St. Pauli in die Inbox

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Ideal für Leserinnen, die sich unabhängig von Twitter oder Facebook über St. Pauli (den Stadtteil) und seinen Verein (den FC St. Pauli) und seine Supporter informieren wollen.

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Foto: Rauter 25

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Foto: Rauter 25

Vermummte Stolperstörche und ein Auswärtssieg

Ganz Deutschland liebt den FC St. Pauli*. Nur die kleinen Hafenstädte an der Ostsee nicht. Diesmal war wieder Holstein Kiel dran und tatsächlich fühlte man sich vom Ambiente des Holsteinstadions und den Rufen der Holstein-Fans zehn Jahre zurück versetzt.

„Scheiss St. Pauli“

Das Spiel begann mit einer Verspätung von zehn Minuten, weil es einem Dutzend Vermummter einfiel, aus dem Holstein-Block zu springen, über das Spielfeld zu rennen und am Zaun des Gästeblocks zwei dort hängende Banner zu klauen. Dabei warf ein besonders übermotivierter seine Seenotfackel in die Richtung unseres Blocks, verfehlte diesen aber deutlich.

Kieler Ultrás stürmen den Platz und klauen Banner, was dann passierte wird Dich erstaunen …

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Limitierte Lonsdale – St. Pauli Trainingsjacken

Lonsdale ist eine englische Modemarke, die mit dem Aufkommen der Jugendbewegungen der Modernists (Mods) und vor allem der Skinheads berühmt wurde. Insbesondere im Boxing-Umfeld.

In den 80er Jahren wurde Lonsdale dann Lieblingsmarke der rechten Szene und verbrannte beinahe. Seit langem arbeitet Lonsdale aktiv daran, das Image als Nazi-Marke verschwinden zu lassen, unterstützt und sponsert auch in Deutschland klar links positionierte Clubs, wie Babelsberg oder die Boxabteilung des FC St. Pauli.

Kein Lonsdale den Faschisten

„Reclaim your Style“ hat endlich auch das Millerntor erreicht.

Aus diesem Engagement heraus hat Lonsdale mit dem Fanladen St. Pauli eine limitierte Auflage von Trainingsjacken erstellt:

  • Farbe braun-weiss
  • Größen: S-3XL – fällt, wie bei englischen Schneidern üblich, sehr klein aus!
  • Limitiert: 200 Stück
  • Keine Reservierung, kein Versand
  • Verkauf ab 14.9.2017, 15:00 Uhr

 

Auswärtsfahrten im ICE 4 „Süleyman Tasköprü „

Mich erreichte gerade ein Meme auf Facebook, also eine sich selbst vervielfältigende Aktion, die den Vorschlag aufnimmt, die neuen ICE 4 der Deutschen Bahn nach den Opfern des NSU Terrors zu benennen.

Screenshot: Bahn.de: Umfrage, wie sollen die neuen ICE 4 heissen?

Online-Aktion der Bahn: Wie soll der neue ICE4 heissen?

Hintergrund ist eine Online-Umfrage auf Bahn.de, wie denn die neuen ICE getauft werden sollen. Nachdem ICEs bisher nach Städten benannt wurden, sind dieses Mal Personen als Taufpaten vorgesehen.

Persönlichkeiten, die gezeigt haben, wie Menschen über Grenzen hinweg friedlich zusammenleben können. Ihnen fällt sofort ein passender Vorschlag ein? Dann haben Sie die Chance, einem unserer ICE-4-Züge einen Namen zu verleihen.

Ein rasendes Denkmal den NSU-Opfern

Ich finde die Aktion gut. Die Vorstellung mit dem ICE „Enver Simsek“ auswärts zu fahren oder mit dem ICE „Halit Yozgat“ drei Punkte aus Dresden zu entführen euphorisiert mich geradezu. Ein Denkmal sollen diese Menschen bekommen, das in ganz Deutschland unterwegs ist. Wenigstens das haben sie alle verdient!

„Ich bitte euch, die Namen der vom NSU ermordeten Menschen als Namensvorschläge einzureichen. Weil wir nie vergessen dürfen. Weil es nie wieder geschehen darf.“ lautet der Aufruf, der mich via Facebook erreichte. Ich habe eben abgestimmt (meine Wahl fiel auf den Altonaer Bürger Süleyman Tasköprü).

