Legenden des FC St. Pauli – eine wohlwollende Buchkritik

Legenden des FC St. Pauli 1910
Legenden des FC St. Pauli 1910: Männer, Mythen und Malheure am Millerntor – (c) Arete Verlag

Hermann Schmidt war lange bevor es Blogs gab ein gewissenhafter Chronist des FC St. Pauli; seine Bücher mit den Schilderungen seiner Erlbenisse auf Auswärtsfahrten habe ich sehr gerne gelesen und sie dann mit meinen eigenen Erinnerungen verglichen.

Während seiner Lesungen und durchaus heftigen Diskursen online, bspw. nach der Südkurvenblockade lernten wir uns näher kennen und schätzen. In letzter Zeit war es still um Hermann geworden.

Umso mehr freue ich mich, dass er wieder kreativ wird.

Im Buch: Boll, Meggle, Oke, Corny, Schulle – dutzende Legenden unter dem Brennglas

Hermann Schmidt hat sich die Mühe gemacht, in einem Taschenbuch alle viele* Legenden des FCSP aufzulisten und ihren Stellenwert und ihr Engagement für unseren Verein zu beschreiben: immer sehr persönlich, manchmal launisch und mit irre viel Fakten unterfüttert.

Das Buch eignet sich für neue und alte „Paulis“. Eine kurzweilige Reise, zum Durchschmökern und immer wieder vorkramen.

Das Buch im Podcast

Das Buch „Legenden des FC St. Pauli“ bespreche ich auch in unserem Podcast ST PAULI POP, u.a. ab Minute 1:22:11

Verlosung: Der Arete Verlag hat uns 4 Exemplare für euch zur Verfügung gestellt. Hinterlasst bitte in den Kommentaren eure persönliche Legende des FCSP. Ich ziehe dann aus den Kommentaren die Gewinner:innen. Die Gewinner:innen sind gezogen und beanachrichtigt. Vielen Dazke fuers Mitmachen.

*Rouwen Hennings hat er vergessen und einige andere auch 🙂

Macht kaputt, was euch glücklich machte

Podcast: die schöpferische Zerstörung des FC St. Pauli

Was passierte, wenn man das taktische Handeln des FC St. Pauli, den Trainer samt Sportchef zu feuern, den Geschäftsführer zu verlieren, so wie alle sportliche Hoffnung, den Ansprüchen des modernen Profifußballs gerecht zu werden, nicht als stümperhaftes Agieren deutet, sondern als strategischen kreativen Prozess: den Prozess der schöpferischen Zerstörung.

Lustigerweise agiert unser Möchtegern-Antikapitalistische Verein ja in drei der schöpferischen Innovationsbereichen des neoliberalen Vordenkers Schumpeter schon einigermaßen erfolgreich:

Seit 1986 erlebt der Fußballklub St. Pauli eine kreative Zerstörung durch das (teilweise) Umwandeln des Klubs vom stinknormalen Fussiklub in einen politischen mit Punkrock-Attitüde. Mit der Wahl von Oke schliesst sich der Kreis: einer der kreativen Zerstörer von einst ist nun Establishment.

Kiezbeben Ausstellung: Ab ins Museum mit dem FCSP der 80er und 90er Jahre

Höchste Zeit, das, was wir älteren weißen Männer (überwiegend) aus diesem Klub gemacht haben, nicht nur halbherzig kaputt zu machen, sondern ganz zu zerstören, damit Neues entstehen kann.

Darüber sprechen wir in dem Podcast von Donnerstag, bei leckerem Bier und heiteren 20 Grad auf der Terrasse von Markus Agentur.

Trainer, Sportchef, das ist erst der Anfang

Was muss alles kreativ zerstört werden?

  1. Der Kader. Ändern wir einseitig die „Gesetze des Profifußballs“, ändern wir das Scouting und die Bewertung von Spielern. Wer passt nicht nur sportlich zum FCSP? Wer muss gehen, um den Status Quo zu zerschreddern?
  2. Das Stadion. Einlaufhymne, Logen, Dauerkarten. Machen wir das alles kaputt! FCK HLLS BLLS. Kündigung aller Dauerkarten, Neuvergabe nach Diversity Kriterien
  3. Die Funktionäre. Diversity Quoten für alle Gremien. Verpflichtend: ein weiblicher Vorstand.

