Hannover 96 macht auf Cleveland Indians

Es ist eine Szene, die Filmgeschichte schrieb: In dem Baseballfilm „Cleveland Indians“ versucht eine Truppe von abgehalfterten Profis verzweifelt, die Meisterschaft zu gewinnen, nachdem sie erfahren haben, dass sie nur geholt wurden, um abzusteigen.

Zur Motivation stellen sich die Kerle eine Aufstellpuppe ihrer Managerin in die Kabine und entblättern sie mit jedem Sieg.

Hannover 96 motiviert sich mit Sylvie van der Vaart Meis

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Sexismus: Auto-Thomsen provoziert mit „Pussie-Bande“ am Millerntor

Der FC St. Pauli sorgt mit einer sexistischen Bandenwerbung für Nissan/ Auto-Thomsen (11 Mal in Hamburg) für Unmut. Anders, als bei der unglücklichen Heimniederlage gegen Stuttgart ist der Vermarktung des Klubs mit der Bande („Nix für Pussies“) ein echtes Eigentor gelungen. „Sexismus: Auto-Thomsen provoziert mit „Pussie-Bande“ am Millerntor“ weiterlesen

fanfeed: Sexistische Kackscheisse zur Frauen-Fußball-WM

Fanfeed aggregiert Inhalte zum Thema Fußball in eigenen Beiträgen und strickt darum herum Artikel-Füllstoff – das unter anderem auch für den FC St. Pauli für dessen Live-Fanfeed „Millerntorlive“. Nun ist gerade Sommerloch und Fußball WM der Damen. Da liegt es doch nahe, „die heissesten Geräte“, gemeint sind Spielerinnen, aus den Teams zu zeigen. Eine immer wiederkehrende sexistische Kackscheisse, Nationalspielerinnen zu Sexobjekten zu degradieren, hinter denen die Fußball spielende Person verschwindet. „fanfeed: Sexistische Kackscheisse zur Frauen-Fußball-WM“ weiterlesen

FC St. Pauli VIP Logen: Gilt hier nicht auch die Stadionordnung? #sexism

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Susis Showbar musste von der Fanschaft dazu gedrängt werden, ihren Stangentanz in der VIP Loge sein zu lassen. Akzeptiert hat Susi das nie. Heute habe ich mir die Astra Loge angesehen und muss mich fragen, wie ein offensichtlich sexistisches Motiv, wie das oben in unserem Stadion hängen kann?

Sind VIP-Logen Zonen, in denen unsere Stadionordnung nicht gilt? Natürlich nicht!

Ich fordere Astra auf, ihre Loge umzudekorieren und vom Verein, dass er die Werte des FCSP auch und gerade ggü Sponsoren durchzusetzen.

Mach Dich grade Nordkurve #Sexismus #Homophobie

Es ist kein Problem der Nordkurve allein, dass sich homophobe und sexistische Artikulationen auch am Millerntor noch halten, dort wird es aber gerade offen sichtbar, dass unsere Fanszene nicht nur immer noch eine Menge Arbeit mit sich selbst hat, auch dass in den letzten Jahren die Energie erlahmt ist, das Thema in den Konflikt zu bringen. Nun taucht heute ein Foto (auf Wunsch entfernt) in sozialen Medien auf, das eindeutig sexistische und homophobe Sticker eines Nordkurven-Stehers auf seiner Kutte zeigt. Kurz: Diese Sticker dieser Typ haben am Millerntor nix verloren.
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Sexistische Kackscheisse oder Boulevard-Ballermann? #LennartThy

Lennart Thy als Spieler vom FC St. Pauli; Source: Wikimedia, Author: Northside
Lennart Thy als Spieler vom FC St. Pauli; Source: Wikimedia, Author: Northside
Lennart Thy und das gesamte Team des FC St. Pauli sind von der BILD und anderen bunten Medien auf den Boulevard geschleift worden; angeblich gab es eine sexistische Attacke gegen ein Penthouse-Model am Strand von El Arenal.

Das wäre natürlich ein Super-Gau, wenn er stimmte – nur einen Tag nach der Empörung über den DFB, könnte diese noch größer ausfallen. Allerdings traue ich der BILD-Redaktion jede schmutzige Verdrehung der Wahrheit zu und halte mich mit meinem Urteil sehr zurück. Soweit ich weiss, ist das „Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus Sankt Pauli“ an der Sache dran und mit dem Verein im Gespräch. Da ist die Sache sicher besser aufgehoben, als auf dem Boulevard.

Stadion-Bande gegen Sexismus und Homophobie.

