Zecki Stani

Holger Stanislawski ist St. Paulianer und eine Legende. Der Mann war nicht nur unser letzer Erstligatrainer, sondern konnte auch immer gut mit Medien umgehen. Sein Pfund war, dass man ihn und sein Gespür oft unterschätzt hat.

Nach meiner Zeit hat St. Pauli immer gegen den Abstieg gespielt. Dann ins Stadion zu gehen macht sich nicht gut für den Kollegen. Es gibt Trainer, die gehen ins Stadion, um sich auch zu präsentieren. Ich denke, das bringt noch mehr Druck für den Kollegen, der da unten eh schon unter Druck steht. Die lesen dann am nächsten Tag in der Presse: Stand der neue Trainer schon auf der Tribüne? So was ist nicht meine Sache.

Gerade, so mein Gefühl, bringt er sich wieder ins Gespräch. Und zwar sehr stanislawskisch, indem er sich aus dem Stadion fernhält. Dabei ist seine Aussage natürlich Quatsch. Nicht alle seine Nachfolger haben gegen den Abstieg gespielt. André Schubert ist eher an dem verschleppten Neubeginn der Mannschaft gescheitert, der nach Stanis bocklosem Abgang schwieriger geworden ist. Auch Ewald Lienen spielt dieses Jahr nicht um den Abstieg.

Stani umarmt Truller
Stani umarmt Truller
Es gibt also keinen Grund für Holger Stanislawski, so laut sich in Bescheidenheit zu üben: er kann gegen Bochum gerne ans Millerntor kommen. Mich stört er nicht und das Trainerteam sicher auch nicht. Aber es kann ja auch sein, dass der Zettel, den der Interviewer bei den Kollegen der ZEIT bemerkte ganz anders gemeint war: „Fleischtheke neu präsentieren“.

„Heute ist Stani fällich“

adieu stani
adieu stani

Vor wenigen Tagen war „Derbysiegertag“. Zum zweiten Mal – und das Gefühl an diesem Tag war ein wehmütiges. Gefühlt sind wir sportlich zwei Ligen vom Stand im Februar 2011 entfernt. Und ich vermisse unsere Helden sehr.

Als ich darüber nachdachte, was denn danach passierte, und in welcher Verfassung die Mannschaft (Stichwort Gerald Asamoah) und der Verein (Jolly Rouge) in dieser Zeit waren, dann rückt das einiges zurecht. Nein, ich vermisse Stani nicht. Er war der Richtige zu einer Zeit. Und heute ist eine andere. „„Heute ist Stani fällich““ weiterlesen

Off Topic: Dünne Luft in Hoffenheim #Stanislawski

Ich lese gerade einen Artikel (english) in der online-Ausgabe der SI – Sports Illustrated, die das Dilemma, in dem Stani (und Trulla) da in Sinsheim stecken ganz gut beleuchtet.

Today, Hoffenheim look a lot more like a failure, a warning example, even: its history in the top flight seems to suggest that following the franchise model (a new club with new fans and new player) just doesn’t work in German soccer. The last remnants of the romantic „zeros to heroes“ notion were buried last August, when the club was embarrassingly caught using a loudspeaker to drown out anti-Hopp chants by visiting fans in the Rhein-Neckar-Stadion.
The wealthy backer has so far refused to discuss the possibility of relegation. But there’s a real fear that the club could not survive for too long in the second division, especially if Hopp were to lose interest in his pet project altogether. It’s fair to say that right now, few neutrals would mind too much if Hoffenheim was to eventually end up
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Als ich Stanis O-Töne bei der PK am letzten Wochenende hörte, kam es mir wieder aus den Ohren und in meine Erinnerung; „die einen oder anderen“, die da nicht so wollen wie er … würde mich nicht wundern, wenn er schon längst auf der Suche wäre … nach einem neuen Klub – und Herr Hopp? Auf der Suche nach einem neuen Spielzeug?

