Last Call! 1910 eV – Fotoausstellung „Mensch – Arbeit – Handicap“

Das Museum in der Gegengerade des Millerntor Stadions nimmt Formen an. Die Weinbar ist schon sehr belebt und auch die Ausstellungsräume füllen sich mit Ausstellungen. Im Moment läuft gerade eine besonders schöne.

Ich war nach dem 1:1 gegen den FCK in der Weinbar und bin mehr als einmal sehr beeindruckt vor den Exponaten stehen geblieben, die in behutsamer und gleichzeitig kraftvoller Weise Menschen in ihren Arbeits- und Lebenswelten zeigen, die als „handicapped“ gelesen werden.

Inklusion zeigen: Fotowettbewerb „Mensch – Arbeit – Handicap“

Die Ausstellung ist Ergebnis eines Wettbewerbes, Inklusion als Thema fotografischer Arbeiten zu zeigen: Beim Wettbewerb „Mensch – Arbeit – Handicap“ der BGW und ihres Medienpartners chrismon konnten Interessierte ihre Werke einreichen. Hier sind die Gewinnerbeiträge online zu sehen. Als große Drucke im 1910 Museum.

Am 26.10. geht sie zuende – eine Empfehlung:

Wer die Fotoausstellung „Mensch – Arbeit – Handicap“ der Berufsgenossenschaft für Gesundheitswirtschaft und Wohlfahrtspflege (BGW) noch nicht gesehen hat, hat etwas verpasst. Bis einschließlich 26.10. besteht dazu noch die Möglichkeit (jeweils von 10-18 Uhr).

… lese ich im neuen 1910 Newsletter.

Statt Heimspiel: Finissage am Freitag

Für Mitglieder von 1910 e.V. gibt es zudem die exklusive Gelegenheit, bei der Finissage am Freitag, 20.10. um 17 Uhr in unserer Museumsfläche in der Gegengerade dabei zu sein.

Was ihr dafür tun müsst? Einfach eine E-Mail an info@1910-museum.de schreiben und uns mit dem Betreff „Finissage Mensch – Arbeit – Handicap“ sagen, dass und mit wem ihr kommt. Wenige Zeilen genügen – aber bitte vergesst die Anmeldung nicht, sie ist für die Planung der Getränkeversorgung und einen reibungslosen Ablauf wichtig. Danke!

ps Für diese Ausstellung lohnt es sich beinahe schon, Mitglied zu werden :)

Huch. Stiller Wandel auf der Gegengeraden (Hella statt VcA, Vince Vegan statt Wutburger)

Beim FC St. Pauli wandelt es sich ja permanent. Kaum hat man sich an eine Begebenheit gewöhnt, ändert sie sich auch schon. Am letzten Heimspieltag ist es mir und anderen aus meiner Bezugsgruppe das erste Mal aufgefallen: das Wasser für die Fans ist nun von Hella und nicht mehr Viva con Agua. Ausgeschenkt wird es immer noch so freundlich, nur ist es eben nun nicht mehr „unser Wasser“, das auf Kuba geboren und auf der Gegengeraden hochgepäppelt wurde, sondern von einem neuen Partner – hella Brunnen, dem neuen „offiziellen Wasserpartner“ des FC St. Pauli. Ist irgendwie nicht schlimm, nur so beliebig. Hella sponsert lauter Norddeutschen Sport; die Freezerz und ein Lauf-Event in Rostock. Nu auch das Wasser am Millentor.

K. fasst das merkwürdige Gefühl dann so zusammen: „Huch. Stiller Wandel auf der Gegengeraden (Hella statt VcA, Vince Vegan statt Wutburger)“ weiterlesen

Gegengerade für Julius Hirsch Preis vorgeschlagen

Der DFB verleiht 2014 wieder den mit 20.000 Euro dotierten Julius Hirsch Preis an Institutionen und Projekte, „die sich in öffentlich wahrnehmbarer Form für Demokratie und Menschenrechte und gegen Antisemitismus, Rassismus, Extremismus und Gewalt wenden. Die Aktivitäten sollten in, um oder durch den Fußball ihr Wirkungsfeld haben.“

Das erfüllt die Gegengerade unseres Millerntors ja seit Jahrzehnten, was sich äußerlich durch den eindeutigen Leitspruch „KEIN FUSSBALL DEN FASCHISTEN“ ausdrückt. Nach der Neutralisierungspanne des DFB wäre es nur angemessen, wenn in diesem Jahr die Brutstätte des Antifaschismus im Profifussball als erstes Bauwerk ausgezeichnet würde.