HIER MITMACHEN!

Alle NSU Opfer auf einen Blick:

  • Enver Simsek
  • Abdurrahim Özüdogru
  • Süleyman Tasköprü
  • Habil Kilic
  • Mehmet Turgut
  • Ismail Yasar
  • Theodoros Boulgarides
  • Mehmet Kubasik
  • Halit Yozgat
  • Michèle Kiesewetter

Wer wird Deutscher Meister? Der FC St. Pauli!

FCSP- und Nationalspieler Jonathan Tönsing Foto: Stefan Groenveld

Die Macht vom Millertntor: Im Blindenfussball ist St. Pauli championsleaguereif

  • Der FC Sankt Pauli Blindenfussball hat am kommenden Samstag die Chance Deutscher Meister zu werden und richtet am darauf folgenden Wochenende ein eigenes Turnier in Hamburg aus.
  • Zwei unserer FC Sankt Pauli-Spieler nahmen gerade an der Europameisterschaft in Berlin für die Nationalmannschaft teil.
  • Tipp: Besucht das Masters Turnier am 16.&17.09.17 in Hamburg.

Champions League in Hamburg

Am Wochenende des 16ten und 17ten September, jeweils von 9 – 18 Uhr, richtet der FC St.Pauli-Blindenfussball zum bereits zehnten Male ein Masters-Turnier mit internationaler Beteiligung aus.

Mannschaften:

  1. Der italienische Meister AC Marche
  2. Der belgische BBFC-Sieger 5-a-side Anderlecht
  3. Der griechische Vizemeister Asamea Keravnos
  4. Avoy aus Brünn, Tschechien
  5. Sowie ein All-Star-Team aus englischen und deutschen Nationalspielern

Eine Woche zuvor, am Samstag dem 09.09., wird in Halle/Saale der deutsche Meister 2017 zwischen der SF/BG Marburg und dem FC St. Pauli ermittelt.

Wo?

Gespielt wird auf der Anlage des BZBS Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte am Borgweg 17a, 22303. Der Eintritt ist frei und für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Blindenfußball Infos

Blindenfussball ist eine rasante und spannende Sportart, die von Sehbehinderten zusammen mit Sehenden gespielt wird. 

Mehr Infos zu dieser Sportart, sowie Infos zum Turnierablauf und -zeiten:

Masters Termin:

10.Blindenfussball-Masters
16.& 17.09.2017 (9-17 Uhr)
Borgweg 17a
22303 Hamburg
Facebook-Link zur Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/1882308058455371

Spätsommer-Blues

Nun ist der Sommer in Hamburg endgültig vorbei. Von Island strömt ein Tiefdruckgebiet über die Nordsee und hüllt St. Pauli in ein dichtes Netz aus Nieselregen.

Für mich beginnt in diesen Tagen die Saison erst so richtig. Im Sommer konkurriert meine braun-weisse Liebe nämlich regelmäßig mit einer anderen Leidenschaft: dem Segeln. So eine Sommerpause lässt sich mit einem Törn durch die dänische Sydsee zwar besser aushalten, im August, zum Start der Saison der 2. Bundesliga, wird es dann aber schwierig, beides unter einen Hut zu bringen.

Im September ist das Ende der Segelsaison schon schmerzlich nah. Man organisiert schon das Winterlager, schnackt den Hafenmeister wegen Kranterminen an. Dieses Jahr gibt es sogar ein Datum, an dem sich meine Anhängerschaft zum FC St. Pauli mit meiner Segelwirklichkeit kreuzt: das Auswärtsspiel in Kiel am 19.9. – ich werde das in unserem Block verfolgen und dann an Bord übernachten.

Segeln beim FC St. Pauli

Ich heisse aber nicht nur an Spieltagen den Jolly Roger unter der Backbord-Saling, um meine Zugehörigkeit zum FCSP zu dokumentieren. Das gab schon Anlass zu freundlichen, empörten und lustigen Reaktionen.

Nun finden sich im FC St. Pauli so einige Segler_innen und viele, die es werden wollen. Im August formierte sich dann eine Gruppe, die das näher diskutieren wollte: Eine Segelabteilung im FC St. Pauli.

