten Aktiven Fanszene überlassen können. Diese Situation fordert alle im und um den Verein herum heraus. Die Lösung liegt, wenn es eine gibt, im vereinsöffentlichen Diskurs.

Die sechs Stufen mentaler Stärke

Beinahe zufällig, vielleicht meiner aktuellen Aufmerksamkeit für solche Themen geschuldet, bin ich über einen Artikel der Therapeutin Claire Dorotik-Nana gestoßen, deren Worte einen Weg heraus aus der Wut, der Verletzung aufzeigen können.

Dorotik-Nana beschreibt sechs Stufen, die ein Mensch steigt, um an einem Ereignis, an einer Krise zu wachsen. Für einen Fußballverein und seine Supporter kann das analog gelten.

Die Zerrüttung

„Wir werden nicht stärker, wenn die Dinge so laufen, wie wir es wollen, und wenn die Würfel förmlich zu unseren Gunsten fallen. Wir werden stärker, wenn wir mit Ereignissen konfrontiert werden, die uns Angst machen, uns herausfordern und uns letztendlich zum Aufstieg (sic 😉 zwingen. Es ist, wenn die Welt, die du kennst, und alle Überzeugungen, die sie aufrechterhalten, zerbrochen sind. Es ist, wenn ihr anerkennt, dass das, was ihr wusstet, nicht mehr wahr ist, und euer Leben nicht mehr so wieder zusammengesetzt werden kann, wie es war. Und so unangenehm dieser Störungszustand auch ist, er ist auch unvermeidlich.“

Stufe 1

Raketen auf den Rasen zu schießen, zu einem Zeitpunkt, an dem dies mit Spielabbruch bedroht ist, Beutebanner zu präsentieren und später anzuzünden, im eigenen Block zu randalieren und laut Augenzeugenberichten Mitsteherinnen die Nase zu brechen, das alles muss man als das bezeichnen, was es ist: Hooliganismus.

Dass dieser sich auf einer unserer Tribünen manifestiert, macht wütend, lässt viele ohnmächtig zurück.

Die emotionale Reaktion eines ganzen Stadions, einer Mehrheit der Menschen, die auf der Gegengerade ganz in der Nähe des Geschehens stehen und die 40-50 Randalierer mit „Ihr seid scheiße wie der hsv“ ausbuhen, ist schmerzhaft und zeigt in seinem wütenden Nachspiel in Freundeskreisen, sozialen und Boulevardmedien, dass durch die Fanschaft des FC St. Pauli sich Risse ziehen, manche uralt, die an diesem Tag aufgebrochen und deren Kitt geborsten ist.

Wir spüren alle, wir haben da am Sonntag mehr als ein Spiel verloren.

Die Unsicherheit

„Wenn wir die Antworten nicht haben, stellen wir die Fragen, die zu einem besseren Verständnis führen. Es ist auch das Nichtvorhandensein der Antworten, das uns hilft, uns selbst zu vertrauen. Wir lernen, uns unseren Zweifeln, unseren Ängsten und Unsicherheiten zu stellen, und wir lernen, dass wir nicht von ihnen definiert werden“

Stufe 2

Es ist leicht, sich nach der Erregung in der Wut einzurichten. Den Verlust dessen, von dem man, irrtümlich, glaubte es zu besitzen – eine allgemein gültige Definition dessen, was St. Pauli ausmacht.

Es ist vielleicht sogar gemütlich und beruhigend, die Süd, die Ultràs, USP zu beschimpfen, ihnen Konsequenzen anzudrohen. Ich möchte diesen einfachen Weg nicht gehen.

Stelle ich mir also die Fragen, die meine Unsicherheit beschreiben:

  • Wie stehe ich selbst zum Thema Pyrotechnik? Was ist in meiner Wahrnehmung OK und was nicht?
  • Wie stehe ich zu Gruppen in unserer Fanszene an sich? Fühle ich mich sogar bedroht? Mindestens ausgeschlossen?
  • Was erwarte ich von organiserten Fangruppen, wie USP, dem Südkurvenkollektiv, der AFM, und anderen Institutionen im Verein
  • Was erwarte ich von mir selbst? Was macht das St.-Paulianer-sein für mich aus?

Das Überdenken

„Überdenken Sie es noch einmal. Überdenken bedeutet, zurückzutreten, ein Weitwinkelobjektiv zu verwenden und einen zweiten Blick darauf zu werfen. Es bedeutet, über alles nachzudenken, was du für wahr gehalten hast, über die Entscheidungen, die du getroffen hast, über die Prioritäten, nach denen du gelebt hast, und über das Leben, das du in Zukunft führen willst. Es bedeutet, nicht perfekt sein zu müssen und zu akzeptieren, dass einige Entscheidungen und einige Überzeugungen dir nicht dienen.“

Stufe 3

Ich merke immer wieder, dass ich die Dinge bei uns rund um den FC St. Pauli anders sehe, als andere. Ich sehe es fundamental anders, als stellvertretend Uwe Doll, unseren ehemaligen Aufsichtsrat, der nach strafrechtlichen Maßnahmen ruft, sogar in letzter Konsequenz nach der Polizei. Ich sehe den Einsatz von Pyrotechnik aber auch anders, als viele auf der Gegengeraden oder der Süd. Ich halte das Abschotten von Fangruppen für toxisch. Ich halte das Ableiten von Privilegien aus Aktivität und Führungsanspruch für falsch. Ich fühle, ich stecke mitten zwischen vielen Positionen.

Hier möchte ich versuchen, einige für mich glattzuziehen, zu überdenken:

