Congstar – woran man merkt, dass man den richtigen Partner hat

FCSP und Partner Aktion zur Woche gegen Rassismus

Congstar und St. Pauli, das ist eine gewachsene und gute Partnerschaft, auch dieses Blog hat bspw. über das Engagement des virtuellen Mobilfunkbetreibers für unsere E-Sportabteilung schon berichtet und ich habe keinerlei Anlass zu glauben, dass congstars Engagement generell oder aktuell bei der Aktion „Kein Platz fuer Rassismus“ geheuchelt ist.

Gegenseitiger Imagetransfer bleibt eine sensible Kiste

Vordergründig partizipiert der Sponsoring-Partner, so ist das auch gedacht und dafür wird ja auch bezahlt, vom positiven Image des FC St. Pauli. Wobei es natürlich erstrebenswert wäre, wenn dies auch andersherum wirkt; also positiv. Darüber hatte ich seinerzeit schon mit dem GF von Congstar, Peter Opdemon, im St. Pauli Podcast gesprochen. Negativer Imagetransfer von einem Werbepartner auf den Verein geht nämlich auch, wie wir ja immer mal wieder, am Beispiel von Astra oder Under Armour, feststellen.

Vor dieser Situation ist auch die beste Partnerschaft nicht gefeit, wie sich diese Woche zeigte.

Congstar schaltet Werbung auf ultrarechten Blogs, wie Zero Hedge – und reagiert auf Kritik

Auf Twitter hat eine Gruppe von Online Media Spezialisten, darunter die Horizont-Legende Thomas Koch, unter dem Hashtag #StopFundingHate 50 deutsche Unternehmen ausgemacht, die Werbung auf rechten Hetz- und Fake News Portalen schalten – und sie damit finanzieren.

Darunter ist auch Congstar, das bspw. auf dem rechtsaussen Blog Zero Hedge wirbt. warb.

https://twitter.com/MikiMaur/status/1370186998087028736

Zero Hedge ist, das wird nach schneller Recherche klar, ein No-Go für Brands mit Anstand. Bei Twitter für immer gesperrt, fördert sich dieses Blog Verschwörungstheorien und bedient ultra-rechte Leser mit Hass und Hetze.

Negativer Imagetransfer zur Unzeit – und auch ein Problem für den FC St. Pauli

Thomas Koch hat Congstar dann in einigen Tweets aufgefordert, die Werbung zu stoppen und erhielt am Montag auch eine Antwort – eine, die einem Partner des FC St. Pauli gut zu Gesicht steht – und einer Partnerschaft vielleicht mehr nutzt als alle schönen PR-Texte:

„Vielen Dank für deine Nachricht. Wir sind bereits heute Morgen schon aktiv geworden und haben dafür gesorgt, aktuelle und auch zukünftige Platzierung in diesem Umfeld ausschließen zu können“

Congstar Hilfe auf Twitter

In einem solchen Fall ist schnelles Handeln angesagt und ich freue mich wirklich, dass Congstar so gut reagiert hat (uebrigens als eines der wenigen angeschriebenen 50 deustchen Unternehmen, die auf rechten Seiten werben). Der positive Imagetransfer ist gar nicht hoch genug zu ermessen, dieses Fehlverhalten eingesehen und abgestellt zu haben. So wird nämlich auch das Engagement in der Woche gegen Rassismus nicht beschädigt, was aus meiner Sicht ein Super-GAU darstellte.

Was wir jetzt brauchen: ein neues Bier für St. Pauli

Der Skandal um das rassistische Plakat der Carlsberg-Marke „Astra“ zeigt deutlich: Das Stadtteilbier Astra aus der gleichnamigen Brauerei im Viertel ist Geschichte. St. Pauli wäre gut beraten, die Aufregung der letzten 24 Stunden zum Anlass zu nehmen über das Bier für das Millerntor generell und neu nachzudenken.

Was dagegen? JA!

