Zum Inhalt springen

Schlagwort: Pop

Pop & Pyro Podcast

Der Kernbergriff dieser Popcast-Episode ist der Begriff der “Intensität” als zentrale sportliche Beschreibung der Boys in Brown – da fehlte diese nämlich gänzlich als Manifestation…

Kommentare geschlossen

Überall Geister …

Der Geist der verhinderten Tabellenführung Die Dinge mit denen wir uns beschäftigen, prägen unsere Wahrnehmung der Welt. Dabei frage ich mich regelmäßig, was sich denn…

Kommentare geschlossen

Ein Pudel zu Weihnachten

Der norddeutsche Weihnachtsregen stobt mit sechs Grad über die Stadt. Mal aus Ost, mal aus West, irgendwie kann sich das Hamburger Wetter nicht entscheiden, nur…

Kommentare geschlossen

Sorry Sami!

Wenn Blogger ihre Emotionen auf der Zunge tragen, dann entsteht manchmal das, was man im Internet-Deutsch einen “Rant” nennt. Eine kurzgeschlossene Entladung in den sozialen…

Kommentare geschlossen

Die Ballade von Rainer Wendt

Bildschirmfoto 2017 03 17 um 12.50.41Rainer Wendt mag auf St. Pauli keiner. Zu populistisch, zu rechts, zu Fußball-feindlich. Nun steht Rainer Wendt aber selbst im Fokus und nicht nur seine Aussagen, sondern seine offensichtliche Doppelmoral.
Jan Böhmermann hat nach Erdogan Gedicht, nun eine Ballade für den Polizeilobbyisten geschrieben: Video und Lyrics – zum Mitsingen …

Kommentare geschlossen

St. Paulis Susis Showbar – sexy Table Dance auf der Großen Freiheit?

Logo Susis ShowbarAn der Ecke Reeperbahn und Große Freiheit befindet sich ein Relikt der Zeit, in der es auf dem Kiez Live-Sex-Shows gab. Wie im nahe gelegenen Dollhouse (ebenfalls Große Freiheit) tanzen in Susis Showbar leicht bekleidete Mädchen und Frauen zu eingängigem Pop und ziehen sich für die meist männlichen Zuschauer aus.
Dabei wird ein Tischgeld verlangt und erwartet, dass die Damen, die gerade nicht tanzen und den Menschen an den Tischen ihre Vorzüge, die körperlichen, feil bieten, einen Piccolo ausgegeben bekommen.

Table Dance – ein patriarchales Relikt wird zur Touri-Show

Susis Mädels erfüllen ein uraltes patriarchales Ritual, das es schon lange auf St. Paulis Reeperbahn gibt: die Spontanverfügbarkeit von Frauen zum sexuellen Gefallen. Soweit, so normal. Susis Showbar unterhält aber auch eine Loge am antisexistischen Millerntor des FC St. Pauli und das (er)regte im Zuge der Sozialromantiker Proteste Widerstand.

Susis Showbar Loge am Millerntor: Umstrittener Stangentanz

Susi versteht nicht, was “wir” St. Paulianer gegen sie und ihr Etablissement haben.
Ritsch, ihr Wirtschafter zeigt sich aber kompromissbereit: “Wir haben zur Kenntnis genommen, dass einige Fans Frauen gegenüber nicht so freundlich eingestellt sind. Deshalb haben wir beschlossen, gegen Kaiserslautern genauso fußballbegeisterte Boys wie Mädchen einzuladen. Sie sollen unsere Freude über ein erzieltes Tor durch ihre Tanzdarbietungen an der Stange zum Ausdruck bringen.”
… schreibt die Mopo – und lässt das Zitat unwidersprochen, dass sich “nur” wenige Fans des FC St. Pauli an der “Trockenfickerei” an den Stangen in der Loge stören.

Susis Showbar vs.  FC St. Pauli

7635818390 9161d292c0 b
Susis Showbar, Ecke Reeperbahn Große Freiheit bei Tag – Photo credit: ukg.photographer on Visual Hunt / CC BY-SA

Der Konflikt liegt hier ganz woanders: Das was für mich und sicher auch andere St. Paulianerinnen unerträglich ist, sind die Macht und Machismen, die in Logen hinter getönten Scheiben nicht nur die Mädels zu Lustobjekten machen, sondern das ganze Millerntor zur Sexfolklore gleich mit. Gerade gestern habe ich ein kurzes aber wichtiges Gespräch darüber geführt, was denn der Unterschied zwischen Tita von Teese (Foto) und einem Tabledance auf der Reeperbahn ist.

Subjekt=sexy

Es ist schlicht die Kunst, Frauen als Subjekte zu erhalten, die in einer Rolle ihre Würde wahren können. Ob das gelingt, hängt elementar mit dem Umfeld (Loge) und den Betrachtenden (Männer, die Logen besuchen/sich leisten) zusammen.

1 Kommentar

"St. Pauli Fans gegen Discophobie"

Geht es nur mir so?, oder findet sich im Stadion und darum herum ein sehr einseitiger Soundtrack aus Punk und Folk? Wo bleibt die Entsprechung der bunten Flaggen im Sound?
Ich war beim letzten Heimspiel einigermaßen erschrocken, dass von der Stadionregie nicht ein Tribut für Prince gespielt wurde. Immerhin war der Mann einer der größten Künstler der letzten 40 Jahre und hat am Millerntor 1988 Popgeschichte geschrieben. Woran mag das gelegen haben? Passt Disco nicht zum Fussball? Haben die Verantwortlichen – wer bestimmt eigentlich, was im Stadion gespielt wird? – vielleicht sogar ein wenig Bammel davor, dass allzu schmachtende Musik ausgepfiffen wird? Hatten wir bei Bad-Taste-Ausrutschern ja schon mal.
Würde Prince ausgepfiffen? Donna Summer? Ich befürchte ja.

Kommentare geschlossen