  • Pyrotechnik: Für mich sind die Grenzen von Pyroeinsatz fließend. Ich kann mich gerade nicht wirklich festlegen. Dennoch finde ich Punkte, auch beim Einsatz am Sonntag, die ich klar ablehnen kann:
    • Übermäßiger Rauch: Wenn der Einsatz von Rauch das Atmen erschwert, Asthmatikern die Luft nimmt, über die eigene Kurve hinaus sich über eine andere legt, wie der stinkende Atem von Mordor, dann lehne ich Rauch ab.
    • Pyros in der Hand – OK, Pyros schmeissen – NO way
    • Raketen: die Raketenstafetten zu Beginn des Derbys schienen mir sauber gesteuert zu sein. Ich war überrascht, vielleicht ein wenig besorgt zunächst, aber dann doch begeistert. Das wütende Abschießen von Raketen auf das Spielfeld von Seiten der 50 inzwischen Rotkäppchen genannten Hools werte ich als Angriff auf das Stadion. Als aggressiven Akt.
  • Beutebanner verbrennen: Es ist von vielen Menschen, die ich für relevant in meinem Fankontext ansehe, darauf hingewiesen worden, dass Gegnerbanner abziehen, Schals verbrennen ein nicht tolerierbares Verhalten ist. Das sollte auch so bleiben. Wichtig für einen erfolgreichen Diskurs wird sein, wie sich die Gruppen auf der Süd dazu verhalten.
  • Andere Kurven ansingen: Das Ansingen von Gegengerade und Süd hat Tradition, auch das Frotzeln in Form von „Ja was denn“. Ich habe am Sonntag das Aussingen und Anpöbeln in Richtung Süd so verstanden, dass explizit die 50 Rotkäppchen gemeint waren. Für mich war das kollektive Rausbuhen dieser Typen eine Manifestation gegen Hooliganismus, gegen spielabbrechenden Egoismus und Mackertum, das man sich von der Gegengeraden auch erstmal erarbeiten muss. Ich habe auch das Auspfeifen nach dem Spiel, persönlich, nicht gegen USP oder die gesamte Süd gerichtet verstanden, sondern als Auspfeifen eben dieser rotmaskierten Hools, die noch nicht mal den Anstand hatten, unseren Boys in Brown auf ihrer schweren Ehrenrunde zu applaudieren. Ich hoffe, dass die überwiegenden Teile der Südkurve sich meiner Wahrnehmung anschließen können, auch wenn ich nicht ausschlie0ßen mag, dass einige USP-Hasser die Vorfälle für die Pflege ihrer ohnehin zementierten Ressentiments genutzt haben.
  • Ultrà Sankt Pauli: Kurz gesagt, einer Ultrà-Gruppe, der ein Hans-Frankenthal-Preis verliehen wird, bringe ich vorschießenden und tiefen Respekt entgegen. Nach – auch in diesem Blog – hart geführten Auseinandersetzungen nach der Südkurvenblockade habe ich feststellen dürfen, dass USP zu einem vereinsweiten Diskurs fähig ist. Noch heute mag ich einige der Menschen dort sehr gerne, die ich aus damaligen verbalen Scharmützeln kenne. Ich halte USP für eine echte Errungenschaft des FC St. Pauli, für eine Gruppe, die sich bei ihren Aktionen immer auch die Frage nach dem „Wofür“ stellt. Eine wichtiger Aspekt auch in unserer Diskussion und der Frage, wo Mackertum und Egoshow anfangen – meiner Ansicht nach genau dort, wo Aktionen kein „Wofür“ transportieren können. Ich wünsche mir schon lange, dass die Prozesse, die auch den FCSP betreffen, von USP und anderen Ultrà-Gruppen öffentlich diskutiert werden. Ich halte es für einen Fehler, die Fanöffentlichkeit anderen, auch mir, zu überlassen.
  • Selbstverwaltung der Südkurve: Ich mag die Idee, dass sich eine Fankurve selbst verwaltet. Ich nehme wahr, dass sich die Probleme auf der Süd in vielen Fällen besser in der Gemeinschaftsverantwortung lösen lassen, als durch Sanktionen von offizieller Seite. Ich befürworte alle Anstrengungen, diese Grundidee zu bewahren.
  • Repression vs. Sanktion: Gerade wenn bei aufwallender Wut das Stammhirn übernimmt, sich nach schnellen Lösungen gesehnt wird, nach der Kavallerie aus Jugendfilmen, ist es ratsam innezuhalten. Nein, ich glaube in beinahe keinem denkbaren Fall ist es eine gute Idee, die Polizei in einen Block, vor einen Eingang zu schicken, um für „Ordnung“ zu sorgen. Das sieht sie glücklicherweise selbst so. In meiner Wahrnehmung ist die Polizei in der komplexen Welt des Fußballs ein Akteur, einer der vor allem auf der Süd mehr Schaden anrichtet, als hilft. Trotzdem gehört zu allem, was wir heute und in Zukunft besprechen ein Grundmechanismus, ohne den Gruppen oder Communities nicht funktionieren: das glaubhafte Androhen von Sanktionen. Sie sind die Grundlage für Vertrauen, dafür, dass wir diesen Prozess des Stärkerwerdens aus dem Debakel erfolgreich vollziehen können.
  • Jaja, die Gegengerade: Die Vorkommnisse auf der Süd sofort in Diskussionen mit „ja aber die Gegengerade“ zu kontern ist in meiner Wahrnehmung klassischer Whataboutism. Was nicht heißt, dass wir in unserem Diskurs nicht auch über das Selbstverständnis auf dieser Geraden sprechen müssen. Dabei scheinen mir drei Punkte wichtig:
    • USP-Hasser entlarven und ansprechen: ich positioniere mich persönlich und immer wieder gegen Ultrabasher und Anti-„LaLaLa“-Apologeten. Nu habt ihr eine eigene Gerade, dann kümmert euch auch um diese, bevor ihr auf andere, schräg gegenüber zeigt.
    • Kann es sein, dass aus dieser Geraden keine „Supportmacht“ mehr wird? Ich habe auf dieser Geraden schon überall gestanden und überall ist der Support ein anderer. Grds. kann man sagen, dass er Mitte-links am stärksten ist und zur Nordkurve abnimmt. Aber auch dort, wo ich oft stehe, unterhalb des Supportblocks, herrscht manchmal schlimme Langeweile. Ich weiss noch gar nicht, ob man das ändern kann? Oder sollte?
  • Die Boys in Brown: Bitte vergesst mir nicht unsere Fußballer auf dem Rasen. Ich kann nicht zum einen (zu recht) fordern, dass die Mannschaft sich der Fanschaft öffnet, wenn ich ihren Bedürfnissen auf dem Rasen und während des Spiels nicht gerecht werden möchte. Es ist meiner Ansicht nach eine gute Prüfung, jede Aktion auf den Rängen mit der Frage zu begleiten: „Was bringt das meinen Jungs auf dem Rasen?“

Nach Bedeutung suchen

„Wenn du mental starke Menschen nach ihrem Leben vor und nach dem Gefühl der Stärke fragst, werden sie dir zwei Dinge sagen: Ihre Stärke steht in direktem Verhältnis zu den Herausforderungen, denen sie gegenüberstanden, und ihr Leben hat jetzt viel mehr Bedeutung. Was sie euch sagen, ist, dass sie auf der Suche nach Bedeutung sind, die sich aus der Herausforderung – und sogar verheerenden – Ereignissen ergibt, die sie stark gemacht haben. Es geht darum, einen Grund zu finden, weiterzumachen.“

Stufe 4

Quo vadis St. Pauli?, das war eine Frage, die sich dieser Verein und seine Supporter schon einmal stellten. Die Zäsur war ähnlich und doch anders: die Blockade der Südtribüne durch USP.

Die Zeiten sind heute andere, die Probleme sehen ähnlich aus, sind aber im Wesen anders, das nehme ich wenigstens so wahr. Trotzdem kann man an unserem gemeinsamen Vorgehen nach der Südtribünenblockade beim Spiel gegen Hansa Rostock (vermisse die ja beinahe 😉 eine Menge für das Heute lernen.

