Einfach mal dankbar sein …

Die letzten Tage des Jahres gelten in vielen alten Kulturen als so genannte „tote Tage“, in denen man das vergangene Jahr Revue passieren lässt und sich mental auf das kommende einstimmt.

Eine Gelegenheit sich zu bedanken. Bei Weggefährten, Feundinnen und Feinden. Allen Menschen, die einen weiter gebracht haben, bis zu dem Punkt im Jetzt, der ohne ihre Einwirkung ein anderer wäre. Vordergründig sind das beim FC St. Pauli Ewald Lienen, Oke Göttlich, Meggi und alle Boys in Brown. Das war leicht. Erfolg und Mißerfolg haben aber immer viele Väter; und denen gebührt mein Dank ebenso… „Einfach mal dankbar sein …“ weiterlesen

Farvel Michael Frontzeck – FCSP beurlaubt den Nachfolger des Nachfolgers

„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen. Aber Michael Frontzeck hat uns mitgeteilt, dass er nach Saisonende nicht mehr für den Verein tätig sein möchte, da wir seiner Forderung nach einer sofortigen Vertragsverlängerung nicht nachgekommen sind“, erklärte Präsident Stefan Orth.

Michael Frontzeck, deutscher Fußballtrainer und ehemaliger -spieler.
Michael Frontzeck, deutscher Fußballtrainer und ehemaliger -spieler.
Fabian Boll machte heute morgen schon so komische Andeutungen auf seiner Facebook Page: „…extremst überrascht worden am frühen Morgen…# 17“ – im Leben hätte ich aber nicht gedacht, dass es sich um die Demission Frontzecks handeln würde, die ihn und die Mannschaft, uns alle rund um den FC St. Pauli heute als Nachricht überraschen sollte.

Die BILD spekuliert über verbale Ausfälle, die sich Michael Frontzeck ggü dem Präsidium geleistet haben soll – und bei allen Dementis scheint mir dann doch, dass die Entlassung im Kern auf menschliche Gründe zurückzuführen ist. Stefan Orth und nicht zu vergessen Jens Duve haben beide ein großes Ego, das schon das eine oder andere Mal von Frontzeck auch öffentlich angeknabbert wurde. Azzouzi pflegt da einen stilleren Ton, dürfte aber in Frontzeck nicht den idealen Counterpart für seine moderne Fußballphilosphie gefunden haben. Wenn man nun noch bedenkt, dass das ein anstrengender Winter werden kann, so volatil spielend kann sich der FCSP nämlich auch Rucksack im Abstiegskampf wieder finden, ist das nicht verwunderlich, dass Frontzeck sich selbst da vorsorgen wollte.

Nun denn. Es ist so, wie es ist. Nun ist Azzouzi gefragt, einen Trainer zu finden, der moderner als Frontzeck trainert, ohne die verkopfte Disempathie von Schubert. Nur eines bitte nicht, lieber FCSP: Bitte holt NICHT den Stani zurück!

Heimsieg gegen 1860: So kann es gehen …

S. 49 Paul im Torrausch, Gegengerade, FC St. Pauli – TSV 1860 München (4:2), 11. September 2011 © Olaf Tamm
S. 49
Paul im Torrausch, Gegengerade, FC St. Pauli – TSV 1860 München (4:2), 11. September 2011
© Olaf Tamm

Vielleicht einfach noch mal das Hinspiel gegen 1860 vor Samstag gucken. Auf Fehler konzentrieren bringt nix, das werden dann nur immer mehr. Immer wieder das Hinspiel gucken. Bis es wieder sitzt. Und anschließend so tun, als sei man mental noch so drauf wie damals. Notfalls schauspielernd.

Sie können es ja. Auch Fin Bartels kann schnelle Vorstöße, auch Gyau kann lernen, sich mal weniger nur auf seine Dribbelkünste und Sprints zu konzentrieren, sondern auch mal den Kopf hochzunehmen und auf das Spiel zu schauen. Auch Gogia braucht seine Technik gar nicht zu demonstrieren, sondern kann mal mehr auf die Anderen achten und vor zündenden Ideen sprühen.

Bruns KANN gefährliche Freistöße schießen, Boll KANN das Tor treffen, Kringe und Funk KÖNNEN als Doppel-6 funktionieren, wenn Kringe nicht ständig das Gefühl hat, den Spielmacher geben zu müssen, weil es sonst keiner es tut, und den Paddy alleine lässt.

Mohr, Avevor, Thorandt, Kalla SIND Top-Verteidiger – vielleicht haben sie das einfach vergessen? Dann sollte man sie daran erinnern,

Herr Frontzeck, Energie folgt der Aufmerksamkeit, und jetzt im Schlußspurt gegen den Abstieg ist es vielleicht an der Zeit, dass auch SIE noch mal eine Schippe drauf legen – nicht durch böse gucken und aufregen an der Seitenlinie, sondern durch ein paar extra trainierte, zündende Ideen?

Ich vollzitiere hier mal den tollen Muntermacher von Momorulez … So als Mantra taugt das hier ja auch.

19:10 – Podcast aus Hamburg St. Pauli: „Kader 2013“

Folge 1: „Frontzeck und der Kader 2013“

Podcast aus Hamburg St. Pauli über den Kader und die Spieler der FC St. Pauli.

