Stövers Kehraus: Litka und Choi verlassen den FCSP

Meldung via Facebook: Maurice Litka verlässt den FC St. Pauli
Meldung via Facebook: Maurice Litka verlässt den FC St. Pauli

Sportchef Uwe Stöver lässt den jüngsten Vertragsverlängerungen mit Buchtmann und Sobota sowie der Neuverpflichtung von Knoll weitere Taten folgen.

Litka zur Ausbildung nach Uerdingen

Der FC St. Pauli verleiht sein talentiertes Eigengewächs für ein Jahr zum Aufsteiger KFC Uerdingen (die gibts noch?) und anerkennt, dass es den vielen Trainern in den letzten Jahren nicht gelungen ist, das Stürmertalent in der Profimannschaft zu verankern.

Kyoungrok Choi hat keine Perspektive auf St. Pauli

Eben dies, einen jungen Spieler in der Starelf zu etablieren, hatte man mit Choi versucht. Leider hat dies nicht geklappt; bei allen Trainern war Choi nicht die erste Wahl im Sturm.
Es bleibt die bittere Erkenntnis, dass der FC St. Pauli in dieser strukturellen Verfassung kein durchlässiger Verein ist, in dem sich vielversprechende Talente behutsam und gefördert entwickeln können. Ich hoffe, dass sich das in den nächsten Jahren ändert. Uwe Stöver scheint mit seiner Kaderpolitik diesem Umstand insofern Rechnung zu tragen, als dass er einen Kader aus gestandenen Profis zusammen stellt. Ob dann die Stunde der Jugend später noch kommt und ob Maurice Litka diese wieder in braun-weiss erleben wird, das steht bisher in den Sternen.

„Eine Ausleihe zum jetzigen Zeitpunkt macht absolut Sinn. Wir hoffen, dass Maurice viele Spiele bestreitet und einen nächsten Schritt in seiner Entwicklung vollzieht“, erklärte Sportchef Uwe Stöver.

Ich wünsche es mir aber sehr. Tschüss Kyoungrok, farwell Maurice. Im letzteren Fall ist es nur ein hoffnungsvolles „Auf Wiedersehen“.

Meggle coacht U23 – Teil 2 einer neuen Jugendstrategie?

Thomas Meggle wird U23-Cheftrainer
Der frisch gebackene Fußballlehrer übernimmt ab Sommer
In der kommenden Spielzeit 2013/14 wird Thomas Meggle, der seit dem 1. Juli 2010 Co-Trainer der Lizenz-Mannschaft ist, den Posten als Cheftrainer unserer U23 übernehmen. Im Sommer 2010 hatte Meggle, der insgesamt 184 Partien in der 1. und 2. Bundesliga sowie im DFB-Pokal (45 Tore) im Dress des FC St. Pauli bestritten hat, die Fußballschuhe an den Nagel gehängt.
Anschließend nahm Meggi unter Holger Stanislawski und neben André Trulsen den Posten des Co-Trainers ein. Im März 2013 hatte der 38-Jährige zuletzt erfolgreich den Fußballlehrer-Lehrgang des DFB absolviert.
Stimmen:
Sportchef Rachid Azzouzi: „Meggi hat vor kurzem sehr erfolgreich den Fußballlehrer-Lehrgang des DFB bestanden. Er wird ab Sommer die U23 trainieren und den nächsten Schritt in seiner Trainerlaufbahn machen. Dadurch wollen wir die Verbindung zwischen der Lizenzmannschaft und der U23 intensivieren.

Thomas Meggle: „Ich freue mich auf eine neue, spannende Herausforderung. Es ehrt mich, dass mir die Verantwortlichen des FC St. Pauli eine derart vertrauensvolle Aufgabe wie die U23 des Vereins übertragen.“

U23 bekommt neuen Trainer – Sportchef Azzouzi verlängert nicht mit Jörn Großkopf

bierchen at Trenknerweg
Die letzten Spiele zeigten deutlich, dass Michael Frontzeck konsequent auf einen neuen Jugendstil bei St. Pauli setzt. Unabhängig von der Frage, ob man den Vertrag mit Flo Bruns verlöngern sollte – #brunsbleibt! – oder akuten Erkrankungen eine mutige, aber sinnvolle Strategie, denn der Rumpf für die nächste Saison muss sich unter Wettkampfbedingungen einspielen, und dafür bleiben nur noch ein paar Spiele.
Außerdem, und das versuchte ich letzte Woche auch anzudeuten, müssen seitens der sportlichen Leitung, also von Sportchef Azzouzi, die Weichen für eine durchlässige Jugendarbeit gelegt werden, die regionale und lokale Talente in den Profikader bringt, damit Kalla und Daube keine Ausnahmen bleiben. Demnach ist es keine Überraschung, dass „der auslaufende Kontrakt mit Jörn Großkopf* nicht verlängert (wird). Das teilte Azzouzi dem Trainer der U23 mit. Ein Nachfolger steht noch nicht fest, intensive Gespräch laufen.“
Azzouzi argumentiert da in dem Sinne, den ich hier letzte Woche schon angedeutet habe: „Wir danken Jörn für seine Arbeit beim FC St. Pauli. Er hat sich immer voll reingehauen und seinen Job mit viel Leidenschaft erledigt. Nichtsdestotrotz wollen wir in der U23 neue Wege gehen. Unser Ziel muss es sein, mehr Spieler aus der eigenen Jugend in den Profibereich zu führen.
Inwieweit die Verlängerung der Verträge von Matze Hain und besonders Schulle in einem Zusammenhang stehen, überlasse ich eurer Phantasie …
*
Großkopf wechselte als Trainer im Juli 2007 vom Niendorfer TSV zum FC St. Pauli. Bei den Braun-Weißen war er vom 1. Juli 2007 bis zum 15. Januar 2009 Trainer der U19, anschließend übernahm er die U23. Insgesamt stand der 46-Jährige, der im März 2013 erfolgreich die Fußballlehrer-Lizenz des DFB bestanden hat, 144 Mal bei der U23 an der Seitenlinie.

Jugendstil auf St. Pauli

„Not-Elf“, „Verletzungsdrama“: gegen 1860 waren auf der Ersatzbank der Profis genau zwei Spieler aus dem Profikader – Fabian Boll und Akagi Gogia. Der Rest, das konnte man gut sehen, von der Gegengerade aus, waren junge, blutjunge Nachwuchs-Spieler des FC St. Pauli.

»Aber wer sind denn diese Spieler? Und warum haben es seit Dennis Daube und Schnecke Kalla keine Jungs aus der eigenen Jugend mehr in den Profikader geschafft? Trotz drei Sternen für das Jugendtalenthaus?«
„Jugendstil auf St. Pauli“ weiterlesen