Das Heimspiel gegen Augsburg war eines der schönsten, emotionalsten und wichtigsten in meiner Fanbiografie. Bei diesem Spiel versöhnte sich das Millerntor untereinander, woben sich neue Bande zwischen den Kurven, zwischen den Fans, der aktiven Fanszene und mir und anderen.

Ich wünsche mir, dass uns das diesmal auch gelingt. Bis zum nächsten Heimspieltag sind noch knapp zwei Wochen Zeit. Wenige Tage, in denen vom Fanladen, vom Präsidium und anderen (hier sehe ich AFM und Fanclubsprecherrat an) ein Diskurs initiiert werden muss, der meinem persönlichen hier ähnelt. Bis zum 4.4. zu warten, diese Selbstwiederfindung intern oder nur auf der Süd zu beprechen, halte ich nicht nur für einen Fehler, ich halte es auch für verpflichtend, all diejenigen mitzunehmen, die nicht organisiert und gut vernetzt sind.

Die Rekonstruktion der eigenen Narrative

„Eine Lebensgeschichte ist das, was wir uns über unser Leben sagen. Es ist das, was wir uns über unseren Selbstwert, unsere Fähigkeiten und unsere mentale Stärke sagen. Und für Menschen, die geistig stark sind, ist es dramatisch anders als früher, denn Lebensgeschichten werden uns nicht übergeben, und sie sind auch nicht statisch. Stattdessen werden sie durch das Leben, das wir führen, die Entscheidungen, die wir treffen, und die Zuschreibungen, die wir Ereignissen zuweisen, die in unserem Leben geschehen, ausgearbeitet. Und was mental starke Menschen dir sagen werden, ist, dass es eine Zeit gab, in der sie sich nicht stark fühlten, in der sie sich nicht so sahen, wie sie es jetzt tun. Aber sie werden dir auch sagen, dass es, um dorthin zu gelangen, wo sie jetzt sind, einen Rekonstruktionsprozess gab. Sie mussten ihre Lebensgeschichte in Frage stellen. Sie mussten neu definieren und rekonstruieren, wer sie waren, wie sie sich selbst sahen und was sie zu sich selbst sagten. Letztendlich waren sie es, die sich selbst als stark definierten.“

Stufe 5

Mein St. Pauli-sein prägen Geschichten von selbstironscher Übernahme von Schmähgesängen, dem langsamen Zusammenwachsen von netzöffentlicher und organisierter Fanschaft, die sich so wundervoll im Sozialromantiker-Protest manifestierte. Geschichten von Fanaktionen für etwas. Die Millerntor Gallery oder Viva con Agua, das sich nur aus diesem Millerntor heraus entwickeln konnte und gleichzeitig unsere Achillesfersen deutlich aufzeigt (Whiteness und Mainstream).

Mich prägen Auswärtsfahrten mit viel Wein und Pinot genauso, wie meine Auseinandersetzung mit den Kutten in der Nord. Meine St. Pauli Geschichte prägt auch die Macht, die in dem „etwas anderen“ Verein entsteht und die erbarmungslos zuschlagen kann, dass sogar ein gestandener Blogger mit dickem Fell überlegt, diesen Klüngel getrost sich selbst zu überlassen.

Mich prägen die Geschichten, die ich mit Menschen um und im Verein habe. Von denen einige auch Co-Autoren in diesem Blog oder Co-Hosts und Gäste in meinem Podcast wurden.

Das gemeinsame Bauen

„Mentale Stärke existiert nicht in einem Vakuum, und selbst die stärksten Menschen brauchen andere, um ihre Stärke zu erkennen und zu bestätigen, denn mentale Stärke braucht einen Platz zum Anhaften. Es braucht etwas Größeres als sich selbst, um ihm einen Sinn zu geben.“

Stufe 6

Ich bin bereit, diese Narrative gemeinsam neu zu erzählen. Und ich möchte, dass bspw. die Geschichte von migrantischen Jugendlichen aus dem Viertel miterzählt wird, zu unserer wird. Auch und gerade, wenn einige der Rotmaskierten diese Geschichte erzählen, eine, die bisher nicht zu meiner passt.

Nur so wird ein St. Pauli draus, das die nächsten 5 Jahre überdauert. Solange, vermute ich, haben wir alten Knacker noch Zeit, uns in diese Erzählung einzubringen 🙂

Tl; dr

In a nutshell: Ich möchte ein St. Pauli, in dem dieser Aufkleber genausoviel Sinn, wie Unsinn ergibt 😉

ps auch der magische FC Blog fängt an zu reden

Petition: Schon über 15.000 Unterschriften gegen Under Armour

Fallout Power Armour - Under Armour
Fallout Power Armour – Under Armour: Photo credit: sharkhats on Visualhunt.com / CC BY-NC

Um das Thema „Under Armour“ war es lange ruhig am Millerntor. Die Spannungen zwischen der pazifistischen und antifaschistischen Fanschaft des FC St. Pauli und dem US-Sportgear Hersteller, der seit der vorletzten Saison offizieller Ausrüster der FC St. Pauli (bspw. Camouflage Trikots) ist, wurden allerdings nie ganz aufgelöst.
Im Netz macht nun eine Petition die Runde, die fordert, dass St. Pauli „zur Not nackt spielt“ Die bei Change.org gehostete Online Petition hat bereits über 15.000 Unterzeichnerinnen, Tendenz schnell wachsend.
Am Ende könnte das Votum von 25.000 Petitionsunterzeichnern den Druck auf das Präsidium des FC St. Pauli deutlich erhöhen. Der Zeitpunkt der Petition ist sicher kein Zufall: in einem Monat ca. ist die JHV des FCSP.
Gegen Under Armour Petition FC St. Pauli
Screenshot Change.org – Gegen Under Armour Petition FC St. Pauli

Die Forderung: Stopp der Kooperation mit Under Armour

Seit der Bundesligasaison 2016/2017 produziert der US-amerikanische Sportartikelhersteller Under Armour die Bekleidung des FC St. Pauli. Viele Unterstützer des FC St. Pauli fordern seitdem einen Stopp der Kooperation mit  Under Armour

Die Argumente gegen Under Armour:

  1. Under Armour rüstet die US-Army mit militärischer Kleidung aus.
  2. Under Armour stellt Jagdkleidung her und fördert umstrittene Jagdshows, in denen erlegte Tiere lediglich als Trophäen gefeiert werden.
  3. Under Armour wird eine Nähe zur US-amerikanischen Waffenorganisation NRA nachgesagt.
  4. Der Profit durch den Deal mit Under Armour scheint der Vereinsführung wichtiger zu sein als die Zusammenarbeit mit regionalen, nachhaltiger wirtschaftenden Sportartikelherstellern wie dem vorherigen Vertragspartner Hummel.

Problem „Ausrüster“ – sind Hummel und Adidas denn wirklich besser?

