Diffidati con noi, bedeutet „die Ausgesperrten mit uns“

… und bezeichnet im Fussballkontext die Solidarität mit den Fans die bspw. durch Stadionverbote oder andere Ordnungsmaßnahmen nicht dabei sein können.

Diffidati, die Verwarnten, die Verdächtigten

Ich musste auch googeln, und nun ausgerechnet bei wer-weiss-was bin ich auf die Antwort gestoßen. Nu kann ich kein italienisch, aber weiß genug über die Vorgänge bspw. beim Schweinske Cup, dass Stadionverbote oft willkürlich und wie in unserem speziellen Fall geradezu Unrecht sind.

In diesem Sinne ein solidarisches „Diffidati con noi“ nach Süden.

ps Pinkmacabre hat das passende Merch im Angebot: Diffidati con noi T-Shirts und Hoodies

Diifidati con noi T-Shirt
Diifidati con noi T-Shirt

Rückgabe/Erstattung der Tickets und Eintrittskarten für den Schweinske Cup 2012

Die Tickets für den Schweinske Cup 2012 werden für den zweiten Tag ab heute anteilig rück-erstattet und können beim Veranstalter zurückgegeben werden. Alternativ sammeln USP und der Fanladen eure Tickets ein und rufen dazu auf, die Erstattung zu spenden – in einen Solidar-Topf für diejenigen, die ob der Repression der Behörden sich anwaltlich dagegen wehren müssen …

Bringt eure Schweins­ke-?Cup-?Ti­ckets für den zwei­ten Tag bitte am Spiel­tag gegen Bo­chum beim USP-?Stand vor­bei oder nach dem Spiel am Fan­la­den. Wir wer­den die Kar­ten sam­meln und die Er­lö­se für die Leute be­reit­stel­len, die nun Pro­ble­me mit Straf­ver­fol­gung und Ähn­li­chem haben.

Aufarbeitung der Gewalt beim Schweinske Cup – Untersuchungskommission von St. Pauli Fans eingesetzt – Aufruf an Augenzeugen Berichte anzufertigen

Schweinske Restaurant Reeperbahn (Foto)
Schweinske Restaurant Reeperbahn (Foto)

Am 14. Januar 2012 haben die versammelten St. Pauli Fans im Rahmen der Diskussionsveranstaltung vom Fanladen St. Pauli im Centro Sociale nach den Vorfällen beim diesjährigen Schweinske-Cup beschlossen, eine unabhängige Untersuchungskommision einzuberufen. Mit Herrn Prof Dr. Feltes von der Ruhr-Universität Bochum konnte ein Mitglied des
wissenschaftlichen Beirats der DFL dazu gewonnen werden, diese federführend zu leiten.

Wir bitten daher alle Fans, ihre Beobachtungen und Gedächtnisprotokolle zu den Vorfällen beim Schweinske Cup 2012 an das Fanprojekt des FC St. Pauli, den Fanladen St. Pauli zu schicken. Per Mail an info@stpauli-fanladen.de oder per Post in die Brigittenstraße 3, 20359 Hamburg. Die Daten werden vertraulich behandelt, alle eingehenden
Berichte und Protokolle an die Untersuchungskommision weiter geleitet und abschliessend gelöscht und/oder vernichtet. Auf Wunsch werden die Protokolle auch nur anonymisiert weitergegeben!


Besucht euren Fanladen persönlich oder virtuell (www.stpauli-fanladen.de)
Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 15.00 bis 19.00 Uhr sowie vor und nach den Heimspielen der Profis
Quelle: Fanladen St. Pauli, Brigittenstr.3, 20359 Hamburg
Tel. 4396961, Fax. 4305119, email: info@stpauli-fanladen.de

Das Versprechen des Innensenators Neumann

Innensenator Michael Neumann war wohl der Überraschungsgast auf dem Treffen am Sonnabend im Centro Soziale, wo sich Fans und Fanvertreter des FC St. Pauli über das weitere Vorgehen und das Aufarbeiten der Vorfälle beim Schweinske Cup trafen.