Lasst euch mal auf diese Gedankenspiele ein, das bringt nicht nur Spaß, sondern zeigt auf, wie verwurzelt man in den Strukturen des Kapitalismus ist, und wie verfilzt das eigene Denken.

Zerstört mit. Gerne in den Kommentaren 😉

St. Pauli T-Shirts: Nur für Frauen Nun für alle in Rosa

Es ist noch nicht so lange her, da hat der FC St. Pauli seinen Werbepartnern einen Leitfaden vorgelegt, in dem Werbung ohne Sexismus angepriesen wird. Bei seiner eigenen Modekollektion scheint schien der FCSP-Shop diese Richtlinien allerdings nicht ganz so konsequent zu beherzigen.

Kollektion Ruby des FC St. Pauli. Screenshot: fcstpauli.com

FC St. Pauli sagt Sorry

Update: Nach eindeutigen, klaren und teilweise heftigen Reaktionen (u.a. in diesem Blog, siehe unten) auf seine Kollektion „RUBY“, hat der FC St. Pauli eingelenkt.

Die Merchandise-Kollektion „Ruby“ hat in den letzten Tagen im Verein und seinem Umfeld für Diskussionen gesorgt. Für das Wording zur Vorstellung der Frauen-Kollektion (u.a. „zauberhaft und liebenswürdig“), das auf sexistische Klischees einzahlt, bittet der FC St. Pauli um Entschuldigung.

Es bleibt zwar offen, wie diese neue Form der Kollektion aussehen wird, auch ist nicht klar, ob Männer in Zukunft ihren Jolly Roger in pink tragen können. Das Eingeständnis eines Fehlers zeigt Größe und unterstreicht eine Entwicklung, die ich mir wünsche und unterstütze.

„Ruby“ ist die werbefreundlichere Umschreibung von Rosa

Mit den Attributen „zauberhaft und liebenswürdig“ bewirbt die Startseite des FC St. Pauli die „neue Kollektion Ruby“; wobei Ruby eine Form von Rosa ist, zumindest sind alle Kleidungsstücke, T-Shirt, Kleider und Hoodies rosa – und offenkundig nur für Frauen gedacht. Das ist nicht schlimm und auch nicht sexistisch im engeren Sinne der Leitlinien. Ein Verein, wie der FC St. Pauli sollte sich aber mehr Gedanken über solch eine Produktauswahl machen, finde ich.

Auch Männer mögen Rosa

Damit weist die Merchandising-Abteilung den Frauen unter den St. Paulifans nicht nur eine Gender-typische Farbe zu (die Shirts gibt es nur in so genannten „Damen-Schnitten“ und nur bis zur Größe XL), sie schließt auch noch Männer aus.

Die St. Pauli Fans reagieren polemisch auf das Angebot in „Hot Pink“

Der Fanclubsprecherrat (FCSR) reagiert bei Facebook mit nicht ganz ernst gemeinten weiteren Vorschlägen.

„Was zusätzlich wünschenswert wäre: Pink/rosafarbener Schal ohne Vereinsfarben. Vergünstigter Eintritt für Frauengruppen mit jeweils ner Flasche Prosecco.“

Das St. Pauli Blog „Lichterkarussel“ sieht den Abstieg schon vollzogen, „während die erste Herren-Fußballmannschaft plötzlich im Abstiegskampf steckt, ist die Merchabteilung schon abgestiegen und möchte weibliche Fans künftig in rosa kleiden. Jungs müssen weiter auf diese schöne Farbe verzichten“.

Korrekte T-Shirt Angebote lohnen einfach nicht?

Vor fünf Jahren habe ich mich schon einmal darüber geärgert, dass es keine St. Pauli Shirts in Pink und für Männer gibt. Damals hat der Chef von Upsolut (ein Mann 😉 mir geantwortet, dass sich große Größen und Männer-Schnitte in gewissen Farben nicht verkaufen.
Ein politisch ausgewogenes Sortiment passte offenkundig nicht in die Profitmaximierungsstrategie eines französischen Mischkonzerns. Nun gehört das St. Pauli Merchandising schon seit einiger Zeit wieder dem Verein.
Na?, FC St. Pauli, wie wäre es mit einem Herren T-Shirt mit FC St. Pauli Jolly Roger in 2XL in pink, rosa oder meinetwegen „Ruby“? Ich würde eines kaufen, denn „zauberhaft und liebenswürdig“ steht mir!