Das Hauptproblem liegt wohl darin, das hat die Vereinsführung bei Einführung der Kooperation mit Under Armour bereits transparent kommuniziert, dass es kaum einen Ausrüster mit guter Qualität gibt, der bspw. keine Armee beliefert. Adidas bspw. die Bundeswehr, Hummel dem Vernehmen nach die nordkoreanische (!).
Auch die Herstellungsbedingungen sind ähnlich, teilweise kann man befürchten, dass die Klamotten in ein und derselben Fabrik hergestellt werden.
Eine einfaches „Finde ich doof“ wird hier nicht reichen; was nicht heißt, dass man den FCSP und seinen Kooperationspartner nicht unter Druck setzen und halten sollte, sich zu verbessern. Und sich ggf. auch einen neuen Partner zu suchen.
Link: Zur Petition bei Change.org

Nein, holt nicht Stani zurück!


Ich wache immer wieder schweißgebadet auf, zuletzt habe ich in Erinnerung, dass mich Al Jarreau zur Seite nimmt und mir sagt, »dass ein Comeback nie die beste Idee ist«.
Dann schaue ich mich in meinem Traum um und merke, dass sich alle ausser mir sehr freuen, einer rennt sogar nackt über die Reeperbahn vor lauter Übermut. Nur ich sitze da in meinem Traum und fange an still zu schreien.
Ich habe immer wieder dieselben Albträume, regelmäßig wenn ein Trainer des FC St. Pauli unter Druck gerät oder gehen muss. Es dauert dann keine Schamsekunde, da kommt vielen St. Paulianern der Name Holger Stanislawski in den Sinn. „Stani komm zurück“, ist dann der Fanruf der Woche und manchmal auch in einer kleinen Hamburger Boulevardzeitung zu lesen.
Die Rufe verhallten auch nicht, als Olaf Janssen im zweiten Halbjahr 2017 versuchte, aus einer talentierten Truppe ein Team zu formen. Olaf beendete die Hinserie so angeschlagen, dass schon Kleinigkeiten, wie seine Ankündigung „nun einen Neustart zu versuchen und alles in Frage zu stellen“ bei mir Insomnia auslösten – aus Angst, dass der Traum wieder losgeht. Nun steht Markus Kauczinski, sein Nachfolger, nach sieben Spielen ohne Sieg auf dem Prüfstand. Und die Träume kommen wieder.

„Wir sind in der Warteschleife“, André Trulsen

„Wir sind in der Warteschleife“, hatte André Trulsen in einer ähnlichen Situation über Holger Stanislawski und ihn einmal gesagt und bei mir sofort Albdruck ausgelöst. Ich träumte, dass ich Pressekonferenzen organisieren musste (im Traum war das alles ganz logisch, dass ich das tat), in denen Stani „dem einen oder anderen“ vorwarf, hinterrücks ihn und seine – also unsere – Boys in Brown infrage zu stellen und davon sprach, dass man sich nun endlich mal „belohnen“ solle.
Vor ihm stand ein riesiger „Reset-Knopf“ auf den unser ehemaliger Team-Manager Christian Bönig die ganze Zeit wütend einschlug.
Seit dem vergangenen Wochenende, beim „Tiefpunkt-Spiel“ gegen den SSV Jahn Regensburg, fragt mein Nebensteher Willi mich, „wer denn jetzt den Supermarkt übernimmt, wenn Stani wieder bei uns ist“?
Mir wird kurz schwarz vor Augen, und ich komme ich erst wieder zu mir, als Al Jarreau mir einige Schnipsel Konfetti aus dem Haar streicht und leise spricht: „Das ist keine gute Idee, Erik“.

Was St. Pauli Fans niemals sagen würden …


Ich stolpere gerade auf Facebook über einen Aufruf der Redaktion „Wumms“ für ihr Format „Was HmmHmmHmm-Fans niemals sagen würden“. Aus den Dingen, die diese Fans dann niemals sagen würden, machen sie dann einen Clip, in dem zwei Fans des Klubs genau das sagen, was sie niemals sagen würden. Oder so ähnlich.
Im Falle von St. Pauli ist das eine gute Übung, denn es gibt da zwei Kategorien:
Dinge, die St. Pauli Fans niemals sagen würden; Dinge, die St. Pauli Fans niemals sagen sollten, es aber dennoch tun. „Was St. Pauli Fans niemals sagen würden …“ weiterlesen

Waldemar ma swiatlo na rowerze*

Kurz nach acht habe ich mich gestern mit W. Im O-Feuer getroffen. Wir ergatterten noch einen freien Platz auf der langen Gegengeraden der griechischen Taverne am Schulterblatt und schauten auf die verblichenen Trikots früherer Helden.
W. bestellte Gyros mit Pommes und ich begnügte mich mit einem Putensouvlaki und einem Gurkensalat – immerhin wollte ich bei jedem Tor der Boys in Brown ein großes Bier trinken. „Waldemar ma swiatlo na rowerze*“ weiterlesen

Willkommen am Millerntor, Markus Kauczinski

Markus Kauczinski ist neuer Cheftrainer des FC St. Pauli

Manchmal geht das unglaublich schnell. „Oje, sie haben auf uns gehört“, schrieb mir Markus heute am frühen Morgen per Whatsapp. Der FC St. Pauli greift das erste Mal in der Ära Göttlich nicht zum Mittel der Rochade und entlässt den Boyscoach Olaf Janssen nach zwei heftigen Klatschen gegen Fürth und Bielefeld.
Für mich klingt das nach Meuterei – und da man heutzutage meuternde Profifußballer nicht mehr einfach kielholen darf, geht in der Regel der Trainer über die Planke. Das war bisher beim FCSP anders; heute haben auch hier die Gesetze des Profifußballs gewirkt. Olaf ist eben nicht Ewald – und emotional geht es bei uns eben auch immer zu.

„Es ist für uns eine sehr schwere Entscheidung, weil sich Olaf Janßen in seiner Zeit beim FC St. Pauli Verdienste erworben hat und von allen im Verein für seine Qualitäten im fachlichen und menschlichem Bereich geschätzt wird. Allerdings haben die Ergebnisse der letzten beiden Wochen in uns die Entscheidung reifen lassen, dass uns die Überzeugung fehlt, mit Olaf Janßen kurzfristig den Abwärtstrend zu stoppen“, erklärte Präsident Oke Göttlich die Entscheidung.

Ich bin mir einigermaßen sicher, dass sich das Präsidium und der Aufsichtsrat diese Entscheidung nicht leicht gemacht hat; ich vermute, dass auch diese, schnelle gut durchdacht ist. Bisher war das so.
Und wenn man Zweifel an Janssen hatte, dann lieber ein neuer Trainer, der zwei Heimspiele Zeit hat seine neue Mannschaft in Action zu sehen als nur im Trainingslager. Also dann auf ein Neues: Farwell Olaf, Herzlich Willkommen am Millerntor, Markus.

Der FC St. Pauli hat einen neuen Cheftrainer.

