HSV 0:1 Sankt Pauli - Derbysieger 2011

Happy Derbysieger-Tag

„Heute kommen die Eindrücke von damals zurück: Von Benedikt Pliquetts weißen Beinen, die er immer magisch dorthin hielt, wo sie gebraucht wurden. Stanis strubbelige, graue Mütze. Die Ecke, Bolls Fuß, das Tor von Gerald Asamoah, und die gleichzeitige Explosion des St. Pauli Fan-Blocks. Mein Herumspringen in der Westkurve, die noch wohlwollenden Gesichter der HSVler, die sicher nur an einen kosmetischen Kratzer glaubten. Das Anrennen ihres Teams und das beherzte Verteidigen unserer Jungs. Dann, endlich: der Abpfiff.“ – EH @zeitonline

cfhh HSV Ultras Chosen Few Aufloesung

Schluss mit auserwählt: Ultras Chosen Few (CFHH) geben Auflösung bekannt

Ich bin ja nun nicht als ausgesprochener Freund von hsv-Ultras bekannt, und doch kann ich Respekt bezeugen – und sollte es auch für die Auflösung der HSV Ultras CFHH, für eine konsequente Haltung von Fans: Eine von zwei Ultra-Gruppen des hsv, #cfhh, haben sich zum 31.5.2015 aufgelöst. Das war länger schon angekündigt und hat im Wesentlichen mit dem Ausverkauf des hsv e.V. an die hsv AG zu tun.

CFHH zeigen Haltung

cfhh HSV Ultras Chosen Few Aufloesung
Screenshot: cfhh, HSV Ultras Chosen Few Auflösung

 

 

 

 

 

Die Kritik, die ihnen vor allem in hsv-Umfeld nun wegen des Timings – ein paar Tage vor dem entscheidenden Relegationsspiel gegen den KSC – entgegen schlägt, zeigt mir nur eines: die verbliebenen Anhänger des hsv haben ihre Ultras nie verstanden.

Nun werden sich die CFHH bedanken, gerade aus meiner Richtung Verständnis artikuliert zu bekommen ;) – meinen Respekt für die konsequente Logik, sich beim der Auflösung des HSV e.V. eben auch aufzulösen, zeige ich gern – und, weil das von mir als St. Paulianer auch erwartet wird hier nochmal mein Choreo-Highlight in Farbe:

Chosen Few HSV-Choreo – „Der Ultrá Banner brennt“

Erneutes Gefahrengebiet ausgerufen: Altonaer Volkspark umstellt

Nach den Jagdszenen auf Dinos am Nachmittag, an dem sich auch Fußballprofis aus Berlin beteiligt haben sollen, eskaliert am Abend die Lage am Hamburger Volkspark.

Und wieder ist Altona Schauplatz schlimmer Szenen, die wir von so genannten „Fans“ nicht mehr sehen wollten. Spieler des abstiegssüchtigen Hamburger Sportvereins werden mit passiver Gewalt an der Heimfahrt gehindert. Es sollen statt Trainern und Sportchefs Eier und sogar Fussbälle fliegen.

Olaf Scholz und sein Oberleutnant haben umgehend reagiert und den Bereich um die Müllverbrennungsanlage weiträumig zum Gefahrengebiet erklärt. Wer blau-weisse Kleidung trägt kann ohne Anlass kontrolliert werden. Der Einsatzleiter der Polizei betont, dass das auch für Aufsichtsräte des HSV gilt.

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Liebe statt Leistung – was die Vorstadt vom Kiez lernen kann (HA)0

Die braunweissen Redakteure sind im Hamburger Abendblatt ja völlig outnumbered, und deswegen ist es doppelt schön, so etwas da zu lesen ;)

Dieser FC St. Pauli ist, anders als der HSV, in einer komfortablen Situation. Wenn die Mannschaft im Frühsommer zufällig aufsteigt, weil kein anderer mehr Punkte gesammelt hat, nimmt sie mal eben ein Jahr Bundesliga mit. Wenn nicht, auch kein Problem. Die Hütte ist trotzdem voll. Auch so kann Fußball gehen.

War ja auch ein Hinweis an meine Rautenbekanntschaften von mir, das Scheitern lieben zu lernen, und die Makel der Boys mit den roten Hosen ins Herz zu schließen. Bedingungslos :)

Von St. Pauli lernen, heißt lieben lernen. Siegen kommt dann von ganz alleine (oder auch nicht, who cares ;)

– wenn das so weiter geht, wird der Vorstadtclub noch zum Underdog – grrrmmmmmlkmmph, zum Glück ist bald Derbysiegertag.

