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Schlagwort: Gewalt

HSV: der lange geplante Abstieg

Heute erreichte mich eine Information, die das jahrelange Siechtum der hsv AG, vormals Hamburger Sportverein (hsv e.V.), in einem neuen Licht erschienen lässt:
Der Abstieg ist mitnichten ein Armutszeugnis stümperhaften Managements, sondern Teil und Höhepunkt eines wohl durchdachten Plans:

Dem HSV-FCSP Derby-Rückspiel Plan

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Wasserwerfer marsch! #G20

Die Taktik ist die altbekannt. Wie schon im Zuge der rechtswidrigen Gefahrengebiete vor ein paar Jahren, setzt die Polizei Hamburg auf unterschiedslose Repression. Urteile scheren…

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G20: Sitzblockaden gegen "The Beast", Andy Grote und das Grundgesetz

Es ist eine interessante Diskussion, die Innensenator Andy Grote (angeblich Fan des FC St. Pauli) diese Woche angestoßen hat. Aus “Sorge” um die Sicherheit von Demonstrierenden hat er davor gewarnt, “sich Kolonnen von Staatskarossen in den Weg zu stellen. Dies bedeutete Lebensgefahr”. Offensichtlich, weil die tonnenschweren, gepanzerten Fahrzeuge in der aufgeheizten Terrorstimmung einfach weiterfahren oder die Sicherheitsbeamten das Feuer eröffnen könnten.

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St. Pauli "Hools" – Eure Gewalt ist unser Problem

Seit letztem Sommer häufen sich die Auseinandersetzungen zwischen Gruppen, die den beiden großen Hamburger Vereinen nahe stehen. Schrecklicher Höhepunkt war der Angriff von HSV-Hools auf einen Bus unbeteiligter St. Paulianer_innen, bei denen eine Auswärtsfahrerin schwer verletzt wurde.
Das Problem ist inzwischen auf dem Boulevard angekommen. Dem Vernehmen nach, nehmen beide Vereine die Situation sehr ernst – es drohen Eskalationen, noch mehr Boulevard, Repression.

banksy london
Photo credit: Chris Devers via Visualhunt / CC BY-NC-ND

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Zoff im Zoo – Midlife Crisis Sankt Pauli

Menschenzoo St. Pauli Punkrock
Menschenzoo St. Pauli Punkrock

Gestern war eine Premiere; eigentlich eine doppelte. Die Punk-Rock-Kneipe “Menschenzoo”, die sich selbst “Spelunke” nennt und für Konzerte bekannt geworden ist, hat eine neue Debattenreihe ersonnen: “Zoff im Zoo”.
Thematisch geht es um alles, was mit linker Kultur und dem Kiez zu tun hat; zum Auftakt luden die Zoowärter Sven Brux und mich zum Pow-wow über den FC St. Pauli und sein Verhältnis zum Viertel ein.

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Post aus Leipzig: Fußball, Red Bull und Tradition

Während der energischen Diskussion um die Gewalt von Borussia Dortmund Supportern ggü RB Leipzig Anhängern bekam ich viele Zuschriften aus Leipzig, unter anderem auch von Nicole vom Fanverbund der RB-Fans. Ich hatte ein paar Rückfragen, die ich ihr per Whatsapp übermittelte. Heute bekam ich ihre Antworten per Post.

Zwei RB Leipzig Fans im Interview

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Amazing

Das war wirklich ein besonderer Moment, als gestern beim Kesselbraunweisses zu Love Newkirks Zugabe unser Fafa Picault zu ‘Amazing Grace’ sich das Mikro schnappte. Da gingen Christopher Avevor vor Freude und Staunen die Augen auf. Und Jeremy Dudziak hätte am liebsten mitgespielt.
Einzigartig, was diese Frau mit ihrem Soul mit diesem Verein macht. Magisch. Wenn also diese drei plötzlich anfangen ihre Gegner leichtgehend zu dominieren, dann lag das auch an diesem traumhaften und stiftenden Moment.

***

“Ein Kessel Buntes” war die Antwort der DDR auf die große Samstagabendunterhaltung des Westdeutschen Fernsehens in den Siebzigerjahren, bummelig ein Jahrzehnt, bevor der FC St. Pauli sich auf die Reise begab, die ihn bis dorthin geführt hat, wo er heute ist.
Es war eine Revue, die ein wenig spießig und putzig zugleich war, in seiner realsozialistischen Homogenität anheimelnd und gemütlich. Am Freitag fand das braun-weiße Gegenstück statt, der fünfte “Kessel Braun-weißes”, eine Revue, die das putzig-spießige, das ein Verein in Deutschland eben hat – auch der FC St. Pauli, mit vielen Sprenkeln bemerkenswerter Vielfalt mischte.

