Montags is‘ scheisse

Auswärtsfahrende Fußballanhänger haben nicht nur mit allerhand Schikanen und Vorurteilen zu kämpfen: Der moderne Fußball, der sich in der Regel zuerst um den TV-Zuschauer kümmert, macht Fahrten in ferne Stadien auch zu einer teuren, zeitraubenden Angelegenheit. Heute spielt mein Verein, der FC St. Pauli, in Fürth. An einem Montag! Das würde bedeuten: mindestens einen Tag Urlaub nehmen, um rechtzeitig in Mittelfranken anzukommen. Zeit für eine solidarische Protestnote.

… so beginnt mein Artikel auf Zeit Online, den ich euch ans Herz legen möchte; denn auch wenn „Flutlichtspiele eine ganz besondere Atmosphäre“ haben, wie FCSTPAULI.com das jüngst wieder schrieb, ist es für die auswärts fahrenden Supporter oft eine Tortour.

Ihnen ist es am allermeisten zu wünschen, dass sich heute die Reise lohnt.

Rise, rise,
Auf der Pier stehen
Drei nackte Punkte ;)

Sicheres Stadionerlebnis – St. Pauli

Update: Inzwischen gibt es eine Stellungnahme des FC St. Pauli zum Papier der DFL.

Man hört, Gernot Stenger sei müde. Müde des ewigen Kampfes mit den Sozialromantikern im Verein. Überdrüssig des Gefühls, immer zwischen den Stühlen zu sitzen vielleicht auch. Und in der Tat: es ist anstrengend, Vize-Präsident des FC St. Pauli zu sein. Eines Vereins, dessen Fans und Mitglieder schnell Konflikte zu Grundsatzdebatten erheben und manchmal auch überhöhen.

Die Debatte um die Polizeiwache ist gerade ein wenig abgeklungen, nachdem Geschäftsleitung und Präsidium nun eine externe Lösung versprachen – und ich bin mir ziemlich sicher, dass das Präsidium das nicht als Erfolg verbucht, als Wiederannäherung an seinen Souverän, sondern als Kleinbeigeben begreift. Leider. – und nun auch noch die Grundsatzdebatte um die DFL, die in ihrem Positionspapier „Sicheres Stadionerlebnis“ eine Welt entwirft, die für viele St. Paulianer und Stadion-Gänger schon heute unverdaulich ist und die das Mitwirken unseres Herrn Stenger als unerträglich empfinden. „Sicheres Stadionerlebnis – St. Pauli“ weiterlesen

St. Pauli fordert: „FUCK U“ als Sieger des Blue Port Gewinnspiel auf den Facebook Titel des Hamburg Stadtportals

FUCK U – Blue Port Fotowettbewerb Sieger-Foto
(cc) indymedia.org

Social Media ist ein zweischneidiges Schwert, so richtig abgehen tut das nämlich nur mit „Partizipation“, also dem Mitmachen von interessierten Nutzern. Das kann schon mal anders laufen, als sich das der Betreiber von Gewinnspielen, Votings und Einsendespielen so gedacht hat. Und bei Hamburg.de, das zu den Cruise Days und dem Blue Port Festival in Hamburg von vergangener Woche ein Foto-Gewinnspiel veranstaltete, ist es anders gelaufen, als vom Betreiber geplant.

„FUCK U“ prangte in blauen Neonfarben über der Fußgängerbrücke an der Hafenstrasse, ein passender Protest gegen die „Marke Hamburg“ und die Eventisierung der Stadt (Harley Days, Hafengeburtstag, you name it …) – und Fotos dieses Protestes haben mit Abstand* den Wettbewerb gewonnen – nur hamburg.de will nun nicht Einlösen, was es versprochen hatte, nämlich, dass das Siegerbild eine Signatur des Blue Port Künstlers bekommt UND eine Woche lang das Titelbild der Hamburg-Repräsentanz auf Facebook wird. Das ist feige und dumm: Denn die erste Regel in Social Media heisst – HALTE DICH AN DEINE EIGENEN REGELN!

Auf St. Pauli wehren sich AnwohnerInnen gegen die zunehmende Vermarktung und den Mietenwahnsinn! Und das kreativ. Was für die Mopo lediglich „Pöbel-Protest“ darstellt, hat in den letzten Tagen für reichlich Wirbel gesorgt. Richtig so! Den schlechten Verlierer miemt nun hamburg.de – ein zweiter „Sieger der Herzen“? Albern! Wir meinen: Versprochen, ist versprochen! „Fuck U!“ ab auf`s FB-Titelbild! – via Recht auf Stadt.