„Ohne Naki habt ihr keine Chance“

Das wäre ein schöner Aufhänger für einen Blogpost gewesen, sagte mir Maik, als wir am Ende eines langen Fußballsonntags uns die Bemühungen des hsv ansahen, doch noch den Ausgleich zum 1:1 zu erzielen. Es blieb bekanntlich beim 0:1 gegen den VfB Stuttgart und beim letzten Bier des Tages und dem langen Heimweg (1.800 Meter) durch den Altonaer Volkspark konnte ich gemütlich mit Schwaben schwätzen und mir den vergangenen Tag Revue passieren lassen: „„Ohne Naki habt ihr keine Chance““ weiterlesen

#oenningkommt

Schubert war noch Trainer, da telefonierte ich beruflich mit einem St. Paulianer am Freitag letzter Woche. Schnell kamen wir auf das Thema Schuberts Nachfolge (auch die der Duves, Orths und Spies‘), als sich in meinen Gedanken ein Name festkrallte, vordrängelte und nicht mehr ging: Michael Oenning.

Der Mann, der Garant für ein juxiges halbes Jahr beim kleinen hsv, der als tragische Figur aber heimlich von mir bewundert wurde für seine engagierte Stoik. Anders als Fink schien dem Mann tatsächlich an der Mannschaft was zu liegen.

Ein Treppenwitz meiner hanseatischen Fantasie, darüber nachzudenken, Oenning zum FCSP zu holen. Einer, der sich weiter gepflanzt zu haben scheint.

„Den neuen Trainer erwartet Abstiegskampf am Millerntor … Nach Abendblatt-Informationen gehört der ehemalige HSV-Trainer Michael Oenning dazu.“, HA 29.10.12

Und wäre das so undenkbar? Immerhin haben wir mit unserer Magie schon andere Rothosen angesteckt, Stani oder Rouven Hennings.

Also ich fände das sehr campy, und feinironisch steht uns ja ;)

#wewillsurvive
#fcsp
#oenningkommt

FCSP II – HSV II – Das kleine Hamburger Derby fällt wieder aus!

Nicht nur Eisgang auf der Elbe, sondern auch Eis-harter Boden am Millerntor. Der Winter hat Hamburg im Griff und die sibirische Kälte zwingt nun ebenfalls zur Absage des schon einmal verschobenen Derbies zwischen HSV II und dem FC St. Pauli:

Die Partie der U23 gegen den Stadtrivalen (Sonnabend) wurde aufgrund der Unbespielbarkeit des Platzes und vereister Zuwegung erneut abgesagt. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.
– via Facebook

Derby-Moment (mit Anzug und Mütze)

Es ist einer der Eindrücke, die sich eingeprägt haben in meinem Gedächtnis, als nach dem Spiel Derby die Trainer des FCSP, allen voran Stani, ein weiteres Mal in unsere Kurve starteten, Hand in Hand und wie irre rudernd.

Zeitgleich liefen oben auf der Video-Wall die Sponsoren-Videos ab, die keiner ihrer Adressaten mehr sah – das Rauten-Rund war bereits verwaist. Gerade als Stani und Co unsere feiernden Fans erreichten, lief oben ein Clip von Armin Veh, mit Anzug einer italienischen Modemarke gekleidet. Unten strömte die graue Schmuddelmütze unseres Cheftrainers dagegen soviel Erdung aus, dass ich unweigerlich auspfiff, wow – so eindeutig war mir der Unterschied zwischen denen und uns selten symbolisiert worden. Ein kleiner weiterer Eindruck dieses wahnsinnigen Abends.

Alles was ihr habt ist Plastik

HSV: Was von der Plastik Choreo übrig blieb
HSV: Was von der Plastik Choreo übrig blieb

„Euer Verein ist die Großraumdisko in der Pampa, wo es bestenfalls eine schlechte Nacht gibt, an die man sich am liebsten gar nicht erinnern will. Unser Verein ist der kleine Punkrock-Gig, bei dem man die Liebe seines Lebens trifft.“

… und ja liebes Lichterkarussel (ihr mausert euch zu einem Favoriten in meinem Feedreader!), lasst uns über das „Wie“ reden!

-via MR