Dabei fallen mir zwei Ansätze ein, mit denen man die Plörre von Bier, sorry, schmeckt so, am Millerntor ablösen könnte.

  1. Einen neuen, passenderen Sponsor finden
  2. Selbst Bier vertreiben

Jetzt neu: „Sankt Pauli Pilsener“

Bei Erstens wird’s schwierig, weil der neue Sponsor genug Geld mitbringen müsste, um das bestehende Sponsoring abzulösen. Ich vermute mal, das Budget, das man ersetzen müsste beläuft sich auf 150.000 – 250.000 Euro. Außerdem ist der Biermarkt so stark konzentriert, dass man am Ende doch wieder bei einer Konzernmarke landet.

Alternativ könnte man sich einen Partner nehmen, der 

  • aus dem Viertel kommt: wie Ratsherrn Bier
  • politsch korrektes Bier braut, wie der Sponsor unseres Podcast; Sommerbecker Dachs oder andere Brauer aus HH, wie Kehrwieder.
  • sowieso schon den Kapitalismus hackt, wie Premium (das neben der Cola auch ein Pilsener vertreibt)

Hack the System and DIY, St. Pauli

premium cola fc st pauli
premium cola fc st pauli – foto: stefan groenveldt

Das Besondere an Premium Pilsener: jeder, der dieses Bier kauft oder verkauft kann „Miteigner“ werden. Warum sollte sich beim FC St. Pauli nicht ein Business Case finden lassen, der sich auf die Grundidee des Premium Kollektivs aufsetzt?

Das Premium-Kollektiv umfasst theoretisch alle, die in irgendeiner Weise beteiligt sind: Hersteller, Spediteure, Händler, Gastronomen und insbesondere auch Konsumenten. Jede/r der/die mal eine Flasche getrunken hat, ist ein Beteiligte/r und kann mitlesen sowie mitreden.

Premium Cola Kollektiv

Was direkt zu Zweitens führt: St. Pauli vertreibt sein eigenes Bier.

Was bei Viva Con Agua geklappt hat, nämlich, dass sich ein Mineralwasser mit Sinn und Herz aus dieser Fanschaft heraus entwickelt, könnte dem FCSP doch auch beim Bier gelingen.

Wer sagt denn, dass es im Viertel, in München, London, Barcelona und New York in fünf Jahren nicht „St. Pauli Pils“ vom Fass gibt, dort wo Hipster sich jetzt Astra in Knollen reinpfeifen?

Ich stehe gerne für die ernsthafte Debatte dieser Idee zur Verfügung, Andreas Rettig. 😉

Rassistische Werbung: Astra provoziert St. Pauli

Es passiert immer wieder, dass wir St. Paulianer schmerzhaft an den Abgrund erinnert werden, der Wunsch von Wirklichkeit trennt.

Astra Werbung auf der Reeperbahn, rassistisch?

Gerade letztens musste sich das Millerntor gewahr werden, dass es kein Safe Place ist, dass sexistische Übergriffe jederzeit auch bei uns stattfinden können. Da hilft keine wohlmeinende Stadionordnung. Schon gar nicht, wenn sie offenbar nicht auch für unsere Sponsoren gilt.

Einer der Sponsoren, die sich über die Werte des FC St. Pauli in meiner Wahrnehmung immer wieder ignorant hinwegsetzen, ist Astra. Die Konzernmarke, die viele im Verein zu einem kultischen Bruder des magischen FC machen. Ich sehe den Bierbraukonzern mit dem Rotlichtmarketing kritischer, wie jeder weiß, der diesen Blog liest oder einen guten Biergeschmack hat.

Pünktlich zur Diskussion, wie man Diskriminierung am Millerntor effektiver bekämpfen kann – am Freitag erscheint dazu ein Artikel u.a. in unserer Stadionzeitung VIVA – platzt diese Werbeanzeige des Billigbieranbieters.

„Wolle Dose kaufen“ spielt mit Vorurteilen und Stereotypen, die auf dem Kiez jeder kennt: den Rosenverkäufer mit indischem oder orientalischem Akzent. Nicht nur in meinen Augen klarer Rassismus.