Kein Fussball den Faschisten

Ich habe auf der DFB-Website ein Formular gefunden, das Vorschläge entgegen nimmt – Klick hier, um Deinen Vorschlag abzugeben ;)

Julius „Juller“ Hirsch (* 7. April 1892 in Achern; † wahrscheinlich 1943, zum 8. Mai 1945 für tot erklärt) war ein deutscher Fußballspieler. Hirsch wurde 1910 mit seinem Heimatverein Karlsruher FV sowie 1914 mit der SpVgg Fürth deutscher Meister und spielte zwischen 1911 und 1913 siebenmal für die deutsche Nationalmannschaft. Als Jude wurde er im März 1943 von den Nationalsozialisten wahrscheinlich nach Auschwitz-Birkenau deportiert und ermordet. Sein Todesdatum ist unbekannt, er wurde 1950 zum 8. Mai 1945 für tot erklärt. (Wikipedia)

Nach der Niederlage gibts den HSV in HD

Sky läuft synchron auf den HD-Flachbildschirmen. Die knappe 0:3 Niederlage gegen Köln ist hier gerade Wirklichkeit geworden und ich schlendere durch den Mittel-Gang der Gegengerade in Richtung Umlauf , als mir die Bildschirme auffallen. Wo kommen die denn her?, denke ich, und wer ist auf die Idee gekommen, ausgerechnet das Spiel der Rollrasenverleger hier zu zeigen? Ausgerechnet hier, ausgerechnet jetzt?

Was soll das? Ist das ein doofer Service oder Teil eines Mediendeals? Bin ich der Einzige, der das doof findet?

Wenn das Wünschen wieder hilft

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Ich weiß nicht genau, ob die Boys in Brown sich an Momos Rat gehalten haben, und vor dem Spiel sich diesen Sieg bereits imaginierten? Aber, verdammt ja, es sah danach aus, als sie loslegten. Ich konnte das Wollen sehen, dass dieses letzte Aufgebot verband.

„Mit einem gesunden Florian Kringe sind wir schwer zu schlagen“

Schnecke Kalla, ja schon berühmt für seine Reisen zwischen den Polen Weltklasse und Schülermannschaft, hatte so großes Vertrauen in sein Timing heute, dass ich ein Wissen ahne, dass er eben heute einen Klassetag erwischt hat. Florian Kringe tingelte energisch zwischen unseren Reihen von vorn nach hinten und zurück, gab lauthals Richtungen vor. Wow.

„Lenny ich wünsch mir ein Tor von Dir“

Das erste Mal stand ich gestern neben dem Papi von Gegengeraden Gerd, der sich selbst nach unten zur Blockfahne stellte, um andere Perspektiven auszugucken, wie er sagte. Ob er auch mitbekommen hat, dass sich die Gegengerade mausert? Das war das erste Mal bspw, dass ich miterlebt habe, dass die GG „das ganze Stadion“ angesungen hat. Achja, und drei Tore bejubelt, hat diese Gerade auch noch nicht. Nun ja!

„Du bleibst hier“

Genießen wir Daniel Ginczek, solange er noch hier ist, und vielleicht sind es ja nur Gerüchte, die mich bisher erreichten, und er bleibt doch.

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Friede, Freude Gegengerade?

Es war schön mittenmang zu stehen, auf der neen Gegengeraden und aus voller Brust YNWA zu singen. Auch wenn das inszeniert war, und der echte Roarr noch nicht so recht den Weg auf diese frische Betontribüne fand.

Und es war gut, dass das Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus Flagge & Flyer zeigte, und wie sich heraus stellt: bitter nötig war es auch.

Es ist ein Verdienst der kritischen Geister unserer Fanschaft und in der Blogosphäre (ja Momo meine ich) und rund um das Millerntor, dass diese Themen immer wieder aufs Tablet kommen, die verhindern, dass sich diese Fanschaft gemütlich ausruht auf dem tatsächlich Erreichten und dem vermeintlich.

Natürlich haben wir im Stadion ein genau so gelagertes Sexismus und Rassismus-Thema, wie überall in der Gesellschaft. Nur, weil sich keine ausgesprochenen Nazis mehr zu uns trauen, sind wir, mehrheitlich weiß, hetero und männlich, nicht gefeit vor dummer Anmache aus den eigenen Reihen.