Friede den Kutten #fcsp #Sticker #Homophobie

Der Sonnabend des letzten Bundesliga-Heimspiels der alten Nordtribüne war gefühlt gerade angebrochen, als ich mich um kurz nach 9:00 Uhr gen Millerntor aufmachte. Der erste herbstliche Sprühregen nieselte mir ins Gesicht, als ich im Fanladen auf eine Abordnung der ‚Hamburger Originale‘ traf: zur Aussprache über die homophoben und sexistischen Sticker und meinen Blogbeitrag dazu.
Es wurde eine intensive Aussprache; vorweg will ich die sehr befriedigende Erkenntnis teilen, dass wir mit dem Fanladen und dem Fanclubsprecherrat (FCSR) tolle Institutionen haben, die einen geschützten Raum bieten, solche Konflikte zu lösen.
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Auswärtshoodie mit Regenbogen FCSP #sotchi14 – also ich bin dann bereit für Bielefeld

Google hat heute zum Start der Olympischen Spiele in Sotchi seine Startseite in Regenbogenfarben geschmückt. Der englische The Guardian genauso.
Nach einem Mittagessen mit St. Paulianer Heiko, fiel mir dann das passende Motiv für einen Auswärtshoodie ein: FCSP in bunt.
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"STELLUNGNAHME ZUM DFL-PAPIER „SICHERES STADIONERLEBNIS“: Gernot Stenger macht die beleidigte Leberwurst. #fail

Da macht sich die halbe organiserte und desorganisierte Fanschaft des FC St. Pauli die Mühe, sich die Frechheit, die sich Grundsatzpapier der DFL „Sicheres Stadionerlebnis“ nennt, auseinander zu nehmen, argumentativ, dabei das Präsidium aufzufordern, „aktiv Einfluss zu nehmen“ im Sinne des FC St. Pauli und dessen, was ihn ausmacht. Da legt der 1. FC Union Berlin vor, mit einer dezidierten und fundierten Stellungnahme – und dann das hier.
In a nutshell heisst das imho:
Mimimi, wir machen jetzt auf Druck der doofen Fans nicht mehr weiter. Da wir aber vor allem vor den Funktionärskumpels beim DFB nicht doof dastehen wollen, Gernot im besonderen, weisen wir nochmal darauf hin, dass wir uns nur der Mehrheit beugen (ein paar Vernünftige waren wohl darunter) – und deswegen auch nicht mehr „aktiv Einfluss“ nehmen können.
Das ist schlimmste Schwarzer-Peter-Politik, mit der Gernot Stenger St. Pauli und seinen Fans und Mitgliedern die Brocken vor die Füße kotzt. Ehrlich Gernot, dann hab wenigstens die Größe und trete sofort zurück!
HALLOOO? ICH GLAUB ES HACKT! – Natürlich sollt ihr weiter AKTIV EINFLUSS NEHMEN – ABER IN UNSEREM SINNE!!!! „"STELLUNGNAHME ZUM DFL-PAPIER „SICHERES STADIONERLEBNIS“: Gernot Stenger macht die beleidigte Leberwurst. #fail“ weiterlesen

Rummel Rummel Rusch, de Bulle sit in Busch

Rummel rummel rusch,
de Neubau sitzt im Busch
Give mi nen lütten Astra oder ne lütte Wurscht!
Is de Wurscht to kleen, give me twey for een,
Is de Wurscht to groot, smeckt noch mal so god.
En Hus wieder sing wir Lieder,
En Hus achter wohnt Viva con Agua,
En hus voran
Wohnt de Schutzmann
Prost Gegengerade!
*

