„Kein Fussball den Faschisten“ – eine Message geht durch Deutschland, die der DFB gerne verdeckt hätte

Wie schnell in Zeiten des Social Web „politische Zensur“ nach hinten los gehen kann, erlebt der DFB gerade. Aus formalen Gründen und mit der Weitsicht einer Butterblume hat der Marketing-Beauftragte des DFB-Teams (aka „Deutsche Nationalmannschaft“) heute beim Training am Hamburger Millerntor, Heimat des politischen Fußballvereins FC St. Pauli, das der Gegengerade eingemalte „Kein Fussball den Faschisten“ so abgehängt, dass nur noch „Kein Fussball“ zu lesen ist. „Faschisten“ soll gemäß irgendeiner Richtlinie des DFB eine der politischen Aussagen sein, die verhüllt werden sollen, trainiert irgendwo die Nationalmannschaft.

Der FC St. Pauli ist als Vermieter des Stadions zwar nicht erfreut, ihm sind formal aber offenbar die Hände gebunden – und ganz Deutschland fragt sich inzwischen, was den DFB für Ängste umtreiben, wenn sie Aussagen gegen Faschisten abhängen, aber „kein Fußball“ stehen lassen.

KEIN FUSSBALL DEN FASCHISTEN – ist auf jeden Fall unsere Botschaft, und die lassen wir uns nicht „verdecken“

Kein Fußball den Faschisten

Erik Hauth
Als waschechter St. Paulianer verpasst der passionierte Segler selten Heimspiele und fährt oft auswärts mit. Als Kolumnist schreibt Erik Hauth für Die ZEIT online über den FC St. Pauli. Twitter: @stpauli

9 Gedanken zu „„Kein Fussball den Faschisten“ – eine Message geht durch Deutschland, die der DFB gerne verdeckt hätte“

  1. Lieber Erik, ich weiss nicht wo das Foto geloescht worden ist – koennen das nicht nachvollziehen :-/ – ist aber jetzt ja überall…zumindest in meinem News Feed…

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