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Alerta! #EM2016

Eigentlich wollte ich über die #EM2016 gar nichts schreiben. Auch zu den Hooligans aus Russland nicht. Seitdem ich mich ernsthaft mit dem FC St. Pauli auseinander setze, kann ich mit Schland und “der Mannschaft” und ihren internationalen Auftritten nicht viel anfangen. Ich bin davon überzeugt, dass die Studien, die den alle zwei Jahre gefeierten Party-Patriotismus mindestens als die hübscheren Zwilling von Nationalismus und Chauvinismus ansehen, fundiert sind. Und doch rege ich mich auf, wenn ich solche Bilder sehe:

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Who the Fuck is Frei.wild? #freiwildnotwelcome

Die Anzeichen verdichten sich, dass die rechtspopulistische Blut-und-Boden Band Frei.wild heute Abend auf der Cap San Diego aufspielen.

“Frei.Wild-Security zieht vor der Cap San Diego auf und es wird von Leuten mit Frei.Wild-T-Shirts Equipment an Bord des Schiffes gebracht.
LIVE-Beobachtungen von Leser Martin N. heute um 14 Uhr

Das so gen. “Geheimkonzert” ist keines mehr – und das ist vermutlich beabsichtigt, die Location an den Hamburger Landungsbrücken nicht zufällig gewählt: Provokation ist längst geübtes Marketing der Band. Und funktioniert hervorragend. In die eigene Fanschaft und bis in die Medien hinein, die aus dem zweifelhaften Ruf der Südtiroler gerne eine Räuberpistole von links gegen rechts spinnen. Zuletzt habe ich dieses Rezept bei Oskar Piegsa in Die Zeit lesen dürfen.

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Bürgerschaftswahl 2015: Parteien und Kandidaten in Hamburg-Mitte zum Thema "Kennzeichnungspflicht für Polizisten"

Die aktuellen Ereignisse um den hand- und fußfesten Einsatz der Hamburger Polizei am letzten Wochenende werfen die Frage nach der “Kennzeichnung von Polizisten” im Dienst neu auf (siehe weiter unten). Wie sollen Polizisten, die nachweislich Grundrechte oder Demonstrant_innen verletzen, angreifen, treten, schlagen oder misshandeln dingfest gemacht werden, wenn die Beamten in ihren Kampfmonturen alle ähnlich aussehen und nicht unterschieden werden können?
Eine Frage, die schon seit Jahrzehnten die politischen Lager spaltet – und die zur Wahl der Hamburger Bürgerschaft zu den dringenden Fragen gehört, die ich meiner Wahlentscheidung zugrunde lege. Ich habe die Kandidat_innen zur Hamburger Bürgerschaft per E-Mail angefragt. Hier sind die Antworten (nach Eingangsstempel in meinem Postfach sortiert):

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Refugees Welcome: das Schanzenfest 2014 wird zum Willkommensfest; hoffentlich!

28.09.2014 Refugees Welcome Schanzenfest
Hamburg zur offenen Stadt machen
Bleiberecht und Bewegungsfreiheit für alle!

Am Sonntag, den 28. September findet das diesjährige Straßenfest im Schanzenviertel statt. Wir wollen damit das Politikum Schanzenfest in die Waagschale werfen, für die Kämpfe von Lampedusa Geflüchteten und allen Refugees und Gruppen, die gegen rassistische Abschiebepolitik aktiv sind.

So beginnt der Aufruf zum Schanzenfest 2014 – und es könnte ein schönes Fest werden, denn um die weitere Unversehrtheit der unter uns lebenden Flüchtlinge, von der Gruppe #LampedusaHH und anderen, gewährleisten zu können, muss sich am emotionalen Spielplan des Schanzenfestes etwas Grundlegendes ändern.
Flyer Schanzenfest 2014Die Refugees, die wir auf der Schanze willkommen heißen wollen, können sich ein Involviertsein in Straßenschlachten mit der Polizei schlicht nicht leisten. Das wurde schon im Vorfeld der Dezemberdemo vor der Roten Flora deutlich, als sich die Gruppe Lampedusa sehr facettenreich zum Thema “Gewalt” äußerte und dann der Demo fern blieb.

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