In Altona und anderswo in Norddeutschland und Dänemark ist man am Abend vor Neujohr durch die Nachbarschaft gelaufen und hat auf Rummelpötten, also Trommeln begleitet gesungen. Dieser Brauch ist innerhalb einer Generation fast gänzlich verschwunden. Süßigkeiten werden immer noch singend eingefordert, aber heutzutage zu Halloween.
Und dieses Schicksal droht auch dem Mythos „Gegengerade“. Wenn am Sonntag wieder junge Leute rummelnd durch den Stadtteil ziehen, dann fordern sie keine Süßigkeiten, sie fordern Gerechtigkeit. Und der Schutzmann wird sie begleiten. Vielleicht bis zum Millerntor, aber nicht hinein. Die Gegengerade ist zwar baufällig aber willkürfrei. Das wird sich mit dem Neubau dramatisch ändern.

Lassen Sie sich das nicht zu sehr auf der Zunge zergehen, denn Sie werden sie noch zum Schnalzen brauchen: Ein Kultclub. Ein Stadion. Fußball, Dramen, Totenkopffahnen. Eine Tribüne voller herrlich verrückter Freibeuter. Und direkt unter ihrem Hintern: der größte Stadion-Polizeipalast Europas.
Glauben Sie nicht? Wird gerade gebaut! Die neue Gegengerade am Millerntor! 10.000 Stehplätze. 3000 Sitzplätze. 570 Quadratmeter für Fanräume. Und gut 600 für ein Polizeirevier. Und zwar nicht irgend so ne Krümmels-Stadionwache wie in jeder X-beliebigen Arena. Dieses Baby ist nicht nur während der Spiele besetzt! Stattdessen „Rund um die Uhr, Tag für Tag!“ Mindestens, wenn Dom ist. Und das ist in Hamburg bekanntlich fast immer. Na, Groschen gefallen? Hier kommt Ihr Großkultrevier! „Wir waschen uns nie – St. Pauli!“ ist Geschichte! Die Zeit der Seifenopern beginnt.

schreibt Gerd in seiner beachtlichen Parabel auf das neue Großstadtrevier am Millerntor. Und mir wird so unbehaglich, wie lange schon nicht mehr. Dass die Gegengerade sich kulturell verändert, wenn sie neu erbaut wird, das war ja klar. Aber dass sich die Vollstreckungsbehörden mitten reinsetzen in die Gegengerade ist mir unerträglich. Was nicht so schlimm wäre, wenn es nicht auch gleichzeitig das Finale des Mythos der Gegengeraden wäre. Vergleichbar mit einer Roten Flora mit Schüco-Fenstern und Starbucks-Filiale.
Die DOM-Wache mitten in der Gegengeraden muss verhindert werden! Stelle mir gerade den Effekt vor, wenn der Wahnsinn, der polizeiliche Denke begleitet sich inmitten unseres Stadions breit macht.
*
Rummel Rummel Rusch ist das althergebrachte Halloween der Blankeneser gewesen. Ein schöner Brauch, den es heute nicht mehr gibt.
Als Kinder in Blankenese sind wir Silvester um die Häuser im Treppenviertel gelaufen und haben „gerummelt“, also das gemacht, was Kinder heute bei Halloween machen.

Was bedeutet ACAB? Und was ist ACABAB? #acab #1312

Aus gegebenem Anlass und weil uns immer wieder Fragen erreichen, was denn die Abkürzung, das Tag ACABAB bedeuten, hier ein Erklärungsversuch:

ACAB Graffiti Hamburg
ACAB Graffiti Hamburg

ACABAB

kann viele Bedeutungen haben, die beiden häufigsten sind zum einen die Hexadezimale Beschreibung eines Farbwertes, wonach #ACABAB dem Farbwert eines mittelhellen Grau entspricht. Der Bezug zu Hamburg ergibt sich zur Farbe des Hamburger Himmels über das Jahresmittel. Die häufigere Interpretation dieser Abkürzung ist eine satirische.