Gestern wurde auf Kiezhelden der letzte Rest an Spenden eingesammelt, heute ist sie schon fertig: die neue Bande im Millerntor-Stadion gegen Sexismus ist aufgehängt: „Football has no gender“

Foto: FCTSPAULI.COM
Foto: FCTSPAULI.COM, „v.l. Tjark H. Woydt (Präsidium), Dorit Moysich (Projektleitung Kiezhelden), Anne Schick (Aktionsbuendnis gegen Homophobie und Sexismus), Mirko Woitschig (Fanclub Sprecherrat), Rene Born (AFM Vorstand)
Fussball, FC St. Pauli, Praesentation Bande ‚Football has no gender‘ im Stadion Millerntor“

 

 

 

 

Der FC St. Pauli setzt gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus und seiner sozialen Seite KIEZHELDEN ein weiteres sichtbares Zeichen gegen Sexismus. Zwischen der Gegengerade und der Südkurve des Millerntor-Stadions wurde eine braune Bande angebracht, auf der in weißer Schrift „Football has no gender“ zu lesen ist.

„Football has no gender“

„Nach dem Hissen der Regenbogenfahne auf dem Dach des Stadions ist die Bande mit diesem Statement ein weiterer Schritt in unserem Kampf gegen Sexismus und Homophobie im Fußball“, erklärt St. Paulis Vizepräsident Tjark Woydt.

Mirko Woitschig vom Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus begrüßt dieses im Stadion sichtbare Zeichen: „Wir wissen dieses Zeichen wirklich sehr zu schätzen und freuen uns darüber hinaus sehr, soviel Unterstützung und positives Feedback aus allen Ecken des Vereins und der Fanszene bekommen zu haben.“
Unterstützung für die Bande erhielt das Aktionsbündnis von KIEZHELDEN, dessen zehntes Projekt die Teil-Finanzierung der Bande war, sowie durch die Abteilung Fördernde Mitglieder des FC St. Pauli und den Fanclub-Sprecherrat.

Ein Zeichen für Vielfalt und gegen Homophobie

Der FC St. Pauli hat darüber hinaus Vertreter der Vereine, die die Berliner Erklärung gegen Homophobie unterschrieben haben, vor dem Spiel gegen den SV Sandhausen eingeladen, um weitere Schritte im Kampf gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung zu diskutieren.

Friede, Freude Gegengerade?

Es war schön mittenmang zu stehen, auf der neen Gegengeraden und aus voller Brust YNWA zu singen. Auch wenn das inszeniert war, und der echte Roarr noch nicht so recht den Weg auf diese frische Betontribüne fand.

Und es war gut, dass das Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus Flagge & Flyer zeigte, und wie sich heraus stellt: bitter nötig war es auch.

Es ist ein Verdienst der kritischen Geister unserer Fanschaft und in der Blogosphäre (ja Momo meine ich) und rund um das Millerntor, dass diese Themen immer wieder aufs Tablet kommen, die verhindern, dass sich diese Fanschaft gemütlich ausruht auf dem tatsächlich Erreichten und dem vermeintlich.

Natürlich haben wir im Stadion ein genau so gelagertes Sexismus und Rassismus-Thema, wie überall in der Gesellschaft. Nur, weil sich keine ausgesprochenen Nazis mehr zu uns trauen, sind wir, mehrheitlich weiß, hetero und männlich, nicht gefeit vor dummer Anmache aus den eigenen Reihen.

Was mal wieder engagierte Frauen uns zurufen müssen, sicher nach reiflicher Abwägung, ob man ihm Freudentaumel überhaupt gehört wird. Deswegen ist Annehmen, Sackenlassen, Mitwüten wichtig. Lasst das Abtun, das Abwälzen auf „die Neuen“ – stellen wir uns: „Our journey is not complete!“

Zu unser Flyeraktion heute: Vielen Leuten schien das von uns angesprochene Thema aus dem Herzen zu sprechen. Danke fürs tolle Feedback!
ABER, und jetzt müssen wir die Supi-Dupi Gegengeradeneröffnungsparty dann dochmal sprengen! Was von Teilen, nicht wenigen, Gegengeradenbesuchern gegenüber einigen unserer (vornehmlich weiblichen) Gruppenmitgliedern an Bermerkungen gemacht wurden geht nicht und werden wir auch nicht dulden!
Hier ein paar Beispiele:
– „Wenn man sich so kleidet wie Du, darf man sich über sexistische Äußerungen nicht beschweren.“
-„Was soll das Sexismus ist doch nicht schlimm.“
Dass saufen für viele Leute wichtiger ist als Fanaktionen, wissen wir ja schon, macht die Sache mit blöden Kommentaren dann trotzdem auch nicht besser.