Da erheben sich – wahrscheinlich weiße Werber und weiße Marketingabteilungen mit ihrer überwiegend prolligen weißen Zielgruppe über Menschen, die auf dem Kiez ihren Lebensunterhalt verdienen, hart verdienen. Das ist rassistisch, nicht nur meiner Ansicht nach.Astra Werbung auf der Reeperbahn, rassistisch? - Foto Facebook, mit freundlicher Genehmigung

„Hallo Astra, warum bedient Ihr eigentlich immer noch solche rassistischen Klischées?“ – Carla auf Facebook.

Provokation mit Methode – Astra auf den Spuren der AfD

Dabei hat die bewusste Gernzüberschreitung bei Astra Tradition, was diesen erneuten Ausfall besonders widerwärtig macht. In seiner Struktur erinnert das Vorgehen an Trumps Wahlkampf oder die permanenten Grenzübertritte der AfD. Die Empörung wird in das Kampagnenkonzept fest eingeplant. Als Reichweitenverstärker. Hinterher will niemand rassistisch gewesen sein, und auch in diesem Fall schickt Astra eine wachsweiche Erklärung hinterher.

„Hallo Carla, tut uns leid, wenn du unsere Werbung rassistisch findest. Das war nicht unsere Absicht. „

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Astra schadet dem FC St. Pauli

Astra schadet dieser Shitstorm vermutlich kaum, seinem Partner, dem FC St. Pauli kann diese Affäre aber sehr wohl schaden. Ein Verein, der Anti-Rassismus zu seinen Grundwerten zählt, der steckt in einem Dilemma. Meiner Ansicht nach, bleibt dem Kiezklub nichts anderes übrig, als seinen Biersponsor letztmalig abzumahnen. Jede Stunde, in der St. Pauli schweigt, erodiert die ohnehin fragile Glaubwürdigkeit, beschädigt die Marke. Und das kann teurer werden, als ein Streit mit „Rassisten“, auch wenn sie Astra heißen und gefühlte Ewigkeiten zum Klub und zum Kiez gehören.

Übrigens: wem unser Blog/Podcast gefällt, der abonniere und unterstütze ihn gerne. Dazke: https://steadyhq.com/de/stpauli

Podcast-Kommentar zu Astras Plakat

Der FC St. Pauli macht Werbung für Sky und erntet Widerspruch #Shitstorm

Werbeposting des FC St. Pauli für Sky auf Facebook
Werbeposting des FC St. Pauli für Sky auf Facebook


„Kann ich nur jedem von abraten. Mein Sohn hat bis zum Ende des Vertrages auf das Trikot warten müssen“,
… schreibt zum Beispiel Marcel S. und killt gleich den Aufmacher, der St. Paulianer in das Abo ziehen soll.

Der FC St. Pauli postet auf seiner Facebookseite einen Beitrag, der verdächtig nach Werbung aussieht. Vermutlich wegen einer Sponsoringvereinbarung lockt der Kiezklub seine Fans in ein Sky Sport Abo. Die berühmte Möhre, die den Eseln vorgehalten wird ist ein aktuelles St. Pauli Trikot

Mini-Shitstorm in den Kommentaren

Wenn ich das richtig sehe, sind alle Kommentare, die Facebook als „relevant“ kennzeichnet, sehr kritisch. So einfach lassen sich St. Pauli Fans also in sozialen Medien nicht locken.

Vernichtende Sky-Bewertung

  1. Sky ist zu teuer
    „Das Preis-Leistungsverhältnis ist schlecht“
  2. Sky hat einen miserablen Service (sagt Opa Hans)
  3. Sky nervt (durch Upsell und Rebound-Anrufe)
    „und wenn man kündigt wird man mindestens 1 Jahr mit mehreren Anrufen pro Tag belästigt“

Abgesehen von der Produktbewertung ist Sky mitverantwortlich für die Zerstückelung der Spieltage. Da kann man sich als FC St. Pauli schon ein wenig mehr Mühe geben beim Erfüllen der Sponsoringverpflichtungen, finde ich.