Markus Kauczinski tritt die Nachfolge des am Mittwoch freigestellten Olaf Janßen an und wird die Mannschaft bereits am Donnerstagvormittag erstmals trainieren. Der 47-Jährige arbeitete zuletzt in der Bundesliga beim FC Ingolstadt und davor beim Karlsruher Sport Club. Der gebürtige Gelsenkirchener erhält bei den Braun-Weißen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019.

„Mit Markus Kauczinski haben wir einen absoluten Fachmann und Kenner der 2. Bundesliga verpflichten können. Er hat bereits während seiner Zeit in Karlsruhe gezeigt, dass er sich mit schwierigen Situationen auskennt. Wir sind überzeugt davon, mit ihm die Trendwende zu schaffen“, erklärte Sportchef Uwe Stöver.

 

„Als die Anfrage kam, musste ich nicht lange überlegen. Der FC St. Pauli ist ein Verein mit toller Perspektive und herausragenden Fans. Trotz der schwierigen Situation bin ich überzeugt, dass die Mannschaft über das Potential verfügt, um erfolgreich mit ihr arbeiten zu können“, sagte der neue Cheftrainer der Braun-Weißen Markus Kauczinski.

Neben Markus Kauczinski kommt auch Patrick Westermann als Co-Trainer neu ins Trainerteam. Der 36-Jährige hatte schon in Karlsruhe und Ingolstadt mit dem neuen Cheftrainer der Kiezkicker zusammengearbeitet.

 

Wird die Stoke City Partnerschaft zur Rettung des FCSP?

Stoke City?, das war die erste Partnerschaft, die Ewald Lienen als frisch gebackener Technischer Direktor präsentierte. Der Vorstellung folgte ein Testspiel, doch so genau wusste ich nie, worin nun der Kern dieser „Partnerschaft“ bestünde – außer vielleicht, interessierten Fußballfans aus England günstige Tickets in der 2. Bundesliga zu besorgen (just kidding ;). Nun, da Buchtmann und Møller-Dæhli für Monate ausfallen, scheint es, als hänge diese Annäherung, wie ein Sprungtuch unter dem stürzenden FC St. Pauli.

Nach Buchtmann-Verletzung: Talent aus Belgien Trainer beim FC St. Pauli mit


Klar, für einen englischen Premier-League Club eignet sich der FCSP vor allem als Ausbildungsklub für seine Talente; dass es aber so schnell geht, dass Olaf Janssen dringend Nachschub an Spielern braucht, das hätte man wohl nicht gedacht.
Die ausgehandelten Konditionen vereinfachen hoffentlich schnelle Hilfe – wir können die jungen Boys (in Brown) doch schon am Sonntag gut gebrauchen!

Wir Wischi Waschi uns nie – St. Pauli

Wischi Waschi FC St. Pauli Duschgel. Foto: Facebook, FCSP

Es gibt Toaster, die den Jolly Roger in den Weizen brennen, Fußmatten mit Totenkopf und Unisex Fahrradklingeln.
Der FC St. Pauli kann das mit dem Merchandise, soviel steht fest. Und auch wenn sich viele nicht mit mir freuen können, seit es einen FCSP Krabbensalat gibt, ich finde diese Produkte sehr witzig. Und ich frage mich, wer das kauft?
Nun bewirbt der FC St. Pauli bei Facebook ein Duschgel. Vegan und mit allerlei Naturstoffen. Sein Name: „Wischi Waschi“.

Wir kommen aus dem Norden,
Wir rauben und wir morden,
Wir waschen uns nie,
Sankt Pauli.

Und ich kann nicht anders, als das putzig finden – und ein wenig als Beleg nehmen dafür, wie sehr sich der Verein gewandelt hat, seitdem wir oben genannten Chant auswärts sangen.
Wir sind nu sauber, essen Toast zum Frühstück, klingeln höflich vom Fahrrad und putzen uns ordentlich die Füße ab, bevor wir eine Wohnung betreten. „Und nach dem Spiel einen Galao in der Schanze“. 😉

Das stille aber wuchtige Comeback des Christopher Aveveor

English: Christopher Avenor as Player by FC St. Pauli – Deutsch: Christopher Avenor als Spieler vom FC St. Pauli
Date: 1 September 2012
Author: Northside

Avevor und St. Pauli: eine tragisch-schöne Heldengeschichte

Ich mag ja gebrochene Helden und ihre Geschichten. Die von unserem Verteidiger Christopher Avevor ist so eine – und es sieht so aus, als hätte sie ein Happy End.
Nach seinem ersten Engagement beim FC St. Pauli, 2012-2013, bei dem er einen kraftvollen Eindruck auf der Seitenbahn hinterließ, und auch in Düsseldorf eine sehr gute letzte Saison spielte, waren meine Hoffnungen, dass er sich bei bei seiner Rückkehr 2016 bei den Boys in Brown schnell durchsetzen könnte, sehr hoch. Doch diese Hoffnung, von der ich annehme, dass sie auch seine war, zerschlug sich schnell.

Die tragische Rückkehr

Wenn die katastrophale Hinrunde der letzten Saison einen besonders tragischen Verlierer hatte, dann war es wohl Avevor. Tiefpunkt scheint mir das Spiel in Würzburg gewesen zu sein, wo er vor dem spielentscheidenden Gegentor eine Kopfnuss bekam und fortan angeknockt über den Platz schlich. Später kam er dann in Begleitung eines Würzburger Funktionärs allein aus unserer Kabine und wurde mir quasi auf die Schulter gelegt. Im klammen Herbstniesel habe ich ihn dann in den Bus getragen, wo er dann allein und mit Kopfweh auf seine Sportskameraden wartete.

Ein wackeliges Comeback

„Wenn Avevor am Ball ist, krieg ich immer Herzrasen“, sagt W. jedes Mal, wenn Christopher am Ball ist. Und ich muss gestehen, das geht mir auch oft so. Es gibt wohl nicht viele Spieler, an denen auf der Tribüne so viel herum gekrittelt wird, wie an unserem wuchtigen Innenverteidiger.
Das mag auch daran liegen, dass seine Fehler und kuriosen Slapstick-Einlagen, bei denen er sich selbst anschießt und so unfreiwillig dem Gegner vorlegt, so weit hinten passieren und dann immer gleich brandgefährlich werden.

Stammplatz trotz kurioser Slapstick-Einlagen

Trainer Janßen hat Avevor dann in dieser Hinrunde alles Vertrauen geschenkt, das er aufzubringen vermochte und dieser hat – befeuert durch die Verletzung von Lasse Sobiech und den Langzeitausfall von Ziere – es angenommen und ist inzwischen zu einem der Garanten des Traumstarts diese Saison hinauf gewachsen.