ACAB“ – All Coppers Are Bastards – was im Deutschen soviel heisst, wie „Alle Bullen sind Doof“

ACAB
ACAB Schriftzug am Millerntor (Polizeiwache DOM)

Hierbei wird eine polemisch überhöhte Kritik an Polizeiwillkür, die aus dem englischen Sprachraum stammt, „ACAB“ – All Coppers Are Bastards – was im Deutschen soviel heisst, wie „Alle Bullen sind Doof“

– noch einmal polemisch verarbeitet, indem auf Sankt Pauli hinzugefügt wird, dass das selbstverständlich NICHT für aktuelle Mittelfeldspieler des FC St. Pauli gilt: AB – AUSSER BOLL.

ACABAB kann also ein Hinweis darauf sein, dass „alle Boys in Brown graue Mäuse sind, ausser Boll“. Oder dass der Absender ausdrücken möchte, dass Polizisten doof sind, alle, ausser Boll eben. All Coppers Are Bastards Ausser Boll – Klar soweit?

(In diesem Blog wird offiziell die erste Lesart verwendet, Herr Innensenator. Genauso, wie ihre Polizei Verbotsverfügungen und Pfefferspray ausschließlich zur Gefahrenabwehr einsetzt)

Märzrasen #FCSP

millerntorIII
Take me down to the Millerntor
Where the grass is green
And the boys are pretty

Nu also doch. Diese Woche bekommt St. Pauli neues Grass und einen neuen Rasen.
Der Platzwart womöglich Herzrasen
und Lehmann Kruse keine Ausrede mehr.
Im Märzen der Rasen, im Juni die Liga?
(reblog von März 2011, wie sich die Jahre gleichen 😉

Matze Hain wird Torwart-Trainer – 2-Jahres-Vertrag unterzeichnet

Matthias Hain, Torwarttrainer FC St. Pauli
Er steht bei mir auf dem Fenstersims im Büro und unterstützt meine Kollegen moralisch, wenn ich mal unterwegs bin. Matze Hain. Nu ist offiziell, was viele von uns gehofft haben, dass Matthias Hain, der sich in seinen drei aktiven Jahren in unsere Herzen spielte, Torwart-Trainer des magischen FC wird und uns erhalten bleibt. Auch im Büro 😉

Mathias Hain wird ab der kommenden Saison Torwarttrainer beim FC St. Pauli. Der 38-Jährige unterzeichnete einen Zwei-Jahres-Vertrag und rückt damit ins Team von Chefcoach André Schubert auf.

Hansas hässliche Fratze

An der pittoresken Müritz Ostsee geht es dumpf zu. Pünktlich zum Wiederaufeinandertreffen der Rostocker mit dem FCSP in Liga zwei zeigte der mecklenburger Mob seine hässliche Fratze:
Ein 24jähriger Sankt Paulianer ist auf dem Rhododendron Fest in Graal-Müritz feige abgezockt und zusammengeschlagen worden …

Der 24-Jährige sei wegen seiner St.-Pauli-Jacke den ganzen Abend über bedroht und kurz nach Mitternacht von etwa sechs bis acht Männern grausam geschlagen und getreten worden. Wegen der Schwere seiner Verletzungen musste das Opfer in einem Krankenhaus versorgt werden. Ein 21-Jähriger stahl dem Mann zuvor noch die Fan-Jacke und verbrannte sie. Die Polizei ermittelte mehrere Tatverdächtige, darunter die beiden 21 und 22 Jahre alten mutmaßlichen Haupttäter.

via HA

Joy freut sich auf Montags #Anstosszeiten #DFL

Oha, ich verstehe ja die Intention des Textes, „Endlich wieder 2. Liga “ von Joy Dahlgrün ist der wohl, aber zum jetzigen Zeitpunkt, wo sich ganz Sankt Pauli über das unwürdige Verhalten des FCSP gegenüber Eger und Lelle grämt, sich auf Montagsspiele zu freuen, ist schlicht dämlich:

„Ein Spieltag in der 2. Bundesliga kann ganz unterschiedliche Anstoßzeiten haben: von Freitag- bis Montagabend kann man sich auf einiges gefasst machen. Das kann man nun als Vor- oder Nachteil sehen, wenn man ein Spiel live besuchen will. Wenn man es sich allerdings vor dem Fernseher gemütlich macht (dies ist gerade im Winter sehr gefragt), kann man sich vier Tage lang die volle Fußballdröhnung geben.“

… das nährt den begründeten Argwohn wichtiger Fan-Stimmen, die dem Verein (Indizien-fest übrigens) unterstellen, dass er an aktiven und langfristigen Fan- und Spielerbeziehungen das Interesse verliert.