Was mal wieder engagierte Frauen uns zurufen müssen, sicher nach reiflicher Abwägung, ob man ihm Freudentaumel überhaupt gehört wird. Deswegen ist Annehmen, Sackenlassen, Mitwüten wichtig. Lasst das Abtun, das Abwälzen auf „die Neuen“ – stellen wir uns: „Our journey is not complete!“

Zu unser Flyeraktion heute: Vielen Leuten schien das von uns angesprochene Thema aus dem Herzen zu sprechen. Danke fürs tolle Feedback!
ABER, und jetzt müssen wir die Supi-Dupi Gegengeradeneröffnungsparty dann dochmal sprengen! Was von Teilen, nicht wenigen, Gegengeradenbesuchern gegenüber einigen unserer (vornehmlich weiblichen) Gruppenmitgliedern an Bermerkungen gemacht wurden geht nicht und werden wir auch nicht dulden!
Hier ein paar Beispiele:
– „Wenn man sich so kleidet wie Du, darf man sich über sexistische Äußerungen nicht beschweren.“
-„Was soll das Sexismus ist doch nicht schlimm.“
Dass saufen für viele Leute wichtiger ist als Fanaktionen, wissen wir ja schon, macht die Sache mit blöden Kommentaren dann trotzdem auch nicht besser.

Dazu sei gesagt, falls jemand sein Zitat hier wiedergefunden hat, darf er uns gerne entliken und auch sonst dem Millerntor fern bleiben.
Keiner braucht Sexisten auf St. Pauli! Wer das auch so sieht darf sich gerne uns anschließen.

Energetisches Patt

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Ja war das ein Wunder, wenn man gegen den Tabellenvierten spielt, und das Highlight des Tages sich schon vorher abspielt, das spät energische YNWA der neuen Gegengerade meine ich, dass man fast die Tolle Choreo der Süd unerwähnt lässt, so voll war der Tag schon, da hatte noch keine Minute Spiel stattgefunden.

Und dann waren die alle viel größer und stärker als unsere: Fin Bartels und Buchti, hin und hergeschubst und nie belohnt für ihre Mühe.

Ein Kraftakt allein das Patt zu halten. Funk und Daube an der Grenze zur Überforderung, nu auch noch kreativ werden? Wie denn?

Tschauner bärenstark. Kapitano Thorandt auch. Und das sehe ich alles quasi in 3D, muss das nicht erfühlen, wie von der Nord aus, und hinter mir brummt die Alte Schule, wogt die altehrwürdige Fanschaft des FCSP, verbindet sich mit der Süd, mal gekonnt, mal zufällig. Es schwillt zum Ende des Spiels, bis hin zu sowas wie einem Roarr, der Cottbus‘ Schauspieler zu Boden streckt, bevor er seine Wirkung entfaltet. Nee, das war klamm, aber nicht schlecht für einen Auftakt.

Fein Jungs. So schlagen wir die Kölner und ihren Stani. Voran GG Voran Sankt Pauli

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Es lebe die Gegengerade!

Gegengerade - Singing Area
Gegengerade – Singing Area

Für mich persönlich schließt sich mit der nicht-offiziellen Einweihung der neuen Gegengeraden heute ein Kreis. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn seit meinen Anfängen am Millerntor, so gegen 1987 – fast hätte ich 1887 geschrieben, hihi, sowas – habe ich dort nicht mehr gestanden, sondern bin um das ganze Rund gewandert. Habe lange im Norden gestanden, auch mal im Kuchenblock gesessen, als es gar keine Karten zu holen gab, schon gar keine Dauerkarten, dann sehr gerne im Süden, der für mich persönlich auch der Maßstab ist für das, was ich nun wieder angekommen, auf der Gegengeraden mir wünsche. „Es lebe die Gegengerade!“ weiterlesen

Ticket-Schlussverkauf beim FC St. Pauli

Das hat es schon lange nicht mehr gegeben: Genug Tickets für alle!

Ich bin nicht der erste, der darauf hinwies, dass bei der derzeitigen Tabellensituation und Jahreszeit bei Fertigstellung der Neuen Gegengeraden viele Karten übrig bleiben. Anders als in Zeiten der Mangelwirtschaft nun auch für Nichtmitglieder. 1.000 Sitz- und 3.000 Stehplatzkarten werden ab morgen über das Kartencenter verkauft, ohne Beschränkung. Erwerben kann man Karten für die ersten 3 Heimspiele … ein Paradigmenwechsel, der das Management hoffentlich daran erinnert, die treuen Anhänger zu avisieren und geschickt neue St. Paulianerinnen in Spe anzusprechen, die länger bleiben, als der Hype. Der scheint nämlich nu vorbei. „Ticket-Schlussverkauf beim FC St. Pauli“ weiterlesen