Senator Neumann kam privat und hinterließ ein Versprechen, – dass man die Vorfälle aufklären wolle. Auf die Frage wie man ihm das Glauben solle, wenn man sieht, wie die Jolly Vorfälle im Sande verlaufen sind, erwiderte er, dass man “überhaupt keine Beweis für seine Glaubwürdigkeit habe, man ihn aber in einem Jahr einen Lügner nennen könne”, wenn die Vorfälle nicht aufgeklärt wären. Er ergänzte “Ich lasse mich an meinen Worten messen, deswegen bin ich hier.” – wie Norbert dokumentiert.

Angst und Schrecken

Christian Bönig, dem Pressesprecher des FC St. Pauli, soll es laut Hamburger Abendblatt die Sprache verschlagen haben, als er auf die Gegenrede der Hamburger Polizei zu dem Nazi-Hools Angriff beim Schweinske Cup 2012 angesprochen wurde. Kein Wunder:

Nicht nur, dass die Schilderungen der Polizei, völlig neu sind, keinerlei Augenzeugenberichte oder vorherige Polizeimeldungen hatten von einer Fangruppe der St. Paulianer berichtet, die vor dem Turnier „Angst und Schrecken“ verbreitet haben soll, ihre Kriegsrhetorik allein ist verleumderisch.

Erdbeben, wie in Chile, verbreiten Angst und Schrecken (Tagesschau) oder Dschingis Khan seinerzeit. Milizen in Syrien oder Nazis in Thüringen.

Mich erfüllt mit Schrecken, dass die Nazis aus Lübeck so agieren konnten und durften, und vor einer Polizei, und einer politischen Klasse, die solche Verleumdungen unwidersprochen lässt, habe ich Angst!

Update: Auch der Übersteiger Frodo fühlt sich verleumdet, und als Augenzeuge wohl zurecht.

Update2: Und die Bloggerin Jeky führt zum richtigen Humor zurück …!

Schweinske – Und nu? / Voraussetzungen für einen Dialog

Wenige Tage nach dem Nazi-Hools-Angriff auf den St. Pauli Block beim Schweinske Cup und dem nachfolgenden Polizeieinsatz, stellt sich die Lage anders da, als von Veranstalter und Polizei dargestellt und von den meisten Medien kritiklos kolportiert.

Die Pressekonferenz des FC St. Pauli und seine differenzierte Stellungnahme sind wichtige Schritte zur Aufarbeitung der Geschehnisse. Nicht zuletzt, weil dadurch erst ein Diskurs in die Wege geleitet wird, der die Möglichkeiten einer Entwicklung bietet.

Innensenator Michael Neumann hat via Hamburger Abendblatt zu diesem Diskurs eingeladen, der am Donnerstag beginnen soll. „St. Pauli“-intern ist er bereits in vollem Gange.

Imho sind einige wichtige Parameter und Annahmen aber Voraussetzung, damit ein solcher Dialog überhaupt sinnvoll beginnen kann:

1. Die Polizei und Innenbehörden sind als Exekutivorgane Akteure und müssen Subjekte Objekte der Ermittlungen sein.

2. Die Berichterstatter und Medien müssen sich hinterfragen und endlich journalistischen Grundanforderungen nach kritischer Begleitung der Staatsmacht genügen.

3. Fußball ist politisch.

4. „St. Pauli Fans gegen rechts“ ist keine leere Formel – hinter der man sich allerdings auch nicht verstecken darf.

(5. Mehr Hippietum würde uns ganz gut tun.)

Ich bin gespannt, ob der Innensenator einen tatsächlichen Dialog führen kann. Von seinen bisherigen Äußerungen wird er dafür abrücken müssen!