„Dass für Sky jetzt grad vom magischen FC Werbung gemacht wird, wo ich hier Woche für Woche unseren Liveticker anschalten muss, (weil es keinen Fußball frei empfangbar gibt, Anm. des Blogs) find ich ziemlich traurig.“ – Piet

Außerdem: muss man solche Postings nicht als „Anzeige“ labeln? Ich finde man sollte es auf jeden Fall.

Könnte ich mir die Sponsoren beim FC St. Pauli aussuchen, bwin wäre nicht dabei!

Millerntor Stadion mit dem Schriftzug "Kein Fußball den Faschisten"
Millerntor Stadion mit dem Schriftzug „Kein Fußball den Faschisten“

Ich arbeite selbst lange genug im Marketing um zwei Dinge zu wissen. Erstens, in Umfeldern, die strahlen, betreiben vor allem Marken Werbung und Sponsoring, die selbst nicht die hellsten Leuchten sind. Und zweitens ist es sehr schwer, zu einem lukrativen Sponsoringdeal „Nein“ zu sagen, wenn man eine Profimannschaft in der zweiten Bundesliga unterhalten muss.
Und trotzdem wünsche ich mir, dass der FC St. Pauli sich seine Sponsoren aussuchen könnte. Und solange er das nicht kann, soviel Rückgrat und Kreativität besitzt, dass er, wo er nicht „Nein“ sagen kann oder möchte, mindestens versucht, aus der Partnerschaft etwas „Gutes“ zu machen.
Beim neuen Sponsoren bwin, einem international agierenden Wettkonzern, kann ich das nicht sehen.
Schon beim Ausrüster Under Armour blieb es bei hehren Versprechen, der US-Sportartikelhersteller würde eine echte Partnerschaft anstreben, die über das Präsentieren von Trikots und den Imagetransfer hinaus geht. Ich bekomme da wenig von mit. Ist da etwas substanzielles passiert?
Anders ist das beim Vorzeigesponsor Levi’s. Da scheint es sogar so, dass der FC St. Pauli von dem Engagement der Amerikaner insbesondere für queere Lebenswelten eine Menge lernen kann. Das Musiksponsoring ist mit der „Musicschool St. Pauli“ klar formatiert und passt in das Fördermuster des Vereins.

Sponsoren Blabla statt echter Projekte

Dagegen strotzt die Pressemeldung von bwin und dem FCSP vor lauter Plattitüden, wie die vom „Traditionsverein“, die sich so ähnlich vermutlich in jeder Pressemeldung für Sportsponsorings findet.

„bwin freut sich auf die Partnerschaft mit St. Pauli, weil wir hier mit einem der großen Traditionsclubs Deutschlands mit einer über hundertjährigen Geschichte zusammenarbeiten, der nicht nur bei seinen Fans beliebt ist.“

Weniger Substanz geht nicht.

Statt Standardsponsoring: macht aus dem Engagement einen echten Dialog

Ich bin ja gar nicht dafür, Sponsorings pauschal abzulehnen, zumindest nicht, solange man sich seine Sponsoren nicht aussuchen kann. Aber Auflagen, Anregungen und Ideen, wie die Besonderheiten des magischen FC auf die werbende Marke übertragen werden können, das wünsche ich mir. Nein, das erwarte ich sogar.
Außerdem Transparenz darüber, wie man einen Sponsor der zweithöchsten Kategorie, „HERZ VON ST. PAULI“, dazu bringt, sich im Stadtteil zu engagieren oder die Folgen seines Handelns zu reflektieren. Offen mitzuteilen, weshalb man diesen Sponsoren genehmigt und einen anderen ablehnt. Wobei ganz interessant wäre, nach welchen Kriterien denn Sponsorings genehmigt und nach welchen Sponsoren abgelehnt werden, wie dem Vernehmen nach ein US-Start-up in jüngster Zeit?
Im Fall von bwin wären das vielleicht Workshops und Förderungen für Projekte gegen Spielsucht. Oder eine „Siegprämie“, die dann für die „Kiezhelden“ verwendet werden kann. Auf jeden Fall bitte mehr, als dieser Pressemitteilungsschaum, den ich heute in meinem Postfach gefunden habe.
Davon hat dann nämlich auch der Sponsor mehr, wetten?