Ich stehe dem sehr offen gegenüber, habe das Thema Segelabteilung auch schon in den letzten Jahren häufiger diskutiert. Einig sind sich wohl alle Beteiligten, dass eine Segelabteilung beim FC St. Pauli mehr sein soll, als ein Haufen von Interessierten, die gerne segeln.

Ich sehe da drei Punkte, die wir bei der Gründung intensiv diskutieren und klären sollten:

  1. Werte und Ziele:
    Was macht denn das Segeln im FC St. Pauli so besonders?
  2. Jugendarbeit:
    Vielleicht der wichtigste Punkt. Wie können wir Jugendarbeit im Segelsport als FCSP unterstützen. Gerade werden in Deutschland massenweise Jugendkutter abgewrackt, weil sich keine Jugendlichen finden. Das ist traurig, da stirbt eine Jugendkultur, die vielen von uns den Weg ins Erwachsenwerden erleichtert hat. – Ein Jugendkutter, der Jolly Rouge heißt, wäre ein tolles Projekt. Oder eine Piraten-Abteilung, die sich bei der nächsten Kieler Woche mit den Segler_innen aus der ganzen Welt misst :)
  3. Stadtteil:
    Passt zu 1 und 2. Wir werden die Frage beantworten müssen, wie wir die Menschen im Kiez und aus St. Pauli einbinden können. Vor allem auch, um zu verhindern, dass „St. Pauli Segeln“ keine elitäre Veranstaltung wird.

Die Abteilung ist in Gründung; es existiert für Interessierte eine Facebook-Gruppe: Segeln FCSP

Jochen Distelmeyer – Gin Tonic ohne Strohhalm, zur Not ein Bier – aber kein Astra

Der ehemalige Frontmann der Hamburger Schule Band „Blumfeld“ hat gestern im Rahmen der Konzertreihe für „Daheimgebliebene“ – dem Sommer in Altona – ein feines Konzert gegeben.

Dieser Mann hat schon vieles gesehen, sogar sowas, wie Weltruhm aus der Ferne. Ich habe ihn damals immer eine Spur zu arrogant wahr genommen, das hat sich wohl in den Jahren, in denen wir getrennt von einander gealtert sind, verwachsen. „Jochen Distelmeyer – Gin Tonic ohne Strohhalm, zur Not ein Bier – aber kein Astra“ weiterlesen

Shahak Shapira Aktion gegen Twitter in Altona: Rassistische und antisemitische Tweets aufgesprüht

Heute morgen fanden Passanten am Altonaer Bahnhof sich mit lauter ekeligen Tweets konfrontiert, die jemand vor der Zentrale des Social Networks Twitter auf den Boden gesprüht hatte. Schlimme rassistische und antisemitische Entgleisungen und Beleidigungen.

Mittendrin hatten die Aktivisten die Frage gepostet: „Ey Twitter, warum löscht ihr sowas nicht?“

„Shahak Shapira Aktion gegen Twitter in Altona: Rassistische und antisemitische Tweets aufgesprüht“ weiterlesen

Saisonausblick 2017/18: „Scheisse, wir sind Aufstiegsaspirant“

Photo credit: *m22 via VisualHunt / CC BY-NC-SA

„Read my lips“, sagt mir I. am Telefon, „wir steigen dieses Jahr auf“. Puh, denke ich, da war sie wieder, diese Euphorie, die sich am Anfang einer Saison immer einstellt. Genährt durch die beste Rückrunde aller Zeiten und den Umstand, dass der Kader eben dieser Rückrunde zusammen geblieben und fit ist.

Na gut. Aber so einfach wird es nicht.

Wie jedes Jahr, bittet der Übersteiger zum Tanz um die Glaskugel und auch ich werde dieses Jahr wieder von meinem Bloggersessel aus teilnehmen (letztes Mal lag ich ja sowas von richtig ;).