Herbst 2017: Aveveor der Zweikampfmeiser

Neben seinem hervorragenden Stellungsspiel, gewinnt Christopher Avevor 71% seiner Zweikämpfe. Das ist der beste Wert der aktuellen Zweitligasaison. Wow: das war meine Reaktion, als ich dies beim Kicker las gestern. Und ich habe mich sehr, sehr gefreut!

Live-Radio aus dem Stadion: das AFM-Webradio

Das AFM Radio ist das Online-Radio des FC St. Pauli und überträgt die Spiele des FC St. Pauli – sowohl Heimspiele am Millerntor, als auch die meisten Auswärtsspiele als Hörplatzreportage live – auf die Hörplätze für Blinde und Sehbehinderte Fans des FC St. Pauli und der Gäste.

St. Pauli Bundesliga Live-Kommentar via Telefon und Internet-Stream

Wolf Schmidt und Reporter des FC St. Pauli AFM RadioSeit einigen Jahren übertragen die Schnell-Sprecher des AFM-Radios die Spiele auch per Livestream ins Internet.

So könnt ihr Live-Reportagen des FC St. Pauli Radios hören/ empfangen:

  1. Live durchs Telefon: 040.38661910-99
  2. Live Stream für Mediaplayer


Wolf Schmidt und Reporter des FC St. Pauli AFM Radio

“Live am Spieltag” ist das AFM Radio, die Übertragung der Reportage für Sehgeschädigte und Blinde, bei Spielen des FC St. Pauli von 1910 e.V.

2 Reporter beschreiben live, im Wechsel das Fußballspiel und versuchen durch ihre Reportage, die “Kamera im Kopf des Zuhörers” anzuschalten, egal ob im Stadion oder zu Hause.

“Detailgetreu”, “play to play”, “in Echtzeit, auf Ballhöhe im Spiel”, “bildreich”, “leidenschaftlich” und trotzdem “sprachlich angenehm”, sind Attribute, die eine guten Live-Reportage für Blinde und Sehgeschädigte charakterisieren.

Übrigens: Das AFM Radio sucht immer wieder Sponsoren und Supporter!

Closed: FC St. Pauli FM

Update: Das Projekt FC St. Pauli FM ist inzwischen Geschichte.

Das einzig verbliebene St. Pauli Radio: das AFM Webradio

Am Montag lernte ich die Macher von Quu.fm kennen, die nun für den Verein ein Webradio produzieren, das unter der Adresse fcstpauli.fm zu hören ist. Mein erster Eindruck von dem Format ist positiv, es scheint professionell produziert zu sein. Erweisen muss sich noch, ob es den Radiomachern gelingt, ihren Sender in der Kultur am Millerntor zu verankern. Hier ist es imho wichtig die Jungs um das AFM-Webradio einzubinden. Dann kann das sicher mein Stammsender werden.

Ab sofort gibt es für euch 24/7 mit insgesamt vier verschiedenen Streams das Beste an Mucke, das jedes Paulianer Herz höher schlagen lässt. Indie, Alternative, Hip Hop, Punk, Rock, Elektro und Pop straight from the Heart. Wie auch im Viertel läuft bei uns alles, was gut ist.

Inhaltlich kommen Fans, Spieler und Originale zu Wort, über das Leben im Stadtteil wird berichtet und natürlich über die Kultur und die Musik, die letztendlich den FC ST. PAULI ausmacht.

Unsere ersten Highlights im Programm – Marius Ebbers und Marcel Eger – werden euch unserer Sendung in „Meine 11“ ihre 11 Lieblingssongs vorstellen. Ihr könnt regelmäßige Updates von den Viva con Agua Jungs erwarten, Reportagen über’s Viertel und vielleicht hört ihr sogar euren Nachbarn. Für mehr Info stay tuned!

FC ST. PAULI.FM ist über die Website sowie radio.de zu erreichen. Anfang Februar sollen dann zudem Apps für iPhone und Android Smart Phones erscheinen.

US-Shop: FC St. Pauli goes USA – because that's why

ST. PAULI ERÖFFNET US-SHOP

Was haben die Proteste in Griechenland gegen das EU-Spardiktat, die Gezipark-Bewegung in Istanbul und eine urige Kneipe in Brooklyn gemeinsam? Überall trägt man den Jolly Roger aus unserem Stadtteil. Der FC St. Pauli und das womit ihn engagierte und extreme Supporter zuhause am Millerntor aufgeladen haben, ist längst ein internationales Phänomen.
Nur logisch, wenn der FCSP nun auch einen Online-Shop für die USA aufmacht – digital geht Internationalisierung eben schnell. Die Investitionen sind überschaubar, die Botschaft wichtig: St. Pauli emanzipiert sich ein weiteres Stück vom Fußball. „US-Shop: FC St. Pauli goes USA – because that's why“ weiterlesen

St. Paulis Susis Showbar – sexy Table Dance auf der Großen Freiheit?

An der Ecke Reeperbahn und Große Freiheit befindet sich ein Relikt der Zeit, in der es auf dem Kiez Live-Sex-Shows gab. Wie im nahe gelegenen Dollhouse (ebenfalls Große Freiheit) tanzen in Susis Showbar leicht bekleidete Mädchen und Frauen zu eingängigem Pop und ziehen sich für die meist männlichen Zuschauer aus.
Dabei wird ein Tischgeld verlangt und erwartet, dass die Damen, die gerade nicht tanzen und den Menschen an den Tischen ihre Vorzüge, die körperlichen, feil bieten, einen Piccolo ausgegeben bekommen.

Table Dance – ein patriarchales Relikt wird zur Touri-Show

Susis Mädels erfüllen ein uraltes patriarchales Ritual, das es schon lange auf St. Paulis Reeperbahn gibt: die Spontanverfügbarkeit von Frauen zum sexuellen Gefallen. Soweit, so normal. Susis Showbar unterhält aber auch eine Loge am antisexistischen Millerntor des FC St. Pauli und das (er)regte im Zuge der Sozialromantiker Proteste Widerstand.

Susis Showbar Loge am Millerntor: Umstrittener Stangentanz

Susi versteht nicht, was „wir“ St. Paulianer gegen sie und ihr Etablissement haben.
Ritsch, ihr Wirtschafter zeigt sich aber kompromissbereit: „Wir haben zur Kenntnis genommen, dass einige Fans Frauen gegenüber nicht so freundlich eingestellt sind. Deshalb haben wir beschlossen, gegen Kaiserslautern genauso fußballbegeisterte Boys wie Mädchen einzuladen. Sie sollen unsere Freude über ein erzieltes Tor durch ihre Tanzdarbietungen an der Stange zum Ausdruck bringen.“
… schreibt die Mopo – und lässt das Zitat unwidersprochen, dass sich „nur“ wenige Fans des FC St. Pauli an der „Trockenfickerei“ an den Stangen in der Loge stören.