Ich verweise mal (ganz uneitel) auf einen Blogpost von mir, in dem ich diese Entwicklung besprochen haben — „Magisches Hoffenheim“

„Das Experiment 1899 Hoffenheim wird ja auch erst dann wirklich interessant, wenn die anfangen zu verlieren. Dauerhaft mal in eine Formkrise sich einfinden und die Fans ausbleiben – dann zeigt sich Fanliebe erst, wenn der Wind zunimmt, nicht wahr Thees Ullmann? Wie lange hält denn dann so ein Gerüst aus Geld und TV-Werbegeldern? Eine Saison vielleicht, wäre da mein Tipp. Dann verabschiedet sich womöglich die TSG Hoffenheim wieder aus der Bundesliga, der zweiten und der ersten. Oder auch nicht, was das erstaunlichere Ergebnis wäre. Dann wäre unsere Generation Zeuge, wie Kultur in einem solchen Projekt entsteht. Das haben wir ja alle bisher nur überliefert bekommen (wenn man den FC St. Pauli mal ausnimmt, dessen eine Hälfte besteht nämlich erst seit 1988 ;) – das andere war schon immer da.“

Stani raus!

Holger Stanislawski Bierdusche

Ob es in Hoffenheim auch so schöne Bierduschen gibt? Das darf man bezweifeln, einerlei – Stani ist raus und das ist alles völlig okay so. Ich halte den Zeitpunkt ja für selten unglücklich (seit dem Winter rumort das doch schon), allerdings war das auch eine Entwicklung mit Ansage. Ich kann mich daran erinnern, dass wir vor zwei Jahren schon alle viel über Stani und seine Ambitionen geredet haben, ob er geht, wenn wir nicht aufsteigen, und nun spielen wir erste Liga und es zieht ihn doch weiter. Der Acker ist gut bestellt, für die erste und für die zweite Liga. Dazke Stani für die vielen tollen Jahre … ich wünsche Dir Glück in Hoffenheim – möge es eine erfolgreiche Zeit werden. Mit Europapokal und allem Pipapo. Hauptsache Du wandelst nicht auf Ho-Ho-Hochverrats Spuren ;)

Eines ist aber klar, das nächste Mal, dass „Stani raus“ gerufen wird, dann irgendwo anders, wird nicht so fröhlich … es sei denn wieder am Millerntor.

FCSP vs Kaiserslautern – Stani: „everybody knows that he has to invest everything to hold the points in Hamburg“

Holger Stanislawski Bierdusche

„Wir wissen um die Wichtigkeit dieser Begegnung und werden entsprechend versuchen, die Punkte gegen sehr, sehr selbstbewusste Lauterer am Millerntor zu halten.“ … „Sie können sehr schnell umschalten und sind immer versucht, ihre Außenspieler gut in Szene zu setzen. Dazu haben sie mit Srdjan Lakic einen Stürmer in ihren Reihen, der schon dann trifft, wenn er auch nur annähernd am Ball ist“.

„Wir selbst haben gegen Bremen eine Vielzahl an Chancen vergeben, Tore geradezu verschenkt. Vor diesem Hintergrund müssen wir selbstbewusst auftreten und mit viel Sorgfalt ins Spiel gehen. Momentan spielen wir uns vor dem Tor leider fast tot, aber wenn wir 120 Torschüsse auf dem Konto haben, werden wir hoffentlich bald belohnt.“ … „Die Mannschaft wird alles investieren. Aber ich erwarte, dass sich jeder seiner Verantwortung bewusst ist – alle sind gefordert!“

translation (with Google):

„We understand the importance of this match and will try defending the points against a very, very self-conscious team to keep sound at the Millerntor.“ … „Kaiserslautern can switch very quickly and are always trying to put their wing players too well in the limelight. They have a striker with Srdjan Lakic in their ranks who scores even if he is remotely on the ball. “

„Against Bremen we awarded a variety of opportunities, but almost given away goals. We must be confident and go with a lot of care into the game. At the moment we are playing us at the gate, unfortunately, almost dead, but if we have 120 shots on goal in the account, hopefully we will be rewarded soon. “ … „The team will invest everything but I expect that everyone’s responsibilities are all called“

Quelle: fcsp.com