*
Indymedia: Von (geschätzten) hunderten eingesendeten Fotos, wurden mit deutlichem Vorsprung Abzüge der „FUCK U!“-Installation gewählt, die nach Ende des Wettbewerbs (Heute um 17:00) die ersten fünf Plätze des Wettbewerbs belegten und insgesamt (geschätzt) an die 10.000 Stimmen bekommen konnten. ( http://mobil.hamburg.de/bildbewertung/topliste). Im Vergleich dazu hatten die übrigen Fotos bis zu 50 Stimmen.

FCSP vs Hansa Rostock: Organisierte St. Pauli Fans supporten vor dem Stadion #acabab #USP

FCSP - ACAB (Graffiti am Altonaer Balkon)
FCSP - ACAB (Graffiti am Altonaer Balkon)

Die Verbotsverfügung der Polizei Hamburg ist inzwischen vom OVG Hamburg vorläufig bestätigt worden, wonach es dem FC St. Pauli verboten wird, Hansa Rostock Gästetickets zu verkaufen. Das Ziel, die Hools unter den Hansa-Fans wegzuhalten allerdings wird wohl nicht erreicht, Hansa Rostocks Fans haben bereits eine Demo gegen „Polizeiwillkür“ angemeldet. Auch der FC St. Pauli wehrt sich gegen diesen schlimmen Eingriff in die Freizügigkeit von fußballschauenden Bürgern, so, wie die organisierte Fanszene des FC St. Pauli:

„Als Re­ak­ti­on wird es am Sonn­tag kei­nen or­ga­ni­sier­ten Sup­port oder Ak­tio­nen im Sta­di­on geben. Ein sol­ches Spiel ist nichts wert – es ist eine Farce und eine Ge­fahr! Der Treff­punkt für alle, die sich gegen die Maß­nah­men aus­spre­chen ist der Süd­kur­ven­vor­platz! Die Mann­schaft wird Hansa in die drit­te Liga schie­ßen, den Kampf um den Re­le­ga­ti­ons­platz span­nend hal­ten und wir wer­den drau­ßen dafür ein­ste­hen, dass wir auch in Zu­kunft dahin fah­ren kön­nen, wo un­se­re Mann­schaft spielt.“
… schreibt die basch, Magazin aus dem Umfeld der Ultrà Sankt Pauli. Und ich halte diesen Protest für richtig. „FCSP vs Hansa Rostock: Organisierte St. Pauli Fans supporten vor dem Stadion #acabab #USP“ weiterlesen

Am 3.3. um 3: S.O.S. St. Pauli Nachbarschafts- und Aktionstreffen

S.O.S. St. Pauli Nachbarschafts- und Aktionstreffen, 03.03.2012, 15 Uhr

Die Vorkommnisse der letzten Wochen in St. Pauli haben sicherlich die meisten von Euch mitbekommen. Das S.O.S. St. Pauli Bündnis lädt nun für kommenden Samstag zum Nachbarschafts-, Aktions-, Austausch-, Handeln-Treffen. Alle sind herzlich eingeladen!

Samstag, 3.3.2012
15 Uhr
Kölibri [Hein-Köllisch-Platz 12]
„Am 3.3. um 3: S.O.S. St. Pauli Nachbarschafts- und Aktionstreffen“ weiterlesen

Sport1 an den Karren fahren (Montagsspiele abschaffen)

Eigentlich habe ich das Highlight des letzten Montages unterschlagen. Dieses putzige Protestvehikel, dass da über die Nord-Kurve sich eine Strecke über die Gegengerade bahnte, fand ich lustig. Der Protest gegen den Montag ausgerechnet mit einem Motorsport-Dings zu modellieren ist ja fast schon RTL ;)

„Auswärtsfahrt am Montag“ macht dann aber doch Sinn.

Sport1 Protest Nordkurve St. Pauli
Sport1 Protest Nordkurve St. Pauli

Flagge selber machen mit Fahnenfleck – Fahne kaufen und bedrucken

Ich habe mir bei Fahnen-Fleck am Hamburger Neuen Wall eine Hissfahne, rot, gekauft. 100×150 cm. – und werde sie im Mercado bei Shirts & More bedrucken lassen mit dem Motiv des Jolly Rouge, dem Symbol der Sozialromantiker Initiative „Bring Back St. Pauli“, die aus dem Millerntor ein Meer aus roten Flaggen und Fahnen machen will.