FC St. Pauli präsentiert neuen Leitfaden gegen Sexismus im Stadion

Offiziell ist sexistisches Verhalten am Millerntor in der Stadionordnung untersagt, aber das Ziel, unser Millerntor zu einem Safe Place auch und gerade für Frauen zu machen, ist noch lange nicht erreicht.

Eye without a face – Photo credit: Kecko via Visualhunt / CC BY

Ob es „Achim die F****“ auf der Nord ist, die lauthals angesungen wird oder ob Sponsoren und Werbepartner sexistisch am Millerntor agieren; entweder „aus Versehen“, wie das Autohaus Thomsen oder aus Überzeugung, wie Susis Showbar oder aus mangelnder Einsicht, wie Astra Werbung: es bleibt vor allem für Sponsoren und Marketing-Partner eine Menge zu tun.

Pinkstinks, das Aktionsbündnis und der FCSP entwickeln Leitfaden für Sexismus

Dabei ist es gerade für Agenturen, Marketing-Fuzzies und Sales-Menschen – die meisten Männer (vor allem die Entscheider)  – wichtig zu lernen, was geht und was nicht. Immerhin, und das betont Stevie Schmiedel, die Gründerin von Pinkstinks immer wieder, geht es nicht darum, dass Werbung nicht sexy sein darf. „FC St. Pauli präsentiert neuen Leitfaden gegen Sexismus im Stadion“ weiterlesen

Neu auf dem Kiez: AHOI St. Pauli Rum

Ahoi Sankt Pauli Rum mit Becher, Foto: AHOI Rum

Rum und St. Pauli, das gehört für mich zusammen.

Der Hafen, die Lichter, die Sehnsucht; all das ist in einem tiefen Schluck St. Pauli Rum zu finden. Nicht nur, wenn die aus Zuckerrohr gewonnene Spirituose nach ihrer Reise über die Weltmeere in Hamburgs Hafen anlandet.

Ein Tor von St. Pauli – ein Schluck Rum aus der Pulle, besser als die schönste Bierdusche

Ich stehe am Millerntor oft mitten auf der Gegengeraden, wo bei Toren des magischen FC häufig ein silberner Flachmann die Runde macht, gefüllt mit gutem Rum. Mir gefällt das. Es muss nicht immer Bierdusche sein. Ein stilsicherer Gruß an den Torschützen und ein Ritual, das verbindet.
Seit einiger Zeit läuft mir im Viertel immer öfter ein neuer Rum über den Weg: der AHOI Sankt Pauli Rum. Eine Kreation des St. Pauli Gastronoms Christopher Stapel. Er hat den AHOI Rum nach seinem persönlichen Geschmack entwickeln lassen: ausgewogen; stark und mild zugleich.

Hipster-Trend: St. Pauli Rum ist das neue Gin

Neulich sang der St. Pauli Barde Jochen Distelmeyer vom Gin Tonic ohne Gurke und Strohhalm, machte sich gleichzeitig über den Hype um diesen lustig. Der Trend auf St. Pauli geht weg vom Hipster-Tonikum, so mein Eindruck, führt eher zurück. Rum ist das kommende Getränk, auch weil es zwischen Hansens Verschnitt und 15 Jahre alten Perlen aus der Südsee so große Unterschiede und Geschmacksrichtungen gibt.