Ich prophezeie, dass dieser Ligadurchlauf noch ausgeglichener wird, als die letzten Jahre schon. Ich sehe dieses Jahr keine zwei Durchmarschierer, keine klaren Abstiegskandidaten. Das bedeutet, dass sich noch wenige Wochen vor Ende der Saison viele Mannschaften Chancen nach oben und Horrorszenarien nach unten ausrechnen können. Der FCSP wird lange oben – vielleicht sogar ganz oben mitspielen. Allerdings, so lese ich es in der Kugel, werden sie kurz vor Ultimo Bammel bekommen. Galoppierende Angst vor der eigenen Courage; „Aufstiegsangst“ habe ich das einmal genannt.

Die Saison 2017/18 des FC St. Pauli in der Glaskugel

  1. Auf welchem Tabellenplatz beendet der FC St.Pauli in dieser Saison?
  2. Wer schießt die meisten Tore für uns in der Liga?
  3. Wie viele Spiele gewinnen wir im DFB-Pokal?
  4. Braunschweig, Bielefeld, Kiel – sechs Spiele – wie viele Punkte für uns?
  5. Wie viele Heimsiege holen wir in der Liga?
  6. Wie viele Tore schießen Sami Allagui und Aziz Bouhaddouz insgesamt in der Liga?
  7. Welchen Platz belegen die 1.Frauen in der Regionalliga Nord?

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Punktelieferant? #vflfcsp

Das erste Spiel der neuen Saison 2017/18 führt die Boys in Brown nach Bochum. Der VfL hat sich derweil eine besondere Motivationsspritze für seine Gäste ausgedacht…

In Bochum sitzt der „Punktelieferant auf der Gästebank. Foto: Twitter

Gäste sind in Bochum „Punktelieferant“

Auf der Rückseite der Gästebank prangt das Wort „Punktelieferant!“. Ich vermute, dass das eher motivierend, als abschreckend wirkt. Ich denke ja auch jedes Mal, wenn unser_e Stadiosprecher_in vor dem Spiel lauthals verkündet, wie selten der Gast am Millerntor gewinnen konnte, oder wahlweise, wie stark die Gäste sind, dass das als Motivation taugt.

„Jetzt erst recht“ wird da die gängige Reaktion sein. So wie Martin von FCSP, der auf Facebook schrieb:

„Jetzt hab ich richtig Bock“

 

St. Pauli streitet sich mit dem Medien-Boulevard: #FloraBleibt

Springer-Medien sind nicht wohl gelitten auf St. Pauli und am Millerntor. Nicht erst seit der #BILDnotwelcome Kampagne prallen Hamburgs Boulevardmedien, BILD, Welt und Mopo, mit den Supportern des Kiezklubs zusammen. Die blutgeile G20-Berichterstattung, vor allem in BILD und Welt hat nun kollektiv für Gegenwind gesorgt.

150 (in Worten: Einhundertfünfzig!) Fanclubs, der Fanclubsprecherrat und der Fanladen St. Pauli haben eine Erklärung unterschrieben, die beklagt, dass Medien versuchen „unseren Verein, unsere heterogene Fanlandschaft und unser aller Ehrenamt in Sport, Kunst und Miteinander zu torpedieren“. „St. Pauli streitet sich mit dem Medien-Boulevard: #FloraBleibt“ weiterlesen

Ganz Hamburg … liebt Love Newkirk

Mit Soul durch den Hamburger Hafen

All you need is Love – Werbung am Dock 1 im Hamburger Hafen

Love Newkirk, so hat es einmal ein lieber Freund ausgedrückt, ist ein „Weltstar von nebenan“. Wer die brilliant ausgebildete Soulsängerin einmal in Aktion erlebt hat, wie seinerzeit beim Festival „Fussball und Liebe“ oder letzte Saison beim „Kessel braun-weisses“, der vergisst diese Begegnung nicht so schnell.

Love’s Secret: Soul-Hafenrundfahrt mit Barkassen Meyer

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St. Pauli, die Arme weit #NoG20

Yes, we camp: Der FC St. Pauli richtet 200 Schlafplätze ein.

Himmel über der Haupttribüne (gegen Dynamo Dresden)
Himmel über der Haupttribüne (gegen Dynamo Dresden)

Ich liebe diesen Verein! Im Zuge der Auseinandersetzungen zwischen Innensenator Andy Grote und seiner Polizei Hamburg mit den Protestlern und Aktivistinnen von #NoG20 um die Einrichtung von Schlafplätzen, die Anfang der Woche an der Räumung des Camps in Entenwerder eskalierten, setzt der FC St. Pauli ein starkes Zeichen.