Was geschieht hier? Ganz einfach, der Verein will nicht den Spatz in der Hand (Dauerkarte), sondern er will das renditestärkere Einzelticket und das renditestärkere Saisonpaket. Er will eben keine Dauerkunden mehr, er will Wechselkunden. (Am besten noch mit weniger Bindung an den Verein, dann nerven die nämlich als aktive Fans nicht). Höheres Risiko (nämlich den Nichtverkauf der Einzeltickets), aber der süße Geruch von höherem Gewinn. Kapitalismus pur.

* meine Meinung zu den DFL-Anstoßzeiten ist hinlänglich dokumentiert

Die Luft ist raus #fcsp

Es ist immer wieder dasselbe Bild, kaum erkämpft sich St. Pauli ein Übergewicht, will es mitspielen, Inter-gleich, und … dann ist die Luft raus und der Anspruch höher, als Bruns, Kruses und Takyis Vermögen.
1:3 und mit hängenden Schultern in die zweite Liga.

Zwei Spiele Sperre für Fin Bartels

„Für zwei Spiele gesperrt: Fin Bartels
Fin Bartels vom Bundesligisten FC St. Pauli wurde am 4. April 2011 vom DFB-Sportgericht im Einzelrichter-Verfahren nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss wegen eines rohen Spiels gegen den Gegner mit einer Sperre von zwei Meisterschaftsspielen der Lizenzligen und einer Geldstrafe in Höhe von 8.000,- Euro belegt. Darüber hinaus ist Bartels bis zum Ablauf der Sperre für alle anderen Meisterschaftsspiele seines Vereins gesperrt.“
Quelle: DFB
Via: @DerUebersteiger

Becherwurf, Spielabbruch – Stellungnahme des Präsidiums des FCSP

Eben veröffentlicht die Presseabteilung das Statement unseres Präsidiums zu den Becherwürfen am Millerntor, von denen einer am Freitag Abend den Linienrichter am Rücken traf, was zum Abbruch des Spiels führte:

„Die nach dem Spielverlauf absehbare Niederlage am Freitagabend gegen den FC Schalke 04 war sicherlich für viele von uns bitter. Der Becherwurf auf den Schiedsrichterassistenten und der daraus resultierende Spielabbruch sind ernüchternd, schockierend und beschämend. Das Präsidium des FC St. Pauli distanziert sich auf das Äußerste von solch höchst unfairem und unsportlichem Verhalten. Wir verurteilen solche Aktionen, sei es – wie bereits zahlreich zuvor in dieser Partie – durch Feuerzeuge, Trinkbecher oder ähnliche Gegenständen aufs Schärfste und appellieren an die Vernunft unserer Zuschauer und Gäste. Ein solches Gebaren entspricht nicht dem Geist und den Idealen unseres Vereines.
Wir werden derartige Verletzungen des „Fair Play“ und des respektvollen Umgangs mit (sportlichen) Gegnern und Offiziellen nicht hinnehmen, verstoßen sie doch eklatant gegen unsere einzigartige Fankultur am Millerntor. Wir werden die Verursacher/Täter derartiger Aktionen auch persönlich zur Rechenschaft ziehen bzw. Regress nehmen, denn es kann nicht sein, dass unser Verein und unsere Mitglieder kollektiv die finanziellen Folgen derartiger Taten/Handlungen tragen.
Das genaue Strafmaß durch den Deutschen Fußball Bund (DFB) erwarten wir in Kürze. Aufgrund von Zeugenaussagen konnte ein Tatverdächtiger noch unmittelbar am Freitagabend im Stadion ermittelt werden. Durch zahlreiche weitere Zeugenaussagen im Laufe des heutigen Montags besteht inzwischen kaum noch Zweifel an der Identität des „Werfers“.
Wir entschuldigen uns hiermit noch einmal ausdrücklich im Namen des FC St. Pauli beim Schiedsrichterassistenten Thorsten Schiffner.
Das Präsidium des FC St. Pauli

