Immerhin Derbysieger 🙁 Das Highlight einer Heimneiderlage gegen den VfL Bochum war eine Lautsprecherdurchsage

Den Bericht ĂŒber das Bundesligaspiel FC St. Pauli gegen den VfL Bochum beginne ich am besten von hinten. Die Sonne scheint und der krĂ€ftige SĂŒdost schickt kleine Wolken unter der FrĂŒhlingssonne ĂŒbers Millerntor. Mit mir stehen da noch hundert andere auf der Gegengerade, wollen irgendwie nicht nach Hause gehen, als ob sie noch was erwarteten. Geht hier noch was?

Aber es geht nichts mehr. Wild fliegen die Reste der tollen Choreo gegen „Don Schillz und Sancho Neumann“ ĂŒber die Nord. Irgendwo daneben feiern noch ein paar Bochumer. Die können das sicher auch kaum glauben, wie Bochum mit einer kompakten, aber nicht sehr prĂ€zisen Leistung die Boys in Brown besiegen konnte. Ich wĂŒnschte mich heute Nachmittag zum kleinen Derby. Highlight eines völlig verpeilten Spiels – eines Heimspiels wohlgemerkt. Dem dritten, das wir in Folge verlieren.
0:3, 0:2 und nu 0:1 – beim hsv wĂ€re das eine aufsteigende Tendenz 😉 – ĂŒberhaupt habe ich den Eindruck, ich habe mich zuviel mit dem Dino beschĂ€ftigt zuletzt – und auf Sankt Pauli?, gĂ€hnende Langeweile.
Relegationsplatzangst, das ist wenn die Konkurrenz liegen lĂ€sst und die eigenen PlĂ€ne nicht sofort funktionieren, dann wĂ€chst der Druck, und doch fehlt das Pochen im KĂ€mperherz. Blutarmut ĂŒberall, Fehlpassfestivals, als hĂ€tten sie sich kollektiv verstritten, bei der Frage, wer wohl als nĂ€chstes von Fulham oder Werder angerufen wird. Immerhin, das Gesetz der Serie lĂ€sst auf ein Unentschieden (0:0) hoffen im nĂ€chsten Heimspiel. Dann ist ja auch Buchtmann wieder dabei.
Krass, wie wichtig der Buchti fĂŒr unser Spiel ist. Dabei will ich auf Neupaulianer Trybull garnichts kommen lassen, herrlich, wie der dann sich die KapitĂ€nsbinde doch ĂŒberstreifte, als Thorandt sie ausschlug, und danach gleich aufblĂŒhte. Da dachte ich kurz: ‚Nu geht noch was.‘
Nöthe zuzusehen bringt mir auch heute Spass, ist aber traurig mitanzusehen, wie schon ab der 60. Minute bei ihm und allen Boys in Brown die Schultern sinken. Nix geht, Kalla irrlichtert durch das Stadion. HĂ€tte mich nicht gewundert, wenn er irgendwann den Spielertunnel verteidigt hĂ€tte. Thorandt Tschauner spĂ€ter mit dem einzigen Signal zum AufbĂ€umen, als er die Genehmigung erbat bei einer Ecke vorne zu spielen. Sowas lĂ€sst sich aber leider nicht beliebig wiederholen. Nach Ratsches Lattentreffer sollte es dann eigentlich losgehen, wachte auch die schnarchende Gegengerade auf, und genau da pfiff Gagelmann ab. GefĂŒhlt war da erst die 15. Minute „gespielt“.
Ein Fußballspiel fĂŒr die Tonne. Hoffentlich verzeihen die Jungs sich ihr angstvolles Gewurste schnell und irgendjemand treibt ihnen bitte die offensichtlichen Flausen aus, am Millerntor Angst mitzubringen. Das ist doch nu wirklich unsinnig.

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