Verwirrung um den Wechsel auf Sitzplätze der neuen Gegengeraden für Dauerkarteninhaber

Dauerkarte FCSP
Dauerkarte Gegengerade FC St. Pauli
(Foto: Blutgraetsche Deluxe)

Gestern traf ich auf dem Südkurvenvorplatz zum ersten Mal in diesem Jahr auf Teile meiner Bezugsgruppe, die sich anschickten, sich zusammen auf die Gegengerade zu setzen. Das Kartencenter hatte das für den 3.1. an angekündigt, dass sich Dauerkarteninhaber, die auch an der Umfrage im Mai teilgenommen haben, ein „Upgrade“ auf einen Sitzplatz auf der Gegengeraden erwerben können: „Verwirrung um den Wechsel auf Sitzplätze der neuen Gegengeraden für Dauerkarteninhaber“ weiterlesen

FC St. Pauli, und es gibt sie noch, die Magie

Als ich nach dem Spiel in Köln in den Bahnhof Altona einfahre, bin ich genauso ratlos, wie die Kollegen Momo und Kriemhild. Was hemmt denn da? Ist es das Schubertsche Korsett, das einen Kölner Nebensteher zu der Aussage hinriss: »Wenn der Schindler auf die Idee käme zu stürmen legt der Schubert den um«, so sehr war das zu spüren, dass da unsichtbare Seile an den Boys in Brown zogen, wenn sie spielen wollten, es aber doch nicht sollten?

Ist ja auch schwierig, so gegen ein ganzes Stadion, das sich ja wieder zu finden schien gestern Abend, so wie wir nach der Blockade im Spiel gegen Augsburg. Das war schon zu spüren, dieser Kölner Wille, gegen die sportliche Misere, aber auch das schlimme Image anzugehen. Mit rauh-herzlichen Fanbegegnungen und einer Verbrüderung der Rotweissen untereinander. Das war schon schwer dagegen anzusingen, und ehrlicherweise muss man sagen, gelang das nur phasenweise. Ist es da ein Wunder, dass es den Boys in Brown ebenso erging?

Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass sich der doofe eingebaute Anspruch, der ja gerade Köln ausmacht, sich nun auch bei uns findet. 0:0 gegen einen Bundesligaabsteiger bei ihm Zuhause? Das ist tatsächlich nicht Nichts, aber wie sich Marius Ebbers da aus der Affäre zog, auch nicht.

Und so plätschert dieses Spiel in das Gedächtnis, sportlich bleiben die Eindrücke von Magic Saglik und Fin, das Wusel, Bartels, die beide anscheinend taktisch frei bekommen haben, oder bei der letzten Taktikbesprechung noch schnell auf Klo. Denn das hat mich schon beeindruckt, wie energisch, flink und powerful die da über den Rasen in Müngersdorf gerast sind. Bartels auch noch die vielen Fehler von Kalla ausbügelnd. Toll.

Und es bleibt das Kölschtrinken auf der Wiese vor dem Marathon-Tor, durch das auch Stani eines Tages schreiten muss.

Und es bleibt die Frage, was das denn ist, St. Pauli. Ich wünsche mir auch eine Wiese vor dem Millerntor, zum toben und schnacken, zum hinlegen und träumen. Oder einen Garten in der Gegengeraden, der dann wild behütet über die Kanten wächst, den Beton begrabend. »Das wird teuer«, höre ich da Michael sagen, »dann werd schon mal kreativ, was die Finanzierung amgeht«.

Auf dem Bahnhof in Köln steht eine Mutter mit ihrer dreijährigen Tochter und linst zu mir rüber. »Drehn sie sich doch bitte mal um«, sagt sie, und ich tue es. Sie lacht und sagt noch »siehst Du?« zu ihrer Tochter. Beide lachen mich an.

Als ich dann in den Altonaer Bahnhof einfahre, sehe ich die Leichen meiner eigenen Vergangenheit dort verfallen. Ein neuer Stadtteil soll da entstehen, und er wird sicher schick. Aber mit mir hat das wenig zu tun. Und wenn sich Kleine-Mädchen-Mütter sich weiter umdrehen sollen, und lachen, wenn sie meinen Jolly Roger sehen, dann muss auf die Gegengerade schnell Seelenhaftcreme aufgebracht werden. Und bis es soweit ist ein Museum, das wächst, und irgendwann einmal ein Garten ist. Oder ein Urwald meinetwegen.

… Und Du Michael, Dich beauftrage ich damit, Dir schonmal Gedanken zu machen, wie wir das finanzieren.

Gemeinsamer Aufruf: „Museum statt Goliathwache“

Museum statt Goliathwache!

