Last Call! 1910 eV – Fotoausstellung „Mensch – Arbeit – Handicap“

Das Museum in der Gegengerade des Millerntor Stadions nimmt Formen an. Die Weinbar ist schon sehr belebt und auch die Ausstellungsräume füllen sich mit Ausstellungen. Im Moment läuft gerade eine besonders schöne.

Ich war nach dem 1:1 gegen den FCK in der Weinbar und bin mehr als einmal sehr beeindruckt vor den Exponaten stehen geblieben, die in behutsamer und gleichzeitig kraftvoller Weise Menschen in ihren Arbeits- und Lebenswelten zeigen, die als „handicapped“ gelesen werden.

Inklusion zeigen: Fotowettbewerb „Mensch – Arbeit – Handicap“

Die Ausstellung ist Ergebnis eines Wettbewerbes, Inklusion als Thema fotografischer Arbeiten zu zeigen: Beim Wettbewerb „Mensch – Arbeit – Handicap“ der BGW und ihres Medienpartners chrismon konnten Interessierte ihre Werke einreichen. Hier sind die Gewinnerbeiträge online zu sehen. Als große Drucke im 1910 Museum.

Am 26.10. geht sie zuende – eine Empfehlung:

Wer die Fotoausstellung „Mensch – Arbeit – Handicap“ der Berufsgenossenschaft für Gesundheitswirtschaft und Wohlfahrtspflege (BGW) noch nicht gesehen hat, hat etwas verpasst. Bis einschließlich 26.10. besteht dazu noch die Möglichkeit (jeweils von 10-18 Uhr).

… lese ich im neuen 1910 Newsletter.

Statt Heimspiel: Finissage am Freitag

Für Mitglieder von 1910 e.V. gibt es zudem die exklusive Gelegenheit, bei der Finissage am Freitag, 20.10. um 17 Uhr in unserer Museumsfläche in der Gegengerade dabei zu sein.

Was ihr dafür tun müsst? Einfach eine E-Mail an info@1910-museum.de schreiben und uns mit dem Betreff „Finissage Mensch – Arbeit – Handicap“ sagen, dass und mit wem ihr kommt. Wenige Zeilen genügen – aber bitte vergesst die Anmeldung nicht, sie ist für die Planung der Getränkeversorgung und einen reibungslosen Ablauf wichtig. Danke!

ps Für diese Ausstellung lohnt es sich beinahe schon, Mitglied zu werden :)

Für immer Siebzehn – Die Rückennummer von Fabian Boll, die #17 soll beim FC St. Pauli nie wieder vergeben werden

Update, 17.2.: Azzouzi und Orth denken über „Rückennummer-Hall-of-Fame“ nach: „Kreative Initiative der Fanschaft“ – Quelle: FC St. Pauli

Beim Basketball und Football ist es Gang und gäbe, dass die Rückennummern verdienter Spieler „geblockt“ werden. Das Trikot wandert in die Hall Of Fame oder bei besonderen Verdiensten sogar unter das Hallendach, damit der Geist des Besonderen auf seine Nachfolger auf dem Feld abstrahle …

Fabian Boll, FC St. Pauli - Foto: wikicommons, Northside
Fabian Boll, FC St. Pauli – Foto: wikicommons, Northside
In der Bundesliga ist das nicht üblich, wird aber immer wieder mal gefordert. So nun auch von einer Reihe St. Paulianer_innen, die eine Online-Petition nach Bollers Rückennummer benannt haben (hier kann man online unterstützen …).

Die Rückennummer 17 gehört Fabian Boll. Sie sollte nach seinem Karriereende nicht wieder vergeben werden. Es sei denn, Boller geht selbst nochmal ran. Oder seine Tochter – als erste Mannschaftskapitänin der Herren-Bundesliga (bei dem Papa ist alles möglich).