Bravo FCSP! – Stellungnahme des FC St. Pauli zum Schweinske Cup 2012

Wir möchten an dieser Stelle festhalten: Der Aufenthaltsbereich der St. Pauli-Fans auf der Kopftribüne sowei im WC-Bereich ist zweimal von Lübeckern etc. angegriffen worden, woraufhin sich St. Pauli-Fans gewehrt haben. Es handelte sich hier mitnichten um eine „Fußball-Randale“, bei der zwei Gruppen nur die Auseinandersetzung im Sinn hatten. Die Lübecker Fans konnten sich nach der Aktion ungehindert in ihren Bereich auf der Westtribüne zurückziehen und feierten dort ihren zweifelhaften „Erfolg“, u.a. mit „Ramba Zamba“-Gesängen, offensichtlich eine Anspielung auf eins der entwendeten Transparente. Warum erfolgten hier keine uns bekannten Ingewahrsamnahmen, obwohl doch aus dieser Lübecker Gruppe für jeden ersichtlich Straftaten begangen wurden?

Ganze Stellungnahme des FC St. Pauli zum Polizeieinsatz und Hools-Überfall beim Schweinske Cup 2012 …

Schweinske Cup 2012 – Gegen die Ignoranz. FC St. Pauli, beziehe Stellung!

– be non established –

In die Berichterstattung über Gewalt bei Fußballspielen oder wie am Freitag geschehen, bei Hallenturnieren wie dem Schweinske Cup in Hamburg, hat sich seit einigen Jahren eine Geisteshaltung eingeschlichen, die sich nur vordergründig als journalistische Sorgfalt tarnt, der in Wahrheit eine gefährliche Ignoranz und mangelnde Differenz innewohnt. Aus allen werden Täter, regelmäßig. Opfer ist dann der Sport, oder der Veranstalter. Menschen nicht mehr.

Diese Distanz-schaffende Vermengung schlägt sich dann in Formulierungen nieder, die wir auch im Zusammenang mit dem Hooligan-Überfall auf unseren Block in der Alstersporthalle lesen konnten: von „rivalisierenden Fangruppen“ (des VfB Lübeck, des FC St. Pauli und des Hamburger Sportvereins – selbst die Aufzählung vermengt Angreifer und Angegriffene), die „randalierend“ von der Polizei „getrennt werden müssten“.

Eine einfache Form, mithilfe Journalisten, Veranstalter (oft ein Verband) und Polizei die Deutungshoheit über das Geschehene behalten wollen. Nicht zuletzt, weil man sich so wohlig die Machtmitte teilen kann. Unter dem Mäntelchen der Überparteilichkeit ist es warm.

Nach den vielen Augenzeugenberichten, die mich dieses Wochenende über soziale Medien, wie Twitter, Blogs und Facebook erreichen, wird mir dieses bigotte Kartell noch bewusster. Und ich fange an, mich aufzuregen.

Und ich fühle mich zunehmend parteiischer. Ich bin Sankt Paulianer, und darf mich genauso, wie 100% der unserer Fans und Spieler in der Alsterdorfer Sporthalle als Angegriffener fühlen.

Einige der Angegriffenen haben sich gewehrt, was auf den Fotos in den Gazetten recht gut dokumentiert ist. Zweifelsarm kann man ihnen das als Notwehr und Selbsthilfe auslegen. Unter anderen Umständen, einige sogar ob ihrer Zivilcourage als Helden feiern, und ins Schloss Bellevue einladen. Nu, das ist vielleicht ein wenig zu pathetisch, aber den Hans Frankenthal Preis gewinnt man ebenso, durch sich wehren gegen faschistische Parolen. Auch gegenüber Hools, die ihre Gesinnung als Provokation tragen.

Ich bin parteiisch, weil ich von meinem Präsidium erwarte, dass es seinen angegriffenen Fans zur Seite steht, die Aggression aus Lübeck klar benennt und anprangert, dass die Polizei statt St. Paulianer_innen zu schützen, Pfefferspray wahllos gegen Familien sprüht.

Das Andererseits darf nicht fehlen und nicht ausgelassen werden. Allerdings aus einer eindeutigen Position heraus, die uns gegen Nazihoools aus Lübeck und dem Volkspark verortet, gegen Polizeigewalt und mediale Ignoranz.