Quelle: fcstpauli.com

Mittwochs-Interview: 11 Fragen von mir an mich selbst

Inspiriert durch die geistreiche Adaption des Meeskeschen Sonntagsinterviews bei Quoteni Rudus, habe ich mir 11 Fragen selbst gestellt, dieselben, die sich Michael Meeske am Sonntag auch gestellt hat.
Asleep On The Job
Arik, dieses Wochenende macht die Bundesliga eine Länderspiel-Pause. Auch für Dich zwei Tage, die Du mal komplett zur Erholung nutzen kannst oder wie verbringst Du die freie Zeit?
Ich schlafe bis mittags, versuche dann einen Kaffee zu trinken und so zu tun, als wäre das gemütlich. Dann muss ich nochmal raus zu Lidl oder Penny und mir Bier kaufen. Ab 18:00 Uhr mach ich die Glotze an.
An Heimspielen bist Du natürlich immer im Stadion, wie oft in der Saison fährst Du zu den Auswärtsspielen des FC St. Pauli? „Mittwochs-Interview: 11 Fragen von mir an mich selbst“ weiterlesen

Heimsieg gegen Schalke 04 – 10 Gründe, weswegen die Boys in Brown am Freitag gewinnen …

DOM Freie Auswahl - und immer ein Trostpreis
1. Wir haben Flutlicht
2. Wir haben DOM
3. der FCSP hat gegen Schalke 04 noch nie in der Bundesliga verloren, wenn Schulle spielt
4. Es gibt „immer Trostpreise“ und die Freie Auswahl
5. Ich praktiziere „Diversity“ und schwenke den Jolly Rouge aus dem Ballsaal
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10. „Ohne Asamoah habt ihr keine Chance!“
Ein Herz auf dem DOM
weitere Gründe bitte in die Kommentare … #profcsp

Alsterradio (106.8) der richtige Medienpartner? #profcsp

Nach Kalter Muschi und Stangentanz. Deklassiert sich gerade ein weiterer Sponsor vom Millerntor?
“Frauenfußball stärken“ war die Devise. Während der Aktion rief der Sender Frauen und Mädchen aus Hamburger Vereinen dazu auf, sich mit einem sexy Foto im Fußballdress online zu bewerben. Knapp sechzig! Bewerberinnen in Vereinsfarben schickten ihre Fotos ein. Aber nur eine konnte natürlich gewinnen. Dazu musste eine Jury schon einmal eine Vorauswahl von zehn Spielerinnen treffen. Danach hatten die Hörer von alster radio 106!8 rock ´n pop die Qual der Wahl. Sie mussten nun online für die hübschen Kandidatinnen abstimmen.-
via SUPRA Magazin

„Bäh, ist das widerlich: „Im Jahr der Frauenfußball-Weltmeisterschaft wollte alster radio 106!8 rock ´n pop einer Frauenfußballmannschaft in Hamburg mit einer Geldspende von mindestens 2.500 € unter die Arme greifen“, und als Gegenleistung mußten die Damen sich nur uttrecken. Das fällt den Herren von alster radio 106!8 rock ´n pop und FussiFreunde zum Thema Frauenfußball ein. Peinlich.“

Warum es sich lohnt noch aweng zu warten … #Kapitalismus abschaffen

„Gibt es einen richtigen Fußball im Falschen?“ – fragte René Martens in konkret
„Richtigen Fußball (kann) es nicht geben. Fußball ist Kapitalismus ist Fußball. Leistung lohnt sich, der Stärkere gewinnt, Konkurrenzkampf, Auslese, Arbeitsteilung … Zentrale Charakteristika der Produktionsverhältnisse bilden sich nicht nur geradezu prototypisch für den Überbau im Fußball ab, die Sportart ist ohne auch gar nicht vorstellbar. Fußball ist Teil des falschen Leben im falschen, allerdings und zugebenermaßen ein faszinierender. In einem richtigen Leben wird es keinen Fußball geben. Was allerdings einer der wenigen Gründe ist, mit dem Kommunismus noch ein wenig zu warten.“- antwortet einer seiner Leser -und ein feiner Gedanke zum Wochenende.