Bilanz 2013/14 – Knapp zwei Millionen Überschuss – Gutes finanzielles Ergebnis für den FC St. Pauli

Das Noch-Präsidium des FC St. Pauli lässt sich fünf Minuten länger Zeit; als sie sichtlich entspannt zur Pressekonferenz in der Haupttribüne des Millerntors erscheinen ist klar: heute wird es überwiegend freudige Nachrichten geben. Das scheidende Präsidium feilt in den nächsten 45 Minuten an seiner eigenen Legende – und in der Tat können sich die Zahlen der Abschiedspressekonferenz sehen lassen: „Bilanz 2013/14 – Knapp zwei Millionen Überschuss – Gutes finanzielles Ergebnis für den FC St. Pauli“ weiterlesen

Stefan Orth ist #forth

Der Presseraum des FC St. Pauli in der Haupttribüne des Millerntor ist gut gefüllt, als Stefan Orth neben Mediendirektor Christoph Pieper auf dem Podium Platz nimmt. Neben Pressevertretern sind auch Reporter von Fanmagazinen und der Fanbeauftragte vor Ort; die Kollegen von Stefan Orth, Bernd Spieß, Tjark Woydt, Jens Duve und Gernot Stenger sitzen abseits und tragen gute Laune zur Schau, als Stefan Orth gefasst und sichtlich auch angefasst zwei Neuigkeiten vermeldet: „Stefan Orth ist #forth“ weiterlesen

PK: Aufsichtsrat entzieht Stefan Orth und Präsidium das Vertrauen – Nordtribüne wird gebaut (Live-Tweet)

Der FC St. Pauli lädt alle interessierten Medienvertreterinnen und Medienvertreter zu einer Pressekonferenz am Dienstag (1.7.) um 11 Uhr in den Pressekonferenzraum des Millerntor-Stadions ein. Thema des Mediengespräches ist die aktuelle Situation im Präsidium des FC St. Pauli. Als Gesprächspartner steht Ihnen Präsident Stefan Orth zur Verfügung stehen.

Die Ankündigung der Pressestelle des FC St. Pauli macht mich neugierig; was ist denn die aktuelle Situation des Präsidiums?, inwiefern wirft die JHV da ihre Schatten voraus?, stellt Stefan Orth die Nachfolger von Tjark Woydt und Bernd Spies vor?

Ich bin um 11 am Millerntor und höre gespannt zu; in diesem Beitrag sammle ich dann die Updates, die ich via @stpauli twittere:

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Stadion-Bande gegen Sexismus und Homophobie.

Gestern wurde auf Kiezhelden der letzte Rest an Spenden eingesammelt, heute ist sie schon fertig: die neue Bande im Millerntor-Stadion gegen Sexismus ist aufgehängt: „Football has no gender“

Foto: FCTSPAULI.COM
Foto: FCTSPAULI.COM, „v.l. Tjark H. Woydt (Präsidium), Dorit Moysich (Projektleitung Kiezhelden), Anne Schick (Aktionsbuendnis gegen Homophobie und Sexismus), Mirko Woitschig (Fanclub Sprecherrat), Rene Born (AFM Vorstand)
Fussball, FC St. Pauli, Praesentation Bande ‚Football has no gender‘ im Stadion Millerntor“

 

 

 

 

Der FC St. Pauli setzt gemeinsam mit dem Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus und seiner sozialen Seite KIEZHELDEN ein weiteres sichtbares Zeichen gegen Sexismus. Zwischen der Gegengerade und der Südkurve des Millerntor-Stadions wurde eine braune Bande angebracht, auf der in weißer Schrift „Football has no gender“ zu lesen ist.

„Football has no gender“

„Nach dem Hissen der Regenbogenfahne auf dem Dach des Stadions ist die Bande mit diesem Statement ein weiterer Schritt in unserem Kampf gegen Sexismus und Homophobie im Fußball“, erklärt St. Paulis Vizepräsident Tjark Woydt.

Mirko Woitschig vom Aktionsbündnis gegen Homophobie und Sexismus begrüßt dieses im Stadion sichtbare Zeichen: „Wir wissen dieses Zeichen wirklich sehr zu schätzen und freuen uns darüber hinaus sehr, soviel Unterstützung und positives Feedback aus allen Ecken des Vereins und der Fanszene bekommen zu haben.“
Unterstützung für die Bande erhielt das Aktionsbündnis von KIEZHELDEN, dessen zehntes Projekt die Teil-Finanzierung der Bande war, sowie durch die Abteilung Fördernde Mitglieder des FC St. Pauli und den Fanclub-Sprecherrat.

