St. Pauli ist der erfolgreichere „Brause-Klub“

Beim 1:0 gegen den Brauseklub aus Leipzig war der FC St. Pauli nicht nur spielerisch ebenbürtig, sondern konnte auch in Sachen Energie mithalten. Ob das an dem neuen Energy-Drink-Sponsor liegt, der jetzt St. Pauli mit süßer Brause versorgt, konnte bis Redaktionsschluss nicht ermittelt werden.

Ein Vergleich der beiden Brause-Klubs fällt so aber eindeutig für den Kiezklub aus:#

  1. RB Leipzig hat seinen Vereinsnamen an den Sponsor anpassen müssen. Auf St. Pauli ist das anders, da heisst der Drink nach dem Präsidenten: OK.-e
  2. Red Bull hat zwei Fraben, rot und blau. OK.– ist bunt.
  3. Leipzig sind die Roten Bullen, und die haben einen roten Mannschaftsbus – St.Pauli hat blaue Bullen und die haben gestern ihre beiden schönsten Wasserwerfer vorgezeigt.

Ein klares 3:0 für den FCSP, so wie das Torverhältnis der letzten drei Spiele. Das ist doch kein Zufall – auch wenn Oke ob der Energydrinkwitze gestern ein wenig genervt wirkte ;))

FC St. Pauli mischt die DFL auf

„Dafür haben wir Oke gewählt“, schreibt mir K. am Abend. Da habe auch ich gerade gelesen, dass der FC St. Pauli zur DFL Sitzung am 2.12. einen Antrag gestellt hat, der Vereine, die mehrheitlich einem Sponsor gehören, von den Einnahmen aus der Gemeinschaftsvermarktung ausgeschlossen soll.

Aktuell wären das Bayer Leverkusen, Hoppenheim und Wolfsburg. Ab 2017 auch Hannover. „FC St. Pauli mischt die DFL auf“ weiterlesen

Warum „Bring Back Naki“ nix mit „Bring Back St. Pauli“ zu tun hat – ein Rant

Ich bin verärgert. Die Posse um Deniz Naki wird nu zum ausgewachsenen Shitstorm. Gegen das neue Präsidium, das für die sportliche Situation ungefähr so viel kann, wie Peter Neuruhrer. Gegen Thomas Meggle, für den uneingeschränkt dasselbe gilt. Gegen Rachid Azzouzi, der Kritik jetzt ertragen muss, aber es nicht verdient, so beschimpft zu werden. Und am Ende gegen die aktuellen Boys in Brown.

Wer jetzt „Bring Back St. Pauli, bring back Naki“ schreit und sich damit in die Tradition des Jolly Rouge wähnt, auf den reagiere ich derzeit mit offensivem Unverständnis; vulgo: SCHNAUZE!

Ich erkenne eine Intrige Kampagne, wenn ich sie sehe und bin maßlos erschüttert darüber, wie hier über den Boulevard versucht wird, hinter den Rücken der gewählten und ernannten Verantwortlichen Vereinspolitik zu machen.

Ich habe schon mehrfach geschildert, was ich von der aktuellen Heldenverehrung halte. Dem Artikel im Lichterkarussel kann ich nur nickend zustimmen. LESEN!

Deniz Naki interessiert sich vor allem für sich selbst. Wenn ihm etwas am FC St. Pauli liegen würde, dann könnte er sich solch vereinsschädigende Posts sparen, in denen er Teilinhalte von vertraulichen Gesprächen Preis gibt. In der derzeitigen Situation braucht es nicht noch einen weiteren Nebenkriegsschauplatz, auf dem sich die Egoismen der unterschiedlichsten Akteure ein Stelldichein liefern.

Da auf Facebook Personen virtuell schon wieder Amok laufen, nur einen Wunsch, weil bald Weihnachten ist: Anstatt nach Naki zu schreien, sollte in den kommenden zwei schweren Spielen gegen Ingolstadt und vor allem gegen Aalen lieber 90 Minuten lautstark die aktuelle Mannschaft unterstützt werden. Dieser Verein braucht Punkte, und das dringender denn je. Und keinen, in seinen Leistungen sowie seinem Lebenswandel, inkonstanten Selbstdarsteller.

Lotsenwechsel an Bord der MV St. Pauli

Eines der eindrucksvollsten Bilder, die bei einem Besuch an der Kieler Förde übrig bleiben, sind die eindrucksvollen Lotsenboote, die in schillerndem Orange zu den Container-Schiffen pesen, um den neuen Lotsen an Bord zu bringen. Bei jedem Wind und Wellengang steigt der Lotse vom Kanal aus und der für die offene Ostsee steigt an Deck.

Gestern auf der JHV musste ich öfter an dieses Bild denken, Oke und sein Team brausten mit orangener Signalfarbe auf den braunweissen Tanker zu, und oben an der Reling standen die scheidenden Lotsen, Stefan Orth und seine Vizes.
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„Führungsmacht ist erschüttert“ – was disruptive Entwicklungen im Management mit der Führung von Fußballvereinen zu tun hat?!

Hoch vernetzte, nicht-lineare Systeme mit einer kreisenden Erregung neigen dazu, sich selbst aufzuschaukeln – Entwicklungen werden nicht mehr vorhersehbar; wer dabei jetzt an unseren magischen FC denkt, der liegt gar nicht so falsch.

Heute hat der Aufsichtsrat erklärt, weswegen er Oke Göttlich zum designierten Nachfolger für Stefan Orth ernannt hat – und die Fähigkeit „aktiv“ und emphatisch auf Resonanzen in dem System FC St. Pauli zu reagieren, sei seine Stärke – und entspricht den Herausforderungen, die Prof. Peter Kruse an Führung in hoch vernetzten Systemen stellt: ANSEHEN und LERNEN!

Kultur und Werte sind ein Lebewesen und kein Stein.
„Sie können da keinen Stein hinlegen und sagen; das sind jetzt meine Werte“