Herbie machte es spannend

 

„Herbie heißt ein legendärer VW-Käfer, der sich in Rennen gegen modernere und stärkere Autos behauptet. Gegen bärenstarke Unioner hielt St. Paulis ebenfalls „Herbie“ genannter Torhüter Heerwagen die abstiegsbedrohten Boys in Brown mit seinen Glanzparaden lange Zeit im Spiel, sodass es mit dem späten Anschlusstreffer zum 2:1 nochmal laut und spannend wurde am Millerntor.

Am Ende entschieden aber die körperlich und spielerisch überlegenen Berliner das Spiel für sich: ein Happy End blieb den aufopferungsvoll kämpfenden St. Paulianern am Freitagabend versagt.“

 

foto: wikicommons

Der schönste Absteiger aller Zeiten

Das war gemein, was da gestern ablief, mal wieder: Die Boys in Brown engagiert, spielfreudig und körperbetont. So sehr hatten sie den VfB Stuttgart im Griff, dass man sich die Augen reiben wollte: Wer will hier nochmal aufsteigen?

St. Pauli war stark aus der Winterpause gekommen, vor allem das Duo Cenk Sahin und Jerry Dudziak sprühten vor Energie, ließen den Bundesligaabsteiger immer wieder schlecht aussehen.

Boys in Brown besser

Die Rückkehr von Lenny Thy und die Premiere von Møller Dæhlin und Flummy schien zu glücken: Wer war hier die eingespielte Elf?

Und dann schlägt die Fußballweisheit St. Pauli einen Zahn nach dem anderen aus; natürlich ist Stuttgart immer für einen guten Konter gut – und der kam in der 85. Minute. Wenn man bis dahin keine zwei Tore geschossen hat, wird es duster.

Für eine gute Leistung kann auch St. Pauli sich nix koofen.

Am Ende, das befürchteten wir alle, als wir uns vor der Domschänke vor dem klammen Bier den Pessimismus auszureden versuchen, könnte St. Pauli der schönstspielende Absteiger aller Zeiten werden. ;(

Kurzkommentar zum Heimspiel FCSP vs VfB Stuttgart.
Elbvertiefung Newsletter Kurzkommentar zum Heimspiel FCSP vs VfB Stuttgart.

»St. Pauli verliert gegen den VfB Stuttgart mit 0:1. Mit einer energischen Leistung hielten die Kiezkicker den Bundesligaabsteiger in Schach, waren lange die bessere Mannschaft. Außer einem Lattenschuss gab es aber keine Torchancen für Braun-Weiß – da langte ein guter Konter in der 85. Minute für den Nackenschlag. So verdient sich St. Pauli nur den Titel »Bester Tabellenletzter aller Zeiten« …«

Zuerst erschienen im Newsletter „Elbvertiefung“ der ZEIT Online.

Ewald Lienen und die großen, großen Kleinigkeiten

Nach dem Heimspiel gegen Aue bin ich noch lange durch das Viertel gestrichen, habe viele liebe Millerntor-Bekannte getroffen. Das singuläre Thema des Abends: Ewald Lienen und der Zustand der Boys in Brown, die neun Tage nach Saisonstart die rote Laterne fest umschlossen halten – und das Schlimmste – auch so spielen, als wollten sie sie auch nicht wieder loslassen. Schuld an der Misere, so fasste es M. gut zusammen, seien die „vielen großen, großen Kleinigkeiten“. „Ewald Lienen und die großen, großen Kleinigkeiten“ weiterlesen

Immerhin Derbysieger :( Das Highlight einer Heimneiderlage gegen den VfL Bochum war eine Lautsprecherdurchsage

Den Bericht über das Bundesligaspiel FC St. Pauli gegen den VfL Bochum beginne ich am besten von hinten. Die Sonne scheint und der kräftige Südost schickt kleine Wolken unter der Frühlingssonne übers Millerntor. Mit mir stehen da noch hundert andere auf der Gegengerade, wollen irgendwie nicht nach Hause gehen, als ob sie noch was erwarteten. Geht hier noch was?

„Immerhin Derbysieger :( Das Highlight einer Heimneiderlage gegen den VfL Bochum war eine Lautsprecherdurchsage“ weiterlesen

It’s Aue Baby – FCSP loses 2:3

It was Erzgebirge Aue who ended the dream of our tired boys in brown. St. Pauli loses after leading 1:0 in halftime one.

Es sind nicht von ungefähr die Bergleute aus Aue, die uns mitten im Höhenflug ein Bein stellen. Stark waren die immer am Millerntor und verdient haben sie gewonnen. Wolf vom AFM-Radio hatte den richtigen Riecher, als er Bruns und Konsorten schwere Beine attestierte, die durch die Tabellenführungsdroge noch schwerer werden.

Gut so. Verloren.
Und keine Schwiegermütter-Interviews mehr. Noch 21 Punkte bis zum Klassenerhalt.