Für heute Abend werden 200 Schlafplätze im Umlauf der Haupttribüne eingerichtet. Wer schlafen kann, der kann auch ausgeruht seine Grundrechte wahrnehmen, so der Gedanke dahinter.

Ab sofort ist die Übernachtungsfläche im Umlauf der Haupttribüne geöffnet und bis Sonntag durchgehend besetzt. Zugang über Tor 1/Haupttribüne, Budapester Straße, neben der Schule. Bitte an Interessierte/Suchende weitergeben.

Ich hatte gestern genau darüber mit M. telefoniert. Er meinte, wir sollten den Ballsaal aufmachen und Andy Grote aus dem FCSP ausschließen. Ersteres ist nun geschehen :)

Ich freu mich darüber sehr!

Gemeinsam mit den Organisatoren des Camps in Entenwerder haben die Verantwortlichen am Mittwoch alle relevanten Schritte eingeleitet, um am Donnerstag 200 Menschen aufnehmen zu können. Die Schlafmöglichkeiten werden bis zum kommenden Sonntag (9.7.) vorgehalten. Die DemonstrantInnen können hierbei natürlich die sanitären Anlagen im Stadion nutzen, außerdem werden die Organisatoren des Camps in Enternwerder eine mobile Küche für die Gäste am Millerntor einrichten.

Schon zuvor hatte der Verein die Polizei und den Hamburger Senat scharf gerügt – ein Novum in der Öffentlichkeitsarbeit des Kiezklubs, der damit seine Verantwortung für das Viertel aus dem er stammt eindrucksvoll wahrnimmt.

„Stattdessen gibt es ausgedehnte Versammlungsverbote, ein absolut absurdes Campverbot und massive Polizeipräsenz. Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte erklären, dass sie in ihrer Arbeit behindert werden. Das Vorgehen der Polizei stellt grundlegende Prinzipien des Rechtsstaats in Frage. Hinzu kommen massive Beschränkungen und Sperrzonen, die die Bürgerinnen und Bürger sowie Gewerbetreibende außerhalb jeder Verhältnismäßigkeit belasten.

Wir fordern daher die Verantwortlichen und insbesondere die Polizei auf, alle Bürgerinnen und Bürger als Gäste des – vom Senat so deklarierten – „Festivals der Demokratie“ zu begreifen, unsere demokratischen Grundwerte zu schützen und daher friedlichen, kreativen Protest zuzulassen.“

Hamburg 2017: Wie einst im Gezi Park #G20HAM #NoG20

Yes we camp – Polizei räumt Zelte aus dem Weg. Foto: Twitter

Olaf Scholz möchte sicher nicht, dass sein politisches Wirken mit dem von Despoten, wie Erdogan bspw., verglichen wird. Er schmückt sich lieber mit der liberalen und weltoffenen Aura eines kanadischen Präsidenten und mahnt gegenüber den Türken. Selbst nimmt er aber die „Werte der Demokratie“ wohl nicht so ernst …

„Gleichzeitig werden … rechtsstaatliche Prinzipien missachtet. Wir bedauern die Entwicklung in der Türkei und erwarten, dass die gemeinsamen Werte der Demokratie und des Rechtsstaates Gültigkeit behalten.“, Olaf Scholz.

Entenwerder und Gezi Park – Yes we camp

Wie nahe aber das Wirken der Hamburger Polizei an dem ihrer Kollegen in Istanbul ist, als es vor ein paar Jahren zur heftig kritisierten Zerschlagung von legitimem Protest in der Istanbul kam, zeigt eine Collage eines türkischen Twitterers:

https://mobile.twitter.com/tr4sh_coutur3/status/882511408113602561

 

Wasserwerfer marsch! #G20

Wasserwerfer Garage am Hamburger Flughafen. G20 Foto: mfG

Die Taktik ist die altbekannt. Wie schon im Zuge der rechtswidrigen Gefahrengebiete vor ein paar Jahren, setzt die Polizei Hamburg auf unterschiedslose Repression. Urteile scheren sie nicht, wenn sie jeglichen Protest – noch weit vor dem eigentlichen Gipfel – mit ihrem Gewaltmonopol verhindert. Das ist ein so offensichtlicher Rechtsbruch, dass sich in der Stadt Kirchen, Kulturzentren, Gäste und Anwohner mit den Aktivistinnen von #NoG20 solidarisieren.