Für eine sinnvolle Nutzung der neuen Gegengerade

Die Gegengerade des Millerntor-Stadions ist ein entscheidender Ort für die Geschichte des FC St. Pauli.

Dies ist der Ort, wo die ersten Totenkopf-Fahnen wehten. Dies ist der Ort, wo eine vollkommen neue Art der Fankultur entstand. Dies ist die Keimzelle des „Mythos St. Pauli“.

Wir sollten diesen Ort leben lassen. Wir sollten ihn nutzen, um diesen unglaublichen Verein zu feiern. Und alle zu würdigen, die ihn ausmachen.

Wir haben die Chance dazu. Wir haben sie jetzt und nie wieder. In der Gegengerade sind 600 zusammenhängende Quadratmeter frei. Direkt neben den Fanräumen. Direkt neben dem zukünftigen Sitz des Fanladens. Eine Fläche von unschätzbarem Wert.

Niemand im FC St. Pauli will, dass diese Fläche für einen vereinsfremden Zweck blockiert wird. Niemand will, dass eine Polizeiwache dort einzieht – als Ersatz für die alte Domwache, genutzt an allen Dom- und Spieltagen. Eine Nachbarschaft, die auch die Arbeit des Fanladens stark behindern würde.

Der FC St. Pauli steht im Wort. Sein Präsidium hat vor Jahren mündlich versprochen, der Stadt bei der Erneuerung der Domwache zu helfen. Im Gegenzug für Unterstützung bei der Stadion-Rekonstruktion.

Doch für den Standort einer Dom- und Stadionwache gibt es Alternativen. Für ein FC St. Pauli-Museum nicht. Auf einen solchen Ort zu verzichten, wäre eine historische Weichenstellung. Weg vom „Lebensgefühl St. Pauli“. Hin zu einer leeren Hülle.

Lange haben Fans auf dieses Risiko hingewiesen. Lange wurde intern verhandelt. Es ist spät, doch nicht zu spät. Darum machen wir Druck.

Und wir bieten unsere Hilfe an. Unsere Ideen. Unser Wissen. Unsere Hände. Unser Herz. Wir sind viele. Wir sind entschlossen. Und gemeinsam schaffen wir nahezu alles.

Wir fordern das Präsidium des FC St. Pauli auf, den Auftrag der Jahreshauptversammlung 2010 zur Einrichtung eines Vereinsmuseums umzusetzen:

• Macht ein FC St. Pauli-Museum in der Gegengerade möglich, das diesen Namen auch verdient!
• Nehmt unsere Hilfe an!
• Entscheidet Euch für Identität und Geschichte des FC St. Pauli!
• Entscheidet Euch für ein gemeinsames Ziel, das alle St. Paulianerinnen und St. Paulianer eint!
• Entscheidet Euch für eine Realisierung der Domwache außerhalb des Millerntor-Stadions!

FÜR eine gemeinsame Lösung von Verein und Stadt!

GEGEN eine Goliathwache in der Gegengerade!

FÜR ein Museum, wie es die Welt noch nicht gesehen hat:
Das FC St. Pauli-Museum. In der Gegengerade. Am Millerntor.

Unterzeichner (19:10)

Philip Schröder; Breitseite St. Pauli; Kleiner Tod; Desorganisierte St. Pauli; Backpackers St. Pauli; Catalunya St. Pauli; Kunstverein St. Pauli; Basis St. Pauli e.V.; 1. Autohof St. Pauli; Geomagisches Sankt Pauli; Roter Stern St. Pauli; Fanclub Confused State of Mind; Lorenz Henningsen; Tom S. Jäger; Helge Berlinke; Der Übersteiger; Thomas Wöhner; 18 auf 12; Fideles Sancti Pauli; magischerfc.de; Fanclub We köönt ok anners; Hamburg trinkt braun-weiß e.V.; Fabian Borgmann; Gerd Störmer & Silke Störmer; Fanclub Hafenklang; Marc Runge; Alexandra Frodermann; “Ja was denn!?”; Budenknäuel Sankt Pauli; FC Tartuga; Agnes Hermes; No-Tengo-Idea; Salim Warsi; Peer Rancke; G.A.S. St.Pauli, G.M.S. St.Pauli, Punkrock St.Pauli, Zeckensalon, Supra Magazin, Rhoihessefront, Maarten Thiele, Helge Schwiertz, Jonas Weber; Christoph Nagel, Optimistische Fatalisten, Gerhard von der Gegengerade, Kriemhild Schlott;
Christian Bettges – SMP Signed Media Produktion GmbH & Co KG; Momo Rulez; Metalust und Subdiskurs; Markus Trapp (Text & Blog); Erik Hauth SPNU.DE; Sebastian Grandt