  • Daniel Ginzcek – Bist Du noch zu halten?
  • Patrick Funk – Bist Du noch zu retten?
  • Florian Bruns: Wer will seinen Weggang? Frontzeck?
  • Jugendspieler oder Leihspieler – das Erbe des Helmut Schulte: jugendliche Leihspieler.

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Aufgenommen nach der Auswärtsniederlage gegen Dynamo Dresden an der „Kleinen Rast“ an der Elbe.

(cc) http://www.stpaulinu.de

Meine 11: Michael Frontzecks Lieblingssongs für FC St. Pauli FM (Youtube Playlist)

Radiostar„Meine 11“ heisst ein launiges Format bei FC St. Pauli FM, dem Internetradiosender rund um den FC St. Pauli. Auch der Autor dieses Blogs durfte dort schon mitmachen, und 100-Buden-Ebbers und viele andere Spieler und Menschen aus dem Umfeld des Vereins.

Diese Woche ist Michael Frontzeck an der Reihe und offenbart einen Musikgeschmack, dem ich überwiegend zustimmen kann und den ich im geschmacklich gehobenen Mainstream ansiedeln würde. Besonders gefreut habe ich mich über die Nummer 11: Nate 57 mit St. Pauli Patriot. Eine Hip-Hop-Kombo aus dem Stadtteil, die polarisiert, die diskutiert werden will und sollte. Und allein die Wahrnehmung im Verein ist das schon ein wichtiger Schritt.

Youtube Playlist zum Durchhören auf St. Pauli NU

Michael Frontzecks 11: via FCSP FM

Depeche Mode – Stripped live
Oasis – Wonderwall
ACDC – Hells bells
Max Herre – Wolke 7
The Killers – Mr. Brightside
Pavarotti – Nessun dorma
Coldplay feat. Rihanna – Princess of China
Linkin Park – Numb
Frank Sinatra – My Way
Bush – Letting the cables sleep
Nate 57 – Santa Pauli Patriot

Michael Frontzeck – teures Feigenblatt eines angezählten Präsidiums?

Description
English: Michael Frontzeck, german football coach and former player.
Deutsch: Michael Frontzeck, deutscher Fußballtrainer und ehemaliger -spieler.
Date 12.02.2008
Source Own work
Author DarkZippy
Der Sportetat von Rachid Azzouzi, Sportchef des FC St. Pauli, soll schon vor der Entlassung von André Schubert komplett ausgeschöpft gewesen sein, erschloss sich mir in einem Gespräch mit „gut informierten Kreisen“ vor dem Spiel gegen Aalen.

Dann kam die Entlassung von André Schubert, die ich grundsätzlich begrüßt habe, die es aber auch nicht zum Nulltarif gibt. Stichwort Abfindung.

Zum nächsten Heimspiel gegen Union Berlin hatte man eine Trainer-Troika, und einen Nachfolger in Rekordzeit: Michael Frontzeck.

Nun frage ich mich: Zu welchem Preis?

Ist Michael Frontzeck zu teuer? Ein Trainergehaltsvergleich aus der Bundesligasaison 2010/2011 zeigt zumindest schon einmal das Gefälle, das Michael Frontzeck zu verkraften hat, wenn er denn bei Stanis Gehalt gelandet wäre:


* Holger Stanislawski (St.Pauli): 480.000
* Jens Keller (Stuttgart): 600.000
* Mirko Slomka (Hannover): 800.000
* Thomas Tuchel (Mainz): 800.000
* Michael Skibbe (Frankfurt): 1 Mio.
* Dieter Hecking (Nürnberg): 1 Mio.
* Michael Frontzeck (Gladbach): 1,2 Mio.

Quelle: 11 FREUNDE via soccerfans.de
Immerhin: auch Bild.de (unverlinkbar) nennt 720.000 EUR Gehalt für Michael Frontzeck bei Borussia Mönchengladbach.

Wäre es eine Option gewesen, mit der Troika in eine intensivere Trainersuche zu gehen? Wer hat das ggf. verhindert und warum? Ohne offizielle Erklärungen bleibt nur das Mutmaßen, aber ich könnte mir vorstellen, dass das Präsidium auf gar keinen Fall riskieren wollte, dass ihre Entscheidungsschwäche aus dem Mai nun wieder Thema in den Medien wird. Was meint ihr?

Front-Zecke

Ich mag alleine dieses Wortspiel, zugegeben ein naheliegendes. Außerdem sieht der Michael Frontzeck sympathisch aus. Auch meine Erinnerungen, viele sind es nicht, haben immer was mit matschigen Fussballerbeinen, vom Blutgrätschen schmutzigen Hosen und energischen Blicken zu tun.

Matze Hain wird ihn kennen, aus Bielefeld, und wenn er Duve und Orth nur einen Funken Verstand übrig haben, dann haben sie ihn gefragt, ob der Frontzeck was taugt.

In diesem Sinne: Moin Moin Michi – Willkommen am Millerntor.

Der FC St. Pauli ist bei der Suche nach einem neuen Coach fündig geworden. Die Braun-Weißen einigten sich mit Michael Frontzeck am heutigen Mittwoch auf einen Vertrag bis zum 30. Juni 2014
Der 48 Jahre alte Fußballlehrer, der bislang für Alemannia Aachen, Armina Bielefeld und Borussia Mönchengladbach als Trainer gearbeitet hat, tritt seinen Dienst am kommenden Montag an. Frontzeck wird am Sonnabend im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellt. Neben dem neuen Trainer werden Präsident Stefan Orth und Sportdirektor Rachid Azzouzi anwesend sein.