Ein Zeichen für Vielfalt und gegen Homophobie

Der FC St. Pauli hat darüber hinaus Vertreter der Vereine, die die Berliner Erklärung gegen Homophobie unterschrieben haben, vor dem Spiel gegen den SV Sandhausen eingeladen, um weitere Schritte im Kampf gegen Diskriminierung aufgrund von Geschlecht oder sexueller Orientierung zu diskutieren.

Tjark Woydt zu DFB-Strafen: „Schweinerei“

Eine Schweinerei nennt Tjark Woydt, Vize-Präsident des FC St. Pauli die 480.000 EUR Strafen, die der Verein an den DFB zahlen musste, oder durch diese an Einnahmen einbüßte. Er adressiert hier nicht den DFB, wie ich für eine kurze Sekunde hoffte, sondern die eigenen Mitglieder und Fans – und das ist die Attitüde, die mich auf die Palme bringt.

Es ist die unerhörte Formel, in der willkürliche Verbandsstrafen ohne rechtliche Prüfung oder Gegenwehr angenommen werden – egal ob es sich um Becherwürfe von Business-Seatlern handelt, Pyros der Gäste oder harmlose Kassenrollen, die zwei Minuten einen Anpfiff verzögern – und dann gedroht wird, diese Strafen, auf die Mitglieder umzulegen.

Das ist die Einstellung, die Fans und Mitglieder ungeprüft auf die Seite der Täter stellt, eine Art „Sippenhaft aus Feigheit“ und die Pfeifen in Verbänden und Verwaltung in ihrer unrechtmäßigen Machtsucht legitimiert. Immerhin, dazke Tjark, nun kenne ich Deine wahre Agenda. Deine Haltung ist in meinen Augen eine Schweinerei!

Fast zwei Millionen Euro Steuern!

Der FC St. Pauli hat das Geschäftsjahr 2011/12 mit einem Gewinn abgeschlossen. Beim erstmals erstellten Abschluss für die St. Pauli-Gruppe (Konzernabschluss), in den zusätzlich die Wirtschaftsaktivitäten aller Tochtergesellschaften einflossen, wurde bei Gesamterträgen von EUR 30,25 Mio. ein Betriebsergebnis von knapp EUR 2 Mio. (vor Steuern) erzielt, was dann zu einem erfreulichen Jahresüberschuss nach Steuer von EUR 0,15 Mio. geführt hat.

… meldet heute Fcsp.com auf der Homepage den ersten Konzernjahresabschluss der FC St. Pauli Gruppe, wie Tjark Woydt „uns“ letzte JHV ja auch schon nannte, und was sich mindestens komisch anhört und auch ein wenig piekst.

Ich traue mir trotz kaufmännischer Ausbildung nicht zu diesen Abschluss zu bewerten (Was? Nur knapp 10% Umsatzrendite? „Versager“ ;)), aber eines fällt mir sofort auf: Wir haben 2011/2012 (das Geschäftsjahr geht sinnigerweise nicht kalendarisch, sondern bis zum Abschluss einer Saison am 30.06.) fast zwei Millionen Euro an Steuern bezahlt! Und da besteht die Stadt auch noch frech auf eine weitere Beteiligung bspw an der Domwache? Ja geht’s noch?

Ich frage mich, ob man diese zwei Millionen Euro nicht besser in gemeinnützige, Spenden-fähige Projekte im Stadtteil investieren könnte? Geht das so, dass nur die Steuerlast gemindert wird? Das fände ich St. Pauli-like!

„Fundamentalkritik“ Heute: Präsidium

Mir wird immer wieder vorgeworfen, in meinem Blog zu einer Art „Fundamentalkritik“ zu neigen. Immer dagegen, selten irgendwofür. Das sei einfacher und Aufmerksamkeit-wirksamer. Und das stimmt natürlich auch. Blogger bloggen um gelesen zu werden. Das kann man ignorieren, ernsthaft dementieren wäre aber scheinheilig.

Zu meiner Art „Fundamentalkritik“ gehört Polemik und – in meinem Fall wichtig- der Blick von Außen. Ich kenne inzwischen eine Menge toller und auch anstrengender Menschen, die sich in den Tiefen unseres Vereins engagieren; trotz der schwer zu ertragenden Politik dort.