  1. Flagge (einfarbig, rot oder schwarz) bei Fahnen-Fleck kaufen

  2. Textilfarbe kaufen

  3. Fahne selbst bemalen oder bedrucken lassen

Persönliches Fahne-basteln

Jolly Rouge Rote Flagge Fahnen FleckWie mir die freundliche Dame bei Fahnenfleck mitteilte, können auch größere Mengen geordert werden. Lieferzeit wäre allerdings knapp 2 Wochen – der Protest müsste also andauern beim 2. Rückrunden-Heimspiel oder der Jolly Rouge zum Fansymbol an sich evolvieren. Für diesen Fall poste ich das Angebot von Fahnenfleck (mit frdl. Genehmigung) mit Rabattstaffeln, falls Fanclubs unter euch Bestellungen sammeln wollen:

  • Flagge, Größe 150x100cm, rot mit Totenkopf
    Einzelpreis € 95,00 Euro inkl. MwSt.
  • Bei größeren Mengen lohnt sich eine Sammelbestellung, da sich der Preis dadurch verringert.

Informationen über Fahnen Fleck unter der Telefonnummer 04101-7974-14. Gerne mit Bezug auf diesen Blogpost.

„Bring back, bring back, oh bring back St. Pauli to me“

Jolly Rouge: Der rote Jolly Roger als Symbol der Freiheit und des Protestes beim FC St. Pauli

Der Fanprotest beim FC St. Pauli am Millerntor hat ein Gefühl: „Sozialromantik“
Der Protest hat einen Namen: „Bring Back St. Pauli“
Nun hat der Protest auch eine Flagge: Den Jolly Roger Rouge.

Das soll ab heute unsere Flagge sein. Diese Flagge soll im Kampf um unseren Verein an unsere Seite wehen, unter dieser Flagge wollen wir uns einen und versammeln, um für das einzustehen was Sankt Pauli für jeden Einzelnen von uns ausmacht.
Bis St.Pauli wieder das ist was es einmal war.

Keine Gefangenen!

Wir zählen auf euch. Am 15.1.2011!

Alle Auflösungen bei den Sozialromantikern zum Download.

„Bring Back St. Pauli“ – Sozialromantiker-Aktion zum ersten Heimspiel 2011

3.000 Fans haben bis heute die Petition „Es reicht“ der Sozialromantiker-Ini unterschrieben, einer Initiative, die seit Weihnachten gegen die überbordende Kommerzialisierung des Millerntor und des FCSP oponiert, dem Verein und seinem Präsidium, das mit der Initiative und der digitalen Fanschaft lediglich über Boulevardmedien kommuniziert wird diese Liste heute offiziell übergeben. Die Sozialromantiker stellen sich derweil darauf ein, ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen – und rufen zu Aktionen zum ersten Heimspiel der Bundesliga-Rückrunde am 15.1.2010 am, vor und um das Millerntor auf: „„Bring Back St. Pauli“ – Sozialromantiker-Aktion zum ersten Heimspiel 2011″ weiterlesen

FCSP-Augsburg// 90 Minuten Roar am Millerntor

USP sagt 20-Minuten Schweigeboykott ab. Ein starkes Zeichen für die Boys in Brown und für die Fanversöhnung Süd:

„… die Mannschaft (ist) in den letzten Tagen mehrfach auf uns zugekommen und machte deutlich, dass sie die Unterstützung in diesem wichtigen Spiel von Anfang an braucht. Hinzu kommt, dass wir wissen, dass auch viele Fans in unserer Kurve ein Problem mit dem Schweigen haben und wir es mit dem „aufeinander zugehen“ ernst meinen. All das hat dazu geführt, dass wir die Mannschaft am Montag gegen Augsburg von Anfang an voll unterstützen werden und unserem Protest gegen das DSF anders Ausdruck verleihen werden.“ Quelle: USP

400.000 Dauerkarten für die Bundesliga – Fans

Von einer Depression der Stadiongänger kann in der Bundesliga keine Rede sein. Zumindest die Vereine der ersten Bundesliga setzen mächtig viele Dauerkarten ab.

Die Fußball-Bundesliga hat vor Beginn der neuen Spielzeit eine neue Schallmauer durchbrochen. Mit 406.290 verkauften Dauerkarten brachten die 18 Clubs bereits vor Saisonstart so viele Tickets wie noch nie an den Fan.