Dazu sei gesagt, falls jemand sein Zitat hier wiedergefunden hat, darf er uns gerne entliken und auch sonst dem Millerntor fern bleiben.
Keiner braucht Sexisten auf St. Pauli! Wer das auch so sieht darf sich gerne uns anschließen.

Stadion-Dominanzgesellschaft #profcsp

Wo wir schon mal dabei sind, uns zu hinterfragen, #profcsp, sei auch der bei metalust weiterdiskutierte Kommentar von Noah noch einmal zitiert …

»Kann ich mich drauf verlassen, dass im Stadion rassistische Comictransparente sofort abgehängt werden? Nein. Muss ich mir rassistische Sprüche anhören und weiß, dass das dann nicht groß thematisiert wird? Ja. Werden zwei Schwarze Frauen schon mal ohne jeden Anlass bepöbelt und alle glotzen doof und niemand schreitet ein? Ja. Sind das Einzelfälle? schön wärs. Bei ‘zehn’ hab ich aufgehört zu zählen und meine Dauerkarte verschenkt. Ist die Bude schlicht und einfach weit davon entfernt, ein ‘safe space’ zu sein? Aber Hallo. Bildet der Verein (die Angestellten) sich fort, was und wie Antirassismus eigentlich überhaupt ist und funktioniert? Nein. Kann ich eine Combo ernst nehmen, die gegen Rassismus sein will, sich aber über ihre eigenen Exklusionssignale und -Gepflogenheiten keine Gedanken macht? Nein.«

Digitale Dominanzgesellschaft #profcsp

Wo wir gerade dabei sind uns zu hinterfragen … #profcsp
… kann ich euch einen Blog ans Herz legen, …

»Denn die Facebook- und Twitter-Revolutionen, diese Mitmach-Politik, von denen hierzulande seit der “Grünen Revolution” im Iran so euphorisch gesprochen wird, entsteht auf dem Rücken von vielen zugunsten einiger privilegierter Menschen, zu denen logischerweise auch Frauen gehören. Dass wir rund um die Uhr an Politik teilhaben können, uns vernetzen, kommunizieren und theoretisieren und überlegen, wie das Netz dieser egalitäre Raum bleiben kann ohne staatliche Zugriffe, übersieht, dass wir schon längst Teil einer dominanten und dominierenden Sphäre sind, die andere ausschließt und ausbeutet.

Dabei wären das Netz und die neuen Kommunikationsformen und -techniken noch viel machtvoller, würde versucht, diese Ausschlüsse aufzubrechen oder zumindest nicht weiter fortzuführen. Der wohl schmerzloseste Beginn wäre eine Debatte darüber, ob unsere Theoretisierungsversuche eines transnationalen Wissen- und Machtraumes auch wirklich alle einbezieht, welche Stimmen in der Diskussion darüber bisher außen vor bleiben.« — Medienelite

St. Paulis Susis Showbar Loge am Millerntor – und der Unterschied zwischen Sexismus und Sexyness

Tita von Teese vs Susis Showbar

Ritsch zeigt sich kompromissbereit: „Wir haben zur Kenntnis genommen, dass einige Fans Frauen gegenüber nicht so freundlich eingestellt sind. Deshalb haben wir beschlossen, gegen Kaiserslautern genauso fußballbegeisterte Boys wie Mädchen einzuladen. Sie sollen unsere Freude über ein erzieltes Tor durch ihre Tanzdarbietungen an der Stange zum Ausdruck bringen.“

… schreibt die Mopo – und lässt das Zitat unwidersprochen, dass sich „nur“ wenige Fans des FC St. Pauli an der „Trockenfickerei“ an den Stangen in der Loge stören. Der Konflikt liegt hier ganz woanders: Das was für mich und sicher auch andere St. Paulianerinnen unerträglich ist, sind die Macht und Machismen, die in Logen hinter getönten Scheiben nicht nur die Mädels zu Lustobjekten machen, sondern das ganze Millerntor zur Sexfolklore gleich mit. Gerade gestern habe ich ein kurzes aber wichtiges Gespräch darüber geführt, was denn der Unterschied zwischen Tita von Teese (Foto) und einem Tabledance mit „Schantalle“ auf der Reeperbahn ist. Es ist schlicht die Kunst, Frauen als Subjekte zu erhalten, die in ihrer Rolle ihre Würde wahren können. Ob das gelingt, hängt imho natürlich elementar mit dem Umfeld (Loge) und den Betrachtenden (Männer, die Logen besuchen/sich leisten) zusammen. „St. Paulis Susis Showbar Loge am Millerntor – und der Unterschied zwischen Sexismus und Sexyness“ weiterlesen