Hamburg geht gegen die Polizeiwillkür auf die Straße – friedlich und bunt

Wir Hamburger lieben die Freiheit, deswegen steht sie auch in unserem Namen. Der Westfale Olaf Scholz und sein Handlanger Andy Grote verstehen es einfach nicht: wir hassen Willkür und Despoten, ob sie mit orangenem Teint oder Uniform daher kommen. Hamburg solidarisiert sich gerade öffentlich und friedlich mit ebenso buntem und gewaltlosem Protest der #NoG20 Aktivistinnen

https://mobile.twitter.com/brdn/status/882276389172523008

Polizei Hamburg kann zu G20 nur einen Trick: Knüppel aus dem Sack

Nun rächt sich, dass Scholz wieder auf das One-trick-pony Dudde setzt; mehr als Knüppel aus dem Sack kann der nicht – und das lassen sich die Hamburgerinnen eben kein zweites Mal gefallen (nach dem international verspotteten und rechtswidrigem Desaster mit dem Gefahrengebiet auf St. Pauli).

https://mobile.twitter.com/DerSchulze/status/882204826662305792

Inzwischen haben buntes Campen und fröhliches Cornern gegen G20 einen Schwerverletzten gekostet. Am Kopf verletzt beim Angriff der Wasserwerfer auf friedliche Protestier gestern Abend in Altona.

25 Wasserwerfer zähle ich in dieser Garage am Hamburger Flughafen. Wer anmerkt, dass diese Militärmaschinerie nicht dazu geeignet ist, die Grundrechte von Demonstrantinnen zu schützen, gilt in dieser Logik ja schon beinahe als Gefährder.

FC St. Pauli – Under Armour: Camouflage yourself

St Pauli Fans gegen Under Armour
St. Pauli Fans gegen Under Armour. Aufkleber via SPNU Facebook.

Das Verhältnis zwischen dem Ausrüster, die US-Klamottenfirma Under Armour, und dem FC St. Pauli ist „kompliziert“ und sicher keine Liebesheirat.

Für den damals aufstrebenden Underdog der Branche war St. Pauli eine hübsche Braut, für den UA bereit war viel zu berappen – und noch mehr zu versprechen. Von einer echten Partnerschaft war die Rede, deren Engagement über das Monetäre hinaus gehen sollte, erzählte mir damals der Marketing Chef. Passiert ist wenig positives.

Im Gegenteil: Under Armours CEO brachte zuletzt das filigrane Gleichgewicht zum Einsturz, als er offen mit Trump sympathisierte – dann wurde es wieder ruhig; der FC St. Pauli kämpfte mit seinen Fans gegen den sportlichen Abstieg.

Gewann – und jetzt, nach der anstrengenden Saison, so vermute ich, kommt das Thema Under Armour, das weiter eine fragwürdige Attitüde auf dem Schild trägt, wieder auf den Tisch.

Camouflage – Militär – UA = schlechtes Karma

Under Armour – FC St. Pauli Pokaltrikot 2017/18. Foto: Footy Headlines.

Gestern leakte die Website Footy Headlines das angeblich neue (Pokal-)Trikot des FC St. Pauli für die Saison 2017/18: ein Camouflage-Jersey, das zum einen an die famose Saison 2005/2006 erinnert, in der die Boys in Camouflage den Aufstieg in Liga zwei schafften. Zum anderen die kontrovers diskutierte Nähe von UA zur US-Army, Jagd- und Waffenfreunden brachial in den Fokus rückt.

Mir gefällt es ja optisch – der Sponsor aber hat sich mit der Assoziationskette „Camouflage – Militär – UA | FC St. Pauli“ keinen Gefallen getan.

Laut Sponsors läuft der Vertrag noch bis 2021 – noch eine Menge Zeit, um die Kooperation mit Leben zu füllen. UA muss aber langsam mal anfangen damit!