… heisst es dort – und wer wollte diesem Wunsch widersprechen! Es wird allerdings heikel für die Verantwortlichen des FC St. Pauli, diesem Wunsch nachzukommen, denn der DFB und die DFL machen – anders als beim American Football oder Basketball – strenge Vorgaben über die Vergabe – und Nicht-Vergabe – von Rückennummern. So weiss Wikipedia, dass „den Vereinen der Fußball-Bundesliga und 2. Fußball-Bundesliga grundsätzlich nahe (gelegt wird), eine durchgehende Nummerierung der Rückennummern vorzunehmen, so dass die höchste Rückennummer in Relation zur tatsächlichen Größe des Spielerkaders steht. Mit Beginn der Bundesliga-Saison 2011/12, führte die DFL ein Verbot für Rückennummern jenseits der 40 ein. Sollte ein Kader mehr als vierzig Spieler umfassen, muss fortlaufend nummeriert werden.“

Nimmt man den aktuellen Kader von 30 Profis als Maßstab, dann könnte der FC St. Pauli genau zehn Mal eine Trikot-Nummer „einfrieren“ und für alle Zeiten einem verdienten St. Paulianer vermachen. Zehnmal, das ist nicht oft. Was ist mit Deniz Naki?, Florian Bruns, Holger Stanislawski (Stanis Nummer 21 wird ja tatsächlich nicht vergeben ;), dem Fußballgott?, Torwartlegende Volker Ippig? – das wäre inklusive Boll schon sechs Trikots, die im Museum des 1910 e.V. von der Decke strahlen würden. Und dabei habe ich noch gar nicht angefangen, Mazingu oder Ebbers zu erwähnen. Ich verstünde eine Absage des Vorstandes, mein Herz singt aber mit den Petitenten, denn „eine Karriere wie die von Fabian Boll hat es beim FC St. Pauli noch nicht gegeben: Von der Nordkurve in die Gegengerade. Von der Gegengerade in die Singing Area. Von der Singing Area aufs Spielfeld. Von der zweiten Mannschaft in die erste. Und von der dritten Liga bis ganz nach oben, Derbytor und Derbysiegertorvorlage inklusive.“

Ich mag ja Einmaligkeiten, die aus einer tiefen Emotion heraus entstehen: lasst uns die Regeln des DFB brechen und die #17 aus dem Verkehr nehmen – trotz und aus Trotz gegenüber den guten Argumenten dagegen. Vielleicht sollten wir auch mit der 40 anfangen, beim Torwart Tschauner, und dann runter zählen im aktuellen Kader.

Signed!

„ROAR“ – Supportblock Gegengerade und 1910 e.V. bringen T-Shirt heraus. Verkaufstart: Beim Heimspiel gegen Arminia Bielefeld

Wenn es eine Geräusch gewordene Variante der Emotionen gibt, die St. Paulis jüngere Geschichte besonders gut beschreibt, dann ist es der „Millerntor Roar“, dieses wuchtige Umbranden der Kurven am Millerntor, das schon gestandenen Nationalspielern die Knie hat schlottern lassen.

Dieser „Roar“ wird nun tragfähig: ROAR, das T-Shirt ist da.
Roar-Shirt fertig

Das neue Soli-Shirt von 1910 – Museum für den FC St. Pauli e.V. und dem Supportblock Gegengerade verbindet Geschichte und Gegenwart des schönsten Stadions der Welt. 50% vom Gewinn gehen an den Supportblock, die anderen 50% an 1910 e.V.

Hergestellt bei „Zeckendruck“ mitten im Viertel, 100% Fair-Trade-Baumwolle, zwei gute Zwecke, Front- und Back-Print – trotzdem nur 20 Euro! Erhältlich in Rot, Braun und Schwarz – erstmals beim Heimspiel gegen Arminia Bielefeld am Sonntag, 11. August, sind wir wieder mit einem Info- und Verkaufsstand präsent – vor dem Spiel auf dem Südkurven-Vorplatz und (wenn nicht auf den letzten Metern noch etwas dazwischenkommt) erstmals auch nach dem Spiel, dann vor der Gegengerade.

Achtung: Die Erstauflage ist auf 100 Stück begrenzt. Also schnell noch Mitglied werden!