Susis Showbar vs.  FC St. Pauli

Susis Showbar, Ecke Reeperbahn Große Freiheit bei Tag – Photo credit: ukg.photographer on Visual Hunt / CC BY-SA

Der Konflikt liegt hier ganz woanders: Das was für mich und sicher auch andere St. Paulianerinnen unerträglich ist, sind die Macht und Machismen, die in Logen hinter getönten Scheiben nicht nur die Mädels zu Lustobjekten machen, sondern das ganze Millerntor zur Sexfolklore gleich mit. Gerade gestern habe ich ein kurzes aber wichtiges Gespräch darüber geführt, was denn der Unterschied zwischen Tita von Teese (Foto) und einem Tabledance auf der Reeperbahn ist.

Subjekt=sexy

Es ist schlicht die Kunst, Frauen als Subjekte zu erhalten, die in einer Rolle ihre Würde wahren können. Ob das gelingt, hängt elementar mit dem Umfeld (Loge) und den Betrachtenden (Männer, die Logen besuchen/sich leisten) zusammen. „St. Paulis Susis Showbar – sexy Table Dance auf der Großen Freiheit?“ weiterlesen

FC St. Pauli, die 'sympathische Markenperle' #wtf

Der FC St. Pauli ist eine der starken Marken im deutschen Fußball. Schön und gut, das habe ich mir ja schon angewöhnt, mich dagegen nicht mehr zu wehren, denn zum einen stimmt das ja, und zum anderen sind „Marken“ ja per se nix schlechtes. Wenn mir aber bei Twitter echter Bullshit entgegen schlägt, wie derzeit unter dem Hashtag #DWSC16, dann schwillt mir die Halsader.

„Sympathische MarkenPERLE!“

https://mobile.twitter.com/BarbFFm/status/798481224629178368/photo/1
Perle?, euer Ernst? Was bist du denn für ein Vogel?, ist mein erster Gedanke, den hab ich im Verein noch nie gesehen – und so trägt man am Millerntor auch seinen Schal nicht mehr, seit Michael Meeske ;). Und dann scrolle ich weiter durch die Präsentation und finde noch mehr Neues: der FC St. Pauli sei ein „mittelständisches Veranstaltungsunternehmen“ postulieren die Bullshitbingospieler dort. Ich dachte, wir wären ein Verein!
https://mobile.twitter.com/stpauli/status/798530571588739072
Macht euch mal die Mühe und schaut euch das in Ruhe an – nicht zu fassen, was man da für neue Buzzwords lernt. Der FCSP befindet sich demnach mitten in der „Digitalen Transformation“ – mit einem „Budget like Start-up“ und einem „Digital Challenge Board“ – stelle mir gerade Sven Brux da vor – sorry, just kidding ;). Das schönste aber ist, dass diese sympathische PERLE!, von einer „Bottum-up Power“ angetrieben wird … und am Ende hat das ganze irgendwas mit „Cpt. Future“ zu tun.
http://pic.twitter.com/l6iPcSkTmj
BOAH. Da muss ich mich erstmal setzen und in Ruhe an meinem Mate-Tee ziehen. Starker Tobak.
***
Sympathische Marke. Will ich das? Ist das am Ende gerade unser Problem?
Die Boys in Brown hab ich ja alle sehr lieb, aber das sind sie eben auch: sympathisch. Das Anecken, auch das dem DFB ggü wirkt irgendwie rituell. Sportlich knallen wir die Bälle in letzter Zeit eher ans eigene Schienbein. „Eine echte Perle“, würde ich denken wenn ich Würzburger wäre.
Da kann unser Präsidium ja gar nichts dafür, dass solche Heinis mit unserer „Marke“ da draußen herum laufen. Beinahe wünscht man sich Hansa Rostock zurück, und die Geborgenheit dieses hässlichen Konfliktes. Um gegen die zu bestehen, muss der Verein aber – auch in seiner Außenwahrnehmung – weniger sympathisch sein. Gerne empathisch, das immer. Aber auch widerborstiger der Vereinnahme gegenüber. Ich wünsche mir das ja so sehr, dass diese Reaktion auch von den Spielern kommt – nett war gestern. Lustvoll den Gegnern die Socken glühen zu lassen, das wäre schön.
Sorry für den Rant. Musste gerade mal sein.

Kiez-Match 2016: Spielen wie die Profis – gegen Profis

Fußball-Profi, ein Traum, der für viele von uns nicht in Erfüllung geht. Irgendwann entscheidet der Auswahltrainer oder der gesunde Menschenverstand erkennt, dass das eigene Talent nicht für eine Profikarriere reicht. Dann fängt man an zu studieren oder zu arbeiten und verliert den großen Traum aus den Augen. Das Kiez-Match könnte nun Deine Gelegenheit sein, dem Traum von einst wieder ein wenig Leben einzuhauchen: die Techniker Krankenkasse ermöglicht gemeinsam mit dem FCSP in diesem Herbst zum zweiten Mal das „Kiez Match“, in dem Du mit etwas Glück gegen die Profis des FC St. Pauli antreten kannst.
Professionell kicken
Eine einmalige Gelegenheit unter professionellem Coaching den Profis es FC St. Pauli zu zeigen, was in Dir steckt. Stell Dir vor, wie es sein könnte, Schnecke Kalla ausdribbeln und Robin Himmelmann Deinen besten Schuss um die Ohren pfeifen zu lassen. Bewirb Dich jetzt und sichere Dir unvergessliche Stunden und Tage in Hamburg, einzigartige Zweikämpfe und das eine oder andere Dribbling gegen Vollblutprofis vom FC St. Pauli.
Gesucht werden 20 Spielerinnen und Spieler, die am 4. Oktober 2016 in Hamburg gegen eine Auswahl der Kiezkicker antreten

Bewerberin, Kiez-Match-2016. Foto: Kiez-Match.de / Pilot Media
Bewerberin, Kiez-Match-2016. Foto: Kiez-Match.de / Pilot Media

Das „Kiez-Match“ findet am 4. Oktober statt. Die Bewerbungsphase läuft noch bis Ende August (31.8.2016).
Anders als im Vorjahr, in dem sich ganze Teams bewerben konnten, suchen die Juroren, bestehend aus Vertetern der Techniker Krankenkasse und des FC St. Pauli, wie Timo ‚Schulle‘ Schulz und Thomas Meggle, sich einzelne Bewerber_innen (gefällt mir, dass nicht nur Männer sich bewerben können!) für die einzelnen Mannschaftsteile Torhüter, Verteidigung, Mittelfeld und Angriff aus.
 