 

Transfers 2017 … und los geht die wilde Fahrt …

+++ Mats Mœller-Dæhli bleibt bis 2018 +++ Cenk Sahin: Vertrag bis 2021 +++ Sami Allagui wechselt ans Millerntor +++

„Wer will noch ne Runde?“, rufen die männlichen Mitreisenden auf dem SommerDOM immer wieder, wenn es noch einmal zur letzten Runde geht. Noch schneller, noch höher, noch krasser. Im Moment fühlt sich das beim FC St. Pauli auch so an. Alle anschnallen bitte, los geht die wilde Fahrt – Nöööööööööööt!

Drei wahnsinnig aufregende Verträge hat der FC St. Pauli bereits wenige Tage nach Ende der Saison 2016/17 bekannt gegeben. Da gibt einer Vollgas:

„Jetzt greifen wir an“, Oke Göttlich

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G20: Sitzblockaden gegen „The Beast“, Andy Grote und das Grundgesetz

Es ist eine interessante Diskussion, die Innensenator Andy Grote (angeblich Fan des FC St. Pauli) diese Woche angestoßen hat. Aus „Sorge“ um die Sicherheit von Demonstrierenden hat er davor gewarnt, „sich Kolonnen von Staatskarossen in den Weg zu stellen. Dies bedeutete Lebensgefahr“. Offensichtlich, weil die tonnenschweren, gepanzerten Fahrzeuge in der aufgeheizten Terrorstimmung einfach weiterfahren oder die Sicherheitsbeamten das Feuer eröffnen könnten. „G20: Sitzblockaden gegen „The Beast“, Andy Grote und das Grundgesetz“ weiterlesen

Hooray! – Philipp Heerwagen und BN7 bleiben bis 2018!

Das ging schnell, freut mich sehr und war auch so zu erwarten. Der FC St. Pauli verlängert die auslaufenden Verträge mit den Leistungsträgern- und Magieträgern Philipp Heerwagen und Bernd Nehrig – bei uns auf der Gegengeraden auch „BN7“ genannt, wegen seines portugiesisch rustikalen Stils ;)

FC St. Pauli verlängert mit Philipp Heerwagen und Bernd Nehrig

Der FC St. Pauli stellt die Weichen für die neue Saison. Sportchef Andreas Rettig einigte sich mit Torwart Philipp Heerwagen auf eine Verlängerung des Vertrages bis zum 30. Juni 2019. Bei Mittelfeldspieler Bernd Nehrig verlängerte sich der Kontrakt um ein weiteres Jahr bis zum 30. Juni 2018.

„Philipp hat in dieser Saison nicht nur auf dem Platz Außergewöhnliches geleistet. Er hat die DNA des Clubs verinnerlicht und identifiziert sich vollumfänglich mit den Werten des Vereins. Zudem hat er keinen Zweifel daran gelassen, dass er, losgelöst vom sportlichen Ausgang, unserem Verein die Treue halten würde“, erklärte Andreas Rettig.

„Ich freue mich sehr darüber, weitere zwei Jahre bei diesem Verein und in dieser Mannschaft sein zu dürfen und Teil einer großartigen Wertegemeinschaft zu sein“, sagte der 34-jährige Schlussmann zu seinem weiteren Engagement am Millerntor.

Ein weiteres Jahr wird auch Bernd Nehrig bei den Braun-Weißen dranhängen.

Durch eine Option verlängerte sich der Vertrag des Mittelfeldspielers automatisch bis 2018. Andreas Rettig streicht die Bedeutung des Sechsers heraus:

„Bernd hat gerade in den schwierigsten Phasen dieser Saison gezeigt, dass er ein Führungsspieler ist, der auf und neben dem Platz vorangeht und Verantwortung übernimmt.“

Bernd Nehrig blickt voller Vorfreude auf die nächste Spielzeit:

„Ich gehe jetzt in meine fünfte Saison beim Verein und kann mir kaum etwas Schöneres vorstellen, als weiterhin vor diesen Fans und bei dieser Atmosphäre hier am Millerntor Fußball zu spielen. Ich freue mich darauf, mich auch im nächsten Jahr in die Mannschaft einbringen und dem Team helfen zu können.“