Ein Rekord, der interessanterweise auf der Rückkehr von Traditionsvereinen, wie Borussia Möchengladbach und dem 1. FC Köln beruht. Bleibt abzuwarten, ob sich dieser traditionell katholische Anhang auch gegen die neuen Anstoßzeiten der DFL 2009/2010 zu wehren weiß: 12:30 ohne uns – und 400.000 Menschen mit Dauerkarte VOR den Stadien in Köln, München und am Borussia Park Bökelberg, das wäre schon eine mächtige Demonstration.

SpOn über die Fan-Proteste gegen die DFL Anstosszeiten

Bemerkenswert fanfern, die Zitate der Verbandsleute. Bemerkenswert spalterisch, die Unterteilung von Fans vor dem TV und im Stadion.

Das Ende ist lesenswert, zeigt es doch, dass es eben um Kultur geht, wenn wir über lebendigen Fussball sprechen:

Philipp Markhardt von „Pro Fans“ formuliert eine ganz andere Prioritätensetzung: „Der Fußball lebt von den Emotionen. Die englische Premier League ist gespickt mit Stars und trotzdem fahren jedes Wochenende zahlreiche Engländer nach Deutschland. Weil sie hier günstigere Eintrittspreise vorfinden, im Stadion ein Bier trinken können und eben Fan sein dürfen. Und das machen sie auch ohne einen Giggs oder Rooney.“

Spon.

Die Welt: Paulianer führen Deutschland weiten Protest an

Welt.de über die Fanini der Sozialromantiker, das Sommerloch und den Protest gegen die Anstosszeiten der DFL ab 2009:

Ab der Saison 2009/10 blieben den Fans in dem Fall gerade einmal noch 22 Minuten, um in Freiburg an das andere Ende der Stadt zu gelangen und die Sicherheitskontrollen am Stadioneingang zu passieren. Immerhin: Wer am Sonnabend um 22.46 Uhr in den Zug einsteigt und eine Fahrtzeit von schlappen 10:13 Stunden in Kauf nimmt, ist laut Fahrplan um 8.59 Uhr in Freiburg.

Nicht zuletzt angesichts dieser unerfreulichen Aussichten hat sich eine vereinsübergreifende Fan-Initiative gebildet, die mit einer Petition die DFL zum Umdenken bewegen will. „Sonntags 12.30 Uhr – ohne uns“, lautet das Motto der „Sozialromantiker-Ini“, einer Aktionsgruppe aus der Fan-Szene des FC St. Pauli, die beim Protest federführend war.

via twitter: @fussball_lebt (follow us)

9:40 aus dem Haus,

und das an einem Sonntag im Jahre 2009:

Hallo? Um 12:30 habe ich als Vorort-Bewohner von Hamburg und nur-ab-und-zu-mal Heimspielbesucher ja schon ein Terminproblem noch zeitig ins Stadion zu kommen. Üblich ist sagen wir mal eine Stunde vorher da zu sein. Das hieße um 11:30 sollte ich ungefähr am Millerntor sein. Dazu muss ich bei optimaler Anbindung um 10:30 zu Hause los. Nun ist die Anbindung aber alles, nur nicht optimal. Ohne auf die Fahrpläne geschaut zu haben behaupte ich einfach, dass ich mit Bus und Bahn gegen 09.40 loskommen muss. Für ein Heimspiel. In der Stadt, die ca. 1.500 Meter von meiner Wohnung entfernt ist.

Neun Uhr Vierzig.

Weiterlesen im Blogbeitrag von CuriOusites

Hallo Welt, hallo Fans, moin, moin DFL

Die DFL hat mit ihren Ankündigungen zu den neuen Anstosszeiten allen deutschen Fußballfans vor den Kopf gestossen. Überall regt sich Widerstand, der sich in verschiedenen Projekten und in mannigfaltiger Art äußert.

fussball lebt soll eine Newscommunity von kritischen Fans sein, bei der jeder von euch gerne eigene Beiträge, Links, Meinungen und Kommentare zum Thema „wem gehört der Fußball?“, wie schützen wir unsere Interessen vor dem Druck der Rendite, wie organisiert sich der digitale und reale Widerstand gegen eine Organisation, die wider ihren Beteuerungen kein Herz für Fans hat.

Meldet euch gerne an, und tragt bei, zusammen und tratscht. Willkommen und Moin, Moin.