Heute will ich „eurem*“ Präsidium einmal aufmalen, wie ich es sehe.
Satirisch, persönlich und fundamental:

Unser Vorstand setzt sich satzungsgemäß aus dem Präsidenten und seinen Stellvertretern zusammen, die alle ehrenamtlich für den Verein tätig sind.
Am 14. November 2010 wurde das Präsidium durch die Mitgliederversammlung gewählt. Das Team setzt sich wie folgt zusammen: Stefan Orth (Präsident) / Jens Duve, Dr. Bernd-Georg Spies, Dr. Gernot Stenger, Tjark H. Woydt (Vizepräsidenten).

Stefan Orth:
Du fährst tatsächlich ein Auto mit einem Kennzeichen, das Deine Initialen trägt. Jeder im Verein, den ich spreche, findet, dass Du ein netter Kerl bist. Du tust keinem weh – und änderst Deine Meinung, eben deshalb vielleicht, permanent. Eine Haltung war Dir bisher noch nicht nachzuweisen.

Bis auf Zitate in Hamburger Boulevardmedien kommunizierst Du nicht bis gar nicht mit Deinen Mitgliedern. Zumindest kommt bei mir nix an.
Ehrlich, ob Du nun Präsident bist, oder in Paderborn kackt ne Kuh …?!

Bernd-Georg Spies
Dich sieht man immer seltener. Gibt ja auch wenig zu feiern derzeit, und noch weniger Gelegenheit die lockeren grauen Strähnen auf eine halbe Seite im Abendblatt zu lächeln. Vor allem seitdem ihr die Männer bei Springer so an der Nase herumgeführt habt im Frühjahr, dass sie euch – und Dir dem Schattenpräsidenten – einen eigenen Leitartikel schenkten.

Abgetaucht trifft es ganz gut, imho. War aber auch peinlich, dass Du Döspaddel neben Paderborn die medienwirksame Sicherheitstafel unterschrieben hast. So ein Foto lässt sich dummerweise schlecht dementieren – und Stress mit den Parteifreunden haste vermutlich seit der Schweinske-Cup Nummer sowieso. Warst Du das eigentlich, der damals gegen die tolle Stellungnahme des FCSP war?

Für Dich ist hier nix mehr zu holen. Bleib in Deckung und werde meinetwegen Senator in diesem SPD-Senat. Vielleicht ernennen Sie Dich ja zum Schirmherren der Reiterstaffel?

Und nun Du
Gernot Stenger:

Du hast mich enttäuscht. Als einziger, denn Deine Emotionen und Dein Mut, den Sozialromantikern entgegen zu treten, waren zwar inhaltlich falsch (imho) – aber zeigten ein erfrischendes Maß an Engagement, das sich bei den Verfahren vor dem DFB Sportgericht in Sachen Becherwurf zu einer Akzeptanz steigerte, bei der ich hoffte, Du könntest das Bindeglied werden, zwischen verfilzter Verbandsarroganz und dem, was St. Pauli ausmacht.

Leider, und das mag Dir so gar nicht vorgekommen sein, hast Du mit Deiner Rolle beim DFB-Sicherheitspapier die Seiten gewechselt. Am Ende hast Du vielleicht die Wahrnehmung der Dinge so lange verdreht, bis Du der einzige warst, der das Ergebnis noch als „St. Pauli Like“ gesehen hat. Schade!

Jens Duve:
War auch dabei, als das Jugendzentrum drei Sterne bekam. Also auf dem Pressefoto.

Tjark Woydt:
Macht in Anleihen. Ansonsten unauffällig.

* Der Autor gehört zum Club der 39, die das aktiuelle Präsidium nicht gewählt haben.

Frauen ins Management – zum #Aktionstag „Was ist St. Pauli“?

Antwort: – Weiblich –

„Doris Fitschen fordert mehr Frauen im Fußball-Management und kritisiert, dass die Frauen-WM teilweise von Männern veranstaltet wird.“

… lese ich zum Weltfrauentag in DIE ZEIT und frage mich, wieviele Frauen denn im Management meines Vereins, des FC St. Pauli sitzen. Schauen wir mal nach … „Frauen ins Management – zum #Aktionstag „Was ist St. Pauli“?“ weiterlesen