Design: Fanne vom Fanclub „Roter Stern“
Orga: Gerd Blitzer, 1910eV

Offenlegung: Der Autor ist Mitglied im 1910 e.V.

Ein paar Fragen zur Polizeiwache in der Gegengeraden vs FCSP Museum, Herr Meeske, Herr Spies, Herr Orth

„Nun bekommen sie ihre „Welle“ doch noch!“

Nach massiven Protesten aus der Fanschaft und Medienberichten (mopo, taz) lässt der FC St. Pauli über seinen Geschäftsführer Michael Meeske endlich etwas verlautbaren. Die Polizeiwache als Domwache sei nicht zu finanzieren, und die Zeit dränge … eine Antwort, die so erwartbar wie unbefriedigend ist. Das Präsidium schweigt derweil weiter.

Dabei kommen selbst dem Außen stehenden Interessierten sofort Fragen, die die Funktionäre des FC St. Pauli unbeantwortet lassen. Höchste Zeit, sie zu stellen (und sei es nur, um die Ahnungslosigkeit und Arroganz dieses Präsidiums weiter zu dokumentieren): „Ein paar Fragen zur Polizeiwache in der Gegengeraden vs FCSP Museum, Herr Meeske, Herr Spies, Herr Orth“ weiterlesen

Sprachloses St. Pauli Präsidium #Goliathwache

Gegen eine Polizeiwache in der Gegengeraden formiert sich in den letzten Wochen und Monaten energischer Widerstand in der Fanschaft des FC St. Pauli. Dieser ist inzwischen so heiß gekocht, dass er in die Hamburger Medien schwappt. Und erst jetzt, wo es nicht anders kann, fängt das Präsidium um Stefan Orth und Bernd Georg Spies an zu kommunizieren. Über eben jene Medien.

Das offenbart eine schlimme Attitüde, die ich in anderen Zusammenhängen einmal Zirkeldemokratie genannt habe. Inzwischen hat man sich ja daran gewöhnt, dass politische Institutionen einen als Stimmvieh wahrnehmen, ihr eigentlicher Souverän aber der Ortsverband und das Referenzsystem ein politischer Betrieb ist, der einmal alle vier Jahre pro forma durch Wahlen legitimiert wird. Ein solches System ist strukturell arrogant gegenüber seinem Souverän. Im Falle des FC St. Pauli seine Mitglieder und Fans.

„Sprachloses St. Pauli Präsidium #Goliathwache“ weiterlesen

„Museum statt Polizeiwache“ Kampagnenmotive

20120910-090902.jpg

Für ein Museum in der Gegengeraden des Millerntors, anstatt der Littmannschen Grosswache (auch Goliathwache genannt, im Bezug auf die lütte Davidwache am anderen Ende des Kiezes), dafür formiert sich die sozialromantische Bewegung am Millerntor erneut. Nach Susis Showbar und Cornys Millerntaler rückt nun die geplante Riesen-Domwache in der Gegengeraden ins Visier der organisierten und desorganisierten Fans des FC St. Pauli.

Am kommenden Freitag gibt es ein erstes Treffen im Centro Soziale, und seit heute morgen die ersten Kampagnen-Motive für ein Museum statt Polizeiwache.

Via Zeckensalon

20120910-090937.jpg

20120910-090950.jpg

Keine Polizeiwache in der Gegengeraden – Fanpetition für ein Museum #Sozialromantiker

Die Sozialromantiker auf Sankt Pauli werden wieder aktiv und unterstützen die vielfältigen Aktionen gegen eine ständige und überdimensionierte Polizeiwache in der neuen Gegengeraden am Millerntor des FC St. Pauli.

Petition zeichnen

Unser Präsidium, so berichten gut informierte Kreise diesem Blog, ist hier grundsätzlich bereit, mit der Stadt und der Polizei dieses Thema nachzuverhandeln, braucht aber sicher ein breites Mandat. Deswegen ist es wichtig:

a.) die Nachteile einer solchen Wache zu benennen
b.) Alternativen aufzuzeigen

Beides tut die Initiative – DESWEGEN: Unterschreibt gerne