Und diverse andere Blogs, die nachgetragen werden, danke euch gerade ungenannten

(Falls wir jemanden falsch geschrieben haben oder vergessen haben: schreibt bitte an unterzeichnen@magischerfc.de )

MILLERNTOR – Das Fotobuch

Susanne Katzenberg kann man getrost als eine der Haus- und Hof-Fotografinnen des FC St. Pauli bezeichnen. Ich mag ihre Fotos sehr. Vor allem beim Abschied und Abriss meiner geliebten Haupt blieben ihre Bilder tief im Herzen stecken. Das hat sie nun für die Gegengerade – Hells Bells habe sie selig – auch getan, das Einfangen von Seele, von Patina und getrockneter Leidenschaft. So, wie das nur jemand fotografieren kann, der es fühlt. „MILLERNTOR – Das Fotobuch“ weiterlesen

Ein paar Fragen zur Polizeiwache in der Gegengeraden vs FCSP Museum, Herr Meeske, Herr Spies, Herr Orth

„Nun bekommen sie ihre „Welle“ doch noch!“

Nach massiven Protesten aus der Fanschaft und Medienberichten (mopo, taz) lässt der FC St. Pauli über seinen Geschäftsführer Michael Meeske endlich etwas verlautbaren. Die Polizeiwache als Domwache sei nicht zu finanzieren, und die Zeit dränge … eine Antwort, die so erwartbar wie unbefriedigend ist. Das Präsidium schweigt derweil weiter.

Dabei kommen selbst dem Außen stehenden Interessierten sofort Fragen, die die Funktionäre des FC St. Pauli unbeantwortet lassen. Höchste Zeit, sie zu stellen (und sei es nur, um die Ahnungslosigkeit und Arroganz dieses Präsidiums weiter zu dokumentieren): „Ein paar Fragen zur Polizeiwache in der Gegengeraden vs FCSP Museum, Herr Meeske, Herr Spies, Herr Orth“ weiterlesen

Polizeiwache in der Gegengeraden – ein Thema für die JHV

Das Präsidium des FC St. Pauli macht es sich sicher nicht leicht, geht aber den Weg des vermeintlich geringsten Widerstandes, wenn es meint, das Thema „Stadionwache in der Gegengeraden“ hätte sich durch ein „alternativlos“ erledigt. Diese Annahme wäre dumm und arrogant.

Stadionwache in der Gegengeraden „alternativlos“? „Polizeiwache in der Gegengeraden – ein Thema für die JHV“ weiterlesen

Stolpert Torsten Vierkant (Stadionbau-Beauftragter des FC St. Pauli) über sein Ego? #Stolpersteine

Seit 2002 erinnern die kleinen Messing-farbenen Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig auch in Hamburg an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft – direkt vor deren früheren Wohnhäusern. In Hamburg sind es inzwischen über 4.000, wie hamburg.de weiss. Seit der Fertigstellung liegen vor der Südtribüne zwei Gedenksteine, die an Verdienste der beiden Vereinsfunktionäre Torsten Vierkant und Wolfgang Helbing erinnern sollen – und die einige Fans das magischen FC an Stolpersteine erinnern: Und da regt sich beim FCSP Unmut:

Bereits 2007 bei Fertigstellung der Südtribüne wurden in exponierter Lage vor dem Eingang der Geschäftsstelle jene zwei Stolpersteine platziert:

„Der FC St. Pauli dankt Wolfgang Helbing“
„Der FC St. Pauli dankt Torsten Vierkant“

… und in der Tat ist es schwer zu verstehen, wieso sich beim FC St. Pauli keiner der symbolischen Tragweite dieser armseligen Ego-Erfüllung bewusst wird. Denn das ist ein echtes Ärgernis, dass bei dem einzig bekennenden Antifa-Verein in der Bundesliga Symboliken für die „Ehrung“ von Apparatschiks verwässert werden.

„Wissen Sie, während ich hier schreibe, schwillt mir eigentlich immer mehr der Kamm. Aber um diese Energie in geeignete Aktivitäten zu kanalisieren, habe ich beschlossen, bei der diesjährigen JHV einen Antrag auf Entfernung der Lobespflastersteine zu stellen. Nicht der Personen wegen, sondern der Form der Ehrung wegen.“ … schreibt Jeky in ihrem Blog – und kann sich meiner Stimme sicher sein.

