Angela Merkel und Vollbier

„Social Status Websites“ nennt man Internet-Seiten, die dem Nutzer in der Regel Countdowns oder Statusmeldungen anzeigen, die man in „Entweder-oder“ ausdrücken kann.

Aktuell sind mir zwei über den Weg gelaufen, die unterschiedlicher nicht sein könnten:
„Ist Merkel (noch) Kanzlerin?“ – und wenn ja, wie lange noch? – und „Gibt es am Millerntor Vollbier?“

Vollbier am Millerntor?

Letzteres ist ein Service des Fanclubs, Ding Dong Feierabend. Das sind die mit den tollen „Bierwärmern

„STELLUNGNAHME ZUM DFL-PAPIER „SICHERES STADIONERLEBNIS“: Gernot Stenger macht die beleidigte Leberwurst. #fail

Da macht sich die halbe organiserte und desorganisierte Fanschaft des FC St. Pauli die Mühe, sich die Frechheit, die sich Grundsatzpapier der DFL „Sicheres Stadionerlebnis“ nennt, auseinander zu nehmen, argumentativ, dabei das Präsidium aufzufordern, „aktiv Einfluss zu nehmen“ im Sinne des FC St. Pauli und dessen, was ihn ausmacht. Da legt der 1. FC Union Berlin vor, mit einer dezidierten und fundierten Stellungnahme – und dann das hier.

In a nutshell heisst das imho:

Mimimi, wir machen jetzt auf Druck der doofen Fans nicht mehr weiter. Da wir aber vor allem vor den Funktionärskumpels beim DFB nicht doof dastehen wollen, Gernot im besonderen, weisen wir nochmal darauf hin, dass wir uns nur der Mehrheit beugen (ein paar Vernünftige waren wohl darunter) – und deswegen auch nicht mehr „aktiv Einfluss“ nehmen können.

Das ist schlimmste Schwarzer-Peter-Politik, mit der Gernot Stenger St. Pauli und seinen Fans und Mitgliedern die Brocken vor die Füße kotzt. Ehrlich Gernot, dann hab wenigstens die Größe und trete sofort zurück!

HALLOOO? ICH GLAUB ES HACKT! – Natürlich sollt ihr weiter AKTIV EINFLUSS NEHMEN – ABER IN UNSEREM SINNE!!!! „„STELLUNGNAHME ZUM DFL-PAPIER „SICHERES STADIONERLEBNIS“: Gernot Stenger macht die beleidigte Leberwurst. #fail“ weiterlesen

„Sicheres Stadionerlebnis“ – nu auch Du Gernot!

Die DFL brütet was aus.
Eine Kommission aus sechs Vereinsvertretern soll OHNE Beteiligung der Fans oder Fanvertretern die Repression und das disziplinarische Eigenleben dieses ominösen Verbandes weiterdenken, verschärfen und legitimieren. Mittendrin: Der Vize-Präsident des FC St. Pauli, Gernot Stenger.

Ich verweise an dieser Stelle auf die vorbereitenden Analysen vom „Magischer FC Blog“ und der „basch

Ich mag Gernot Stenger, vielleicht, weil er durch seine Erscheinung und die in Jahrzehnten abgeschliffene Art die Sprache eines Juristen zu sprechen eher unsympathisch wirkt. Ich habe bei ihm – und nur bei ihm – den Wunsch wahrgenommen zu vermitteln. Mich erreichen Berichte, nach denen er als einziger im Präsidium bereit war, mit der Stadt, der Polizei, all diesen Zirkeldemokraten in den Innenfight zu gehen. Vielleicht ist ihm das ja nicht gut bekommen.

Anders kann ich mir nicht erklären, wie man als Vize-Präsident des FC St. Pauli so vorgehen kann, wie es Gernot und Bernd-Georg tun (Orth ist ja, bis auf kurze Besuche in Lokalredaktionen, abgetaucht). Letztlich, so muss man feststellen, agiert dieses Präsidium GEGEN seine Fans. Am Ende der Analyse, ist den Herren der konsumierende Sympartysant näher, als die aktive und desorganiserte Fanschaft des FC St. Pauli.

Das war im Übrigen schon immer so, zumindest habe ich das so wahrgenommen, dass Fanschaft, Fanladen und Jolly Roger sich nicht immer vertragen haben mit der Organisation und Verfilzung eines Fußballvereins. Enttäuscht bin ich nicht, habe ich von diesen Herren nichts anderes erwartet. Fordern werde ich es aber immer wieder:

Schließt die Reihen, wendet euer Gesicht denjenigen zu, die uns kontrollieren, gängeln, und am Ende vertreiben gedenken – Seid souverän, autonom und Sankt Pauli.
Oder geht.

Es gibt kei­nen Mit­tel­weg, ihr müsst euch ent­schei­den, auf wel­che Seite ihr steht und ich habe Angst, dass alle un­se­re Träu­me und Hoff­nun­gen aber­mals bit­ter ent­täuscht wer­den, wenn ihr eure Wahl trefft. Ger­not, der du an die­ser Kriegs­er­klä­rung mit­wirkst. Du meinst es so gut, du hast so viel ge­lernt, wir haben so viel ge­spro­chen, und du bist ein her­zens­gu­ter Mensch. Lei­der zeigt das nur deut­lich, dass du genau weißt, was du tust. Bernd, ich er­in­ne­re mich wie ges­tern an die Hand­schlä­ge und un­se­re Gra­tu­la­tio­nen zur Prä­si­dent­schaft noch auf der Bühne des CCH. Du, der Schat­ten­prä­si­dent mit Am­bi­tio­nen, der tolle Typ. Dass du den “Kodex” un­ter­schrie­ben hast, ob­wohl du genau wuss­test, wel­chen Weg die­ser ebnen soll­te und dass es in un­se­rem Ver­ein, in des­sen Namen du das getan hast, tief­ge­hen­de Dis­kus­sio­nen zu den The­men gibt – ich konn­te es nicht fas­sen. Ist das wirk­lich der geile Ehr­geiz, der reine Op­por­tu­nis­mus dem Ver­band ge­gen­über? Ste­fan, gibt’s dich noch? Jens, Tjark, wo steht ihr?

… via basch
… der Autor ist Mitglied im „Club der 39“