Schweinske Cup 2012: „Fußball-Fans aneinander geraten“

Es war kurz vor 19:00 Uhr, als die ersten Meldungen über Twitter meinen Stream erreichten, Hools des VfB Lübeck hatten, unterstützt wohl von einschlägig bekannten Rautenhools, unseren Block überfallen, geprügelt und zwei Fahnen geraubt.

Die Polizei soll dann mit Startbahn-West Methoden, Pfefferspray und Schlagstockeinsatz, viele Unbeteiligte und Kinder getroffen haben.

„Okay, diese Typen kommen in die Halle, alle einheitliche Shirts, brechen sofort durch und werden nur von einer eher zufällig da rumstehenden Polizeieinheit daran gehindert, gleich rüber zu kommen. So ihr liebe Leser, habt nun den Taktikhut auf: Ihr habt 200 Kräfte vor Ort, ihr habt 80 Leute, deren erste Aktion ist einen Sturmversuch zu starten, ihr habt 1.000 Leute, die ziemlich derbe reagieren. Nun kommt die Meisterfrage, was macht ihr?

Denkt mal in Ruhe drüber nach. Wie wäre es mit folgender Lösung: Den 80 Leuten stellt ihr 10 Beamte an die Seite, ohne Helm und locker formiert. Die 1.000 Leute kesselt ihr mit behelmten Kräften komplett ein. Wärt ihr jetzt nicht drauf gekommen? Die Hamburger Polizei schon.“

Weiterlesen beim magischerfcblog

Reaktionen:

Aber Danke an alle Idioten, Schwachmaten und Hohlköpfe die das zu verantworten haben. Trefft Euch auf dem Acker Dienstags Abends aber lasst unseren schönen Sport in Ruhe – ihr macht ihn kaputt!!!!!
-Ralph Gunesch (fb)

VfB’ler sind in den Sankt Pauli-Block sowie in den Block i sich wild prügelnd eingedrungen. Sämtliche Bier- und Fressstände zerstört. Das Tränengas reizt die ganze Halle. Die Spieler Husten ebenfalls. Der Gästeblock ist jetzt leer.
-Mara C. (fb)

halle, security und polizei haben versagt. unfähig für sicherheit zu sogen. lübeck (inkl hsv) haben angegriffen und bannergeklaut. st.pauli hat nur flaggen verteidigt. polizei war überfordert und hat erstmal stpauli angesprayed. ich war 10 sitzreihen vom geschehen entfernt und habe pfefferspray abbekommen. schweinereicup.
-Miguel M (fb)

Pros and 2nd Team of FC St. Pauli qualify for popular Indoor Turnament „Schweinske Cup“

There are only a few Indoor tournaments which are so popular for football supporters like the Schweinske Cup, starting tomorrow.

FCSP is defending its title of „Hallenmaster Hamburg“ from 2011 and with the 2nd rank at the „Viva con Agua Cup“ the amateurs from FC St. Pauli II also qualifying the FCSP now starts with two teams.

Of course, when the Boys in Brown II challenge the Pros we sing with our „Zweiten“!

Information on the Schweinske Cup (named after a Restaurant in HH): LINK

Viva Con Agua Cup Sieger und FCSP 2 qualifizieren sich für Schweinske Cup

Der Januar ist Hallenfussball Saison und unsere Fans und unsere Spieler sind ganz heiss auf die Verteidigung des Schweinske Cups aus dem Vorjahr.

Der SC Condor gewann das Finale des Viva Con Agua Cups gestern Abend und darf sich gegen den FCSP 2 als Hamburger Hallenmeister freuen. Der FC St. Pauli stellt mit seiner Zweiten nu zwei Teams beim Schweinske Cup. Die Jungs der FCSP II hatten zuvor in einem spannenden Spiel den AFC aus Altona aus dem Rennen geworfen.

So müssen wir ab morgen nach dem hsv auch auf den Nachbarn aus Altona verzichten.