Links zum Thema:

Lichterkarussel: Sie haben sich ein Denkmal gebaut.
Jeky: Steine des Anstosses.
Stolpersteine Hamburg

Procedere neue Gegengerade zum ersten Heimspiel gegen Ingolstadt #Millerntor

Am Freitag wird kurzfristig entschieden, ob die neue Gegengerade für 4.000 Personen freigegeben wird (Stehplätze). Sven Brux hat heute im St. Pauli-Forum Einzelheiten zum Procedere erläutert, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

In a nutshell:

  • Früh kommen: Wer zuerst kommt, steht zuerst.
  • Wer Nord oder Süd stehen mag, rechtzeitig im Kartencenter umtauschen
  • Bei 4.000 eingelassenen Personen ist Schluss!

Wenn wir morgen das GO der statischen Prüfung bekommen und unsere Hausaufgaben gemacht haben, also 4.000 Leute für die GG zugelassen sind, können logischerweise auch nur so viele rein. Die Zahl derer, die dann durch die beiden Zugänge dir Tribüne betreten, würde dann gezählt werden. Sollten nicht genügend Zuschauer Karten für Nord oder Süd getauscht haben, ergäbe dies zwangsläufig die Situation, dass die Leute, die zu spät kommen, sich dann noch eine Umtauschkarte besorgen müssen. Bitte dies bei der Zeitplanung bedenken!

Die GG selbst würde nur im unteren Teil bis zu den Mundlöchern geöffnet sein. Grund ist der, dass der obere Teil noch nicht ausreichend belastbar ist. Der Bereich für Catering und WCs im Innenbereich der Tribüne ist nur über die 3 nördlichsten Mundlöcher erreichbar. Am südlichen Eingang sollen sich auch noch ca. 10 Dixies befinden. Das Cateringangebot wird sich nur auf die „basics“ (Wurst, Bier alkoholreie Getränke…) beschränken. Der etwas breitere Weg zwischen Zaun und erster Stueneihe sowie die Treppenaufgänge zu den Mundlöchern sind unbedingt freizuhalten. Ebenso dient der Bereich vor dem Zaun, also zwischen Tribünenzaun und dem Bauzaun zum Spielfeld hin nur als Durchgangsfläche und keinesfalls zum Aufenthalt während des Spiels. Und wie schon mal erwänt: Kein Konfetti auf der GG! Ich hoffe, ich habe nichts vergessen…

Honi soit qui mal y pense

Wenn man in diesen Tagen Blogs liest, im Forum stöbert oder Mit-St. Paulianer spricht, dann sind viele genervt – über das normale Maß hinaus. mit der Geschäftsstelle des FC St. Pauli zu tun hat, und die Antwortzeiten, die Antwort-Qualität Das Verwirrspiel um die GG-Dauerkarten oder die hinhaltende und teildreiste Kommunikation zur GG-Eröffnung sind nur zwei Themen, die gerade für Wirbel sorgen. Am zehrendsten und nervigsten ist die „Attitude“, die ich wahrnehme, die aus den genervten, überheblichen, ausweichenden und abbügelnden Formulierungen strömt – ja, und dann liest man das Zitat von Schattenpräsident Bernd-Georg Spies (Mopo v. 8.8.12) nochmal und denkt sich seinen Teil (den Blogger wie Magischer FC aussprechen): „Böse Zungen, die Schlechtes dabei denken“

Spies: Eine Professionalisierung wäre es ja auch, mehr kluge Köpfe auf der Geschäftsstelle einzusetzen, um den Berg an Arbeit zu schaffen.

(Hinweis: Es gibt viele sehr fähige und engagierte „Offizielle“ beim FCSP, deswegen meine Bitte, weil ihr hier ja auch mitlest: fühlt euch nicht angesprochen.)

Keine Polizeiwache in der Gegengeraden – Fanpetition für ein Museum #Sozialromantiker

Die Sozialromantiker auf Sankt Pauli werden wieder aktiv und unterstützen die vielfältigen Aktionen gegen eine ständige und überdimensionierte Polizeiwache in der neuen Gegengeraden am Millerntor des FC St. Pauli.