Als Teilnehmer_in erwaret Dich ein rundum sorglos Paket bei Deinem Besuch in Hamburg:

  • An- und Abreise werden bezahlt
  • Übernachtung in der Superbude St. Pauli
  • Professionelle Betreuung durch Mitglieder des Trainerteams des FC St. Pauli
  • Gemeinsame Kochevents und leckeres Essen im Alten Mädchen
  • Und natürlich der Höhepunkt: Das Kiez-Match gegen den FC St. Pauli*

Bewirb Dich hier: Kiez-Match.de

* fun fact: Der FCSP spielt das Spiel auswärts bei der Techniker Krankenkasse in Bramfeld, auf den Plätzen des HSV Barmbek-Uhlenhorst 🙂
Der Trailer zum Kiez-Match 2016

#sponsored
Offenlegung: Dies ist ein Blogbeitrag, der durch die Media-Agentur Pilot aus Hamburg bezuschusst ist. Sponsored Posts bei SPNU sind mit dem Tag „sponsored“ markiert und mit dem Hashtag #sponsored publiziert.

Visit St. Pauli

Willkommen auf St. Pauli

Dieses Magazin beschäftigt sich mit dem magischen FC St. Pauli, seinem Kampf um den richtigen Bundesliga-Fußball im Falschen, und dem Stadtteil St. Pauli, direkt an den Toren Hamburgs an der Elbe gelegen.

Reeperbahn, ich komm an

Pyjama Hotel St. PauliWir lieben die Reeperbahn, den Hafen mit Hafenstraße, Pudel und Fischmarkt.
Die Meile zwischen Schanze und Kiez, mit Weinbar, tollen Hotels und Restaurants. Wir lieben die Menschen, die ihren Stadtteil beleben, bewirtschaften und bevölkern. Die sich gegen Gentrifizierung wehren und ihn jeden Tag gestalten.
 
„Visit St. Pauli“ weiterlesen

Grossmann FC St. Pauli Krabbensalat

Oke, ich hab dich Krabben pulen sehen … #stpaulikrabbensalat
Ich habe kurz gedacht das wäre ein Scherz. Aber ein kurzer Blick nach draussen, wo sich die Blätter bunt färben verriet mir, dass ich keinem Aprilscherz aufgesessen bin.
„Fans des FC St. Pauli werden begeistert sein.“
Der FC St. Pauli hat nach dem „offziellen Wasserpartner“, ein Titel, den ich immer noch lustig finde, nun auch noch den „offiziellen Krabbensalat“ im Sponsorenangebot. „Grossmann FC St. Pauli Krabbensalat“ weiterlesen

Fanfeed: Sexistische Kackscheisse zur Frauen-Fußball-WM

Fanfeed aggregiert Inhalte zum Thema Fußball in eigenen Beiträgen und strickt darum herum Artikel-Füllstoff – das unter anderem auch für den FC St. Pauli für dessen Live-Fanfeed „Millerntorlive“. Nun ist gerade Sommerloch und Fußball WM der Damen. Da liegt es doch nahe, „die heissesten Geräte“, gemeint sind Spielerinnen, aus den Teams zu zeigen. Eine immer wiederkehrende sexistische Kackscheisse, Nationalspielerinnen zu Sexobjekten zu degradieren, hinter denen die Fußball spielende Person verschwindet. „Fanfeed: Sexistische Kackscheisse zur Frauen-Fußball-WM“ weiterlesen

FC St. Pauli VIP Logen: Gilt hier nicht auch die Stadionordnung? #sexism

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Susis Showbar musste von der Fanschaft dazu gedrängt werden, ihren Stangentanz in der VIP Loge sein zu lassen. Akzeptiert hat Susi von der gleichnamigen Showbar in der Großen Freiheit das nie. Heute habe ich mir die Astra Loge angesehen und muss mich fragen, wie ein offensichtlich sexistisches Motiv, wie das oben in unserem Stadion hängen kann?

Astra, schlimmer Sexismus auch am Millerntor

Sind VIP-Logen Zonen, in denen unsere Stadionordnung nicht gilt? Natürlich nicht!
Ich fordere Astra auf, ihre Loge umzudekorieren und vom Verein, dass er die Werte des FCSP auch und gerade ggü Sponsoren durchzusetzen.

Das Herz von Sankt Pauli …. #Fangesang

… es schlägt noch!
Es ist eine der schönen Traditionen am Hamburger Millerntor, dass nach der „Gästehymne“ auch die inoffizielle Hymne des FC St. Pauli gespielt – und die letzte Strophe des Liedes vom ganzen Stadion gesungen wird:

DAS HERZ VON SANKT PAULI, das ruft mich zurück

FC St. Pauli Fangesang: Wenn wir St. Pauli Supporter vor dem Spiel „Das Herz von St. Pauli“ singen, läuft mir regelmäßig ein warmer Schauer über den Rücken.

Songtext fürs Mitsingen am Millerntor: "Das Herz von St. Pauli"
Der FCSP hat diesen Songtext fürs Mitsingen am Millerntor in seiner Geschäftstelle hängen: „Das Herz von St. Pauli“

Die Hymne des Hamburger Stadtteils und des FC St. Pauli.

Die letzte Strophe wird traditionell a capella gesungen:

„Das Herz von St. Pauli,
das ist meine Heimat,
in Hamburg, da bin ich zuhaus“

Original Transscript aus dem Millerntor Stadion;
… und ich hibbele schon den ganzen Tag auf diesen Moment hin, wenn der Song vom Band aufhört und das ganze Millerntor a capella singt:

DAAAS HERZ VON ST. PAULI, DAS IST MEINE HEIMAAAAT …

Neues von den Alten: Wie geht es eigentlich Josip in Hannover?

Die Rubrik „Neues von den Alten“ ist meine Lieblingsrubrik im Übersteiger. Ich hoffe man verzeiht es mir, dass ich den Namen verwende, um ein E-Mail-Interview mit Marketingleiter Josip Grbavac zu führen, der den FC St. Pauli im letzten Spätsommer gen Hannover 96 verlassen hat. Sportlich und beruflich sicher ein Aufstieg, und sonst? Ich erreichte den frisch gebackenen Vater per E-Mail:
„Neues von den Alten: Wie geht es eigentlich Josip in Hannover?“ weiterlesen

Sandra Schwedler Aufsichtsratschefin des FCSP – Herzlichen Glückwunsch

Sandra Schwedler, Aufsichtsratsvorsitzende FC St. Pauli – Foto: Stefan Groenveld

Update/Korrektur: Ich wusste ja, dass Tatjana Groetecke vor ca 15 Jahren im AR die erste Frau war. Dass sie damals auch eine zeitlang AR-Vorsitzende war, ist mir entgangen. Sorry dafür (vgl. Ende des Beitrages).

Das war eigentlich niemandem so richtig klar, dass der FC St. Pauli mit der eindeutigsten Wahl von Sandra Schwedler zur Aufsichtsrätin, den Weg bereitet hat, dass der „etwas andere Verein“ endlich mal wieder Sportgeschichte schreibt: Herzlichen Glückwunsch Sandra!, ich freue mich sehr, dass ihr im Gremium dem Votum der JHV gefolgt seid und Du dieses Amt übernimmst! „Sandra Schwedler Aufsichtsratschefin des FCSP – Herzlichen Glückwunsch“ weiterlesen