Ahoi Rum im Schaufenster. Foto: AHOI Rum

Der AHOI ST. PAULI RUM wird an vielen Orten auf dem Kiez schon verkauft, unter anderem bei:

  • baretta in der Susannenstraße
  • im St. Pauli Museum
  • in Stanis REWE Markt
  • … und vielen weiteren Verkaufsstellen (Karte)

Ich habe mir schon eine Flasche an Bord gestellt, für die klammen aber glücklichen Momente, wenn die Leinen fest und die Arme schwer sind. Aus den Emaillebechern, die wir Segler „Muck“ nennen, schmeckt der Rum nochmal so gut. Und bei dem einen oder anderen Tor des FCSP wird das Zuckerrohr-Destillat sicher auch rum-gereicht.

USA: Große Resonanz auf St. Paulis Kritik an Under Armour

Das Statement unseres Präsidenten, Oke Göttlich, vom Freitag, in dem der FC St. Pauli sich kritisch gegenüber dem eigenen Ausrüster Under Armour äußert, stösst auf Resonanz.
Nach Kritik zuhause, auch aus diesem Blog, sorgt Okes Statement für die Globalisierung des Protestes – vor allem in den USA.

Göttlich added: “Because, dear kit supplier, the saying ‘Protect Our House’ also holds true for FC St. Pauli and its values.”
 
Plank’s optimistic opinion about the 45th president of the United States sparked controversy over the brand on social media, where #BoycottUnderArmour began trending on Twitter on Wednesday.

Meldet beispielsweise die Washington Post unter der Überschrift: „Der Widerspruch gegen UA CEO wird global“
Okes Botschaft scheint also auf der anderen Seite des Atlantiks anders anzukommen, als zuhause, wo in Teilen der Fanschaft sich klarere Aktionen gewünscht wurden.
https://mobile.twitter.com/si_soccer/status/830212295296950272
Aktionen, die es ja nun tatsächlich geben könnte, im Schulterschluss mit den Menschen in den USA, die sich ja gerade stark in die Richtung des FC St. Pauli politisieren.

Boycott Under Armour

Würde mich nicht wundern, wenn sich viele Sankt Pauli Fans dem Boycott aus den USA anschließen und ebenfalls unter dem Hashtag #boycottunderarmour mit dem Geldbeutel abstimmen.
https://mobile.twitter.com/astw0905/status/830337939561328640
 

Endlich mal mit Profis spielen #Kiezmatch2016

Timo Schultz
Timo Schultz im Trikot des FC St. Pauli. Foto: Northside, via Wikicommons.
„Wenn ich den Gegner mal richtig ärgern will, dann wechsle ich Schulle ein“, soll Cheftrainer Holger Stanislawski über seinen langen Weggefährten und beinharten Verteidiger Timo Schultz einmal gesagt haben. Was sich wenig respektvoll anhörte, ist allerdings ein glasklares Kompliment gewesen, eben eines auf Stpaulianisch. Denn was Timo Schultz in seiner Karriere ausmachte, war Kampfgeist und Ausdauer, die auch vermeintliche Schwächen in der fußballerischen Filigranität ausgleichen konnte.

Von Ostfriesland bis in die Bundesliga

‚Schulle‘, wie der heutige Cheftrainer des Jugendleistungszentrums von beinahe allen beim FC St. Pauli genannt wird, weiß, wie es ist, sich von den unteren Ligen, wo es eher mal ruppig zugeht, in die Bundesliga hoch zu arbeiten. Wie es sich anfühlt, gegen die Hochbegabten und hoch bezahlten unter den Bundesligaprofis zu spielen und zu bestehen.

Jetzt bewerben und mit Schulles Team gegen den FCSP antreten

Anfang September wird er im Rahmen des Kiez-Match 2016, ein Team von jungen Amateuren coachen und gegen die Profis vom FC St. Pauli aufs Feld führen.
Wenn Du Schulles Tipps aus erster Hand erleben möchtest:  bis Ende August kannst auch Du Dich noch bewerben – oder markiere einen Freund, eine Freundin in den Kommentaren.
Alle Infos zum Kiezmatch 2016 findest Du hier: Kiez-Match.de
#sponsored
Offenlegung: Dies ist ein Blogbeitrag, der durch die Media-Agentur Pilot aus Hamburg bezuschusst ist. Sponsored Posts bei SPNU sind mit dem Tag „sponsored“ markiert und mit dem Hashtag #sponsored publiziert.