Petition zeichnen

Unser Präsidium, so berichten gut informierte Kreise diesem Blog, ist hier grundsätzlich bereit, mit der Stadt und der Polizei dieses Thema nachzuverhandeln, braucht aber sicher ein breites Mandat. Deswegen ist es wichtig:

a.) die Nachteile einer solchen Wache zu benennen
b.) Alternativen aufzuzeigen

Beides tut die Initiative – DESWEGEN: Unterschreibt gerne

„We’re not worth it“ – Vergabe neuer Dauerkarten beim FC St. Pauli

Es gibt neue Dauerkarten für die Saison 2012/2013. 1.500 Stück. – das ist schonmal eine gute Nachricht. Und seit gestern ist nun auch das Procedere öffentlich, wie die 9.500 Bewerbungen für eine Dauerkarte auf der Gegengerade und 2.700 Anfragen für eine Saison-Karte Süd zugeteilt werden sollen. Das Kartencenter des FC St. Pauli hat sich in Absprache mit „Fanorganisationen“ für ein Punktesystem entschieden, das im Wesentlichen diejenigen bevorzugt, die lange Mitglied im FCSP sind und früher schon Saison- oder Dauerkarten hatten. „„We’re not worth it“ – Vergabe neuer Dauerkarten beim FC St. Pauli“ weiterlesen

Rummel Rummel Rusch, de Bulle sit in Busch

Rummel rummel rusch,
de Neubau sitzt im Busch
Give mi nen lütten Astra oder ne lütte Wurscht!
Is de Wurscht to kleen, give me twey for een,
Is de Wurscht to groot, smeckt noch mal so god.
En Hus wieder sing wir Lieder,
En Hus achter wohnt Viva con Agua,
En hus voran
Wohnt de Schutzmann
Prost Gegengerade!
*

In Altona und anderswo in Norddeutschland und Dänemark ist man am Abend vor Neujohr durch die Nachbarschaft gelaufen und hat auf Rummelpötten, also Trommeln begleitet gesungen. Dieser Brauch ist innerhalb einer Generation fast gänzlich verschwunden. Süßigkeiten werden immer noch singend eingefordert, aber heutzutage zu Halloween.

Und dieses Schicksal droht auch dem Mythos „Gegengerade“. Wenn am Sonntag wieder junge Leute rummelnd durch den Stadtteil ziehen, dann fordern sie keine Süßigkeiten, sie fordern Gerechtigkeit. Und der Schutzmann wird sie begleiten. Vielleicht bis zum Millerntor, aber nicht hinein. Die Gegengerade ist zwar baufällig aber willkürfrei. Das wird sich mit dem Neubau dramatisch ändern.

Lassen Sie sich das nicht zu sehr auf der Zunge zergehen, denn Sie werden sie noch zum Schnalzen brauchen: Ein Kultclub. Ein Stadion. Fußball, Dramen, Totenkopffahnen. Eine Tribüne voller herrlich verrückter Freibeuter. Und direkt unter ihrem Hintern: der größte Stadion-Polizeipalast Europas.
Glauben Sie nicht? Wird gerade gebaut! Die neue Gegengerade am Millerntor! 10.000 Stehplätze. 3000 Sitzplätze. 570 Quadratmeter für Fanräume. Und gut 600 für ein Polizeirevier. Und zwar nicht irgend so ne Krümmels-Stadionwache wie in jeder X-beliebigen Arena. Dieses Baby ist nicht nur während der Spiele besetzt! Stattdessen „Rund um die Uhr, Tag für Tag!“ Mindestens, wenn Dom ist. Und das ist in Hamburg bekanntlich fast immer. Na, Groschen gefallen? Hier kommt Ihr Großkultrevier! „Wir waschen uns nie – St. Pauli!“ ist Geschichte! Die Zeit der Seifenopern beginnt.

schreibt Gerd in seiner beachtlichen Parabel auf das neue Großstadtrevier am Millerntor. Und mir wird so unbehaglich, wie lange schon nicht mehr. Dass die Gegengerade sich kulturell verändert, wenn sie neu erbaut wird, das war ja klar. Aber dass sich die Vollstreckungsbehörden mitten reinsetzen in die Gegengerade ist mir unerträglich. Was nicht so schlimm wäre, wenn es nicht auch gleichzeitig das Finale des Mythos der Gegengeraden wäre. Vergleichbar mit einer Roten Flora mit Schüco-Fenstern und Starbucks-Filiale.

Die DOM-Wache mitten in der Gegengeraden muss verhindert werden! Stelle mir gerade den Effekt vor, wenn der Wahnsinn, der polizeiliche Denke begleitet sich inmitten unseres Stadions breit macht.

*
Rummel Rummel Rusch ist das althergebrachte Halloween der Blankeneser gewesen. Ein schöner Brauch, den es heute nicht mehr gibt.
Als Kinder in Blankenese sind wir Silvester um die Häuser im Treppenviertel gelaufen und haben „gerummelt“, also das gemacht, was Kinder heute bei Halloween machen.