Kiez-Match 2016: Spielen wie die Profis – gegen Profis

Fußball-Profi, ein Traum, der für viele von uns nicht in Erfüllung geht. Irgendwann entscheidet der Auswahltrainer oder der gesunde Menschenverstand erkennt, dass das eigene Talent nicht für eine Profikarriere reicht. Dann fängt man an zu studieren oder zu arbeiten und verliert den großen Traum aus den Augen. Das Kiez-Match könnte nun Deine Gelegenheit sein, dem Traum von einst wieder ein wenig Leben einzuhauchen: die Techniker Krankenkasse ermöglicht gemeinsam mit dem FCSP in diesem Herbst zum zweiten Mal das „Kiez Match“, in dem Du mit etwas Glück gegen die Profis des FC St. Pauli antreten kannst.
Professionell kicken
Eine einmalige Gelegenheit unter professionellem Coaching den Profis es FC St. Pauli zu zeigen, was in Dir steckt. Stell Dir vor, wie es sein könnte, Schnecke Kalla ausdribbeln und Robin Himmelmann Deinen besten Schuss um die Ohren pfeifen zu lassen. Bewirb Dich jetzt und sichere Dir unvergessliche Stunden und Tage in Hamburg, einzigartige Zweikämpfe und das eine oder andere Dribbling gegen Vollblutprofis vom FC St. Pauli.
Gesucht werden 20 Spielerinnen und Spieler, die am 4. Oktober 2016 in Hamburg gegen eine Auswahl der Kiezkicker antreten

Bewerberin, Kiez-Match-2016. Foto: Kiez-Match.de / Pilot Media
Bewerberin, Kiez-Match-2016. Foto: Kiez-Match.de / Pilot Media

Das „Kiez-Match“ findet am 4. Oktober statt. Die Bewerbungsphase läuft noch bis Ende August (31.8.2016).
Anders als im Vorjahr, in dem sich ganze Teams bewerben konnten, suchen die Juroren, bestehend aus Vertetern der Techniker Krankenkasse und des FC St. Pauli, wie Timo ‚Schulle‘ Schulz und Thomas Meggle, sich einzelne Bewerber_innen (gefällt mir, dass nicht nur Männer sich bewerben können!) für die einzelnen Mannschaftsteile Torhüter, Verteidigung, Mittelfeld und Angriff aus.
 
Als Teilnehmer_in erwaret Dich ein rundum sorglos Paket bei Deinem Besuch in Hamburg:

  • An- und Abreise werden bezahlt
  • Übernachtung in der Superbude St. Pauli
  • Professionelle Betreuung durch Mitglieder des Trainerteams des FC St. Pauli
  • Gemeinsame Kochevents und leckeres Essen im Alten Mädchen
  • Und natürlich der Höhepunkt: Das Kiez-Match gegen den FC St. Pauli*

Bewirb Dich hier: Kiez-Match.de

* fun fact: Der FCSP spielt das Spiel auswärts bei der Techniker Krankenkasse in Bramfeld, auf den Plätzen des HSV Barmbek-Uhlenhorst 🙂
Der Trailer zum Kiez-Match 2016

#sponsored
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Brause-Klub: Lieber Premium Cola

Fritz Kola sponsert den FC St. Pauli. Die starke koffeinhaltige Brause steigt als Kiezkönig-Partner ein und versorgt zur neuen Saison die Stadionbesucher mit Brause und Cola. Ich bin über dieses Sponsoring nicht besonders glücklich, passt das Hipster-Image doch viel zu gut zu dem der Modemarke St. Pauli. Warum können wir nicht Premium Cola als Partner haben? Die kommen aus dem Stadtteil und passen in einem viel wichtigeren Aspekt zu unserem Club: Premium Cola ist strukturell kapitalismuskritisch, hackt mit seinem soldarischen und genossenschaftlichen Businessmodell den Markt. „Brause-Klub: Lieber Premium Cola“ weiterlesen

Congstar: Ein Mobilfunkanbieter als Sponsor; da war doch was?! #sozialromantiker

Neben dem klassischen Trikotsponsoring wird der Mobilfunk-Anbieter auch dieses Mal wieder aufmerksamkeitsstark in der Spielstätte rund um und im Millerntor vertreten sein.

Hihi, muss bei der Vorstellung von congstar als Hauptsponsor direkt an die LED-Bande von blau.de denken, die damals der Auslöser der Sozialromantiker-Proteste war. „Congstar: Ein Mobilfunkanbieter als Sponsor; da war doch was?! #sozialromantiker“ weiterlesen

Social Shirt Wettbewerb: Voting-Phase #St.Pauli T-Shirt

Insgesamt sind bei der Social Shirt Kampagne des FC St. Pauli mit seinem Hauptsponsor „ARD Klassenlotterie“ 80 Motive zusammen gekommen, die „satisfaktionsfähig“ waren, also anders, als meiner, der war wohl nicht Sponsoren-tauglich 😉
Mein Favorit:
Social Shirt: Eure Stimme ist gefragt!

Unter dem Motto „Create your social shirt!“ hatte die Fernsehlotterie in Kooperation mit dem Fanladen St. Pauli und Upsolut Merchandising kreative Köpfe aufgerufen, T-Shirt-Designs zu entwickeln. Der Sieger-Entwurf wird in einer limitierten Auflage produziert und für den guten Zweck verkauft; sämtliche Gewinne gehen an den Fanladen sowie an das von der Fernsehlotterie geförderte Hospiz „Hamburg Leuchtfeuer“ auf St. Pauli.
Die Resonanz war überwältigend, über 80 Entwürfe gingen ein. Eine prominente Jury (Fabio Morena, Christian Kipper, Hendrik Lüttmer, Timo Schultz, Jens Duve) hat jetzt die besten fünf Einsendungen ausgewählt – und ihr bestimmt den Sieger! Einfach unten euren Favoriten anklicken, absenden, fertig. Das Sieger-Shirt gibt es dann pünktlich zum Heimspiel des FC St. Pauli gegen den Karlsruher SC (12.03.) zu kaufen.

Das Online-Voting endet am Sonntag, den 19. Februar!

Pyro-Sponsor für den FC St. Pauli

Showact: Pyro! Ein Gruß für die "Höllenhunde auf dem Weg zur Hölle" Foto: Aylamillerntor via flickr: (cc by-nc)

„Der FC St. Pauli ist ein attraktiver Partner für Panda Feuerwerk. Der internationale Bekanntheitsgrad und die Emotionalität des Vereins passen perfekt zu unserer Unternehmensphilosophie“, sagt PeiPei Zhou, Geschäftsführer von Panda Feuerwerk. (via fcstpauli.com)

Bin ich der Einzige, der gerade diesen Sponsor sehr putzig findet, bei den aktuellen Diskussionen um Feurwerker in den Fankurven 😉

"Ein Platz an der Sonne für den FC St. Pauli" !?

FC ST. PAULI
ARD-Fernsehlotterie neuer Hauptsponsor!

Ein Platz an der Sonne für den FC St. Pauli – mit der gleichnamigen gemeinnützigen ARD-Fernsehlotterie geht der Kiez-Klub in das zweite Jahrhundert seiner Klubgeschichte. Die Kiezkicker werden mit der Aufschrift „Helfer vor – am Millerntor“ auf den Trikots auflaufen.

liest man in der MoPo – und ich weiss schon, worüber wir uns im O-Feuer unterhalten werden diese Woche: „"Ein Platz an der Sonne für den FC St. Pauli" !?“ weiterlesen